Bjerregard Katzen

04.10.2009 um 15:54 Uhr

Weblog umgezogen

Hallo Bloggerfreunde,

unser Weblog ist umgezogen!

Die Domain www.bjerregardkatzen.de führt nun zu neuem Weblog, aber nicht zu anderen Zielen.

Dieser Blog hier bleibt als Archiv erhalten und ist weiter unter www.blogigo.de/bjerregardkatzen zu erreichen.

 

Viele Grüße

Thomas

24.09.2009 um 19:02 Uhr

Uschi sucht ein Zuhause

von: Tigerurlauber   Kategorie: Bjerregardkatzen in D   Stichwörter: Uschi, Vermittlung

Hallo Weblogfreunde,

wir haben uns entschlossen, für unsere liebe Uschi ein neues Zuhause zu suchen. Sie lebt jetzt seit fast genau einem Jahr bei uns. Wir hatten sie aus Bjerregard mitgebracht, seitdem hat sie sich in unserem Katzenhaushalt recht gut eingelebt. 

Leider ist die Situation mit unseren drei Tigern so, dass wir es für besser erachten sie abzugeben. Uschi ist sehr zurückhaltend, verbringt den ganzen Tag draußen und kommt zum Fressen nach drinnen. Unsere "3" sind ihr gegenüber sehr dominant, so dass es immer wieder zu "Zusammenstößen" kommt.

Uschi ist, obwohl sie recht scheu ist, handzahm und gerade rund um die Nahrungsversorgung sehr schmusig. Sie möchte natürlich nach draußen, der Drang reduziert sich aber in der kommenden Jahreszeit spürbar. Sie sollte nicht in einen hektischen Haushalt, sondern in geduldige Hände mit Katzenerfahrung.

Es ist grundsätzlich möglich, sie als Zweitkatze zu halten, wenn die andere Katze nicht zu dominant ist.

Natürlich ist sie sterilisiert und geimpft. Wir haben hier ein paar Bilder dieser schönen Bjerregardkatze:

 

 

Wenn Sie Interresse an Uschi haben, schreiben sie uns (bjerregardkatzen@tigerurlaub.de). 

Thomas Dietrich

26.04.2009 um 12:43 Uhr

Bjerregardkatze twittert

von: Tigerurlauber   Kategorie: Projekt "Bjerregardkatzen"   Stichwörter: Internet, twitter

Hallo Blogger,

"bjerregardkatze " twittert jetzt auch. Wer möchte, kann uns dort folgen!

 

Zur Zeit ist unsere Freundin Birgit in Bjerregard. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir hier berichten.

Viele Grüße

Thomas

29.03.2009 um 11:18 Uhr

Zusammenfassung Projekt Bjerregardkatzen

Im Januar 2003 fuhren wir das erste Mal nach Bjerregard - wir hatten eine weibliche Katze am Haus, dachten uns aber noch nichts dabei…

Im Januar 2004 hielt sich ein Kater an unserem Haus auf, den wir fütterten und an anderen Häusern entdeckten wir insgesamt vier andere Katzen - noch ohne aber wirklich nach ihnen zu suchen.

Aber wir fuhren zu der Tierklinik in Nörre Nebel, wo uns einer der Ärzte erklärte, dass das „Problem“ mit den Sommerhauskatzen bekannt sei, es aber niemanden interessiere.

Die Tiere würden nur drei Jahre alt, da sie kaum natürliche Nahrung finden (in sandigem Boden nur wenig Mäuse) und daher nur im Sommer durch die Urlauber ausreichend versorgt würden.

Wir nahmen damals die erste Katze mit nach Deutschland (Nörre lebt heute in Karlsruhe und ist absolut gesund). 

In den folgenden Jahren beobachteten wir die Katzenpopulation genau und identifizierten die Tiere anhand ihrer Fellfärbungen mit unseren Fotos.

Leider waren die angesprochenen Ferienhausvermieter sehr abweisend, zeigten kein Interesse an irgendeiner Unterstützung jedweder geplanten Aktion.

Also begannen wir selbst im Frühjahr 2007 die wildlebenden und zum großen Teil nicht anfassbaren Weibchen während unserer Urlaubsanwesenheit in Bjerregard mit einer Lebendfalle zu fangen, sie in der Tierklinik in Nörre Nebel kastrieren zu lassen und nach ein paar Tagen guter Pflege wieder auszusetzen.

