Poison Ivy

13.02.2012 um 19:50 Uhr

Ächz...

von: lady_bright   Kategorie: Der Rest

Steht gar nix mehr hier (aber wenigstens auch kein Geschwärme.. ;)..) aber nicht unbedingt, weil es nichts zu sagen gäbe, sondern vielmehr, weil ich schlicht und ergreifend zu platt bin abends und spätestens um Neun im Bett liege. Nach der ersten Woche hatte ich den Rücken des Todes und mir tat jeder Knochen im Leibe weh. 8 Stunden täglich stehen und 5 Stunden davon nur RUMstehen und zugucken. Ich hätt jeden küssen können, der mir IRGENDWAS zu tun gegeben hat. Aber im Großen und Ganzen wars irre interessant. Ich hab Käse gemacht! Camembert! Vom Zufügen der Schimmelkulturen und des Labs in die Milch, über das Herstellen des Käsebruchs, das Abfüllen des selbigen in die Formen, das regelmäßige Wenden der Formen über mehrere Tage, damit die Molke ablaufen kann und die Kontrolle des fertigen Käses, der ausgeformt auf Gestelle gelegt wird, um in klimatisierten Reiferäumen zu reifen. Optische Kontrolle und Überwachung des PH-Wertes, der für Schimmelbildung und Geschmack wichtig ist. Seit letzte Woche verpacke ich nun den gereiften Käse. Erst in Papier, bzw. in Schachteln und die verpackten Käse dann in Kartons. Ich hab bestimmt an die tausend Kartons gefaltet, die dann z.B. bei LI*L und RE*E und AL*I rumstehen (ja, überall derselbe Käse drin..^^).

Heute hab ich meine Zugangsdaten für den PC bekommen und erste Einblicke in das Projektmanagement, das ich dann später übernehmen soll. Hach, war das schön, mal ne Stunde zu sitzen! :)

Die weißen Schuhe, die ich zusammen mit meinen anderen weißen Klamotten (T-Shirt, Latzhose, Sweater, + mehrmals täglich zu wechselndes Haarnetz!) bekommen hab, haben nun nicht DAS tolle Fußbett und ich gäb manchmal einiges für eine Sitzgelegenheit. Besonders heute Vormittag. Meine erste und einzige Pause ist etwa halb Elf. Zu der Zeit bin ich schon mehr als 5 Stunden auf den Beinen und zu hause krieg ich so früh nix runter. Mein Kreislauf ist dann absolut im Keller, heute hatte ich ständig das Gefühl, gleich wegzukippen. Essen ist nur in der Kantine erlaubt, man darf noch nichtmal Bonbons lutschen (könnte ja was in den Käse fallen) - unterzuckert ist also gar kein Ausdruck. Wenn man nur am Schreibtisch hockt und sich nicht viel bewegt, merkt man das gar nicht so, aber wenn man wirklich körperlich arbeitet, Paletten durch die Gegend schleppt, schwer heben und sich viel bewegen muss, schon. Jedesmal, wenn ich nach dem Runterbücken wieder hochkam, hatte ich das Gefühl eine auf die Zwölf bekommen zu haben, ich hab Sternchen gesehen. Da muss ich mir mal noch was einfallen lassen und mich zwingen, morgens um 5 ne Banane oder sowas runterzuwürgen. 

Die Kollegen sind alle supernett. Die Dame von der Zeitarbeit, die mich einarbeiten soll, kann ich noch nicht so recht einschätzen. Als der Abteilungsleiter uns vorstellte, platzte sie raus, "Ach Sie sind das also..." Naja, so recht verdenken kann man es ihr nicht, ich komme, sie soll mich einarbeiten und dann den Platz räumen. Sie bleibt im Unternehmen, soll aber dann in die Verpackung, also dorthin, wo ich zur Zeit bin und soll dann MEINE Vertretung sein. Uiuiui.. Diffizile Situation..

Meine beiden direkten Vorgesetzten halten jetzt schon große Stücke auf mich - ich hoffe, ich kann die Erwartungen auch erfüllen.... Letzte Woche wollte der große Chef mich sprechen, fragte, wie ich zurechtkomme, ob ich auch gut betreut und eingearbeitet werde. Und meinte dann noch so, ich müsse jetzt den Spagat hinbekommen, mich mit den Leuten gut zu stellen und zu verstehen, aber eine Distanz zu wahren, die der von Mitarbeitern und Vorgesetzten gerecht wird. (.....) Wenn ich wollen würde, könnte ich in der Firma eine "ganz steile Karriere" machen. Hui.... Man hat angedacht, mir in einigen Jahren Abteilungsverantwortung zu übergeben. Na, ob das was wird... Will ich soviel Verantwortung, auch wenns mit mehr Geld verbunden ist?? Aber immerhin macht man sich Gedanken um mich weit über den auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag hinaus. Auch nicht schlecht. 

30.01.2012 um 22:11 Uhr

Vermissen

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Jetzt weiß ich wieder, wie sich Vermissen anfühlt. Ziemlich schlimm und ziemlich schön. Manchmal bin ich regelrecht erstaunt, wenn er mir eins von diesen schönen Dingen sagt, die er immer sagt und ich mich dann kurz erschrecke und denke - der meint wirklich dich damit.. :) Hab mir grad mal die ganzen alten Andrew-Einträge durchgelesen von 2008. Wieso ist das alles so schief gelaufen damals, das Date war sooo wunderschön. Darüber haben wir übrigens gesprochen am Wochenende und er konnte sich noch an Einzelheiten erinnern, wie wir auf der Decke lagen und die Kopfhörer meines Ipods geteilt haben z.B. Und daß er sich gedacht hat, "So eine Schöne, die interessiert sich eh nicht wirklich für dich.." Ich hab ihm gesagt, daß ich sein Verhalten damals irgendwann als Desinteresse gedeutet hab, worauf er meinte, daß ich da wohl falsch gedeutet hab und wie schön er es finde, daß wir uns wiedergefunden hätten, nachdem wir uns ja so lange Zeit komplett aus den Augen verloren hätten. Hatte ganz die Story mit seiner "Pornostimme" vergessen, die er benutzt hat, als er einige Zeit im Telefonsupport gearbeitet hat. Die muss er mir am nächsten Wochenende unbedingt nochmal vormachen. :)

Ich würd gern mal abends seine Stimme hören, aber wir telefonieren nie. Wir treffen uns im Chat und wenn nicht dort, dann gibts SMS. Einfach anzurufen trau ich mich nicht. Bei dem Gespräch, bei dem wir uns gegenseitig versicherten, keine Beziehung zu wollen, sagte ich, daß eine Fernbeziehung für mich gar nicht so furchtbar wäre, man kann sein Alltagsleben leben wie man lustig ist, hat getrennte Wohnungen und geht sich nicht auf den Wecker. Da meinte er dann, er fände Fernbeziehung eher doof, dann MÜSSE man ja ständig telefonieren, auch wenn man grad keine Zeit oder Lust dazu hat. Hm, ok.. Ich kenn das ja auch, keinen Bock auf Telefon zu haben, weil man grad irgendwas anderes tun, oder einfach entspannt nen Film gucken will. Aber er schreibt ja auch, daß ich ihm fehle und er Sehnsucht hat nach mir. Na, vielleicht frag ich ihn einfach mal. Wir hatten ja erst am Samstag das Thema, wie man Unstimmigkeiten am besten klärt und er ist auch der Meinung, daß man alles ansprechen solle und um Himmels willen nichts totschweigen und irgendwan platzen vor Ärger oder Unzufriedenheit. Es stünde einem ja nicht auf der Stirn geschrieben, wenn einen irgendwas stört oder verletzt. Das hab ich mittlerweile ja gelernt, daß es nichts bringt, Ärger in sich hineinzufressen.

Ein interessantes Thema hatten wir auch noch. Es ging um einen Kinder-Liebes-Film, den das Katzenkind gerne sehen möchte, "Anne liebt Phillip". Er hat das Buch zu hause, darin gehts um erste Liebe, Zettelchen schreiben, Freundschaft und eben alles, was Zehnjährige so interessiert. ;) Das Buch beginnt mit einer ziemlich starken Aussage, nämlich, daß man niemals wieder so sehr liebt, wie mit Elf.

