Wieviel Auto darf man fahren?
Das Klimathema hat mich auch erfasst. Man traut sich ja gar nicht mehr zu erzählen, dass man mit dem Auto zur Arbeit fährt. Das ist heute nicht mehr ökologisch korrekt.
Meine Kollegin begann heute eine entsprechende Diskussion, nachdem sie wieder einmal verspätet zur Arbeit kam. Der Zug war stecken geblieben, das dritte Mal in diesem Monat.
"Jahaaaa, auch wenn ich mal zu spät komme, dann fahre ich immerhin Zug und belaste nicht die Umwelt". Es folgte der vorwurfsvolle Blick in die Runde. Und sofort begann die Diskussion. Drei Autofahrer gegen zwei Bahnfahrer.
Ich hielt mich vornehm zurück und brachte auf Nachfrage nur die Einwände, dass ich immerhin einen sparsamen Diesel mit Rußpartikelfilter fahre. Und meine Freundin immer mit zur Arbeit fahre, also schon mal eine Fahrgemeinschaft habe.
Darauf durfte ich hören, dass Diesel doch ein Teufelszeug sei und überhaupt der Verursacher allen Klimaübels. Aha, interessant. Und wieso? "Na, wegen dem Feinstaub." Aha, also ist der Feinstaub schuld, den ich mit meinem Partikelschutz gar nicht ausstosse. Gut, dann ist der das. Okay.
Nun ging die Diskussion zu den Autofahrern über. "Wie viel Diesel verbrauchst du denn so auf 100 km?" - Um die 6 Liter, mit Klimaanlage und Sitzheizung. - "Oh, das ist ja viel." - Was, das ist viel? Was verbrauchst du denn? - "8 Liter, aber Bezin." - Äh ja, das ist jetzt aber mehr und noch dazu viel teurer, oder nicht? - "Jaaa, aber es ist ja auch ein Beziner". - Aha, das ist dann also besser. Gut, dann ist das so. Danke.
Halten wir fest: Ich bin ein böser Dieselfahrer! Ich schäme mich.