Auch im Jahr 2007 fanden wir dann einen in der Siedlung lebenden Dänen, der mit unserer Hilfe - und auch weiteren finanziellen Unterstützung - eine feste Futterstelle für die Katzen (zumindest die, die die Futterstelle kennen und finden) einrichtete. 

Über die Jahre haben wir nun schon einige weibliche Tiere kastrieren lassen können.

Alle kastrierten Tiere haben wir in diesem Jahr (März 2009) wiedergesehen!

Insgesamt sechs Jungtiere haben wir zudem in den Jahren 2006 und 2007 jeweils im Herbst mit nach Deutschland genommen, da sie den kommenden Winter in Bjerregard zum großen Teil wohl nicht überlebt hätten - auch sie sind (durchgeführte Bluttests beweisen dies) gesund und in ihren neuen Familien schmusige Hauskatzen geworden.

Nachdem wir auch bei den Ferienhausvermietern einen erneuten Anlauf gestartet haben, konnten wir in diesem März dort Flyer mit dem Hinweis auf unser Projekt auslegen - sogar ersten Zuspruch und Rückmeldungen erhielten wir schon!

Leider sind dänische Tierschutzorganisationen kein Ansprechpartner für uns. Das Denken dort ist anders: Ist eine Population zu groß, werden die Tiere gezielt eingefangen und getötet.

Über die Möglichkeit von Kastrationen will sich dort keiner Gedanken machen. 

Weiterhin sind wir aber angewiesen auf die Meldungen anderer Urlauber über gesichtete Katzen, da wir ja selbst nur zweimal im Jahr nach Bjerregard kommen.

Wir wollen so die Population besser kennenlernen und unser Projekt weiter fortführen.

27.03.2009 um 14:45 Uhr

Abschied - 26. März 2009

Gegen Morgen sind wir geweckt worden von einem lauten "Kruscheln", das sich anhörte, als liefe jemand nahe an unserem Haus auf den Steinen vorbei. Aber die Entfernung schien sich nicht zu verändern. Erst als wir richtig wach wurden, wurde uns klar, dass es sich um Jette handelte, die ihr Katzenklo benutzte... Und da sie so lang scharrte, dachte ich mir schon, was sie hinterlassen haben könnte. Also stand ich auf und schaute nach: sehr schön, sie hatte Kot abgesetzt. Der erste Teil war etwas hart, danach aber war der Stuhlgang sehr weich - gefördert durch unsere am Abend zuvor verabreichte Wurmtablette. Erleichterung machte sich breit bei mir und ich ging wieder zu Bett.

Um 06:30 Uhr sind wir dann endgültig aufgestanden, da eine weite Fahrt nach Hause vor uns lag und wir ja noch einiges zu tun hatten. Erwin beobachtete uns schon sehr argwöhnisch von seinem Platz vor der Haustür. Er sah uns mehr als sonst herumlaufen im Haus und Gegenstände hin und her tragen. Also ging ich raus zu ihm und zeigte ihm, dass ich eine große Plastikschüssel mit Trockenfutter unter der durch die Überdachung geschützte Terrasse abstellte. Eine Woche wird die Menge für Erwin reichen. Und ich hoffe, dass er schon beginnt sich ein anderes Haus zu suchen, wenn ihm nun an unserem keiner mehr öffnet.

Dann hatten wir die schwere Aufgabe vor uns, Jette wieder auszusetzen. Aber das Einfangen in der Sauna gestaltete sich gar nicht so schwierig. Sie war relativ ruhig und ließ sich mit ein paar Tricks gut einpacken. Wir brachten sie zu Per in der Hoffnung, dass sie dort erstmal in den Büschen sitzenbleibt und mitbekommt, dass es dort etwas zu fressen gibt. Nach dem Öffnen der Klappe schaute sie mich kurz an und war dann mit einem Hoppser aus dem Korb heraus und ab in die Büsche. Das Laufen klappte gut. Wir drücken ihr ganz fest die Daumen!!


Auf dem Rückweg zum Haus fuhren wir nochmals in der Julianevej vorbei. Dort kam Tilman gleich unter der Terrasse hervor - wieder ohne Leni. So fuhren wir also zurück nach Deutschland ohne Katze, müssen aber leider davon ausgehen, dass Leni Nachwuchs bekommen wird, obwohl sie selbst noch ein junges Tier ist. Tilman bekam zum Abschied noch eine Portion Feuchtfutter und auch unter "seine" Terrasse stellte ich eine große Box Trockenfutter für die ersten Tage.