So gewagt, wie sie auf den ersten Blick scheint, ist die Aussage gar nicht. Man liebt niemals wieder so unbedarft und unbefangen, so ohne Angst und alte Wunden, wie bei seiner allerersten Liebe. Dazu noch die Attraktion, etwas zum ersten Mal zu erleben. So unglaublich verwirrend diese Gefühle doch sind. Gefühle von einer so wahnsinnigen Intensität, daß es dich einfach wegfegt. Darum kommt  einem die erste "große Liebe" so viel stärker vor, als die Lieben, die im Erwachsenenalter folgen. Ich denke, je älter man wird, desto mehr liebt man mit dem Kopf, als mit dem Herzen. Man versucht zu analysieren, abzuwägen, sicher zu sein. Aber eine Sicherheit gibt es bei Gefühlen nicht, schon gar keine Logik. Wir verlernen uns einzulassen, loszulassen und zu vertrauen. Zumindest wird es für die meisten wohl immer schwieriger.

30.01.2012 um 17:07 Uhr

Jahres-Triangel 2012

von: lady_bright   Kategorie: Tarot & Astrologie

Auch für dieses Jahr hab ich natürlich am Silvesterabend meine Jahreskarten gelegt. Übrigens waren das im ganzen letzten Jahr das einzige Mal, daß ich die Karten in der Hand hatte. Ich steckte sowieso zu tief in dem ganzen Schlamm drin, als daß ich ein vernünftiges Ergebnis hätte erzielen können. In solchen Situationen bilden die Karten gerne mal die eigenen Ängste ab, statt Lösungswege aufzuzeigen, weil man selbst so voll ist davon.

Am Silvesterabend aber war ich so glücklich und gelöst, wie da schon lange nicht mehr und zog die Karten relativ gelassen. Und besser hätten sie wirklich kaum sein können.

9 Kelche, 10 Münzen, der Stern

   

 

Die 9 Kelche stehen für Erlebnisse, die wir zutiefst genießen und bei denen wir es uns von Herzen gut gehen lassen. Im wesentlichen zeigt sich diese Karte jedoch von ihrer positiven und unbeschwerten Seite als Lebenslust, Geselligkeit und Sorglosigkeit. Im Berufsleben stehen sie für Kollegialität und gute Gemeinschaft.

Die 10 Münzen ist die Karte einer Lebensphase der Fülle und Erfüllung, der Sicherheit und Stabilität im Alltagsleben. Sie symbolisiert sowohl den inneren, als auch den äußeren Reichtum. Und mahnt zugleich daran, den inneren Reichtum nicht im äußeren zu suchen, sondern die Augen zu öffnen und die reichhaltigen Wunder im Alltäglichen wahrzunehmen und zu genießen. Im beruflichen steht sie für einen sicheren Arbeitsplatz, erfüllende Aufgaben und finanziellen Erfolg.

Der Stern ist eine der Schutzkarten im Tarot und symbolisiert das Vertrauen in die Zukunft und Glück. Alles was wir in Angriff nehmen, steht unter einem guten Stern, hat weitreichende Zukunftsaussichten und in deren positiven Verlauf wir berechtigte Hoffung setzen dürfen. Es können entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt werden. Im Beruf bedeutet er zukunftsweisende Projekte und Erfolge.

Für den Anfang des Jahres und die 9 Kelche kann ich schon mal bestätigen, daß ich die Zeit gerade zutiefst genieße und ich selbst die kleinsten Erlebnisse und Ereignisse auskoste und positiv betrachte. Merkt man ja an meinem ständigen Rumgeschwärme. ;) Ich freu mich auf dieses Jahr!!

 

30.01.2012 um 16:45 Uhr

Finding Darcy

von: lady_bright   Kategorie: Sticheleien

Das ist nun der offizielle Projekttitel meines Regency-Kleides, "Finding Darcy". ;)

(Ich finde übrigens Colin Firth ist der einzig wahre Darcy. Ich hab, der Vollständigkeit halber, natürlich auch die Hollywood-Verfilmung im Schrank, aber ich finde Cody McFadyen kann dem Firth-Darcy nicht das Wasser reichen und Keira Knightley geht in dem Film mal so gar nicht - obwohl ich sie sonst ganz gerne sehe.)

Da ich jetzt nicht mehr lernen muss, kann ich mich ja nun auch wieder ein wenig damit beschäftigen, aber ich mach mir keinen Druck, wenns zum WGT nicht fertig ist, dann ist es eben nicht fertig. Kann ja eh sein, daß ich keinen Urlaub bekommen werde und da verpass ich das victorianische Picknick am Freitag ja sowieso.

Das sind also die englischen Schnittmuster, die schon ein paar Tage hier liegen. Sieht ganz schön kompliziert aus. Ich werd wohl damit anfangen, die Anleitung zu übersetzen und meine Maße muss ich auch noch abnehmen.

 

 

29.01.2012 um 16:56 Uhr

vorsicht, frisch gebohnert..

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Tut mir leid, aber es gibt momentan einfach nicht wirklich etwas Negatives zu berichten (die Sache mit dem Ex-Chef mal ausgeklammert.), ich muss schon wieder schwärmen. ;)

Eeeerstens... Ich hab die Prüfung bestanden! Und zwar nicht mit einem "Sehr gut", auch nicht mit einem "Gut", sondern mit einem "Mit Auszeichnung"! :D Da kann man schon mal stolz sein. ;) Wieder was abgeschlossen und ich kann meinem neuen Chef übermorgen ein ordentliches Ergebnis vorweisen. Am Ersten gehts dann los, was bin ich gespannt.. Und ich freu mich, auch wenn "die Neue" sein, erstmal komisch sein wird..

Ansonsten... Andrew.... *schmacht*seufz*schmelz*schwärm* Reicht das? ;D

Es war wieder so ein schönes Wochenende, mit Konzert und zusammen Einschlafen, zusammen Aufwachen und allem dazwischen, nur leider wieder viiieeeel zu kurz... Ich vermiss ihn, kaum daß wir uns verabschiedet haben.

Es gab wieder so viele wunderschöne Momente. Ich hab ihm ins Ohr geflüstert, daß ich ihn lieb hab und er antwortete, daß er sich das eigentlich für später aufgehoben hatte und daß er jetzt grad ganz weiche Knie hätte. Später, vorm Einschlafen hat er es mir dann auch zugeflüstert und es fühlte sich an, als ob er sich nur (noch) nicht trauen würde, es anders zu formulieren. (Ja, ich weiß, ich bin grad ganz schön teenagermäßig kitschig drauf, oder? ;)..) Irgendwann drohte mir im Konzertgedränge der Kreislauf wegzurutschen und ich musste mich an den Rand hinsetzen und er bestand darauf bei mir zu bleiben und machte sich sogar noch Sorgen, daß er mir zu klettig sein könnte. ;) Und er meinte, er fände es schön, wenn wir uns in zwanzig Jahren noch auf Konzerte schleppen würden und würde mir dann sagen, "Bleib gleich sitzen, Frau." Frau.... *kicher* Na, wer weiß, vielleicht "trau" ich mich ja doch noch mal..  Entschuldigung, ich putz den ganzen Schmalz hier auch nachher wieder weg, das ist ja schon richtig peinlich, oder? Ich fühl mich wie 14....

Nächstes Wochenende wird er wieder bei mir sein, wir wollen wieder auf ein Konzert. Aber übernächstes Wochenende, so sagte ich ihm, müsse ich mal wieder eine gute Mutti sein und ein ganzes Wochenende mit meinem Kind verbringen. Ich hatte die Frage, ob er dabei sein wolle, auf der Zunge, aber hielt meine Lippen verschlossen.. Ist es nicht noch zu früh? Ist er schon bereit dafür? Bin ich bereit? Dann platzte ich aber heraus, "Du kannst ja gerne dabei sein, wenn du magst.." Und er sagte in halb lachendem, halb vorwurfsvollen Ton, "Na, ich wollte schon sagen...!" Ok, er scheint bereit zu sein und ich, glaub ich, auch. Muss ja jetzt auch noch kein ganzes Wochenende sein, mal ins Kino gehen oder ins Schwimmbad und hinterher wieder heim..

