Stimmung: leer und traurig
Musik: Florence Joy - Consequence of Love
Um es kurz zu machen: Es ist vorbei. Bei allem Erkennen können wir
nicht wirklich wissen, ob es die richtige Entscheidung war. Aber die
Entscheidung musste sein. Und jede Entscheidung ist für sich gut.
Gerade las ich nochmal
http://www.blogigo.de/clown/Es-war-einmal-in-Berlin/42/
*seufz*
Dazwischen lagen zweieinhalb unbeschreiblich schöne Jahre mit
einem Menschen, der mein Herz geöffnet hat wie noch niemals irgendjemand
vorher. Und was gestern abend passierte, hätte jedem Dokumentarfilmer
Preise beschert.
Es war alles dabei, Liebe, Herzschmerz, Witz,
eine unendliche Traurigkeit und zwei Menschen, die keine Lösung mehr
sahen als sich mit vollendeter Würde, Ehrlichkeit, Anstand und Zärtlichkeit zu
verabschieden. So etwas habe ich auch noch nie erlebt. Ich habe noch
nie so viel am Stück geweint und anstatt dass mein Herz zerbrach, hat
es selbst diese traurigstschönen Momente aufgesogen. Liebend.
Und die Worte, die wir uns sagten, zeugten von Zuneigung, Respekt und Achtung vor dem Gegenüber. Die Nacht über blieb ich noch, weil ich nicht des Nachts aus Ihrer Tür verschwinden wollte wie ein dunkler Traum. Als heute morgen das Radio anging, hörte ich als erstes nur "You can go your own way..." von Fleetwood Mac. Ich weiß nicht, ob man jetzt nachvollziehen ist, welche Emotionen sich dann in einem auftürmen.
Ich
bedaure es mit allem, mit wirklich allem, was mir heilig ist, dass wir es nicht schafften,
die Kurve zu kriegen, aber das Leben hat manchmal etwas anderes mit
einem vor. Man muss nicht alles erklären können. Was zählt, ist nur, dass
die Liebe und das Band zwischen uns echt war und ist. Und das ist etwas, was uns bleibend verbindet. Dass wir zwischendurch
auch witzelten und uns strahlend vertränt anlächeln konnten, gibt mir
Mut. Mut für unsere weiteren einzelnen Wege und auch Mut für uns beide, in der
Zukunft wieder aufeinander zugehen zu können.
Wer weiß,
vielleicht ist der gemeinsame Lebensweg nur unterbrochen und man sieht
sich an einem späteren Stück seines Weges wieder. Selbst an diesem
Punkt der bitteren Trauer hoffe ich. Und ich strecke Ihr meine Hand entgegen.
Vor allem aber danke ich Ihr für die schöne Zeit. Ich danke für die
Momente des Glücks, der Energie, der Zärtlichkeit. Und ich wünsche Ihr
für Ihren Weg alles Gute und viel Kraft. Wie ich mir für mich wünsche,
diesmal nicht zu tief zu fallen bei den Trauer-Phasen, die mir nur
allzu vertraut sind. Aber der gestrige Abend gibt mir Mut.
Ich wünsche uns allen Glück, Hoffnung und die Liebe, die wir suchen.
Mit herabfallenden Tränen schreibe ich Euch liebste Grüße,
Bruder_A