Nur ein paar Memos

26.02.2010 um 08:03 Uhr

Bitte nicht stören!

Bitte nicht stören! Ich hab doch was vor und bin deshalb bissl in Eile....

 

 Ein schönes Wochenende Euch allen!

18.02.2010 um 14:03 Uhr

Leben

Sie: "Was hast du eigentlich getrieben in all den Monaten, wo ich nichts von dir gehört hab?"
Ich:
"Ich habe gelebt."
Sie:
"Na, das klingt ja nicht gerade berauschend."
Ich:
"Ich sagte, ich habe gelebt, nicht, ich habe geatmet."
Sie:
"Gibt es da einen großen Unterschied?"
Ich:
"Einen gewaltigen!"

Dieser Dialog, den ich neulich führte, fiel mir wieder ein, als ich dieser Tage mit Leuten kommunizierte, die voller unsicherer Erwartung einem gemeinsamen Ereignis entgegen fiebern, welches ich völlig gelassen vor mir liegen sehe.
Vor noch nicht allzu langer Zeit ging es mir ähnlich. Mein Leben hangelte sich von Highlight zu Highlight in unterschiedlich langen Etappen. Da waren die Reisen, die Treffen mit Freunden, die Konzerte und dazwischen war..... nichts. Mein Denken konzentrierte sich auf diese Punkte, und die Zwischenzeit füllte ich mit Erwartung. Ich war so auf diese Ereignisse fixiert, daß ich gar nicht merkte, wie zwischen den Etappenzielen das Leben völlig an mir vorbei lief.
Sicher kann ein solches Muster vorübergehend auch mal ganz sinnvoll sein - z.B. um eine kleine Depression zu überbrücken. Aber im Endeffekt liegt darin (neben der Verschwendung an Lebenszeit) auch das Risiko, alles noch schlimmer zu machen. Je länger die Wartezeit, um so blumiger malte ich mir das Bevorstehende aus. Und man weiß ja: Wo Erwartungen sind, ist die Enttäuschung nicht weit.
Heute schaffe ich es, auch in den Tagen zwischen den vermeintlichen Highlights ganz bei mir zu sein. Ich schaue noch immer auch voraus, und nur zu gern lasse ich mich von Vorfreude erfüllen, aber ich versuche, so wenig wie möglich zu planen, und der aktuelle Tag bleibt immer noch MEIN Tag. Insofern unterscheiden sich die "besonderen Tage" nicht vom Alltäglichen. Ich nehme auf, was mit mir passiert, und ich lenke mich so, daß ich möglichst ungezwungen meine Zeit leben kann. Alles andere folgt den Wellen meiner Emotionen und dem Zusammenspiel mit den Menschen an meiner Seite. So kann auch das Alltägliche zum Besonderen werden und das Besondere leidet nicht mehr unter dem Erwartungsdruck.
Zugegeben, manchmal muß ich mich selbst noch daran erinnern, aber es klappt immer besser. Noch ist es nicht zur Gewohnheit geworden - und ich glaube, das darf es auch nicht werden. Denn Gewohnheit dämpft die Empfindungen. Das will ich nicht mehr.

08.02.2010 um 10:13 Uhr

Abstrakte Konstrukte

Hin und wieder - wenn sich Gedanken neu formieren, mit Gefühlen kombinieren, neue Strukturen bilden, Erkenntnisse Gestalt annehmen - kommt es vor, daß ich bestimmte "Bilder vor Augen" habe, die diesem Hirnchaos eine gewisse Gestalt geben.
Ich schreibe dieses "Bilder vor Augen" ganz bewußt in Gänsefüßchen, weil es nur selten wirklich bildhafte Darstellungen sind, welche ich dann auch tatsächlich vor Augen haben kann. Wäre ich ein Maler, würde mir dies vielleicht gelingen. Wäre ich ein Musiker, würden ganz sicher Melodien und Rhythmen daraus. Als Tänzer entwickelte ich eher eine Choreographie und als Bildhauer wären es Konturen, Flächen und Texturen. Aber ich bin nun mal keiner dieser speziell begnadeten Menschen. Deshalb bleiben diese Bilder meist abstrakte Konstrukte in meinem Kopf, die sich zwar meinen Gefühlen erschließen, sich aber nur schwer vermitteln lassen, weil ihnen eine allgemeinverständliche Gestalt fehlt.
Um so mehr freue ich mich, wenn ein Künstler, der offenbar ähnlich wie ich tickt, eines meiner inneren Konstrukte tatsächlich in etwas Bildhaftes umsetzt - also ein Werk schafft, in welchem ich mein Denken und Fühlen wiederfinden kann.

So geschehen am Wochenende. Ich war mal wieder im Kino - Ihr wißt schon: dieses farbenfrohe 3D-Epos - und der Film enthielt eine Szene - nein, eigentlich war es nur eine winzige Sequenz von wenigen Sekunden - die genau das optisch widerspiegelte, was seit Monaten in meinem Kopf herumschwirrt: ein Stück meiner Lebensphilosophie in klarer optischer Gestalt. In den Bildern, die für die Allgemeinheit bestimmt waren, fand ich meine ganz persönlichen Bilder wieder.
Schön war das, und alleine diese wenigen Sekunden waren es wert, diesen Film anzuschauen.

Nun bleibt eine Frage in mir zurück. Fast 7,5 Millionen Menschen haben diesen Film alleine in Deutschland (bisher) gesehen. Bei wie vielen davon ziehen diese schönen bunten Bilder nur vorbei, ohne daß etwas davon haften bleibt; und wie groß ist die Anzahl derer, die, wie ich, ein Stück ihrer eigenen Philosophie darin finden konnten und glücklich darüber sind?
Meine Befürchtung ist, daß sehr viele Zuschauer die Message des Filmes - welche zwar hollywood-typisch klischeeüberladen, aber dennoch federleicht verständlich herüber kommt - bereits am nächsten Tag wieder vergessen haben. Schade eigentlich....

03.02.2010 um 15:01 Uhr

Milchmädchenrechnung

Ich weiß, es ist eine Milchmädchenrechnung, wenn ich glaube, das Mehr an Arbeit, das ich gegenwärtig leiste, würde sich in naher Zukunft in Form von mehr Freizeit auszahlen.
Dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf und halte mich an ihr fest. ;)