Aber scheinbar haben wir, die wir keine Beziehung suchten, doch genau das gefunden. Fühlt sich gut an...sehr gut... :)

26.01.2012 um 09:29 Uhr

Angst...

von: lady_bright   Kategorie: Der Rest

Ich hab soooo nen Schiss vor der Prüfung morgen… Ich mach schon kaum noch was anderes als Lernen und Probetests schreiben. Jeden Tag bis in die Nacht hinein. Mein Dozent macht mir ja auch nicht grad Mut, wenn er meint, die Prüfung zu meinem Modul wär mit Abstand (wobei er das „Abstand“ ganz besonders betonte..) die Schwierigste. Mit Fibu, Personal und dem anderen Schietkram GAR nicht zu vergleichen! Soviel Detailwissen wie dort abgefragt werden würde, ich müsse mich auch gar nicht mit den anderen Damen vergleichen, die teilweise 100% in ihren Probetests bringen (tu ich aber….). Merk ich ja auch, die anderen langweilen sich mit ihren 4 verschiedenen 40-Fragen-Tests, die sie mittlerweile auswendig können und ich kämpfe mit je 60-97 Fragen in 9 Tests… Dann wurde meine Prüfung wegen des Jobs ja auch noch 4 Wochen vorverlegt, ich hab eine Woche später angefangen, mir fehlen also 5 Wochen Lernzeit. Das ist hart…

In jedem neuen Probetest hab ich Sachen dabei, die ich noch nie gehört hab. Ich lese und lese, lerne und lerne und hab dabei das Gefühl immer weniger zu wissen. Es ist ein Fass ohne Boden! Fühl mich völlig erschöpft ohne zu glauben, schon erschöpfend gelernt zu haben. Ja, ich bin weinerlich, könnte auch jedes mal in Tränen ausbrechen, wenn ich nen Test mit unter 70% richtigen Antworten wiederkriege. Die Nerven liegen einfach blank mittlerweile. Dabei geht es doch um NICHTS, ich brauche dieses Zeugnis nicht, ich müsste nicht mal bestehen, keiner wird danach fragen. Es ist einzig und allein mein eigener Ehrgeiz, mit dem ich mich so unter Druck setze. Ich will kein popeliges „gut“, ich will ein „sehr gut“! Daß ich gar nicht bestehe, damit rechne ich noch nicht mal, aber ich will nicht nur zufrieden sein, ich will auch mal stolz sein können! Ich will mir selbst beweisen, daß ich besser als mittelmäßig bin, daß ich nicht dumm bin, aber wenn ich das nicht schaffe…..

Dazu noch eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Erst meine Mutter (es sind Zysten, keine Tumore, Gott sei Dank!! Raus müssen sie wohl trotzdem..). Nun noch Tanja. Vor etwa zehn Jahren wurde sie transplantiert, seltener Gendefekt, neue Leber.. Nun ist es soweit, daß das Organ ans Ende seiner Lebensdauer gelangt. Sie war mit ihrem Freund unterwegs, der auf einmal ganz erschrocken feststellte, daß ihre Augen gelb seien….. Sofort zum Arzt, Blutbild war halbwegs in Ordnung, aber sie muss ihr Leben komplett ändern. Muss sich sozusagen jetzt entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Keinen Tropfen Alkohol mehr, nicht mehr arbeiten und sie soll sich von Allem (und Allen!), daß ihr Leben und ihre Psyche negativ beeinflusst trennen. Das mit dem Alkohol bekommt sie hin, keine Frage. Aber der Rest…. Schon alleine, daß sie nicht mehr arbeiten darf, wie soll sie das machen? Sich nen reichen Mann suchen? Sie ist ja EU-Rentnerin. Mit ihren 600 Euro monatlich kommt sie nicht hin und weitere staatliche Unterstützung ist einfach mal nicht. Sie darf nicht mal zur Tafel, weil sie kein H4-Empfänger ist. Und nein, sie darf auch gar kein H4 beantragen, weil sie als 100%ige Erwerbsunfähige dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht. Sie bekommt ja noch nicht mal einen Behindertenausweis, weil sie ja nicht geh- oder seh-behindert ist, sondern nur mal eben Morbus Wilson hat, transplantiert ist und sich für den Rest ihres Lebens täglich mit Immunsuppressiva zuknallen muss, die Hammer-Nebenwirkungen haben. Sie hat ja noch nicht mal Kinder, die Vater Staat irgendwann Steuern zahlen könnten. Nein, zwei Schwangerschaften endeten mit Fehlgeburten und ein Baby hat man ihr im vierten Monat, völlig gesund und gegen ihren Willen aus dem Bauch geschnitten und getötet, weil sie wegen der Immunsuppressiva eine Lungenentzündung bekommen hat, die man unbedingt mit Medikamenten behandeln wollte, die das Ungeborene gefährdet hätten. Und das ist alles nur die Spitze des Eisbergs…  Ach man…

Nicht drüber nachdenken…

Lernen…

23.01.2012 um 12:22 Uhr

Begegnungen

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Ich komm mit ja schon langsam komisch vor, mit meinem unreflektierten Rumgeschwärme. Aber es fühlt sich sooo toll an und jeden Tag nach Mehr. Mehr wollen, mehr fühlen, mehr Nähe…

Das komplett verkuschelte und vertrödelte Wochenende hat unheimlich gut getan. Wir haben wieder viel geredet, auch über Beziehungsthemen, den Umgang miteinander, ganz kurz den Begriff Treue und Exclusivität in einer Beziehung umrissen (er ist da wohl ein gebranntes Kind, aber wer ist das nicht..) und zwischendurch immer wieder Momente gehabt, in denen man plötzlich den Redefluss stoppt, sich nur ansieht und irgendwie sprachlos ist vor lauter Glück und Wohlfühlen.

Und diesmal waren es keine Gerbera, sondern eine lange, dunkelrote Rose. :) Und Gummibonbons hat er mitgebracht. In Rosenform und mit Rosengeschmack. Und weil er die mir nicht in einer profanen Tüte schenken wollte, hat er extra noch eine wunderschöne kleine Schachtel dazu gekauft. Hach.. Ich fühl mich verwöhnt, man könnte sich glatt dran gewöhnen. ;) Und nicht nur mit Dingen verwöhnt er mich, nein, auch mit Worten und Gesten.

Seine tollen Komplimente, mit denen er mich so reichlich bedenkt. Als ich so einen höllisch scharfen Fishermans-Minz-Drops im Mund hatte und ich ihn warnte, als er mich küsste. Er lachte kurz auf, weil das Zeug einem wirklich die Mundhöhle wegätzt und meinte dann „Das macht dich nur unwesentlich schärfer..“. Woah... ist das toll, oder ist das toll?!  :D

Und auch „damit“ sind wir...sagen wir einen großen Schritt weitergekommen. Sobald frau rausgefunden hatte, welche Knöpfe sie drücken muss. ;) .. Jedes Tierchen hat halt sein spezielles Plaisierchen… ;)

Und er hat eine zweite Bettdecke für mich mit zu sich genommen. Ich hatte noch eine für Gäste im Schrank. Ich hab ihn gefragt, ob ihm das auch nicht zuviel ist, das wäre ja schon fast wie Zahnbürste in seinen Becher stellen. Da hat er nur gelacht, mich in den Arm genommen und gemeint, ich solle mir da mal keine Gedanken machen.

Es gab übrigens eine Begegnung der Dritten Art. Nein, nein, mein zukünftiger Chef war nicht in der Sauna! ;) Aber ich bekam von meinem Ex-Mann eine Nachricht, ich solle doch mal die Badesachen fürs Katzenkind rauslegen, sie wollten in die Schwimmhalle. Ich textete zurück, „Das ist ja schön, wir kommen nachher auch, vielleicht sieht man sich.“ Sofort kam zurückgeschossen, „Darf man fragen, wer bitte „wir“ ist?“ Püh… Nee, darf man nicht! Wird er schon sehen, die Zeiten sind vorbei, daß ich ihm Rechenschaft darüber ablegen muss, mit wem ich wann wohin gehe…

(Meine Mam meinte gestern, das wäre eine latente Eifersucht, die auch nicht weggehen würde, egal ob er grad eine Beziehung hat, oder nicht. Weil ich ja „seine Frau“ wäre und irgendwo für immer bleiben würde. Wir waren ja sehr jung und ich die erste Beziehung für ihn überhaupt. . Was denkt ihr, könnte das echt sein, daß er noch immer sowas wie eifersüchtig ist?)

