Ein Tag wie er nicht hätte passieren dürfen
Es kommt nicht oft vor das es solche Tage wie diese gitb. Tage an denen ich einfach nur alleine sein möchte und keinen wert darauf lege mit einer Meiner bettgenossinen zusammen zu sein.
Ein Tag an dem ich nur an eine Frau denken kann. Sandra. Es ist mir immer wieder mal in den sinn gekommen mich bei ihr zu melden, doch getraut habe ich mich nie.
Sie hat mich damals von heute auf morgen ohne einen ersichtlichen grund den ich hätte verstehen können darum gebeten das wir uns trennen sollen. Sie hat sich nicht mal mit mir getroffen um mir das ins gesicht zu sagen. Das war sicherlich auch besser so.
Das ich auch nach 3 Jahren noch so verletzt sein würde hätte ich nicht für möglich gehalten.
Es ist ein unfairer Tausch. Es waren die 2 schönsten Monate meines Lebens. Ich war glücklich wie noch nie. Jede Faser meines körpers war so verliebt wie noch nie in meinem Leben. Jeder Tag den wir nicht zusammen waren war für mich ein verlorener Tag. Ich konnte mich nur schwer darauf konzentrieren etwas anderes zu machen als an sie zu denken.
Was ist der preis für diese 2 monate ? 3 Jahre immer wieder an sie zurück denken. Nicht fähig sein eine neue Bindung eingehen zu können. Das ist alles so schmerzhaft das es schon fast nicht mehr wahr sein kann.
Wenn ich einkaufen gehe und diese frau sehe die Meine aufmerksamkeit erobert hat dann ertappe ich mich selbst dabei das ich das Lächeln mit dem Lächeln von Sandra verwechsele.
Das gesicht ist ihr so ähnlich das man sie für zwillingsschwestern halten könnte. Das ist denke ich der grund warum ich auch kein wort bei ihr raus bekomme. Weil sie mich einfach immernoch an Sandra erinnert.
Ich sollte mir abgewöhnen in den Marktkauf zu gehen. Ich füge mir selbst damit nur schmerzen zu aber helfen kann es mir nicht. Auch wenn ich von der Frau an der Kasse die Telefonnummer bekommen könnte so würde ich dennoch in ihr immer nur Sandra sehen und nicht sie.
Das halte ich für recht unfair und mich selbst bescheissen ? Muss ja nicht wirklich sein.
An Tagen wie heute sehe ich einfach nur was es für kleinigkeiten sind die einen an einem Menschen halten oder die einen dazu bringen jemanden zu lieben.
Kleinigkeiten wie ein begrüssungskuss, oder ein abschiedskuss. Oder einen auf der Arbeit zu überraschen wenn man es nicht erwartet mit einer kleinen leckerei. Den Netten kleinen zetteln die an der Tür hingen wenn wir bei mir waren. Mit den dick unterstrichenen worten "ICH LIEBE DICH" oder "ICH HABE ENDLICH DEN MANN FÜRS LEBEN GEFUNDEN".
Es sind einfach die kleinen dinge die eine Liebe so aufflackern lassen können. Die einem das gefühl so stark werden lassen das man die zeit wie lange man sich gerade erst kennt total vergessen kann.
ich habe das bei Sandra komplett vergessen. Jetzt 3 Jahre später sehe ich einiges als Lüge an was sie mir auf den Zetteln hinterlassen hat. Aber war es das wirklich ?
Hat sie mich belogen oder wirklich das geglaubt was dort auf den Kleinen Heftzetteln gestanden hat ?
Wenn das die wahrheit war. Wie konnte sie sich von mir einfach so trennen. Wie konnte sie mit der enscheidung glücklich sein ?
Ich kann verstehen wenn menschen konsequent bleiben und sagen ich werde eine Beziehung die ich getrennt habe nicht wieder aufleben lassen. Das schmeckt wie kalter kaffe. Einfach mit einem Bitteren beigeschmack.
Aber was ist wenn es einfach die Wahre liebe hätte sein können und man einfach eine Entscheidung getroffen hat weil man dem anderen nicht mit seinem Verhalten weh tun wollte.
Ich versuche es immernoch zu verstehen. Aber da ich sie nie wieder sehen werde und auch angst davor hätte wenn ich es müsste werde ich selbst mit meinen gedanken einig werden müssen.
Mein Herz gehört nach wie vor Ihr. Auch 3 Jahre dannach noch. Obwohl ich nicht weiss was sie macht oder bei wem sie sich grade befindet. ich habe immer wieder träume die sie in mein gedächtnis zurückrufen. Geht es ihr denn auch so ?
Hat sie sich denn nur nicht getraut weil sie angst davor hat ? Das sind die Fragen die ich mir an tagen wie heute stelle. Was hätte sein können. Wie schön es war sie in den armen zu halten und warum ich dieses Gefühl schon so lange nicht mehr haben durfte. Warum ich keiner Frau gegenüber Dieses sichere gefühl wieder erleben darf ?
Ich bin also um mich etwas von diesen gedanken ab zu lenken aus dem Haus gegangen. Als ich im Stadtpark war und dort spazieren ging sah ich etwas was ich für eine Illusion hielt.
Sandra war dort. Nicht ganz 10 meter von mir entfernt. 3 Jahre lang haben wir uns nicht gesehen und nun steht sie nicht mal eine LKW länge von mir weg. Sandra.
Sie hatte den kopf nach unten geneigt und hat mich erst recht spät gesehen. ich denke da wir sonst irgendwann zusammen gestossen wären. Sie blieb genauso apprubt stehen wie ich. So das die 10 meter auf etwa 6 meter geschrumpft waren.
Ich bekam kein wort heraus. Mein Herz schlug so stark das ich angst hatte es würde gleich gar nicht mehr schlagen.
Sie machte Grosse augen und bekam auch kein wort heraus. Aus diesen grossen augen konnte ich sehen wie sie sich mit Tränen füllten. Dazu ein gesichtsausdruck von Fassungslosigkeit und Trauer in einem. Doch warum dieser gesichtsausdruck ?
Im nächsten moment ergriff sie die Flucht als wolle sie einfach nicht mit mir Reden. Sie Sagte noch nicht mal hallo, Sie Rannte einfach weg. Ich wollte hinterher. Aber daraufhin drehte sie sich um und sagte NEIN. Komm mir nicht hinterher. Bleib wo du bist. Dann drehte sie sich um und rannte weiter richtung Parkausgang. Ich stand immernoch mit offenem munde da und beschloss mich an das Nächste Kiosk zu begeben und mir erst mal eine Zigarette von einem der Trinker zu besorgen. Immerhin sind die was das anging sehr Spendabel.
Eine Zigarette habe ich jetzt gebraucht. Das war sicher. Aber was ich noch gebraucht habe war ein Schnaps. Ein richtig starker. Ich holte mir einen und der ging runter wie Wasser und es ging mit etwas besser.
Zuhause angekommen versuchte ich mir darüber klar zu werden was da los war. Es hat meine situation nicht gerade erleichtert. Nein im gegenteil. Es hat es nur noch schwerer gemacht. So schwer das ich für den abend bei meinem Arbeitgeber sagen musste das ich nicht Arbeiten könnte.
Es war riskannt immerhin gibt es so etwas wie Probezeit. aber ich habe es einfach gemacht. ich konnte in meinem Zustand kein Auto geschweige denn eine Limousine fahren. Ich würde mich und andere gefährden.
