Nur ein paar Memos

29.01.2007 um 18:25 Uhr

Überlebt ;)

Eigentlich schwebte mir ja kein Survival-Training vor, als der Beschluß gefaßt wurde, mit der ganzen Firma ein verlängertes Ski-Wochenende zu unternehmen. Als uns jedoch heute die Pistenraupe aus der meterhoch eingeschneiten Berghütte befreien mußte, war ich mir schon nicht mehr so sicher, ob wir damit vielleicht doch etwas hoch gepokert hatten.
Na ja, wir Flachland-Tiroler lassen uns schon mal schnell von den Kräften der Natur beeindrucken.
Jedenfalls durfte uns der Berg nicht behalten, und so hat uns ab morgen die Arbeit wieder. Die Stunden zwischen nahezu kindischer Ausgelassenheit im Pulverschnee und durchaus tiefgründigen Gesprächen am Abend, werden wir jedoch noch lange in Erinnerung behalten. Es ist eben doch ein wunderbares Gefühl, wenn die kleine Firma fast zur Familie wird, und sich immer wieder größere oder kleinere Highlights finden, an denen sich die Truppe zusammenschweißt.

So, und nun darf meinetwegen der Frühling kommen. ;)

24.01.2007 um 11:47 Uhr

Frustabbau

Frust in sich hineinzufressen, ist keine gute Lösung. Da erzähle ich nichts Neues. Also muß der Frust abgebaut werden - auch nach außen hin. Doch dabei fair zu bleiben, ist in aller Regel ziemlich schwer. Denn Frust geht nur allzuoft einher mit Wut und Enttäuschung.. und manchmal auch mit Haß. Allesamt Gefühle, die der Gerechtigkeit nicht gerade zuträglich sind.
Also erschien es mir sinnvoll, meinen Frust mit Bedacht und etwas zeitlicher - wenn möglich, auch emotionaler - Distanz aufzuarbeiten. Und genau das habe ich getan... mehrere Tage lang.
Die Distanz war ausreichend, um Wut und Haß aus meinem Frust herauszutreiben. Was übrig blieb, war Enttäuschung - doch davon jede Menge.
Also habe ich diese Enttäuschung genommen, in Worte verpackt, auf unschuldig weißes Papier gedruckt, in einen Umschlag gesteckt, frankiert und an den zuständigen Frustverursacher gesandt.
Nun ist er erst mal raus, der Frust - eingetütet und außer Haus gebracht. Ob das hilfreich war, ihn damit auch aus dem Kopf zu vertreiben, wird sich herausstellen.
Für echten und wirkungsvollen Frustabbau braucht es Feedback. Und ob ich das jemals erhalten werde, wage ich zu bezweifeln. Da liegt die Crux. Denn ohne Feedback wird man eines niemals los: die Zweifel daran, es richtig gemacht zu haben. Und solche Zweifel können verdammt hartnäckig, bissig und ätzend sein.

15.01.2007 um 11:50 Uhr

Akustische Träume

Ja, ich hab sie in letzter Zeit wieder häufiger diese akustischen Träume. Da zieht sich dann ein bestimmter Song durch die ganze Nacht - mal eine bestimmte Textzeile, mal eine ganze Strophe oder manchmal auch nur ein einzelnes Gitarrenriff.
Letzte Nacht war es Reamonns "My Promised Land".
Nett, wenn man mal wieder mit guter Laune aufwacht...

12.01.2007 um 12:25 Uhr

Fehldiagnose

Diese Woche bin ich zu einer beruhigenden Erkenntnis gekommen:
Ich leide definitiv nicht unter einem Helfer-Syndrom - auch wenn mir das manche Leute einreden wollten, und ich zeitweise sogar selbst daran glaubte.
Mich faszinieren interessante Charaktere. Und habe ich einmal Blut geleckt, versuche ich, eine persönliche Bindung zu diesen Menschen aufzubauen. Natürlich kann es dabei passieren, daß dadurch Probleme auf meinem Tisch landen, die neu für mich sind, die meinen Bildungsdrang anregen und auch einen gewissen persönlichen Einsatz fordern. Aber daß ich mir primär die Probleme auf den Tisch ziehe - wie einige meiner Freunde glauben - trifft in keiner Weise zu.
Fehlt nämlich die emotionale Bindung und / oder die geistige Herausforderung, habe ich auch nur wenig Lust, anderen zu helfen. Meine Motive lassen sich also durchaus als egoistisch bezeichnen.

Fehldiagnose gestrichen - wieder 'nen positiven Punkt gefunden. ;-) 

11.01.2007 um 11:32 Uhr

Jubiläum

Gestern habe ich seit langem mal wieder in meinem ehemaligen Lieblingsforum gestöbert und dabei eine interessante Entdeckung gemacht. Genau heute vor zwei Jahren bekam ich die erste PN von Amie. Irgendetwas hatte mich bewogen, diese alte und eher belanglose Nachricht bis heute nicht zu löschen.
Und wieder komme ich zu der Erkenntnis, daß da etwas in mir sein muß, was mich befähigt, die ganz besonderen Menschen für mich zu erkennen, lange bevor sie tatsächlich in mein Leben treten.
Auch hier bei blogigo ist mir das schon einmal so ergangen. Es ist irgendwie mystisch, zauberhaft. Wenn man unter Millionen Menschen zielgerichtet nach denjenigen sucht, die einem guttun könnten, die eine gewisse Seelenverwandtschaft besitzen, so wird man unter Garantie nicht fündig. Doch manchmal - immer dann, wenn man es am wenigsten erwartet - stolpert man regelrecht über sie. Hoppla, da bin ich! So, als würde man sich schon ewig kennen - so, als würde man auch bei Unausgesprochenem eine gemeinsame Sprache sprechen...
Zwei Jahre Amie haben mich verändert. Und egal, wie es mit uns weitergeht: Danke dafür! Danke, daß ich Dich treffen durfte, und Danke, daß Du mich ein Stück begleitet hast.
Ich hab mich selbst in Dir gefunden.
 

10.01.2007 um 19:52 Uhr

Noch 'n Blog

Vor einiger Zeit hatte ich gemeinsam mit Amie festgestellt, daß man viel zu wenig Wert auf die Reflexion und Verinnerlichung von positiven Erlebnissen und Ereignissen legt. Geht es einem schlecht, wird immer gleich Ursachenforschung betrieben und versucht, das letzte Detail zu klären. Ist man aber gut drauf, fragt man sich viel zu selten, woran das liegt, und wie man diese positven Empfindungen vielleicht reproduzieren kann.
Mit diesem kleinen Tagebuch will ich versuchen, vorrangig meine positiven Erlebnisse zu reflektieren. Jedoch nicht ausschließlich. Denn auch die miesen Tage gehören zu mir.
Mal schauen, wie sich das entwickelt.