Und als er und das Katzenkind dann kamen, um die Badesachen abzuholen, stand zeitgleich Andrew vor der Tür und war sichtlich überfordert, weil er ja gar nicht wusste, was los war und daß nur Sachen geholt werden sollten. (Der Arme..) ;) Ich stellte ihn und das Katzenkind kurz einander vor, mein Ex-Mann war gleich im Auto sitzen geblieben, als er Andrew reingehen sah und wohl richtig zugeordnet hatte… Hui, na auf jeden Fall wurden so einige Unklarheiten beseitigt und mein Ex-Mann weiß jetzt auch, wer „wir“ ist.. :D

Das Katzenkind sagte am nächsten Abend übrigens nicht viel dazu, fragte nur “Warst du mit Andrew in der Sauna?“ Sonst kam nichts, aber es geht wohl  schon in seinem kleinen (Dick)kopf rum.

Wie ich gestern  vorm Einschlafen erstaunt feststellte, ziehen sich die Andrews wie ein roter Faden durch mein Leben.. Am Tag meiner Geburt, entband eine andere Frau in der selben Klinik wie meine Mam einen Jungen, der Andrew genannt wurde. Diese Frau flehte meine Mutter regelrecht an, mit ihr das Kind zu tauschen! Sie hatte sich sehnlichst eine Tochter gewünscht und kam überhaupt nicht damit klar, einen Jungen geboren zu haben. Auch später noch, wenn sie sich beim Spazieren mit den Kinderkutschen trafen, wiederholte diese Frau ihr Angebot und meinte es todernst. Das Schlimme: Früher waren die Einkaufsläden so eng und klein, daß Kinderwagen nicht mit hineingenommen werden durften. Man sah allerorten Kinderwagen samt Baby alleine vor der Türe eines Ladens abgestellt. So ein Leicht-…nein, so ein Wahnsinn! Meine Mutter hatte permanent Panik, daß diese Frau mich einfach mitnehmen würde und ihren Andrew dafür in den Wagen legen würde, so daß sie nur noch zusammen mit meiner Oma einkaufen ging. (Vernünftig!) ;)

Das erste zarte Gefühl regte sich für den besten Kumpel meines Cousins, der auch Andrew hieß und mich mit seinen erwachsenen 18 Jahren als Elfjährige gar nicht wahrnahm. (Verständlich!) ;)

Ein paar Jahre später bekam ich den ersten Kuss von einem Jungen bei meiner ersten Disko. Er hieß, wie soll es anders sein, Andrew….. Und ich fand es ziemlich ekelig und feucht und buärgs… (Vergangen!) ;)

Weitere zwei, drei Jahre später lernte ich den Mann kennen, den ich einmal heiraten würde. Auch ein Andrew.. (Verkackt!) ;)

Und nun…. Andrew…..

Also entweder waren die Eltern in den Siebzigern EXTREM einfallslos, oder Andrew ist einfach mein Schicksal…  :D

 

(Und nein, natürlich ist "Andrew" hier wie immer nicht der reale Name...)

 

18.01.2012 um 08:37 Uhr

Einatmen, Ausatmen, Einatmen, ...

von: lady_bright   Kategorie: Der Rest

Ich habs ja gesagt, es lief in in den letzten Wochen einfach zu gut, alles war zu perfekt, als das es noch länger hätte so weitergehen können.. Erst die jüngste Attacke meines Ex-Chefs und nun noch sowas....

Als es im letzten Jahr noch Sch.... regnete, sagte ich mal "jetzt fehlt nur noch ne schlimme Krankheit.." Zack, wurde bei meinem Papa Parkinson festgestellt.. Gestern ruft meine Mutter an. Bei der Mammo wurde irgendeine Unregelmäßigkeit festgestellt, sie muss heute zur Feindiagnostik. 

Nein, ich mach mich nicht verrückt und atme seit gestern gedanklich in Brötchentüten. Ich werd nicht vom Schlimmsten ausgehen, sicher ist es nur irgendeine harmlose Verkapselung, Zyste, whatever! Aber theoretisch ist es schon möglich, daß der Krebs nach 25 Jahren wieder zurück ist... Sie war 43, als sie damals erkrankte, grade 5 Jahre älter als ich jetzt. 

Abwarten. Einatmen. Ausatmen.

15.01.2012 um 20:25 Uhr

es wird ernst

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Nur ein paar Stunden waren es diesmal, die ich mit Andrew hatte. Davor und danach jeweils eine lange Woche Alltag. Nächstes Wochenende wird er zu mir kommen. Ich brauch mal Pause. ;) Das war nun schon das vierte Wochenende hintereinander mit Ausgehen bis morgens Vier, Fünf Uhr. Das Schlafdefizit füll ich nie wieder auf.. Ich würd gern mit ihm in die Sauna und hinterher auf die Couch und Film gucken, ich hoffe, er ist einverstanden (und ich hoffe, wir treffen in der Sauna nicht meinen neuen Chef..).

Und Andrew war gestern wieder so..so süß. Wie hibbelig und aufgeregt er ist, wenn ich da bin, weil er sich so freut. Wir haben eine Flasche Sekt geköpft, weil er am selben Tag (übrigens Freitag, der 13.) an dem ich meine Jobzusage bekommen habe, eine Gehaltserhöhung bekommen hat, weil man seine Arbeit so schätzt. :)

Irgendwann meinte er, ich hätte angefangen ihm mehr zu bedeuten. Das war ein ganz schön schöner Moment. Ich selbst spüre mal wieder meine Selbstschutzmauer. Ich weiß, daß ich ziemlich verliebt bin in ihn, mit Schmetterlingen und Sehnsucht und allem. Aber weiter trau ich mich noch nicht. Ich kann noch nicht sagen, daß wir jetzt ein Paar sind oder daß er "mein Freund" ist. Ich sag immer, wenn mich jemand fragt, "wir lernen uns gerade kennen" oder "kommen uns gerade näher". Es ist ja auch so. Wir tasten uns aneinander ran. Wir, die wir ja eigentlich beide gar keine Beziehung wollten. 

Ich genieße jede Minute mit ihm, er tut mir so gut. Und ich merke, daß er an meinem Leben teilhaben möchte, er fragt mich z.B. wie sehr mich die Geschichte mit meinem Ex-Chef belastet und wenn ihm die Antwort zu ausweichend war, dann fragt er nochmal. Er möchte mich beschützen, sagt er. Fühlt sich gut an, auch wenn mich die ganze durchgestandene Sache mit meinem Ex-Chef im letzten Jahr, sehr viel stärker gemacht hat.

Und er überschüttet mich förmlich mit Komplimenten, eins der schönsten gestern, als er mir sagte, ich würde ihn regelmäßig umhauen. Daß es mindestens alle 15 Minuten einen Moment gäbe, in dem er überwältigt wäre von mir. 

Oder auch der Moment, in dem er mir ins Ohr flüsterte, "So wie eben darfst du mich aber nicht oft ansehen" und auf meine Frage wieso, "Dann zerspringe ich.." 

Mit solchen Sachen haut er mich regelmäßig um. Etwa alle 15 Minuten... :)

 

 

13.01.2012 um 11:49 Uhr

auf dem Zahnfleisch...

von: lady_bright   Kategorie: Der Rest

Bin hier schon kurz vorm Durchdrehen, die rufen nicht an... :( Ich steh bei jeder dämlichen Netzbetreiber-Nachricht kurz vorm Herzinfarkt und davon sind heute schon drei angekommen! Das letzte Mal hab ich sie schon kurz nach Acht Uhr morgens in der Leitung gehabt (das war allerdings auch einen Tag vor Weihnachten und die Leute wollten heim ;)...). Aber wenn sie nicht im angesagten Zeitrahmen anrufen, ist das doch schon genausogut, als hätten sie Nein gesagt, oder? Oder?! Was sagen denn die Leute von der "anderen Seite" dazu??

Ich könnt grad laut schreien vor innerer Unruhe, am liebsten Zwischenweltlers Worte, "Näschl mit Köbbe!!"

Aber Andrew hat mich grad gerettet, er hat WIR gesagt! *herzchenaugen* Er hat gesagt "na komm, das halten wir jetzt auch noch aus." 

13.01.2012 um 08:29 Uhr

übrigens..

von: lady_bright   Kategorie: Der Rest

...was das angeht, was "der" schon wieder will. Dieser Mensch ist ein ekelhaftes Stück Dreck. Punkt. Ein Duckmäuser unter der Fuchtel seines...na egal.. Nach oben buckeln und nach unten treten.

