Nur ein paar Memos

30.06.2008 um 16:39 Uhr

Begriffswechsel

Irgendwie habe ich heute das dringende Bedürfnis einen Begriff auszutauschen. Und das ist längst überfällig...

Ja, liebe Fan-Gemeinde, ich werde Euch wohl künftig nicht mehr als solche bezeichnen können.
So leid es mir tut.
Nix da!
Ende, aus, vorbei!
Keine Fan-Gemeinde mehr!
Basta!

An verschiedenen Stellen hier bei mir und in anderen Blogs haben wir das schon öfters thematisiert - dieses Gefühl der Verbundenheit, der Wärme, des Vertrauens und des gegenseitigen Verstehens in diesem kleinen Kreis der treuen Blogleser, der auf so angenehme Weise immer enger zusammenrückt und an so mancher Stelle schon längst die Grenzen der virtuellen Welt durchbrochen hat.
Deshalb wäre es völlig unpassend, ja fast schon beleidigend, würde ich an diesem veralteten Terminus festhalten. Ab heute werde ich Euch nur noch meine Blog-Familie nennen.

Weshalb ausgerechnet heute? Nun, das dürfte den meisten von Euch klar sein. ;-)
Ich war regelrecht überwältigt von der Flut und der Herzlichkeit der Glückwünsche, die heute bei mir eingegangen sind... mit der gelben Post, als Emails oder PNs, als SMS oder per Telefon. Und mein liebes p_ichen hat mir sogar einen ganzen Blogeintrag gewidmet, zu dem mir immer noch adäquate Worte als Antwort fehlen, so berührt war ich davon.

Anstatt Blumen und langer Antwortmails, die Ihr alle von mir bekommen solltet, möchte ich mich bei Euch an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Ihr seid so lieb!

Und noch einem weiteren, ganz besonderen Menschen möchte ich meinen Dank aussprechen. Vielen Dank, meine liebe Amie, dafür, daß Du mich zu blogigo gebracht hast, und ich auf diesem Wege so viele wundervolle Menschen kennenlernen durfte.

22.06.2008 um 21:31 Uhr

Elizabethtown

Warum geht mir dieser Film nur so verdammt nahe... ich bekomme es nicht zu fassen... und es ist ganz bestimmt nicht nur die Musik...

20.06.2008 um 17:45 Uhr

Hand in Hand

Gelegentlich neige ich zu sonderbaren Gedanken, muß ich zugeben.
(Nicht neu für Euch, ich weiß. ;-) )

Heute kam mir in den Sinn, daß es da Menschen in meinem Leben gibt, die ich tief in mein Herz geschlossen habe und auch schon oft und fest in meine Arme, denen ich aber noch nie - wirklich kein einziges Mal - die Hand gereicht habe. Dabei kann doch gerade so ein Hand-in-Hand ein überaus sinnliches Erlebnis sein.

Bei Gelegenheit muß ich das mal testen...

11.06.2008 um 16:10 Uhr

Quittung (oder doch 'ne Halbweisheit)

Unvernünftig dosierte Unvernunft hinterläßt manchmal kleine Hammerwerke im Kopf, die noch am Nachmittag ticken.

Wert war es das jedoch allemal! :-)

10.06.2008 um 12:04 Uhr

Verrückt

Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, daß ich sie liebe, diese kleinen spontanen Verrücktheiten?
Manchmal bin ich ja selber dazu fähig, aber es scheint so, als gäbe es immer noch jemand Verrückteres in Sachen kurzfristige Entschlüsse.

"Hatten wir uns nicht versprochen, gegenseitig ein bissl auf uns aufzupassen?"
"Du meinst Vernunft - das böse V-Wort?"
"Hmm... jepp."
"Du bist dran."
"Nein, Du!!"
"Nein, DUHU!!!!"
"Ach, lassen wir's einfach."
"Phhh... Vernunft, wer braucht die schon?"

03.06.2008 um 16:28 Uhr

Geheimbund

Auf unserem Firmenserver hat sich gerade ein Zip-File getummelt und zwei Leuten ein verschwörerisch geheimnisvolles Grinsen aufs Gesicht gezaubert.
Künftig werde ich mir wohl die Dienstreiseanträge etwas genauer anschauen müssen.
*die_repeat_taste_drückt*

02.06.2008 um 09:58 Uhr

Ein Satz mit Nachhall

Am Sonnabend saß ich mal wieder mit meiner lieben J. zusammen. Es war sehr schön, wenn auch nicht ganz so frei und ungezwungen, wie die letzten Male. Wir waren halt nicht alleine - kein Wunder bei einem Alumni-Treffen.
Irgendwann recht spät fiel dann ein Satz von ihr:

"Ich habe schon vor zwanzig Jahren gewußt, daß Du tief in Deinem Inneren gar kein Techniker bist."

Für einen Moment blieb mir der Mund offen stehen. Wie hatte sie das damals schon spüren können? Und warum hatten wir nie darüber gesprochen? Wie sollte ich gerade heute mit dieser Ansage umgehen?
Ihre Erläuterungen zu diesem Gedanken waren dann recht einfach und plausibel. Zum Glück neigt J. nicht wie ich dazu, die Dinge gelegentlich komplizierter zu machen, als sie sind. Und so hatte ich sie dann auch recht schnell und richtig verstanden. Das Thema war abgehakt.
Doch bereits auf dem Heimweg holte es mich wieder ein...
Welche Rolle spielt denn nun der Techniker in mir, der ja zweifellos real existiert?
Sicher, ich würde ihn momentan gerne irgendwo parken und für eine Weile vergessen. Doch ich weiß auch, daß er sehr fest in mir verankert ist. Er wird sich nicht aufs Abstellgleis schieben lassen und gleich gar nicht läßt er sich das Wort verbieten. Ein recht großer Anteil meines Lebens - und zwar völlig unabhängig von der Arbeit - wird auch weiterhin von ihm bestimmt bleiben. Weshalb auch nicht? Schließlich hat er mir jahrelang gute Dienste geleistet... war Sicherungsmauer, Maske, Versteck, Zuflucht, Aushängeschild, Wegweiser und - nicht zu vergessen - Existenzgrundlage.
Doch er hat sich auch breit gemacht in mir, war dominant, hat sich demonstrativ hingestellt und behauptet, er wäre ICH, hat die anderen Seiten in mir unterdrückt.
Ja, er hat mir Zeit gestohlen - Lebenszeit.

Sollte ich mit ihm vor Gericht ziehen? Sollte ich ihn in Ketten legen?

Nein, das wird ganz gewiß nicht passieren. Doch er wird sich künftig unterordnen müssen. Er muß sich der neuen Basisdemokratie fügen, die ich seit einiger Zeit eingeführt habe.

Insofern brachte der Nachhall von J.'s Satz keine neuen Erkenntnisse für mich - alleine ihre Formulierung jedoch bestärkte das Gefühl von Vertrautheit zwischen uns, und das tat mir ausgesprochen gut.