Dann räumten wir unser Haus endgültig. Eine letzte Portion Katzenwurst für Erwin. Und zuletzt musste Thomas ihn dann auch noch aus seinem Karton-Haus vertreiben, da wir dies auch abbauen mussten. Das war wirklich traurig, denn dieser kleine Kerl war so liebenswürdig!

Ein paar Tränen flossen auf meiner Seite; wegen Erwin, Jette, Leni, Tilman und all' den anderen Katzen in Bjerregard..

Anke

27.03.2009 um 12:21 Uhr

Neue Bilder der Bjerregardkatzen 2009

 Link zum Fotoalbum:

25.03.2009 um 19:38 Uhr

Letzter Tag - 25. März 2009

Kalt war es heute Nacht, gefroren hat es und heute morgen war alles weiß und es schneite noch ein wenig weiter, so dass wir Erwin zu seinem Mittagsschlaf eine Stunde ins Haus auf die Couch ließen..;-) Aber verwöhnt werden soll er nicht, daran halten wir uns, denn sein dichtes Fell wird er noch ein bisschen brauchen.

Nichts Besonderes ist heute passiert. Der letzte Tag ist wie immer ein eher trauriger Tag, weil noch so vieles unvollendet geblieben ist und man nicht weiß, ob man die Katzen je wiedersieht, die man in den Tagen hier so lieb gewonnen hat.

Jette ist noch immer unnahbar in ihrer Sauna, daher weiß ich auch noch nicht, wie ich sie morgen in die Freiheit entlassen soll, ohne sie völlig in Rage zu bringen, so dass sie sich selbst an ihrer OP-Naht verletzt. Immerhin hat sie aber gut gefressen, so dass sie alle ihre Medikamente verabreicht bekommen konnte. Hoffen wir, dass es morgen auch nochmal so gut klappt!

Auch ihre Katzentoilette hat sie zwischenzeitlich benutzt, leider aber nur für Urin bislang…

Vorhin waren wir nochmal bei Per und haben fast zwei Stunden versucht, Paul habhaft zu werden, um ihn kastrieren zu lassen. Leider wieder ohne Erfolg. Er wagte sich nicht ans Haus, weil Peter sein Revier bewacht. Und obwohl Peter ein ganzes Stück kleiner ist und auch älter (und wie Per sagt, manchmal auch schon ein bisschen müde wirkt), ist er zumeist derjenige, der den Streit sucht. Also hoffen wir auf die kommende ruhigere Jahreszeit, in der der Kampf zwischen den Katern nicht ganz so heftig ist, da es nicht mehr um die Weibchen geht.

Gerade nun komme ich von der Julianevej zurück. Dort hat der Kater Tilman bereits auf mich gewartet. Und er kam sogar zum Schmusen! Wie schön.

Katzen, die auf den Menschen zukommen, haben es hier bei den Touristen doch wesentlich leichter, als die scheuen Individuen, die nur am Haus vorbeihuschen und wirklich nur zufällig etwas abbekommen oder ihr Leben vom Müll der Menschen fristen.

Übrigens ist auch das Hinstellen von Futter auf der Terrasse nicht ganz so einfach und auch oft nicht zielführend, da die kreisenden Möwen die Schüsseln oder auch hingestreutes Trockenfutter sofort entdecken und es sich holen. Diese Erfahrung haben wir in diesem Urlaub auch wieder das eine oder andere Mal gemacht.

Die kleine Leni war übrigens dieses Mal leider nicht in Tilmans Gefolge. Ich lasse es den Zufall (oder das Schicksal?) entscheiden: Morgen, wenn wir fertig sind mit packen bzw. Jette „ausgesetzt“ haben, werden wir nochmal im Julianevej vorbeischauen. Wenn Leni da ist, werde ich sie mit nach Deutschland nehmen. Sie ist kein Jahr alt, das heißt, ich werde sie zuhause bestimmt vermitteln können.

Und wir hoffen nun ganz fest, dass es bald Frühling wird, die Touristen kommen und die Temperaturen steigen.

Auf jeden Fall werden wir unter unserer Terrasse und auch unter der des Hauses von Tilman in der Julianevej eine große Box Trockenfutter zurücklassen - für die ersten Tage.

Und ich wünsche mir, dass ich meinem Traum, etwas für diese - unverschuldet - Not leidenden Tiere hier tun zu können, ein Stück näher gekommen bin.

