bitchwitch's way to paradise

27.02.2007 um 07:40 Uhr

oh tempora, oh mores!

oh weh... auch mich zieht es hinfort.... *hand theatralisch an stirn legt*

nachdem hier (in meinen augen) schon eine regelrechte abwanderungswelle der guten user begonnen hat, und ich schon vor dem verkauf von blogigo mit dem gedanken spielte wegen verschiedener dinge diese plattform zu verlassen, nur wegen der community blieb, die jetzt aber irgendwie wech ist, will ich nich mehr mit blogigo spielen.

 

neue zeit, neuer anfang. :-)

ihr findet mich ab jetzt unter:

bitchwitch.twoday.net

(wer will kann auch ein www.bitchwitch.twoday.net draus machen. ihr landet trotzdem bei mir, ätsch.)

 

meine blogs hier bleiben natürlich bestehen. werde auch ab und an rein sehen und evtl. noch was ergänzen.

 

blessed be

eure bitchwitch. 

25.02.2007 um 23:18 Uhr

ready....steady.... merry!

Stimmung: *mwaaaaaaaaaaaaaaaahhhhh*

Ich bin die Ruhe selbst...*ommmmmm*

 

Das Problem ist nur, jedesmal wenn ich daran denke dass ich morge um 6.00 Uhr aufstehen muss, um um Punkt 8.30 Uhr beim Standesamt Friedrichshain einzufallen, direkt danach das Standesamt in Mitte telefonisch wegen dem Termin zu terrorisieren und da hin wanken muss, wallt in meinem Magen ein Panik-Schub nach dem anderen hoch, ich schnappe hysterisch nach Luft und habe das Gefühl in eine Papier-tüte hyperventilieren zu müssen um nicht spontan umzukippen. (*kreisch*)

 

Wenn es nur darum ginge, dass wir da hübsch hin gehen, unseren Wunschtermin aufsagen, die Standesbeamtin nett lächelt, uns aufschreibt und wir wieder abzwischen: Kein Problem.

 

Nur leider gestaltet sich heiraten in Deutschland (und vor allem in der Großstadt Berlin) nicht ganz so einfach. Da wir nicht in dem Standesamt heiraten wollen in dem wir hier gemeldet sind, müssen wir schon mal zwei von den Dingern morgen heim suchen.

 

Zudem gibt es einen gewissen Engpass bei der Terminvergabe. Sprich nicht alle Standesämter in Berlin trauen an einem Samstag (An dieser Stelle gehen meine herzlichsten Grüße an das Standesamt Lichtenberg und seine ungemein flexible, menschliche, verständnisvolle und so waaaaahnsinnig nette & auskunftsfreudige Standesbeamtin. Nochmals meine untertänigste Entschuldigung, dass ich staubgeborenes, unwürdiges Wesen es gewagt habe, tatsächliche während der Öffnungszeiten in ihrem Büro anzurufen *mit Stirn verzweifelt den Boden berührt*).

 

Nachdem wir an unserem Wunschtermin in Lichtenberg (und die haben so ein süßes altes Rathaus, Cevs Mom hat da auch schon geheiratet...- äh..mh.. na gut so wie die Ehe endete ist das wohl eher ein schlechtes Omen... *auf Holz trommel*) nicht fündig wurden, haben wir jetzt ds Standesamt am Alex/ Roten Rathaus auserkoren.

 

In Berlin muss man - wenn man einen bevorzugten Termin hat - diesen spätestens ein halbes Jahr im Voraus zur Anmeldung bringen. Natürlich kann man es auch problemlos noch später machen - nur, da gibt es dann den winzigkleinen Haken, dass man keinen Termin mehr bekommt. Oder zumindest nur noch die beschissenen Termin die kein anderes Schwein mehr haben wollte... *schiefgrinst*

 

Und die Standesämter nehmen eben erst genau ab einem halben Jahr im Voraus die Anmeldung an (veraltet gesagt: das Aufgebot). Im Klartext: Morgen früh beginnt der Run für alle Geisteskranken und Gestörten (das meine ich durchaus ernst, man kann nur gestört sein, wenn man versucht an alle Papiere zu gelangen... und was zur Hölle ist eigentlich eine Abstammungsurkunde?), die vorhaben sich am 25.08.2007 zu vermählen.

 

Also verrenkt bitte alle glücksbringenden Gliedmaßen die ihr gerade übrig habt. Räuchert vor euch hin, massiert eure Chakren, invoziert bizarre Götter, meditiet vor euch hin, oder wünscht uns simpel Glück. Wir MÜSSEN diesen Termin bekommen. Tschakka (und so)!

 

Eure (halb-hysterische - ich brauche Schokolade) bitchwitch

08.02.2007 um 00:58 Uhr

impressions of imbolc

 

kleiner prä-imbolc altar - aufgenommen für den imbolc-artikel

ARGH

 

wie she_dunadan hier in ihrem blog (www.myblog.de/modern.dragon) schon beschrieb, hier bilder unserer lichtschifflein zu imbolc, allerdings nur mit der handycam und sauschlecht... aber trotzdem wars schööön... ;-)

Test




TEST2

 

 

 

05.02.2007 um 11:35 Uhr

devilish....

 

vorhin in den weiten des netz gefunden... 

das bin ich also... aha... *kopfkratz* ...

naja. der umhang ist wenigstens stilvoll... (gebt es doch zu,  ich bin nur dabei gelandet, weil ich bei der frage in welcher welt ich leben möchte "in a world ruled by me!!" angeklickt habe (harhar - los ihr staubgeborenen sklaven, kniet nieder vor mir ;-)))

 

 

You are The Devil

Materiality. Material Force. Material temptation; sometimes obsession

The Devil is often a great card for business success; hard work and ambition.