Eigentlich sollte er es nicht nötig haben, jetzt nochmal nachzutreten. Daß er es doch tut, zeigt einfach eine weitere widerliche Facette seines Charakters.

Der Hass dieses Menschen auf mich, scheint grenzenlos zu sein und ich kann nichtmal genau sagen warum das so ist.. Wenn man solchen Menschen die Stirn bietet, schafft man sich einen Feind fürs Leben. Warum sonst kann er mich nicht in Ruhe lassen, sondern sinnt darauf, mich nochmal zu treffen und nochmal und nochmal. Will er das so lange machen, bis ich irgendwann nicht mehr aufstehe?

Sein neuestes Ansinnen ist schäbig und würdelos und zielt darauf, einen Menschen in seinen schwächsten Momenten zu treffen. Ich weiß, ich müsste kämpfen, wollte ich es verhindern. Ich frage mich nur, kann ich das? Alles nochmal? Alles von vorne?

Ich berichte bei Gelegenheit..

 

 

12.01.2012 um 08:19 Uhr

und zum Dritten...

von: lady_bright   Kategorie: Der Rest

Maaan, das nervt langsam. Dreimal war ich nun bei dieser Firma, spreche jedesmal mit jemand anderem, muss jedesmal mindestens eine Stunde Frage-Antwort-Spielchen über mich ergehen lassen und jedesmal heißt es, "Wir melden uns." Werd ich hier jedem Abteilungsleiter und jedem, der auch nur ansatzweise was zu sagen hat, einzeln vorgeführt, wie irgendwas exotisches, das zu sehen sich lohnt?
Und das Gespräch gestern war wirklich.....heftig! Der hat mich ganz schön rangenommen, der Herr Geschäftsführer. Solche Fragen kenn ich bisher nur vom Hörensagen. Man, man... Äußerlich angenehmer Mensch, groß, schlank, trainiert, etwa Anfang Fünfzig, graumeliert, aber ein extrem anstrengender Gesprächspartner
Bei der Frage nach den Gehaltsvorstellungen schob er nach, "Wie kommen Sie auf diese Summe?" und "Meinen Sie, daß das hoch ist?"
Oder, "Sie sind also im Moment arbeitssuchend, da würden Sie also alles annehmen, was sich so bietet?" (Neeeeiiiin, natürlich nicht, IHRE Firma ist mir die liebste von allen!) Herrjeh...
Oder die beliebte Frage nach der größten Schwäche "Gut, daß Sie nicht 'ungeduldig' gesagt haben, da wären Sie schon raus..." Er meinte, das wäre eine einstudierte Antwort und jeder Personaler würde Bewerber, die 'ungeduldig' sind, aussortieren, weil sie nicht ehrlich wirken. :o
Oder, "Was wollen Sie erreichen?" oder, "Können Sie begeistern?" mit der sofort nachgeschobenen Forderung "Begeistern Sie mich!" (Ähhh, welches Thema?) "Egal welches Thema, begeistern Sie mich!"
Ich hab dann einfach angefangen übers Nähen zu erzählen und meine eigene Begeisterung für historische Kleidung und daß ich grad dabei bin, selbst eins anzufertigen und wie toll ich dann die Inszenierungen wie das viktorianische Picknick oder die Empiresoiree finde. Und er hat zugehört und nachgefragt und fand das alles ganz toll und interessant und meinte, er könne sich jetzt noch länger mit mir darüber unterhalten und genau sowas habe er sozusagen hören wollen. Er meinte dann, 75% der Bewerber sitzen nach so einer Frage da und sagen gar nichts, 20% quatschen sich um Kopf und Kragen mit irgendwelchem Geschwalle über den ach so tollen Arbeitsplatz und nur 5% würden eine Antwort geben, wie ich. :D Er würde damit Kreativität und Schlagfertigkeit testen und er wüsste ganz genau, wieviel Überwindung es kostet, einem Wildfremden einfach sowas zu erzählen. *heftignickt*
Es kamen noch zig solche Fragen, an die ich mich aber nicht mehr erinnern kann, irgendwie hatte ich das Gefühl, ganz weit neben mir zu stehen und mir selber zuzuschauen. Ich war echt froh, als es vorbei war. Am Ende fragte er nur, wie ich das Gespräch denn gefunden habe, da musste ich lachen und hab gesagt, daß ich da erstmal noch ne Nacht drüber schlafen muss. Er hat auch gelacht, also war das wohl auch eine richtige Antwort. ;)

Trotzdem hab ich immer noch nichts in der Hand! :( Sie wollen sich diese Woche noch (also heute oder morgen) melden. Folter, sag ich.

Aber Andrew war süß, er hat mir Mut gemacht, daß das ganz normal ist, daß die sich nochmal beraten und daß keiner, der halbwegs bei Verstand ist, mich je wieder gehen lassen würde (*hach*), ich mir keine Sorgen machen solle und daß er stolz auf mich ist. (*hachhach*)

Also noch nicht aufhören mit Daumenquetschen, bitte. :)

 

PS: Ganz nebenbei hab ich dann auch noch erfahren, daß der Herr Geschäftsführer UND der Herr Abteilungsleiter in den selben Badetempel wie ich zum Schwimmen gehen  UND.....auch in dieselbe Sauna wie ich! Na Bravo!

 

11.01.2012 um 12:17 Uhr

Nur mal so :)

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Mädels, Jungs, ich bin verliebt, aber sowas von. ! *strahl*

Er ist ja nun nicht so der SMS-Schreiber, darum find ich jede Gute-Nacht-SMS, die er schreibt, weil er "grad nicht anders kann" oder er mir mailt, daß er "ohnehin unentwegt an mich denkt" besonders toll.

Ich lauf (ach was, schwebe..) grad sowas von zufrieden durchs Leben, da kann mir mein Ex-Chef mit seinem neuesten Einfall einfach mal gar nichts!

Ich wollts nur mal gesagt haben... :D

 

11.01.2012 um 08:29 Uhr

die stichelnde Ethik-Wespe

von: lady_bright   Kategorie: Katzenkind

Sehr geehrte Frau Ethiklehrerin,

wir möchten uns kurz zu Begebenheiten äußern, die unser Sohn Katzenkind immer wieder schildert. Es handelt sich dabei um in mehr oder minder sarkastischem Tonfall gemachte Äußerungen ihm gegenüber. Aktuell sind es der "Liebesbrief" und nach Erledigung desselben die "Herzen" dazu. Ich weiß, daß das Katzenkind sicher nicht immer der aufmerksamste und lenkbarste Schüler ist und menschlich kann ich sehr gut verstehen, wenn man gegen bestimmte Personen Antipathien entwickelt, aus pädagogischer Sicht sollte man sich diese aber nicht anmerken lassen und aus unserer Elternsicht beurteilen wir das als verletzend und inakzeptabel und möchten Sie bitten, auf Äußerungen dieser Art zu verzichten.

Für Rückfragen und Gespräche stehen wir gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Katzenkindmutter und Katzenkindvater

Ich hab grad mal wieder Hals auf die Schule, passiert ja regelmäßig. Wenns die Ämter nicht sind, sinds die Lehrer.. ;) Frau Lehrerin kriegt dem Katzenkind gegenüber ihren süßlich-süffisanten Ton nicht aus dem Hals und das stinkt mir! Sie hasst ihn und er sie gerechterweise auch. Warum? Er lacht laut. Ja, manchmal auch in ihrem Untterricht (nein, nicht übers Christentum, ich schwör!^^). Er hat Konzentrationsprobleme und fängt an, mit dem Zeug in seinem Federmäppchen zu spielen, flüstert mit dem Banknachbarn, schreibt Zettelchen, er ist'n Junge und sicher kein ganz braver. Aber das ist noch lange kein Grund, ihn ganz neudeutsch zu dissen.. Mobbing durch Lehrer, das sollte mal Thema sein im Ethikunterricht. Ha!