Anke

24.03.2009 um 21:10 Uhr

10. Tag - 24. März 2009

Der heutige Tag begann eher unbefriedigend, endete aber doch mit einem recht freudigen Abend - und das nicht nur, weil ich mir wieder eine heiße Dusche gönnen musste und konnte.

Aber der Reihe nach:

Kalt war die Nacht und am Morgen unglaublich windig. Erwin hatte sich also über die Nacht wieder für sein Kartonage-Haus entschieden - und blieb ihm übrigens auch einige Stunden des Tages treu. Er ist ein richtiger Haus-Kater geworden, liegt auf unserer Fußmatte vor der Tür, als sei er nie irgendwo anders gewesen. Er weiß ja auch noch nicht, dass das gute Leben für ihn am Donnerstag Vormittag endet, weil wir dann sein Haus abräumen müssen und nur eine große Portion Trockenfutter unter der Terrasse zurücklassen können. Aber Katzen leben im Hier und Jetzt, also lassen wir ihn genießen!

Ein Blick in die Sauna dann machte mich traurig: Jette hatte nichts gefressen und vor allem maunzte sie noch immer herzzerreißend, wenn man ins Bad hineinkam und ein Fauchen ging durch das Kätzchen, wenn man sich ihr näherte. So musste ich mir für die Antibiotika-Gabe also etwas überlegen, da sie die Tabletten ja nicht nur wegen ihrer OP, sondern auch wegen des stark entzündeten und tränenden Auges bekommen sollte.

Morgens sind wir dann also, wie wir es uns vorgenommen hatten, zu der Katzensichtung des Urlaubers vom vergangenen Tage gelaufen und haben dort lange ausgeharrt - aber niemanden entdeckt.

Beim Füttern an Per’s Haus (übrigens das letzte Mal, da Per heute heimkam) begrüßte mich Peter, dessen Verletzung am Hals sich wieder geöffnet hatte und ich deshalb mein Desinfektionsspray einsetzen konnte. Mit großem Appetit fraß er anschließend 300 g Feuchtfutter.

 


 

Gegen Mittag war dann die Sonne herausgekommen und es wurde Zeit, unsere Flyer zu verteilen. Zuerst suchten wir das Büro der Ferienhausvermieter Novasol und dansommer auf. Dort begrüßte man uns sehr freundlich und zeigte sich sofort bereit, unsere Flyer in dem Infoständer auszulegen. Zudem wies man uns auf eine Broschüre der dänischen Tierschutzorganisation „kattens vaern“ hin. Wir nahmen eine Broschüre mit und hoffen, dass Hanne sie uns übersetzen wird.

Auch bei dem Ferienhausvermieter esmarch nahm man unsere Flyer und brachte sie in dem Infobereich unter.

Noch vor ein paar Jahren trat man uns bei dansommer und Novasol anders gegenüber: Man wollte von den Ferienhauskatzen nichts wissen. Sollte sich hier also etwas bewegt haben?

Am Nachmittag kam Per zu uns und, was noch wichtiger war, Jette hatte zumindest ein bisschen Joghurt geschleckt. Also verweigert sie das Futter zumindest nicht gänzlich. Auch das ein Anfang!

Per übersetzte uns einen Teil des Flyers von kattens vaern ins Englische. Man scheint bei dieser Organisation der Meinung zu sein, dass  man die Tiere einschläfern lassen sollte, um weiteres Leid zu verhindern. Unglaublich! Wir werden nach der Übersetzung den Text hier abdrucken, damit Interessierte erfahren, wie man in Dänemark mit dem Tierschutz umgeht. Da wir genau diese Einstellung nämlich auch kennengelernt hatten, haben wir begonnen, uns hier zu engagieren - um den „Tierschützern“ zu zeigen, dass es auch anders geht! Und dass es anders Sinn macht!

Per brachten wir dann nach einem gemütlichen Kaffee nach Hause - mit den vielen Dosen Feuchtfutter und den großen Säcken Trockenfutter (vielen Dank nochmal, Hanne, für Deinen großzügigen Beitrag!)

Und auf dem Rückweg ging ich dann die Häuser nochmal ab, an denen Katzen gesehen worden waren oder wir selbst welche gesehen hatten. Und -

im Julianevej rief ich wie üblich und mit hoch aufgerecktem Schwanz erschien Tilly und im Gefolge Leni. Ich wollte es nicht glauben. Nun waren sie doch tatsächlich der OP entgangen. Wir würden sie morgen, selbst wenn wir sie morgens einfangen könnten, nicht mehr in die Klinik bringen können, da wir sie nur noch einen Tag bei uns lassen könnten, damit sie sich von der anstrengenden OP erholen können.  Definitiv zu kurz also!