Perhaps the most misunderstood of all the major arcana, the Devil is not really "Satan" at all, but Pan the half-goat nature god and/or Dionysius. These are gods of pleasure and abandon, of wild behavior and unbridled desires. This is a card about ambitions; it is also synonymous with temptation and addiction. On the flip side, however, the card can be a warning to someone who is too restrained, someone who never allows themselves to get passionate or messy or wild - or ambitious. This, too, is a form of enslavement. As a person, the Devil can stand for a man of money or erotic power, aggressive, controlling, or just persuasive. This is not to say a bad man, but certainly a powerful man who is hard to resist. The important thing is to remember that any chain is freely worn. In most cases, you are enslaved only because you allow it.

What Tarot Card are You?
Take the Test to Find Out.

01.02.2007 um 11:50 Uhr

Imbolc – Oimelc - Brigid – Mariä Lichtmess – Jesu Darstellung - Kerzenweihe

 

 

1./2. Februar

 

Mit Imbolc – einem vielfach belegten Feiertag – wird in der Nacht von den 1. auf den 2. Februar das zweite der acht Feste im heidnischen Jahresrad gefeiert. Imbolc hat viele Namen, ob nun Imbolc, Imbolg, Oimealc, Mariä Reinigung, Jesu Darstellung, Lichtmess, Kerzenweihe – dieses lunare Fest hat in allen Traditionen zwei hervorstechende Charakteristika: den Aspekt der Reinheit und Erneuerung sowie die Lichtsymbolik Die etymologische Herkunft des Namens Imbolc, bzw. Imbolg (ausgesprochen „immol'g“) ist nicht wirklich geklärt.

 

Es gibt hier verschiedene Deutungen. So soll sich das Wort auf die gälische Version des Satzes „in the belly“ beziehen und soviel wie „in der Bauchhöhle“ bedeuten. Ein Hinweis auf die zu dieser Zeit hochträchtigen Mutterschafe und die bald ins Leben drängenden Lämmer. 1 Anderen Forschern zufolge2 ist die These des frz. Linguisten Joseph Vendryes glaubwürdiger, derzufolge man den Wortteilt „imb“ mit "um" und „-folc“ mit "waschen, baden, reinigen" übersetzt. Die verwandt erscheinende Bezeichnung „Oimelc“ bezieht sich auf die Muttermilch der Schafe(Oi = schaf, melcg = Milch).3

 

Ursprünglich soll Imbolc in Irland der Tag gewesen sein an dem die Göttin Brigid (Schutzherrin der Dichter, der Heilkünste und der Schmiede) geehrt wurde. Im 5. Jh. n Chr. wurde diese Bedeutung dem Kult um die später heilig gesprochene Brigida von Kildare einverleibt. Die heutige Schutzpatronin Irlands – und angeblich abtrünnig-konvertierte Tochter eines heidnischen Königs – war als historische Figur Äbtissin in einem der ersten Doppelklöster nach der Christianisierung Irlands. 4

 

Janet und Stewart Farrar beschreiben in ihrem Buch „Eight sabbats for witches“ verschiedene Brigid-Bräuche. So ist es in Irland auch heute noch üblich zum Feiertag sogenannte „St Brigid`s Crosses“5 (Brigid-Kreuze) aus Binsen oder Stroh zu fertigen. Die alten Strohkreuze werden dem reinigenden Feuer übergeben, die neuen angefertigt und für das Jahr im oder am Haus angebracht. Evtl. handelt es sich hier um eine Verknüpfung des sich ausbreitenden Christentums mit den überliefertem Brauchtum um die erste Getreideaussaat im Frühjahr religiös zu sichern. Über Schottland berichten sie, dass hier am Vorabend von Imbolc der Brauch von „Brigid's Bed“ (Brigids Bett) existiert(e). Singend kleiden Frauen hier eine Garbe aus Haferstroh mit Frauenkleidung an und legen diese Inkarnation der Göttin – zusammen mit einem (an dieser eindeutig als Phallussymbol und damit als männlicher Fruchtbarkeitsgott fungierenden) Knüppel in einen Korb – das Bett Brigids. Die Frauen entfernen sich, lassen aber die ganze Nacht über Kerzen brennen. Wenn am nächsten Morgen der Abdruck des Knüppels in der Asche des Herds (alles freudianisch deutbar...) zu finden war, war die Invokation der Gottheiten erfolgreich und das Jahr würde Fruchtbarkeit und Reichtum mit sich bringen.6

 

Der Mensch und die Natur stehen nun kurz vor dem Ende des bedrücktenden Winters. Der Lichtbringer, der zu Yul in die Welt trat und den Menschen in der längsten und dunkelsten Nachtdes Jahres Hoffnung und Zuversicht schenkte, regt sich ab dieser Zeit und beginnt seine wachsende Kraft zu zeigen. Gleichzeitig wandelt die dreifaltige Göttin (Jungfrau (Maiden) – Mutter (Mother) – Alte (Crone)) nun in ihrer Inkarnation als jungfräuliches, unberührtes Mädchen durch die Natur. Nur ein sanfter Rotschimmer liegt auf ihren weißen Wangen, noch ist sie mehr Knospe, die sich vorsichtig öffnet als voll erblühte Frau. Sie ist dabei die kindliche Asexualität abzustreifen, wir beobachten sie mitten im weitausholenden, raumgreifenden Schritt zum vollen Frau-Sein.

 

Ihre Gestalt spiegelt sich in der Welt um sie herum. Die Herrschaft des Winters wird überwunden, mit der Göttin in ihrer Gestalt als junges Mädchen bricht langsam die fruchtbare Frühlingszeit an. Der erwachende Körper des jungen Mädchens als Sinnbild für die sich langsam wieder ins Leben zurück tastende Natur.

Wir stehen am Vorabend des Frühlings, oberflächlich mag noch vieles winterlich tot erscheinen, aber der Keim, der zu Yul gelegt wurde und in sich ruhte und Stärke für das kommende Jahr sammelte, beginnt nun sich grün und frisch zu entfalten und steht kurz davor in die Welt durchzubrechen.