Weil er zum Vorklingeln (noch nichtmal das Klingeln zur Stunde) noch nicht an seinem Platz strammstand, sondern sich noch nen Schreibblock aus seinem Spind (im Klassenzimmer!) geholt hat, durfte er zehnmal den Satz "Ich muss beim Vorklingeln an meinem Platz stehen." aufschreiben. Bart Simpson lässt grüßen. Zitat, "So, da schreibst du mir mal wieder einen Liebesbrief, hatten wir ja lange nicht mehr..." Den passenden Tonfall dazu darf sich jeder selber vorstellen. Er hats gemacht. Und er hat den Zettel in einen Briefumschlag gesteckt und in Gänsefüßchen "Liebesbrief" drauf geschrieben. Eine kindliche Form von Sarkasmus. Am nächsten Tag meinte die Gute dann nur "Wolltest du nicht noch ein paar Herzen draufmalen?!"

Das Katzenkind ist zehn und er wächst mit intelligenten, gebildeten Erwachsenen auf. Er ist durchaus in der Lage Sarkasmus zu erkennen.

Und was das Strammstehen auf Kommando bzw. Klingelton angeht, ich hab über die Pestalozzi-Pädagogik auch anderweitig schon ähnliches gehört, die Kinder werden gedrillt. Das ist mir ja schon seit der ersten Klasse aufgefallen und aufgestoßen. Ich bin mittlerweile kurz davor, ihn in meine alte Pionierbluse zu stecken und ihn samt blauem Halstuch und Schiffchen dort strammstehen und "Immer bereit!" brüllen zu lassen! Man!

Das einzig gute am ollen Pestalozzi ist (daß er tot ist - nein, Scherz..) daß die Benotung dermaßen streng ist und niemals und unter keinen Umständen ein Auge zugedrückt wird, daß die Zensuren der meisten Schüler nach dem Wechsel auf die Mittelschule erstmal nach oben schnellen.

Reg ich mich zu sehr auf? Seh ich das zu eng mit Frau Ethik-Wespe? Kann man sowas schreiben? Was würdet ihr tun?

10.01.2012 um 14:04 Uhr

gesagtes und ungesagtes

von: lady_bright   Kategorie: Andrew


Das dritte Wochenende mit Andrew. Ich will es mal nicht minutiös beschreiben, das wird doch langweilig. ;) Aber einige Eindrücke will ich schildern. Und Dinge wiedergeben, die er gesagt hat. Wunderschöne Dinge, mit denen er mich regelrecht überschüttet hat.

Ich fühl mich wie ein Teenie und es fühlt sich gut an.
Ich bin total verknallt in dich.
Du siehst toll aus.
Die schönste Frau im Raum, halte ich in den Armen.
Danke, daß wir uns wiedergefunden haben.

Ich erzählte ihm, wie toll ich es fand, daß er an dem Abend von Rabis Geburtstag meine Hand zum Abschied geküsst hatte und er nahm meine Hände, küsste den Handrücken, drehte sie um, küsste die Handfläche und küsste jede einzelne Fingerspitze. Waaahhh, Gänsehaut.... "Ich werde deine Hände so lange küssen, bis es dir irgendwann langweilig ist.", flüsterte er dabei.

Mr. Tiger freute sich übrigens sehr, mich zu sehen, als Rabi und ich am Freitag zum Konzert auftauchten und hätte mich gerne geküsst. Er wusste ja noch nicht, daß es da wieder jemanden für mich gab. Aber er meinte dann, daß es für ihn natürlich schöner wäre, wenn ich Single sei (und er der quasi Einzige für mich), er aber eigentlich immer damit rechne und daß es ja auch ganz normal wäre, daß ich mich irgendwann verliebe. Mr. Tiger ist ja nun mal kein Mann zum verlieben. Aber ich mag ihn sehr und find es wahnsinnig schön, daß er immer für mich da ist und schließlich verbindet uns ja auch einiges.

Wir unterhielten uns oft an dem Abend und umarmten uns auch mal dabei. Andrew bemerkte es natürlich, fragte aber nur "Ihr kennt euch aber auch schon länger, oder?"

Zu hause bei ihm, sagte er "Schön, daß du da bist." und bemerkte dann, daß er auf seinem Badteppich zwei Haare von mir entdeckt habe und das sehr schön gefunden habe, sozusagen, als Beweis, daß ich dagewesen wäre. Ist das nicht süß?! Na, mal sehen, wann ihn die langen blonden Haare überall im Bad anfangen zu nerven. ^^ (Aber ich bin da eigentlich recht pingelig beim wegräumen.)

Einen Lippenstift hätte ich auch vergessen und auch das habe er sehr schön gefunden, den die ganze Woche vor seinem Spiegel stehen zu sehen. (Hm, hab ich den wirklich "vergessen"? ^^)

Als wir dann im Bett lagen und er sich hinter mich kuschelte, flüsterte er in mein Ohr, "Gute Nacht meine Schöne." Er hat wirklich MEINE gesagt. Hach... Das könnte man ja schon fast so deuten, daß wir jetzt zusammen sind, oder? Ich bin mir da so unsicher, welchen Status wir jetzt eigentlich haben. Sind wir schon ein Paar? Ich glaube, ich wär es gerne...

Aber das ultimative Zeichen, daß man ein Paar ist, kommt ja noch. Wir waren zusammen bei Ikea! An einem Samstag! Er hat mit mir den Stoff besorgt, den ich für mein Empire-Projekt brauche. Als ich ihm im heillos überfüllten Restaurant fragte, ob er nach den Köttbullar noch was Süßes wolle, antwortete er mit vielsagendem Blick, "Hab ich doch schon..." Boah, ich bin permanent dahingeschmolzen an diesem Wochenende! :)

Man könnte meinen, er wäre ein Charmebolzen, aber seine kleinen verliebten Einwürfe kommen so ehrlich und ungekünstelt daher, da ist gar nichts (auf)reißerisches daran.
Er erzählte, seine Kollegen im Büro würden ihn schon damit aufziehen, daß er manchmal verträumt vor sich hin grinse. Geht mir ja auch so, ich warte nur darauf, daß mal ein Blitzerfoto kommt, auf dem ich dümmlich grinse, weil ich selbst (und besonders) beim Autofahren meine Gedanken zu ihm schweifen lasse.

 Textstelle verdeckt..


Er wirkt gegen die Männer, mit denen ich bisher zusammen war, regelrecht zart und zerbrechlich, nicht nur äußerlich. Sein Blick oft so unergründlich, als ob er dir in die Seele blicke, dabei aber stets scheu und zurückhaltend. Er versteckt sich noch, gibt wenig von sich preis und das auch nur langsam.

Ich wollte ihm mit unserem kleinen, leisen Silvester gute Gefühle geben, die er mit diesem Tag verknüpfen kann und ein bißchen hab ich es bestimmt geschafft. Er wirkte sehr glücklich. Er war es... wir waren es beide... sind es....

 

10.01.2012 um 12:57 Uhr

Keine Panik!

von: lady_bright   Kategorie: Der Rest

Jetzt bin ich also amtlich beglaubigt gesund! Hab mir heute morgen meinen Gesundheitspass abgeholt. Gut, daß er schon fertig war, so kann ich ihn morgen nachmittag mit zum Termin bei der Geschäftsführung meines neuen Arbeitgebers nehmen. Nur für den Fall der Fälle, daß jemand nachfragt, ob ich mich schon darum gekümmert hab - tadaaaaa! :) Ich hoffe ja sehr, daß ich morgen schon den Vertrag unterschreiben kann und nicht noch in allerletzter Minute was schief geht. Murphy und so... Und natürlich hoffentlich auch erfahre, wann ich denn nun loslegen kann und ob die Lernerei der letzten Tage umsonst gewesen ist, weil ich den Kurs vielleicht doch ohne Prüfung abbrechen muss.

Hab heute noch zwei fette Bücher auf den Tisch geknallt bekommen mit dem Kommentar, daß ich das eine komplett durchgearbeitet haben müsse, sonst bräuchte ich gar nicht erst zur Prüfung antreten. Na klasse, ich hab genau noch 17 Tage... Aaaahhhhhh! Letzten Freitag hab ich einen Probetest geschrieben und bin mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Naja, wie sagte schon Douglas Adams: Keine Panik! - Und danke für den Fisch! Hauptsache ich hab mein Handtuch dabei, die Antwort ist sowieso immer 42. (Oh man, ich glaub, ich bin echt kurz davor...)