 


 

Trotzdem war ich so glücklich, die Beiden nochmal streicheln zu dürfen. Auch sie gehören nämlich zu der Sorte Katze, die dieses unglaublich weiche Fell hat, in das man sich hinein kuscheln möchte. Und Tilly ließ mich auch kuscheln und spielte dann sogar mit meiner Hand, tatzte dann ein wenig mit den Vorderpfoten, war richtig entspannt. Es war wunderbar, nur langsam wurde es kühl. Aber ich wollte nicht gehen…

Beide fraßen zusammen eine 400 g Dose und danach gab es noch Katzenmilch.

Und dann drehte Tilly mir ihr Hinterteil zu - und ich kann nun mit Sicherheit sagen, dass Tilly keinen Nachwuchs bekommen wird. Denn Tilly heißt ab sofort nicht mehr Tilly; sie ist ein ER! Die Hoden und der Penis waren deutlich zu erkennen. Und „Tilman“ wurde richtig frech, kam an mich herangeschmust, setzte sich vor mich und schaute mir tief in die Augen - ein wunderschöner Kater!

 


 

Dann tat mir auch Leni den Gefallen, sie näher anschauen zu dürfen. Bei ihr kann ich leider genauso sicher sagen, dass sie ein Katzenmädchen ist. Bleibt die Frage, warum Tilman und Leni zusammen sind. Erwartet er ihre Rolligkeit? Wir können sie nicht fragen.

Und nach fast einer Stunde ging ich dann - durchgefroren, aber auch ein wenig glücklich - nach Hause.  

Und dort erwartete mich die freudige Nachricht, dass Jette gefressen hatte. So konnte ich ihr mit der nächsten kleinen Portion das Schmerzmittel geben und nachher (mit der Nachtration) wird sie dann noch ihr Antibiotikum bekommen.

Gute Nacht, Anke

23.03.2009 um 20:20 Uhr

9. Tag - 23. März 2009

Heute ist so ein Tag, an dem man nicht weiß, ob man glücklich oder traurig sein soll.

Wir sind um 06: 30 Uhr aufgestanden, haben ganz kurz etwas gegessen und sind dann zum Haus des deutschen Urlaubers aus dem HSK in der Bjerregardsvej gefahren. Er hatte wie versprochen abendlich zuletzt gefüttert, so dass die einzufangende Katze eigentlich hungrig sein musste. Aber das Wetter spielte leider so gar nicht für uns. Es regnete richtig kräftig und es war stürmisch - also so gar kein Katzenwetter, und wir machten uns auf eine lange Wartezeit gefasst.

Wir stellten das Auto so ab, dass wir den geplanten Standort der Falle gut sehen konnten. Dann bauten wir die Falle an einem durch ein Vordach geschützten Standort auf der Terrasse auf und machten sie „scharf“. Als Lockmittel diente Thunfisch in der Falle und eine kleine Schüssel (zum Vertrauensgewinn) davor.

Dann zogen wir uns ins Auto zurück und schenkten uns einen heißen Tee ein, um zu warten. Aber keine fünf Minuten mussten wir sitzen, da erschien eine Katze auf der Terrasse. Sie ging auf die Schüssel vor der Falle zu und leerte diese.

 


 

Dann ging sie zielstrebig in die Falle, fraß den ersten Brocken in der Fallenmitte und ging dann den entscheidenden Schritt nach vorn. Und klapp! - die Falle schlug um 07:48 Uhr zu und die Katze gebärdete sich danach wie verrückt.

 

Eine wild lebende Katze eben. Das sind wir ja gewohnt, so trugen wir sie sofort ins Auto und deckten sie dort ab. Die Katze, von der wir bis dahin noch nicht wussten, ob sie tatsächlich ein Mädchen ist, wurde auch ruhiger, und die Fahrt nach Nörre Nebel in die Tierklinik verlief gut.

Nun hatten wir ja aber keinen Termin für den heutigen Tag, da Montags in der Klinik immer viel los sei und sie deshalb keine Termine für diesen Tag machen. Als wir dann aber mit der Katze dort standen, sagte man uns zu und wir ließen sie dort.

Um 12:00 Uhr rief Thomas in der Klinik an. Man sagte uns, dass es ein Mädchen sei und es gerade noch operiert werde. Zudem erklärte man, dass sie mit mehreren Mini-Embryonen trächtig war.