Dieser Tag sollte zur inneren Reinigung und geistigen Vorbereitung auf das Jahr genutzt werden. Man zehrt noch von den letzten Vorräten und Reserven, betreibt also keine Völlerei. Vorsicht ist dennoch geboten, die längeren Tage sind noch trügerisch und die einschneidende Kälte kann durchaus nochmals ihre Krallen nach Mensch und Natur recken.

 

Der Reinigungsaspekt findet sich ebenso in der christlichen Tradition. Nach jüdischem Brauch und den Gesetzen des Alten Testament gilt eine Frau nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage als unrein. Nach der Geburt eines Sohnes 40 Tage. Nach Ablauf dieser Zeit ging die Mutter (in diesem speziellen Fall Maria, Muter von Jesu) in den Tempel um ein Reinungsopfer darzubringen. Daher der – inzwischen nicht mehr gebräuchliche - Name „Mariä Reinigung“. Rechnerisch befinden wir uns mit dem heutigen Darum genau 40 Tage nach Weihnachten, also Christi Geburt. Da Jesus der Erstgeborene von Maria und Joseph war, galt er – im Andenken an die Schrecken der Pessach-Nacht – als Eigentum Gottes und musste im Tempel Gott und den Priester „vorgestellt“ und symbolisch „ausgelöst“ werden.

Hiervon leitet sich der neuere Name des Festes „Jesu Darstellung“ ab. Die Weihnachtsfeierlichkeiten rund um die Geburt Christi finden mit diesem Tag im liturgischen Kalender ihr Ende. Ursprünglich fand das christliche Fest Lichtmess – bzw. Jesu Dartellung – am 14.Februar statt, da Teile des Christentums in ihren Berechnungen vom 6. Januar als Geburtstag Christi ausgingen (auch heute noch wird auf einigen Stellen der Weltkarte Weihnachten noch am 6. Januar gefeiert.) Es wird angenommen, dass diese entstandene Lücke durch den Tag des heiligen Valentin von Terni – uns bekannt als Valentinstag – gefüllt wurde. (Womit auch endgültig die Behauptung, dass der Valentinstag eine Erfindung amerikanischer Blumenhändler sei, ad absurdum geführt wäre).7

 

Die Wurzeln von Lichtmess mit seinen Lichterprozessionen geht zudem wohl zusätzlich auf das römisches Fest der Lupercalien zurück, das ursprünglich um den 14./15. Februar herum gefeiert wurde . Ebenso wie Lichtmess, bevor man Christi Geburt vom 6. Januar auf den 24. Dezember verlegte. Der Brauch der Kerzenweihe – zu diesem Zeitpunkt wurde der Kerzenvorrat für die Kirchen, aber auch für die Privathaushalte gesegnet, damit sie in der dunklen Jahreszeit und zu düsteren Stunden nicht nur Licht, sondern auch Hoffnung spenden sollten - wird seinen Ursprung wohl ebenso in diesem antiken Umfeld haben.

 

Assoziierte Farben: Kühl und Klar, reines Weiß, vereinzeltes knospendes helles Grün, helles Gelb, Orange und Silber als Lichtsymbol, Eisblau für die noch vorhandene Umklammerung des Winters

 

Möglicher Altarschmuck: Viele weiße Kerzen, zu Girlanden gedrehte, geflochtene, oder gefilzte Wolle. Weiße Blüten, z.B. Lilien, ein Topf mit Schneeglöckchen. Mit Reinheit und Schutz assoziierte Dinge wie eine Schale mit Wasser, eine Schale mit Salz. Ein Glas mit Milch.

 

Magischer Aspekt: Imbolc ist ein traditioneller Fest zur Reinigung von Körper, Geist und Seele, bevor man ins Jahr startet. Die perfekte Zeit um die geistigen Abwehrkräfte zu stärken und innerlich schwächenden Dingen resolut die Tür zu weisen. Imbolc ist ein Fest der Läuterung, eher asketisches als ein zur Völlerei neigend, in seinem Charakter eher ruhig und sammelnd statt laut, ausufernd und lebendig. Symbolisch kann man auch den Yul-Schmuck wie z.B. Tannenzweige, den Flammen übergeben. Dieser Tag eignet sich ebenfalls sehr schön dafür um die Initation von jungen Mädchen, den Übergang vom Kind zur langsam heranreifenden Frau zu feiern.

 

Speisen: Wenn möglich sollten heute reine „weiße“ Speisen den Tisch/Altar zieren und – nach einem kleinen Opfer – von allen Anwesenden gemeinsam verzehrt werden. Grießbrei oder Milchreis (evtl. mit Zimt, Trockenfrüchten/im Herbst eingewecktem Obst), weißer Käse (Mozarella Feta etc.), Milch, frisches Weizenbrot, Quark mit Frühlingszwiebeln/Schnittlauch, kräftigende Eintöpfe mit Wintergemüse und Kartoffeln

 

Übung: Durch Brigid, der irischen Göttin der Schmiedekunst, bietet Imbolc auch den Aspekt des Feuers. Aber hier ist kein goldenflammiges, hungrig-lebiges und vital und unbegrenzt ausuferndes Feuer, sondern eine silbrig-klare, alles reinigende, präzise Flamme gemeint. Der mentale Frühjahrsputz fürs Großhirn. Stell dir im Ritual, einzeln, oder mit vielen vor, wie du in dunkler Nacht aus einem langen Schlaf erwachst, das reifende Leben in dir pochen spürst das hinaus in die Welt strebt. Schließe die Augen, entspanne dich, und löse dich jetzt endgültig von den Altlasten des vergangenen Jahres. Visualisiere wie du durch einen kühlen Wasserfall gehst und dein Körper gereinigt wird, wie sich ein ungezählter Sternenregen auf dich ergießt und deinen Geist und deine Gedanken klärt, wie eine silbrige Flamme sich wohltuend schmerzhaft durch deine Seele brennt und dich läutert und für das nächste Jahr wappnet. Imbolc bietet dir Einkehr und Besinnung bevor der Tanz des Lebens dich erneut in seinen Bann zieht.

