YUL / X-mas
Zunächst einmal wünsche ich euch ein schönes Fest und wunderbare
Feiertage. (Mal sehen, wann ich das nächste mal poste und Hilfeschreie
aussende.. habe an Weihnachten meine Eltern PLUS Schwiegermutter &
Co. da. Alle für sich genommen sehr lieb.. aber gesammelt...uhm.. ich hab meine
Befürchtungen...)
So... Kekse sind gebacken und in Dosen gebunkert, die kleine niedliche (und schweineteure) Nordmanntanne ist auf der Terrasse angekettet, bis sie in ihren Baumständer darf (Papa hat angekündigt ER wolle das Teil aufstellen. Musste ich ihm versprechen, da er rumjammerte, dass er seit über 30 Jahren zum ersten Mal nicht selbst den Baum gekauft hat - und damit im übertragenen männlich-mentalem Sinne nicht mehr das Mammut in die Höhle schleift oder so...), ich verfalle beim Gedanken an den heiligen Abend in leichte Panik und Hysterie.
Im Grunde also alles fein -
ich entzünde jetzt schon mal im Gedenken an all die unschuldig im Kampf um Weihnachten gefallenen (und gefallen werdenden..oder so...) Schwiegertöchter/Kinder/Enkel/Männer/Frauen/Mütter/Väter/ Geschwister
eine Kerze. *feierlich guckt*
Aber Weihnachten ist für mich nicht nur Weihnachten. Etwas befremdet vernimmt z.B. meine Mom, dass ich des öfteren von Yul spreche, dem Lichtfest und sie auf in skandinavischen Ländern noch vorhandene Rituale verweise.
Vielleicht hat es ja der eine oder andere Geneigte Leser auch mitbekommen: Estern war die Wintersonnenwende, ab heute werden die Nächte wieder kürzer und die Tage wieder länger. Ein wichtiges Datum in früherein, bäurischen Gesellschaften.. Aber eigentlich wollte ich hier keine Abhandlung über Gesellschaftsformen halten *g*.
Interessanterweise wurde gestern - unter erfreulich großem Medienecho und ohne heidnische Verteufelung (jedenfalls soweit ich es mit bekam) pünktlich zu Yul/ der Wintersonnende in Sachsen-Anhalt der Nachbau eines 7000 Jahre alten Sonnenobservatoriums eröffnet.
Wer mehr dazu lesen möchte:
*klick mich*
Zum Abschluss und unter Beigabe von etlichen guten Festtagswünschen und -segen, möchte ich euch noch an einem kleinen Text zu Yul teilhaben lassen. Ein dickes Danke geht an dieser Stelle nochmal an Morla, die so nett war den Text zu verfassen.
Der Artikel wird ab Anfang des Jahres auf www.hexen-portal.org zu finden sein und darf ohne Quellenangabe nicht weiter verwendet werden.
blessed be, bitchwitch.
Jul / Wintersonnenwende
Es existiert die Theorie, dass Jule von „wheel“, dem englischen Wort für Rad abstammt - also einen angelsächsischen wortstamm hat - und eine Wendung auf dem spiralförmigen Pfad der Jahreszeiten markiert. Andere Stimmen wiederum sind der Meinung, dass die Wurzeln des Wortes Yul sehr viel weiter zurückliegen, sogar bis in die Eiszeit zurück reichen und somit sehr viel älter ist als das englische Wort für Rad.
Das Weihnachtsfest ist wohl das meist gefeierte, aber leider auch das am meisten zum Konsumgenus heruntergekommene Fest.
In dieser Nacht hält die Welt den Atem an - und wir mit ihr. Wir betrachten nun die Früchte unserer Arbeit und Wandlung und nehmen Abschied von dem, was alt ist und nicht mehr zu uns gehört.
Dies wird in der Dunkelheit zurückbleiben. Wie der Keim in der Erde, der beschützt und umsorgt auf die Wärme der Sonne wartet, so verharren auch wir.
Am Tag der längsten Nacht, der Wintersonnenwende, wurde das Sternenkind, Mabon, der Sohn der Göttin geboren, welcher als Sonnengott die Rückkehr des Lichtes verkörpert. Allerdings reihen sich noch viele weitere Namen von Lichtbringern und Söhnen der Sonne in diese Kette mit ein.
Der bekannteste unter ihnen ist wohl das Jesuskind, doch auch Mithras und Horus, und viele weitere Hoffnungsbringer für die Welt sind an diesem Tag geboren.
Ungefähr 4 oder 5 Nächte lang, beginnend mit der längsten Nacht, wurden Rituale abgehalten, Feuer angezündet, Gebete gesprochen und Opfergaben aus grünen Blättern dargebracht, bis die Nächte langsam wieder kürzer wurden und die Weisen feststellen konnten, ob der Zauber seine Wirkung gezeigt hatte und zur Rückkehr des Lichtes geführt hatte.
Dann feierte man das große Festes der Wiederkehr des Lichtes. Dies ist wohl auch der Grund, wieso Weihnachten nicht direkt am Tag der Wintersonnenwende gefeiert wird.
Doch wie wenig werden die Worte Jesu, der sagte: „Ich bin das Licht der Welt“ verstanden.
