autofahrer

14.12.2009 um 10:53 Uhr

Wieviel Auto darf man fahren?

von: autofahrer   Stichwörter: Spritverbrauch, Diesel, Bezin, tanken, Co2

Das Klimathema hat mich auch erfasst. Man traut sich ja gar nicht mehr zu erzählen, dass man mit dem Auto zur Arbeit fährt. Das ist heute nicht mehr ökologisch korrekt.

Meine Kollegin begann heute eine entsprechende Diskussion, nachdem sie wieder einmal verspätet zur Arbeit kam. Der Zug war stecken geblieben, das dritte Mal in diesem Monat.

"Jahaaaa, auch wenn ich mal zu spät komme, dann fahre ich immerhin Zug und belaste nicht die Umwelt". Es folgte der vorwurfsvolle Blick in die Runde. Und sofort begann die Diskussion. Drei Autofahrer gegen zwei Bahnfahrer.

Ich hielt mich vornehm zurück und brachte auf Nachfrage nur die Einwände, dass ich immerhin einen sparsamen Diesel mit Rußpartikelfilter fahre. Und meine Freundin immer mit zur Arbeit fahre, also schon mal eine Fahrgemeinschaft habe.

Darauf durfte ich hören, dass Diesel doch ein Teufelszeug sei und überhaupt der Verursacher allen Klimaübels. Aha, interessant. Und wieso? "Na, wegen dem Feinstaub." Aha, also ist der Feinstaub schuld, den ich mit meinem Partikelschutz gar nicht ausstosse. Gut, dann ist der das. Okay.

Nun ging die Diskussion zu den Autofahrern über. "Wie viel Diesel verbrauchst du denn so auf 100 km?" - Um die 6 Liter, mit Klimaanlage und Sitzheizung. - "Oh, das ist ja viel." - Was, das ist viel? Was verbrauchst du denn? - "8 Liter, aber Bezin." - Äh ja, das ist jetzt aber mehr und noch dazu viel teurer, oder nicht? - "Jaaa, aber es ist ja auch ein Beziner". - Aha, das ist dann also besser. Gut, dann ist das so. Danke.

Halten wir fest: Ich bin ein böser Dieselfahrer! Ich schäme mich.

08.12.2009 um 13:18 Uhr

Autokauf nach der Abwrackprämie

von: autofahrer   Stichwörter: Autokauf, Auto, kaufen, Rabatte, Autohaus

Die Abwrackprämie kam für mich als Besitzer eines Golf V sowieso nicht in Frage. Also habe ich mit dem Neukauf eines Autos besser erst mal gewartet.

Gestern war es soweit, es ging ab zu meinem lokalen Autohändler. Freilich wollte ich wieder Volkswagen fahren, den neuen Golf in einer sportlichen Version. Das sollte es werden.

Zunächst einmal stehe ich ziemlich hilflos in einem Laden. Kein Verkäufer und keine Schalterbesetzung in dem riesigen auf Hochglanz polierten Laden. Ein paar mal Räuspern brachte immerhin eine etwas irritierte Dame zum Vorschein, die mich irritiert ansah. War ich der erste Kunde in diesem Laden seit Monaten, oder wie?

Ja, die Verkäufer seien gleich wieder da. Ich könne mich ja schon mal umschauen. Das tat ich dann auch, fand allerdings nur quietschbunte Ökomodelle ohne Sonderausstattungen vor.

Nach 10 Minuten bequemte sich dann ein Verkäufer zu mir. Er glänzte mit eine Lächeln von einem Ohr zum nächsten, das machte mir fast Angst. "Sie wollen einen Golf kaufen, stimmt´s?" begrüßte er mich freudig. Ja klar, deshalb stehe ich wahrscheinlich auch neben genau so einem Modell.

Ich wünschte ein Modell mit mehr Ausstattung zu sehen. Sportfahrwerk, Winterpaket und so. Das sei gerade nicht in der Ausstellung, aber er hat es im Katalog. Aha, welche Überraschung.

Also tingeln wir mal an seinen Schreibtisch, schliesslich will ich mal hören, was mich mein Wunschauto kostet. Es folgten weiteren 20 Minuten Kampf mit dem Verkäufer über meine Wünsche:

"Aber Gelb und Grün sind derzeit total in, das würde super zu Ihnen passen" - nein, ich möchte klassisches Schwarz. Und nur das. "Aber Winterreifen sind immer die bessere Wahl." - Nein, ich habe den letzten echten Schnee vor 2 Jahren gesehen und dann sind Ganzjahresreifen immer noch die besser Wahl.

Nachdem ich meine Wünsche erkämpft hatte, kam da die Summe zum Vorschein. Ein stolzer Betrag, aber sowas ist ja Verhandlungssache. Der Verkäufer legte sein Weichspühllächeln auf, mit dem er jeder Schwiegermutter eine Waschmaschine verkauft hätte.

Nun ja, sooooo weit könne er da aber nicht runter gehen. Er rechnete stolze 2 % runter und wollte mir dafür einen Liter Öl oben drauf packen. Ja Wahnsinn, da hätte ich aber sofort zuschlagen müssen.

Nein, momentan sei die Auftragslage so gut, dass er unmöglich weiter runter könne. Das würde sein Chef nicht mitmachen. Und überhaupt wäre dieses Modell ja nun seltener und da müsse man schon ein paar Euro drauf legen. Und von wegen Barzahlung, das ist ohnehin altmodisch, das rabattert er nicht mehr.

Ich verliess den Laden wenig später und setzte mich dankbar in mein Gebrauchtfahrzeug. Welche Ruhe und Entspannung dieses Auto plötzlich ausstrahlte!

Nun gut, den nächsten Modellwechsel gibt es sicherlich in zwei, drei Jahren. Bis dahin darf mein Geld halt noch auf einem Konto verzinst werden und VW hat bis dahin ein Online- Bestellformular. Hoffentlich!