 

Verwendete Quellen: Jane & Stewart Farrar "Eight Sabbats for Witches and rites for Birth, Marriage and Death" Lexikon der keltischen Mythologie http://www.klosterkirche.de/zeiten/epiphanias/lichtmess.php

29.01.2007 um 15:45 Uhr

hummus, gravierte gläser, hochzeitschaos & co.

Stimmung: kurz nach einem fressanfall mit hummus & fladenbrot - also perfekt

 

habe ich mich kürzlich erst irgendwie beschwert, das ich zwar inzwischen einen recht großen berliner freundeskreis habe, aber irgendwie nie so was mache... äh..ja.. hallo? universum? ich sehe meine "bestellung" ist bei dir angekommen. in den letzten wochen rotiere ich förmlich (und warum zum teufel haben die jetzt alle geburtstag?!?!) und sehne mich fast (aber nur fast *grinst unschuldig*) nach einem sonntag den ich ausschlafend und auf meinem sofa milchkaffeeschlürfend und frühstückend verschlunzen kann (nicht dass ich dann nicht spätestens am nachmittag einen arbeitsanfall erleide weil man "doch nicht den ganzen tag vergeuden kann" - an dieser stelle ein dickes (und ironisches) DANKE an meine mom...). diese wochenende war jedenfalls ziemlich witzig.. samstag abend eine party auf die ich gar nicht gehen wollte und die sich (wie datt ja immer so ist) als ziemlich klasse und voller neuer, spannender menschen entpuppt hat. bin auch genau zwischen den richtigen mädels (kann man sowas in unserem gehobenen alter noch sagen? ja, oder?) zu sitzen gekommen und verbrachte eine sehr amüsante halbe nacht damit über den (praktisch nicht vorhandenen) ästhetischen wert von männern in string tangas und selbst genähten taschen (die an die weibliche anatomie erinnern) zu dozieren...

 

gestern waren wir dann mit schwiegermutter in spe und zur hochzeitplanerin auserkorenen berliner freundin Luba (die duisburgerinnen sind ja nicht wirklich greifbar wenn ich hysterische prä-hochzeitsanfälle erleide oder stoff aussuchen muss oder sowas (wo ich doch so waaaahnsinnig entscheidungswillig bin..*sfz*)... *schnief*) in diesem äh.. vereinshaus eines ruderclubs am kleinen wannsee. war alles sehr nett, mit genug gerüschter deko wird das schon, hoffe ich. (und ich hoffe das mein hochzeitstechnischer albtraum - bestehend aus kartoffelsala, bockwürstchen und einer hochzeitsgesellschaft auf bierbänken in einem hinterhof zu schunkelmusik NICHT wahr wird. weeil, dann,... dann... dann geh ich mich erschießen. auch frisch getraut, mir egal. das ist ALBTRAUM)

 

die leute waren jedenfalls sehr freundlich und da gibt es eine große wiese direkt am see, wo irienne und spiral dancer mit allen (und vor allem uns) das ritual abhalten können. (ja wirklich, ritual. für alle die, die letten 15 jahre meines lebens verpennt haben: ich (cev auc unabhängig von mir) gehören zum heidnischen pack. wir heiraten standesamtlich und später am tag (vor dem großen fressgelage) soll dann statt kirchlicher trauung da draußen ein paganistisch orientiertes ritual statt finden.. so ein bissel handfastingmäßig.. mal sehen. (und bevor wieder kommentare kommen: nein, wir werden definitiv NICHT durch einen bach waten und schwarze hühner halal machen oder sowatt inner art.)

 

ich überlege grade ob ich mir die arbeit machen soll für meine eigene hochzeit gravierte give- aways herzustellen.. *grübel*

 

was mich ja zum nächsten punkt bringt: ich irre derzeit auf der jagd nach einer dose "babaghanus" (püree aus badinghan - auberginen) durch friedrichshain.. weiß irgendwer wo ich hier sowas bekomme? asia-läden habe ich ja hier en masse.. aber bis jetzt habe ich nur bei einem händler eine überteuerte dose mit hummus gefunden. am freitag sind wir auf einem geburtstag, aber am samstag fallen hier einige leute zwecks imbolc ein, die wollte ich mit falaffel und mini-kabap in fladenbrot beköstigen. am sonntag bin ich dann zu einem sektschwangeren frauenabend bei meiner blutjungen schwarzwäldlerischen bauchtanzlehrerin eingeladen und wollte da auch arabisches fingerfood in form von kabap, falaffeln, hummus/ babaghanus mitbringen..

 

also fall jemand genaueres weiß, bitte melden. aber ich schweife ab...(wie immer).. ich war also vorhin unterwegs, um meine geburtsurkunde- samt vollmacht - zu einer tante nach leipzig zu schicken, damit die mir eine abstammungsurkunde von der geburtsabteilung meins geburtsstandesamtes besorgen kann. (ja, kinners.. heiraten is net so einfach wie man datt denkt...! ich gehe in einem zettel- und behördenwust unter!) bin dann noch beim stoffladen vorbei um dort kreischend-pinken fleece für chrissies handwärmer zu kaufen, hab dann todesmutig eine dose hummus errungen, bin dann in den bio-supermarkt (der ist ja richtig riesig hier, ich liebe ihn) und hab dann (achtung!) an der kasse beim bezahlen ganz tapfer (trotz sich bildender schlange hinter mir - tschakka! towande! leckt mich alle! ich kann sowas auch!!) gefragt, ob ich da flyer für meinen shop (www.bitchwitch.de ooooder wer es seriöser will: www.gravierteglaeser.de) auslegen kann. ich hätte jetzt gerne eine tapferkeitsmedaille und ein fleißkärtchen mit extrasternchen. ich kam mir nämlich voll bescheuert vor.. aber ok..