Der Dichter, Arzt und Priester Angelus Silesius (1624-1677) drückt es in seinem Werk ´Cehrubinischer Wandersmann´ folgendermaßen aus: „Wird Christus tausendmal zu Betlehem geboren und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“
Quellen und benutze Literatur:
Marian Green: „Das geheime Wissen der Hexen“ Knaur Verlag
Marian Green: „Ritualmagie“ Aurum Verlag
Bran o. Hodappen & Iris Rinkenbach „Weiße Naturmagie“ Peter Erd Verlag
So... Kekse sind gebacken und in Dosen gebunkert, die kleine niedliche (und schweineteure) Nordmanntanne ist auf der Terrasse angekettet, bis sie in ihren Baumständer darf (Papa hat angekündigt ER wolle das Teil aufstellen. Musste ich ihm versprechen, da er rumjammerte, dass er seit über 30 Jahren zum ersten Mal nicht selbst den Baum gekauft hat - und damit im übertragenen männlich-mentalem Sinne nicht mehr das Mammut in die Höhle schleift oder so...), ich verfalle beim Gedanken an den heiligen Abend in leichte Panik und Hysterie.
Im Grunde also alles fein -
ich entzünde jetzt schon mal im Gedenken an all die unschuldig im Kampf um Weihnachten gefallenen (und gefallen werdenden..oder so...) Schwiegertöchter/Kinder/Enkel/Männer/Frauen/Mütter/Väter/ Geschwister
eine Kerze. *feierlich guckt*
Aber Weihnachten ist für mich nicht nur Weihnachten. Etwas befremdet vernimmt z.B. meine Mom, dass ich des öfteren von Yul spreche, dem Lichtfest und sie auf in skandinavischen Ländern noch vorhandene Rituale verweise.
Vielleicht hat es ja der eine oder andere Geneigte Leser auch mitbekommen: Estern war die Wintersonnenwende, ab heute werden die Nächte wieder kürzer und die Tage wieder länger. Ein wichtiges Datum in früherein, bäurischen Gesellschaften.. Aber eigentlich wollte ich hier keine Abhandlung über Gesellschaftsformen halten *g*.
Interessanterweise wurde gestern - unter erfreulich großem Medienecho und ohne heidnische Verteufelung (jedenfalls soweit ich es mit bekam) pünktlich zu Yul/ der Wintersonnende in Sachsen-Anhalt der Nachbau eines 7000 Jahre alten Sonnenobservatoriums eröffnet.
Wer mehr dazu lesen möchte:
*klick mich*
Zum Abschluss und unter Beigabe von etlichen guten Festtagswünschen und -segen, möchte ich euch noch an einem kleinen Text zu Yul teilhaben lassen. Ein dickes Danke geht an dieser Stelle nochmal an Morla, die so nett war den Text zu verfassen.
Der Artikel wird ab Anfang des Jahres auf www.hexen-portal.org zu finden sein und darf ohne Quellenangabe nicht weiter verwendet werden.
blessed be, bitchwitch.
Jul / Wintersonnenwende
Es existiert die Theorie, dass Jule von „wheel“, dem englischen Wort für Rad abstammt - also einen angelsächsischen wortstamm hat - und eine Wendung auf dem spiralförmigen Pfad der Jahreszeiten markiert. Andere Stimmen wiederum sind der Meinung, dass die Wurzeln des Wortes Yul sehr viel weiter zurückliegen, sogar bis in die Eiszeit zurück reichen und somit sehr viel älter ist als das englische Wort für Rad.
Das Weihnachtsfest ist wohl das meist gefeierte, aber leider auch das am meisten zum Konsumgenus heruntergekommene Fest.
In dieser Nacht hält die Welt den Atem an - und wir mit ihr. Wir betrachten nun die Früchte unserer Arbeit und Wandlung und nehmen Abschied von dem, was alt ist und nicht mehr zu uns gehört.
Dies wird in der Dunkelheit zurückbleiben. Wie der Keim in der Erde, der beschützt und umsorgt auf die Wärme der Sonne wartet, so verharren auch wir.
Am Tag der längsten Nacht, der Wintersonnenwende, wurde das Sternenkind, Mabon, der Sohn der Göttin geboren, welcher als Sonnengott die Rückkehr des Lichtes verkörpert. Allerdings reihen sich noch viele weitere Namen von Lichtbringern und Söhnen der Sonne in diese Kette mit ein.
Der bekannteste unter ihnen ist wohl das Jesuskind, doch auch Mithras und Horus, und viele weitere Hoffnungsbringer für die Welt sind an diesem Tag geboren.
Ungefähr 4 oder 5 Nächte lang, beginnend mit der längsten Nacht, wurden Rituale abgehalten, Feuer angezündet, Gebete gesprochen und Opfergaben aus grünen Blättern dargebracht, bis die Nächte langsam wieder kürzer wurden und die Weisen feststellen konnten, ob der Zauber seine Wirkung gezeigt hatte und zur Rückkehr des Lichtes geführt hatte.
Dann feierte man das große Festes der Wiederkehr des Lichtes. Dies ist wohl auch der Grund, wieso Weihnachten nicht direkt am Tag der Wintersonnenwende gefeiert wird.
Doch wie wenig werden die Worte Jesu, der sagte: „Ich bin das Licht der Welt“ verstanden.
Der Dichter, Arzt und Priester Angelus Silesius (1624-1677) drückt es in seinem Werk ´Cehrubinischer Wandersmann´ folgendermaßen aus: „Wird Christus tausendmal zu Betlehem geboren und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“
Quellen und benutze Literatur:
Marian Green: „Das geheime Wissen der Hexen“ Knaur Verlag
Marian Green: „Ritualmagie“ Aurum Verlag
Bran o. Hodappen & Iris Rinkenbach „Weiße Naturmagie“ Peter Erd Verlag