Eine Frage für den Gesundheitspass war übrigens, ob ich denn nebenberuflich als Leichenwäscherin oder Totengräber arbeiten würde. Das war ja mal was fürs Gruftiherz! ;D

 

 

09.01.2012 um 13:59 Uhr

neues Großprojekt

von: lady_bright   Kategorie: Sticheleien

Für das WGT in diesem Jahr möchte ich übrigens wieder ein Outfit anfertigen. EIGENTLICH hatte ich mir ja ganz fest vorgenommen, dieses Festival in 2012 auf keinen Fall zu verpassen, aber tatsächlich steht es nun mal wieder auf der Kippe, da ich mich zu diesem Zeitpunkt (hoffentlich) noch mitten in der Probezeit befinden werde... Na vielleicht ist es ja trotzdem drin, einen Tag an Pfingsten ranzuhängen und den Freitag frei zu nehmen, müsste ich halt von Montag auf Dienstag auf Schlaf verzichten, Leipzig ist ja auch jetzt nicht sooooo weit weg.. Ansonsten wirds wohl leider wieder nur zu einem Tages-Besuch im Heidnischen Dorf reichen. Wir werden sehen..

Im Kopf habe ich ein Kleid, mit dem ich gerne das "Viktorianische Picknick" besuchen würde. Unter dem Deckel "Viktorianisch" kommt da ja vieles zusammen was eigentlich nicht in diese Zeit passt (Königin Victoria bestieg 1837 den Thron, wenn mich nicht alles täuscht). So auch mein Kleid, das aus dem englischen Regency bzw. dem Empire stammt, spätes 18. Jahrhundert bis zum frühen 19. Jahrhundert. Zu bewundern sind diese Kleider z.B. im Film "Sinn und Sinnlichkeit", so war ja meine Lieblingsautorin Jane Austen eine bekannte Vertreterin ihrer Zeit.
Auf der Seite neheleniapatterns. com hab ich mich in Unkosten gestürzt und mir diese historischen Schnittmuster bestellt:

Empire-Tageskleid                  Empire-Spencer

Bei einem Stoffgroßhandel habe ich mir Stoffproben schicken lassen. Von dem Gedanken an Seide und Brokat bin ich des Preises wegen schnell wieder abgekommen, ein schöner, bestickter Taft tuts auch. Natürlich ganz stilecht (wenn auch nicht historisch korrekt) in schwarz.

Rosentaft Rosentaft Rankentaft Rankentaft Blütentaft  Blütentaft (mein Favorit)

Außer dem Kleid möchte ich noch eine passende Spencer-Jacke herstellen. Dafür werd ich entweder Baumwollsamt oder ein synthetisches Velours nehmen. Von beidem hab ich ebenso Stoffmuster bestellt. Wenn der günstigere Velours vom Aussehen und Anfühlen an den Baumwollsamt heranreicht, kann ich da noch ein bißchen sparen.

Baumwollsamt  Baumwollsamt   Velveton  Velvetonstoff          

Der Schnitt ist der eines Tageskleides, die langen Ärmel lassen sich hierbei abnehmen und übrig bleibt ein Kleid mit kurzen Puffärmeln. Ich überlege, die langen Ärmel nicht nur aus dem selben Stoff, wie das restliche Kleid ist, zuzuschneiden, sondern zusätzlich noch aus einem weichen, schwarzen Chiffon. Auch da gibts wieder Stoffmuster. Zur Wahl stehen hier, glatter (sündteurer) Seidenchiffon oder ein Chiffon mit eingewebten Blüten und Blättern.
Die Puffärmelchen plane ich ein wenig zu verkürzen, so dass sie eher im oberen Armviertel enden, als (wie im Schnittmuster) fast auf dem Ellbogen.

Seidenchiffon Seidenchiffon    Ornament-Chiffon  Chiffon mit Blüten

Mit silbernen Borten möchte ich das Tageskleid abendtauglich machen, zusammen mit den Chiffonärmeln oder langen schwarzen Satinhandschuhen könnte das ein ziemlich schönes Bild ergeben. Zumindest in meinem Kopf, was die Ausführung angeht, da muss ich mich wohl überraschen lassen. Hab am Wochenende schon mal 6 Meter Ditte (leichte, billige Baumwolle) bei Ikea besorgt, damit ist das Probeteil erstmal gesichert.

Zum Ensemble gehört eigentlich noch eine Schute, so nennt man die Strohhüte mit typischer Form, die die Damen damals getragen haben. Die schenk ich mir aber vorerst. Hab zwar schon Hutmacherzubehör entdeckt und auch eine Grund-Strohschute zum selbst bearbeiten. Aber das ist wohl ein Projekt für sich. Ich werde irgendeinen Kopfputz mit Straußenfedern basteln. Das wurde gerne auf Bällen getragen. Wird ja eh eine Hochsteckfrisur, da lässt sich gut was daran befestigen.

Handschuhe werd ich der Einfachheit halber dazukaufen, das einzige, was ich noch nähen werde, ist ein Reticule. Das ist ein kleines Beuteltäschchen in der Art eines Pompadours. Das mach ich aus dem selben Stoff, wie das Kleid ist. Schnürbrust (ein korsettartig verstärktes Schnürmieder) und Chemisette (Unterkleid) schenke ich mir. Obwohl ich noch nicht weiß, wie der Taft sich so trägt - sollte er sich an den Strümpfen statisch aufladen und anfangen zu "kleben", muss ich noch nen Baumwollunterrock nähen..

Ich hoffe, mit eurer Motivation bekomme ich das Projekt bis Mai fertiggestellt. :)

05.01.2012 um 15:02 Uhr

Veränderung

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Andrew hat gestern Abend mit mir über FB gechattet und mich sogar zuerst angeschrieben. Er hat sich richtig Zeit genommen, sogar noch für mich Infos im Netz gesucht und wir haben uns fürs Wochenende verabredet. Nicht nur das, eigentlich schon den ganzen Tag verplant, von morgens bis abends und nachts. :) An sich nichts besonderes, aber er war gerade auf Arbeit und hat sich dort Zeit für mich genommen. Auch nix besonderes? Naja, wenn man sich erinnert, wie angepisst er vor drei Jahren reagiert hat, als ich es gewagt habe, ihm abends kurz vor Redaktionsschluss eine SMS zu schicken, ist das jetzt schon eine enorme Veränderung! Zwei Möglichkeiten, entweder es geht bei dem Revolverblatt, bei dem er jetzt arbeitet, wesentlich entspannter zu, als bei der Zeitung, bei der er vorher war, oder er ist verliebt! (Oder beides…) :D

04.01.2012 um 15:23 Uhr

der erste Tag des Jahres..

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Wir fanden bei einem überfüllten Griechen zwei Plätze ganz hinten im Raum und genossen das Gyros mit Quietschkäse und gegrillten Auberginen mit Apfelschorle mindestens so, als wären es Champagner und  schottischer Lachs. Immer wieder schaute er mich …so… an. Mit einem Blick tief in meine Augen und sanftem Lächeln. Es irritierte mich und ich fragte, wieso er so schaue. „Du machst, daß ich mich grad richtig gut fühle.“, war seine Antwort und ich schmolz nur so dahin. "Außerdem bist du eine sehr schöne Frau, da wird man wohl doch mal schauen dürfen.", fügte er lächelnd hinzu. Als ich kurz darauf den Spieß umdrehte und ihn anschaute, fragte er und ich gab zur Antwort, "Na du bist doch auch ein sehr schöner Mann, den ich gerne anschaue." Das hat ihn total verlegen gemacht, das war so süß! Er lachte so ein ganz leises verlegenes Lachen und konnte mir gar nicht mehr in die Augen sehen. :)

Die Zeit verging wie im Fluge, schon war es eine halbe Stunde vor Mitternacht. Ich hatte mir gewünscht, das Feuerwerksspektakel vor der wunderschönen Barockkulisse der Dresdener Altstadt anzuschauen, die sich im Wasser spiegelte. Wir brachen auf und mit uns strebte halb Dresden der Elbe zu.

„Jetzt haben wir gar keinen Sekt zum Anstoßen.“, bemerkte er, als wir in der Nähe des Elbufers waren und ich zauberte auf dieses Stichwort zwei Picknick-Sektgläser aus Plastik aus meiner Handtasche und eine Piccoloflasche Meißner Sekt. Und er schenkte mir genau den Blick und das Lächeln, auf das ich gehofft hatte. Ohrenbetäubend brach in diesem Augenblick Getöse und Geknalle um uns herum aus, es war wohl 0:00 Uhr, doch wir standen mitten auf der Albertbrücke und sahen uns in die Augen als bemerkten wir das Chaos um uns gar nicht. „Auf das neue Jahr“, raunte er dicht an meinem Ohr und wir betrachteten ein besonders schönes Funkenschauspiel über der Semperoper.

