Die Magie der Flammen
Wir hatten lange nicht gemeinsam am Feuer gesessen - nur wir zwei und die erste richtig laue Nacht des Jahres. Es tat gut, so gemeinsam zu fühlen und zu reden. Eine solche Tiefe war uns zwar nicht fremd, doch sie war selten geworden in den letzten Jahren. Und das Schöne daran war, daß wir beide spüren konnten, welche Entwicklungen sich da in jüngster Zeit vollzogen haben. Du hast es geschafft, ein paar alte Muster abzulegen, und es hat Dir gefallen, wie ich mit Freude darauf eingegangen bin. Es waren die Schritte aufeinander zu, die wohl eher unbewußt begannen, sich nun aber ganz bewußt in unseren Reflexionen trafen. Nebeneinander und miteinander in die gleiche Richtung schauen. Die Flammen als Fokus unserer Gedanken und Gefühle. Wir vereinigten uns im heißesten aller Elemente und die Wärme zog bis tief in unsere Herzen.
Später dann, als Du wohlig leise schniefend in meinem Arm eingeschlafen warst, fühlte ich mich so weit und offen, da mußte ich meine liebevollen Gedanken auch an all die Anderen richten, die mir so viel bedeuten. Wer von Euch also selbst am Feuer gesessen hat in dieser Nacht und dabei womöglich das eine oder andere ungewöhnliche Auflodern der Flammen beobachten konnte, oder wenn ein Stern plötzlich aufblitzte (ja genau, der zweite von links), oder wenn die große Birke sich trotz Windstille kurz zu wiegen begann, dann haben sich auch unsere Gedanken irgendwo da draußen im Universum getroffen.

Aber Du hast recht, ich schreibe halt lieber von Flugtagen als von Erdarbeiten. ;-)