 

(is ja wieder mal typisch, hätte ich da was für andere auslegen müssen, wäre datt ja alles kein problem gewesen, nur bei mir selbst halt ich es für total überzogen, unnötig, angeberisch, watt weiß ich) wer wissen will, was ich in meinem shop verkaufe... ich graviere - usprünglich eigentlich mehr als hobby - gläser, teller, weingläser usw. die kann man toll als personalisiertes geschenk zu geburtstag, jubiläum, hochzeit, valentinstag oder anderes in der art an liebe menschen weiter geben. dazu gibt es noch haufenweise anderen schnickel und dekokram. habe mitte letzten jahres damit gewerbe anmelden müssen. in anbetracht meiner andauernden jobtechnischen unterbezahlung habe ich jetzt auch seit diesem monat einen händler acount bei ebay und habe dort die valentinstag-offensive in form gravierter sektgläser und dekosteine gestartet... mal sehen was das gibt.

 

 

bis denne,

 

eure bitchwitch.

15.01.2007 um 14:40 Uhr

fortune

*mit glückskeksen werf*

ich wollte - passend zum jahresbeginn und den neuanfängen - was zum thema glück schreiben.

 

ich persönlich finde ja immer ich habe zu wenig glück. das mag daran liegen, dass mein hübsches köpfchen immer ein wenig von einer dunklen wolke vernebelt ist. wie ein filter der sich vor die sonne schiebt...

 

präzise gesagt ist mir irgendwann im laufe der letzten jahre klar geworden, dass ich nicht nur an hübsch-verniedlichten "depris", einem lockeren blues der nach einigen tagen vorbei geht, oder PMS kranke, sondern echte depressionen mit durch mein leben schleife.

 

durch meine lebenseinstellung wurde das wohl auch sehr begünstigt und vielleicht liegt es auch daran, dass es umwelt und man selbst nicht wirklich wahr haben will. auf andere wirke ich meist locker, lustig, vielleicht auch stark. cool. whatever.

 

für andere fällt es mir auch leicht "stark" zu sein. nur fürmich selbst nicht. da verkrümel ich mich dann in eine dunkle ecke. und wenn es mir mal schlecht geht, dann kommt von den leuten die es eigentlich am engsten mitbekommen (wenn ich überhaupt wen an mich ranlasse in der zeit - nein cev ist an dieser stelle nicht gemeint) "ach..depris. naja ...das hattest du ja schon immer.." und es klingt als wäre es eine langsam lästige, aber harmlos-hübsche krankheit, die ich mir willentlich ausgesucht hätte um mehr aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. - 'ach naja.. eben nichts was man wirklich ernst nehmen muss... die hat sich da ja schon immer so angestellt. is ja noch nich dran gestorben, oder?' - aber innerlich verkrüppelt man. sitzt da. traut sich seit tagen und wochen nicht aus dem haus. allein morgens aufzustehen raubt fast alle kraft. allein in der wohnung. am ende des tages an einen selbst: was hast du geleistet? mit glasigen augen die wand angestarrt und geheult. eigentlich kann man diese empfindungen nicht beschreiben. alle versuche diese allumfassende, einen umklammernde verzweiflung und traurigkeit, ohne fassbaren grund zu beschreiben klingen wohl eher abgedroschen und nach zuviel wälzen im selbstmitleid. es ist eben ein gefühl als wäre man in ein tiefes loch gestoßen worden, mit engen wänden und in völliger finsterniß. die absolute hoffnungslosigkeit. eine grauenhaft ewige nacht, als würde es nie wieder licht in mir werden. und dazu der liebste, der hilflos davor steht und langsam nicht mehr weiß was tun soll. und man würde so gerne wieder fröhlich sein, allein ihm zu liebe.. weil er dadurch auch so traurig wird. aber es geht einfach nicht. alle guten gefühle sind auf tot geschaltet. das einzige was einen davon abhält sich selbst zu beenden ist das wissen, dass es bis jetzt immer wieder vorbei gegangen ist. das man - bis jetzt - irgendwann plötzlich, wie durch einen ruck, wieder "draußen" war.

 

*rot wird* sorry für diesen einblick in mein krudes seelenheil.. ich will hier nicht rumjammern, mitleid abgreifen oder sonst was. aber so ist es nun mal. und das was ich oben schrieb ist noch harmlos ausgedrückt für das was man da durchlebt. der punkt auf den ich die ganze zeit eigentlich hinaus will: durch erziehung, veranlagung, wattweißich hab ich eine seltsame grundhaltung, die depressionen bei mir wohl begünstigt hat. soweit ich meine familiengeschichte jetzt als erwachsener mensch überblicken kann, gibt es auf väterlicher seite auch eine starke tendenz in - euphemistisch formuliert - richtung schwermut.

 

meine schwarzen tage waren auch nicht von anfang wirklich stark.. mal dauerte es nur ein paar stunden.. zog sich über tage.. doch in den letzten jahren hatte es sich zu wochen- und monatelangen perioden ausgewachsen. es hatte sich schleichend verstärkt.

 

und heute.. ich surfe so in den unendlichen weiten des netzes vor mich hin und lese was zu depressionen.. da ist mir klar geworden, dass ich seit ca. einem jahr keine solchen aussetzer mehr hatte. klar geht es mir mal so richtig scheiße. ja ich war wirklich deprimiert. ich hatte kleine "depris" über mehrere tage. aber das hat jeder mensch. so richtig unten war ich nicht mehr. ich gebe zu, ich hab einen moment lang recht verwirrt auf den monitor gestarrt und erstmal nachgedacht.. und dann fiel mir nur eines ein, was ich zum selben zeitpunkt an mir verändert hatte.: die pille.