Nachdem das ganze Spektakel etwas nachgelassen hatte, machten wir uns auf den Heimweg. Bei ihm angekommen, tranken wir noch einen Tee, um uns aufzuwärmen und überlegten, ob wir noch mit dem Spiel anfangen sollten, das er besorgt hatte. Aber es war schon halb zwei und er musste ja am nächsten Tag arbeiten. Also legte er noch schöne Musik auf und wir kuschelten uns ins Bett. Es blieb nicht beim Kuscheln, aber weiter als bis zur Taille kamen wir wieder nicht und irgendwann brach ich den Versuch ab, weil ich wirklich müde war und der Wecker schon um Acht klingeln würde. Ja, ich geb zu, ich war ein bißchen enttäuscht, daß es nicht ‚mehr‘ geworden war. Es wäre die Krönung von wunderschönen, innigen und harmonischen Stunden gewesen.

Ich fand nicht wirklich Schlaf, trotz des extra Kissens. Die Gedanken drehten sich um diesen Wermutstropfen und außerdem klammerte er sich im Schlaf an mich, wie ein Äffchen.  Mehrmals schob ich ihn sanft weg, er rutschte immer wieder zu mir rüber. Das müssen wir noch klären, so geht das nicht. ;) Auch das Küssen, bevor man sich morgens den toten Vogel aus dem Mund genommen hat, geht mit mir nicht. Meistens putz ich mir sofort die Zähne, wenn ich am Morgen das erste Mal aufs Klo muss, wenn ich noch jemanden im Bett liegen hab. Aber schon allein, daß er küssen und das aushalten wollen würde, zeugt doch schon von ziemlich verliebten Gefühlen, oder? ;)

Als ich am Morgen aus dem Bad kam, war der Frühstückstisch schon gedeckt, Brötchen gewärmt und Kaffee gekocht. Wir sprachen über seine Arbeit und kamen überein, daß er in der Montagsausgabe des Revolverblättchens, für das er arbeitete, das „Mädchen von der letzten Seite“, das er immer betexten musste, nach mir benennen sollte. Als Gegenleistung dafür, daß ich ihn gleich zur Arbeit fahren würde. (Und tatsächlich, als ich mich am nächsten Tag am Kiosk umsah, entdeckte ich „meine“ Naggsche. Und blond war sie auch ;)…)

Ich parkte vor der Redaktion und er nahm mich nochmal in den Arm, „Das Jahr wird sich ganz schön strecken müssen, wenn es diesen Anfang noch überbieten will..“, sagte er. „Ich bin mir sicher, da kommt noch einiges.“, entgegnete ich. Ich wünschte ihm noch einen schönen Arbeitstag, worauf er bemerkte, „Ich werd sowieso die meiste Zeit an dich denken.“ und, "Du hast mich ganz schön erwischt."

Wie könnte ein Jahr schöner beginnen, als mit solchen Worten? Noch ein Kuss, nochmal winken, dann Gas geben. Auf in ein neues Jahr!

04.01.2012 um 11:24 Uhr

Bei ihm...

von: lady_bright   Kategorie: Andrew

Irgendwie waren alle Freunde und Bekannten am Silvesterabend bei Privatpartys verplant, wollten ausgehen (was ich nicht wollte) oder wollten ganz zu hause bleiben. Also fanden sich Andrew und ich in der Situation, ganz zweisam diesen Tag zu verbringen. Ich muss gestehen, so gerne ich auch mit meinen Lieblingsleuten zusammen bin, es war mir ganz recht so. ;) Wir hatten uns für den frühen Abend verabredet, wollten essen gehen, vielleicht Tarotkarten legen und ansonsten eigentlich nur zusammen sein, egal wo und egal wie.

Am Tag vorher kam um die Zeit, um die wir am nächsten Tag verabredet waren eine Nachricht von Andrew, daß er sich wünsche, es wäre schon morgen und er sich schon sehr freue. Das was ich fühlte, fühlte sich wie Sehnsucht an und wie vermissen. Es fühlt sich einfach an, als ob wir uns schon Jahre kennen würden und ein bißchen ist es ja auch so. ;)

Ich fand wie durch Zauberhand einen Parkplatz direkt vor seiner Tür, mitten in der brodelnden und feiernden Dresdener Neustadt. Aber einmal durch den Hof zum Hinterhaus und es war alles ganz still. Er erwartete mich bereits unten an der Tür und diesmal gab es zur Begrüßung einen innigen Kuss. Ich war sowieso schon aufgeregt, das erste Mal bei ihm zu sein, aber in Kombination mit seinem Kuss, nahm es mir schlicht den Atem. Seine Küsse haben einfach was, das mich völlig verwirrt und aus der Bahn wirft.

Seine Wohnung fand ich einfach nur toll, sie war ganz ähnlich wie meine. ;) Grufti-Krimskrams überall. Er hatte nen schwarzen Weihnachtsbaum mit blutroten Kugeln dran! Wie niedlich! ;) Überall hatte er brennende Kerzen verteilt und es duftete nach Räucherzeugs und ein bißchen nach seinem Parfum (Nein, kein Patchouli ;)…)

Wir stießen mit einem Glas von dem Rotwein an, den ich mitgebracht hatte und er schaltete den Laptop ein, um sich die CD zu kopieren, um die er mich gebeten hatte. Es war ein Weihnachtsgeschenk an Stammgäste vom DJ, der am 25. aufgelegt hatte, mit ein paar ausgewählten Stücken des Abends darauf. „Weißt du, ich hätte die CD nämlich gerne als Souvenir, weil das der Abend war, an dem ich mich in….“ Hier brach er ab, lächelte schief und hängte noch ein verlegenes „….ja, also...ähm..“ an, ohne den Satz zu beenden. Könnte es sein, daß er sagen wollte, daß er sich an dem Abend in mich verliebt hatte??? Oder ist das zu vermessen, das anzunehmen?

Dann führte er mich durch seine Wohnung. Er hat eine Bibliothek! Also Bibliothek und Esszimmer zugleich. Mannoman. Er öffnete die Tür und ich stand wie vom Donner gerührt. Ich konnte nur „Wow…“ hauchen, er lachte und war sichtlich stolz. Die Reaktion ist wahrscheinlich typisch für Menschen, die diesen Raum zum ersten Mal betreten. Ich fühlte mich um 300 Jahre in die Vergangenheit versetzt, ins Rokoko. Die Tapete! Die Möbel! Die Accessoires! Dunkles Holz, roter Samt, Silbergeschirr und Silberleuchter auf der Tafel, Schnörkel und Ornamente überall und natürlich Massen an Büchern, man konnte sich gar nicht sattsehen. Und während er in der Küche einen Tee für mich bereitete, ließ ich mich in den roten Polstern nieder, fühlte mich wie die Fürstin Teschen und war schon fast eingezogen. ;))

Apropos eingezogen, er erzählte mir ganz nebenbei, er hätte extra ein Kissen für mich gekauft. Ich verschluckte mich fast an meinem Tee, „Du hast was?!“ Er hatte tatsächlich extra so ein komisch gerundetes Gesundheitskissen für mich gekauft, weil ich ihm erzählt hatte, daß ich auf keinem anderen mehr richtig gut schlafen kann. Ist das süß, oder ist das süß?! Ich mein, ich hab mein eigenes Kissen bei ihm, das ist doch beinahe so, als hätte ich meine Zahnbürste in seinen Becher gestellt, oder? ;) Sein Bad ist übrigens auch toll, schön groß und auch hier lauter so Dekokrams. Und keine Spur von irgendwelchen Frauen-Überbleibseln, keine halbaufgebrauchten Tamponschachteln, vergessene Haarspangen oder dergleichen. Der schwarze Nagellack und der Kajalstift sind unter Garantie seine. ;)

Es war schön in seiner Wohnung, ich fühlte mich sehr wohl bei ihm, aber der Hunger trieb uns hinaus in die Nacht…

 (Gnihihi, diesen letzten Teilsatz wollte ich schon immer mal schreiben..)