Um 15:00 Uhr konnten wir die Katze, die wir inzwischen „Jette“ genannt haben, abholen. Sie war schon wieder ziemlich wach, die Operation war gut verlaufen, ihre Ohren waren gesäubert worden und sie wurde markiert. Zudem sagte man uns, dass sie wohl unter Verstopfung leide und dass wir versuchen sollten, dass sie Kot absetzt. Also werden wir ihr, wenn sie wieder frisst, ein bisschen Öl unter das Futter mischen.

 


 

Wieder im Ferienhaus angekommen, setzten wir sie in die Sauna, wo sie allerdings nicht wirklich glücklich war…. Sie wusste nicht, ob sie panisch oder aggressiv sein sollte. Und bis zum Abend hat sich diese Situation auch nicht gegeben.

Mal sehen, wann sie frisst und ob sie über die Tage hier etwas zugänglich wird.

Nun haben wir es also doch noch geschafft, ein Katzenmädchen kastrieren zu lassen und weiteren ungewollten Nachwuchs zu verhindern. Traurig eben nur, dass wir Tilly und Leni nicht mehr sahen. Zumal mir der deutsche Urlauber bei meinem abendlichen Besuch berichtete, dass er heute eine kleine getigerte Katze ohne weiß an seinem Haus gesehen habe. War das Leni? Irgendwann in der nächsten Zeit wird sie ohnehin von der Mutter verstoßen werden, wenn diese wieder trächtig ist.

Aber wir haben keinen Platz mehr hier im Ferienhaus, um eine Katze für noch zwei Tage - parallel zu Jette - unterzubringen. Trotzdem werde ich morgen an dem Haus schauen, ob ich eine Katze entdecken kann. Auf jeden Fall wurde heute am Abend nochmal gefüttert.

Ja, deshalb bin ich traurig. Wir müssen davon ausgehen, dass diese beiden Mädchen Junge bekommen werden in diesem Jahr, der dann zum großen Teil den Winter wieder nicht überstehen und die Mütter schwächen wird. Schade.

Aber wir werden weitermachen.

Übrigens: Erwin lag heute am Morgen in dem von mir gebauten Karton. Er schlief tief und fest, als wir aufstanden und hat heute tagsüber (wohl aufgrund des schlechten Wetters) seinen Platz nur einmal verlassen… Dafür haben wir geschmust und er wurde gebürstet!

Auch an Per’s Haus ist das angebotene Futter 2 x komplett gefressen worden. Ob hier wirklich nur vier Katzen fressen?

Anke

22.03.2009 um 20:48 Uhr

8. Tag - 22. März 2009

Gar nichts Interessantes gibt es vom heutigen Tage zu berichten.

Fast zwei Stunden saßen wir heute Mittag und nochmal über eine Stunde heute am Abend an dem Haus in der Julianevej - ohne irgendeine Katze zu sehen. Abends war ich dann auf die Schnelle nochmal bei dem Urlauber aus dem HSK, der mir sagte, dass er die bei ihm fressende Katze nochmal gesehen habe. Also sprach ich mit ihm ab, dass er sie heute am Abend nochmal füttert und wir dann morgen früh bei ihm am Haus erscheinen und versuchen werden sie einzufangen. Danke sehr! Hoffen wir, dass es tatsächlich eine „sie“ ist. Aufgrund der Entfernung und Dunkelheit konnte ich das Geschlecht ja nur erahnen.

Ja, und dann erwarten wir morgen Besuch von Hanne, auf den wir uns sehr freuen. Es gibt viel zu besprechen.

Für Dienstag planen wir dann die Verteilung unserer Flyer bei den Ferienhausvermietern und am Donnerstag geht es schon wieder nach Hause - es sei denn wir könnten am Dienstag noch ein Katzenmädchen einfangen und kastrieren, das unsere Fürsorge dann noch einen Tag länger brauchen würde.

An Per’s Haus habe ich heute tagsüber nur Paul gesehen. Die im letzten November mit Styropor gebauten und installierten Winterhäuser habe ich etwas gesäubert und für den Sommer in Per’s Carport „eingemottet“. So kommt wenigstens kein Ungeziefer hinein und vor dem nächsten Herbst werden sie auch nicht mehr gebraucht. Die Miezen haben schließlich genug Plätze, um sich zurückzuziehen und die Temperaturen sind jetzt ohnehin erträglicher.

Anke