 

die hatte ich zu diesem zeitpunkt seit über 10 jahren durchgehend genommen, ohne mir da jemals gedanken drüber zu machen. 10 jahre in denen ich vom teenie zur frau geworden bin. 10 jahre in denen sich meine ohnehin vorhandenen dunklen stimmungen schleichend zu riesigen, schattenwerfenden monstern ausgewachsen haben. ich bin sicherlich keine radikalgegnerin der pille, oder neige dazu ihr die schuld der welt zuzuschieben. ich kann auch nicht ausschließen, dass ich nicht irgendwann wieder am selben punkt stehe wie noch vor einem jahr. aber ich sehe hier durchaus einen zusammenhang. wenn ich dazu nachfolgenden text der pharmafirma schering lese, verstärkt sich mein leiser verdacht. vielleicht liest es ja noch jemand da draußen, vielleicht hilft es ja jemanden klarer zu sehen als ich all die jahre.:

 

"Gerücht Nr. 3: Die Pille verursacht Depressionen

Für die meisten Frauen führt die Einnahme der Pille nicht zu Depressionen. Im schlechtesten Fall könnte die Pille die Symptome von Frauen, die ohnehin bereits unter schweren Depressionen leiden, verstärken, allerdings ist dies eine relativ seltene Nebenwirkung und betrifft nur sehr wenige Frauen. Generell besteht für Frauen, die die Pille einnehmen und deshalb ihren Arzt häufiger aufsuchen, eine gute Chance, frühzeitig Symptome für eine Depression zu erkennen und erfolgreich zu behandeln. (Wenn du allerdings durch die Pille Depressionen bekommst, sprich sofort mit deinem Arzt.)"

(quelle: http://www.yasmin.de/scripts/1basic_pill_facts/myths/index.php)

 

ich hab das gefühl als wäre ich momentan auf wanderschaft. das ziel der reise: mich endlich mal selbst kennen lernen. mich und meine fähigkeiten ansehen zu können ohne mich gleich wieder schlecht zu reden und alles durch einen schwarzen schleier zu sehen. (und nein das ist kein esoterisch-midlife-crisis-mäßig-gelangweilt-überfressenes "ich will mich selbst finden" - ich muss mich erstmal richtig kennen lernen.) zu sylvester zog ich im göttinen-orakel inanna - steige hinab in die unterwelt und lerne deine schatten zu umarmen. das hab ich jedenfalls vor (ich hoffe nur sie erdrücken mich nicht).

 

schon ende letzten jahres ist mir bewusst geworden, dass ich mein glück mehr wahrnehmen sollte. das ich lernen muss es zu sehen (nein, das bedeutet nicht, dass ich ab sofort hare krishna singend im leuchtend gelben sari und licht und liebe glitzer über die felder hüpfe und feenstaub verteile) - und es nicht wieder zu verdrängen. der gedanke nagte lange zeit an mir, bis er "reif" war und ich ihn endlich mal begriff. meine yul-wichtelin von der vollmondliste hat mir passenderweise eine "glücksschale" geschenkt. (ok, ich gebs zu, ich dachte erst: himmel watt is DATT denn???? warum krieg ich das kaputte geschenk?? *g* man verzeihe mir.) in die schale soll ich für jede neu erlebten glücksmoment einen gegenstand legen... haselnüsse, ein steinchen, eine perle, eine feder wasauchimmer - als greifbare erinnerung für schöne dinge in meinem leben. gedanken die ich anfassen und hervorholen kann, wenn die wolken mal wieder zu dunkel werden. derzeit genau die richtige medizin für mich.

 

 

also übe ich mich jetzt im glück und im positiven denken (hey, wehe ihr lacht! ich streng mich echt an! ehrlich! wirklich! jawohl!). ich denke, ich hoffe 2007 wird mein jahr. unser jahr. cev und ich wollen dieses jahr endlich heiraten und ich habe mehrere projekte im kopf (und hoffentlich die kraft und die ausdauer sie auch zu verfolgen) die ich gerne in die tat umsetzen würde. und die glücklichsten momente sind für mich - immer wieder - momente mit meinen freunden. ich hatte mit steffi und dani eine schöne kleine weihnachtsfeier (das war wirklich energie-auftanken vor dem ausbrechen des absoluten weihnachtshorrors *g*) und mit cev, irienne und chrissie ein wundervoll-dekadentes, lang andauerndes sylvester-gelage. für euch alle liegt jetzt eine schwarze perle in der schale. :-)

 

danke das es euch alle gibt... ich wünsche uns allen ein fantastisches (und so wie es aussieht hochzeitenreiches) glückliches jahr 2007.

21.12.2006 um 21:14 Uhr

Yul

21. Dezember (Wintersonnwende )
Der 21. Dezember, die Wintersonnenwende (Sonnenwende lat. Solstitium, Stillstand der Sonne), ist der Tag mit der längsten Dunkelheits- und kürzesten Helligkeitsperiode. Es findet die Umkehr der Deklinationsbewegung der Sonne statt. Kurz gesagt: die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres, bevor die Lichtperiode wieder an Kraft zunimmt.

Mit Yul wird das erste der acht Feste im heidnischen Jahresrad gefeiert. Nach dem Ende des alten Jahres zu Samhain markiert dieses solare Jahresfest nun den Beginn des neuen Lebens und den zyklischen Neubeginn des Jahreslaufs.
Sonnenwendfeste waren wohl sehr stark in der germanischen, nordischen, baltischen, slawischen und keltischen Tradition verankert. Leider werfen die Wiederbelebungsversuche während der NS-Zeit auch heute noch ihre braunen Schatten auf diese Tage.
In heidnischen Kreisen existiert die Theorie, dass Yul von "wheel", dem englischen Wort für Rad, abstammt - also einen angelsächsischen Wortstamm hat - und so eine Wendung auf dem Kreislauf der Jahreszeiten symbolisieren soll. Es gibt allerdings ebenso Spekulationen darüber, dass die Wurzeln des Wortes Yul sehr viel weiter zurückliegen und sogar bis in die Eiszeit reichen sollen.

Aus paganistischer Sicht ist die Wintersonnenwende die geweihte und geheiligte Nacht in welcher der Sonnengott – der zuvor den Opfertod für die Menschheit starb – wiedergeboren wird. Wurde an Samhain der Abstieg in die Unterwelt vollendet und alles Alte abgeworfen, so ist jetzt die Zeit gekommen inmitten der scheinbar ewigen Nacht ein Fest für das Leben abzuhalten. Das Jahresrad dreht sich weiter in all seiner Unendlichkeit.

Um den Sinn des Festes begreifen zu können, müssen wir uns in den Lebenskosmos weit vor uns liegender Jahrhunderte und Jahrtausende zurück versetzen und die lebensfeindlichkeit dieser Jahrezeit begreifen. Heute sind wir fernab von der Natur, im geheiztem Heim mit Spekulatius im August und Erdbeeren die wir selbst im Dezember noch problemlos im Supermarkt ergattern können, sind wir weit entfernt von der existentiellen Lebensangst der Menschen damals. Im Winter kam die Natur zum erliegen, das Wasser erstarrte zu Eis, alles Lebendige zog sich scheinbar für immer zurück, warf Blätter von sich, verdorrte. Der Schnee bildete nicht nur ein wunderhübsch glitzerndes Tuch über der Landschaft, sondern erschwerte zusätzlich zur tödlichen Kälte, Hunger und Dunkelheit auch das Vorankommen. Die Menschen saßen in ihren Winterquartieren fest, harrten aus, befürchteten teils einen ewigwährenden Winter (in der nordischen Mythologie wird zumindest so das Ende Midgards eingeläutet – sicher auch ein Zeichen der Ur-Angst des Menschen), sehnte sich nach der Sonne, den ersten grünen Knospen und vor allem dem lebensbestimmenden Wiedererwachen der Natur. Kein Wunder, dass in der längsten, allerdunkelsten Nacht des Jahres die Geburt des Sonnengottes als Born des Lichts und Versprechen auf die schwindende Kraft des Winters gefeiert wurde, zumal nach dieser Nacht die Tage wieder länger werden und das Licht langsam aber sicher wieder die Oberhand über das Dunkel gewinnt.

Die längste und dunkelste Nacht des Jahres birgt somit die Hoffnung und das Versprechen der Wiedergeburt, der Wiederkehr des Lebens, auch wenn die Welt außen in Kälte und Dunkelheit erstarrt zu sein scheint. Dieser kultische Gedanke – das Christentum mit der Geburt des Christkindes am heiligen Abend dürfte für unseren Kulturkreis der bekannteste Vertreter sein – ist sicherlich keine neue „Erfindung“. Auch diese Religion profitiert hier von den vorangegangenen (Sonnen-)Kulten.

Im antiken Rom galt z.B. der 25.Dezember (zumindest im Sonnenkult des Sol) als Wintersonnenwende. Dieses Datum galt als Tag der Geburt des Gottes Sol Invictus (lat.: der unbesiegte Sonnengott) und staatlicher Feiertag. (Staatskult mit Priestern aus den edelsten Schichten unter Kaiser Aurelian gefestigt.) Weitere Versionen des Wintersonnen-Mythos existieren im Form des Mithras Kultes und dem ägyptischen Horus-Kind.
Die Geburt eines Gottes, bzw. Gottessohns zwingt eben zu einem außergewöhnlichem Datum.
Die Licht-Metaphern (die in allen genannten Religionen vorkommen) unterstreichen ebenso die göttliche Herkunft. Die Geburten der Lichtbringer sind wohl eher symbolisch zu sehen und in keinster Weise historisch belegt – was jedoch den wahrhaften Glauben in keinster Weise beeinflussen sollte/kann.

Das eigentliche Datum der Geburt Jesu Christi ist scheinbar weder in der Bibel noch in begleitenden Schriften (glaubwürdig) belegt. In den Jahrhunderten gab es viele Interpretationen und Spekulationen über Daten. Dass im 4. Jh. n. Chr. Die Geburt des Messias auf den Tag des seit Jahrhunderten etablierten, aber gegen das Christentum an Aktualität verlierenden Sonnengottes Sol Invictus gelegt wurde ist für eine sich entfaltende Religion weder verwunderlich noch ungewöhnlich. [Weitere Spekulationen über die Wahl, bzw. „Assimilierung“ dieses Datums ist, dass Isaak, in dessen Tradition man Christus sah, wurde am 25. März (Zeit um das Frühjahrsäquinoktikum herum) geboren. An selbigem Datum trat Christus in in Form seiner Zeugung in die Welt. Am 25.12 – genau 9 Monate später erblickte er dann das Licht.]

Was letztlich zählt ist aber nicht der historische Beleg, sondern dass was diese Bringer von Licht- und Hoffnungsfunken den Menschen vermitteln sollten. Um es mit den Worten einer berühmten Hexe namens Jesus Christus zu sagen: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12)


Assoziierte Farben: Warme Farbtöne wie Rot (Leidenschaft, Liebe, Lebenssaft), Grün (Hoffnung, neue Triebe, ewiges Leben) und Gold, Silber (Licht), die wir mir Lebenskraft und Feuer assoziieren und die traditionell in dieser Jahreszeit verwendet werden.

Möglicher Altarschmuck: Immergrüne Zweige, wie z.B. Tanne, Fichte usw. Kerzen als Feuer-und Lichtsymbol. Äpfel, Nüsse, Orangen... Als Bild für den immerwährenden Kreislauf und den Lichtfunken kann wunderbar der Adventskranz genutzt werden. Er verbindet alle Elemente in sich und muss ja nicht zwangsweise mit Engelchen und Weihnachtsmännern geschmückt werden, sondern evtl. mit farblich passenden Bändern, Sonnenmotiven (gibt es ja gerade zu Weihnachten viele), selbstgebackenen Kringeln, Äpfeln, goldbemalten Nüssen, Kerzen usw.

Magischer Aspekt: Es ist die längste Nacht des Jahres, beseelt von einem Funken. Die Welt hält den Atem an - Hoffnungen, Träume, Visionen, Pläne – hier werden die psychischen Grundlagen für das nun rasch herannahende Jahr gelegt. Auch wenn alles tot wirkt, im Innern entfaltet sich ein neuer Keim, breitet zaghaft seine Wurzeln aus, um umso stärker (und mit gesammelten Kräften) aus dem Dunkel ins Licht hervor zu brechen.



Heißer Gewürzwein (Hypocras) zum Durchglühen der Seele

Zutaten:

1 l trockener Rotwein
2 Zimtstangen
6 Gewürznelken
1 Prise Kardamom
Honig nach belieben
frische Orangenschnitze
Orangensaft

Zubereitung:

Rotwein, Gewürze und Honig in einem Topf erhitzen – nicht kochen! Gewürze heraus nehmen, Orangenschnitze in den heißen Wein geben, in Becher füllen und mit etwas Orangensaft aufgießen und genießen.

08.12.2006 um 12:50 Uhr

wishing on a star

weihnachten/yul - ein quell reiner freude... papa hat die bratengabel im hintern, mutters dauerwelle geht beim flambieren der weihnachtsgans gleich mit in die luft. die kinder kreischen, weil sie gestrickte wollsocken statt der neuesten puppe oder der carrera-bahn bekommen haben, opa schnarcht sabbernd auf dem sessel und oma erna und tante gertrud hängen überall ihre nasen rein, kritisieren das essen, die modernen zeiten und geben ungemein hilfreiche kommentare ab, während draußen sanft die schneeflöckchen fallen und der plastik-weihnachtsbaum langsam vor sich hin schmort...

 

naja nicht bei jedem läuft das fest der liebe derart idyllisch ab. viele haben gar kein zu hause, niemanden der sie liebevoll annörgelt, kein geld um ihren kindern zur heiligen nacht eine freude zu bereiten. ich bin vorhinzufällig über diese seite gestoßen mit einer aktion die ich schön finde: eine spendenseite für frauenhäuser. geldspenden sind schön (die kann sich aber sicher auch nicht jeder leisten), aber die frauen, kinder und mitarbeiter solcher sozialen einrichtungen freuden sich auch über sachspenden in form von süßigkeiten, bettwäsche, handtüchern, wasserkochern, sofakissen usw. einfach auf das bild klicken & wunschzettel durchlesen.

 

liebe grüße, bitchwitch.

 

 

04.12.2006 um 11:46 Uhr

der rentner-hölle entkommen.....

Stimmung: *hunger*
Musik: einstürzende neubauten - seltener vogel

ok ihr lieben.. nachdem ich jetzt seit über einer woche wieder in freiheit bin, habe ich endlich genug energie gesammelt um euch wieder die angemessene zuwendung zukommen zu lassen...

 

nachdem ich the house of horror entkommen war, wäre ich also meine füße endlich wieder berliner boden berührten beine schluchzend zu boden gesunken und hätte selbigen mit meinen knospengleichen lippen abgeküsst. naja, jedenfalls beinahe....

 

tja.. ihr denkt: kur? oh toll! wird bestimmt totaaaaaaaaaaaaaaaaaaal klasse gewesen sein. und dann allein die kurschatten!!! - naja.. um euch eins zu sagen. ein kurschatten ist nur dann toll, wenn er unter 80 ist und alleine laufen kann. und meine negrophilen tendenzen halten sich dann doch eher in grenzen.

 

und nein, das ist keine negative grundeinstellung von mir (die ich ja sonst immer habe) sondern nackte, erbärmliche realität!!! ich lebenssprühendes und wundervolles wesen war in einem kaff in mecklenburg-vorpommern, das gerade mal 7000 einwohner und dreistellige telefonnummern, einen see an den frau wegen bebauung nie heran kommt, ein lidl und ein pennymarkt, sowie KEIN internetcafé aufweisen kann, eingekerkert!! zusammen mit den wesen aus "die lebenden toten".

 

nix gegen alte menschen. ich mag alte leutchen.. ich unterhalte mich gerne mit ihnen, höre mir ihre geschichten an, ziehe da auch gerne mal eine lehre draus und respektiere sie. aber 3 wochen sind einfach zuviel, wenn man fast der einzige junge mensch ist. gegen ende meiner haftzeit war ich echt zu jeder schandtat bereit, wiel so gar nix passierte. ich meine folgendes freitag abend 19.00 Uhr: die mentalen bürgersteige werden hoch geklappt, fast die gesamte klinik befindet sich im tiefschlaf oder im fortgeschrittenen verwesungszustand. bitchwitch tigert wie... wie.. na wie eine gefangene bitchwitch eben (und oh.. die können graaaaauusam sein - seltsame spezies) durch ihr komfortabel eingerichtetes zimmer mit dem nicht richtig schließenbden vorhang am fenster (die opis im gegenüberliegenden gebäudeflügel wollen ja auch ihre spaßige lichtshow, nicht?), dem tollen stilleben in öl an der wand (übelster gelsenkirchener barock) und dem stinkenden abfluss im badezimmer (doppelwachbecken, wenn ich links wasser laufen lasse, steigt rechts eine stinkende brühe mit schwarzen brocken darin auf. frage mich welche leichenteile hier schon entsorgt wurden). und das ganze ohne schokolade!

 

das ganze nur mal so als einstieg in die passion bitchwitch.... weiteres werde ich berichten, ich habe das "tagebuch des grauens" geführt und werde euch in den folgenden wochen und monden gelegenheit geben einige passagen meines martyriums zu genießen....

 

blesses be,

eure bitchwitch.