Paul!
Keine Ahnung ob Du noch hier rein schaust - Dein letzter Eintrag ist ja ein paar Monate her. Bin zufällig auf Deinen Blog gestoßen, hab bei Recherchearbeiten "Der Traum der Vernunft gebiert Ungeheuer" gegoogelt und bin als 1. auf Dein Tagebuch gestoßen. Wollte eigentlich gleich wieder weg klicken, hab dann doch ein bißchen rein gelesen (Du weißt ja, wie es ist, wenn man am Schreibtisch sitzt und eigentlich arbeitet - ich bin momentan an der Diss Kunstgeschichte). Wollte nur kurz sagen: ich wußte nicht, daß jemand anderes Sätze schreibt, die ich genauso für mich unterzeichnen würde. Enorm. Muß gestehen, habe jetzt nicht alles gelesen, nur mal so drüber gescrollt. Kommt mir alles sehr bekannt vor, z.B. das Dilemma spät in die Nacht zocken, morgens genervt von einem selbst, man möchte doch in der Freizeit so viel sinnvolleres machen. Ich habe eine halbe Bibliothek mit philosophischen Büchern und Ausstellungskatalogen und was mache ich abends? Computerspiele. Jedes Mal dieses innere Verbot "nein, du darfst nicht" dann das verstohlene Nachgeben, noch ein leises Kichern während die Spielmusik aufschwallt und mich gefangen nimmt. Und dann nur noch eine bittersüße Spannung bis zum Morgengrauen. Ha! Grauen ist genau das richtige Wort... Nunja. Auch der andere Geschichten von Dir sind mir vertraut, schwierige Auftragslagen als Selbstständiger, Rückzug von Freunden, da Energie fehlt, depressive Zustände, dann wieder enormer Auftrieb durch ein schönes Ereignis, alles geht bergauf, jetzt hebt man ab, die Kunstwelt jubelt... und dann doch wieder alles wie zuvor.
Noch eines: meinst Du bei dem Austen Film nicht "Pride and Prejudice"? Da spielen Elisabeth und Darcy mit, nicht in "Sense and Sensibility". Und übrigens ist die alte schwarz-weiß Fassung von "Pride und Prejudice" viel schöner. Aber ich bin ja auch so ein Nostalgiker.
Hätte ich noch weiter in Deinem Blog gelesen, würde ich mich bestimmt noch zu mehr äußern. Aber ich werde nicht weiter lesen - das ist mir zu unheimlich, daß jemand fremdes meine eigenen Gedanken aufschreibt. Es wäre mir ein zu komisches Gefühl, noch mehr Übereinstimmungen zu finden.
Trotzdem seltsam. Ich suche ein gute Abbildung von Goyas Traum...und finde das hier. Mir schauderts.
Alles Gute Dir, Paul.
Es grüßt herzlich Deine Schwester im Geiste
Christiane
Gästebuch:
hasen_nase schreibt am 19.06.2007 um 11:00 Uhr:
julia (Gast) schreibt am 19.07.2005 um 17:01 Uhr:
Hallo Paul.Du erinnerst mich so sehr an meinen besten Freund.Ihr wälzt die selben Probleme und kommt zu den selben Schlüssen.
Es mag naiv klingen, aber es war auch für mich ein langer schwerer kopflastiger Weg, bis ich wirklich verstanden habe,daß man sich hüten muß, die Welt zu zerdenken (G.Benn, Verlorenes Ich ).
Du hast übrigens eine schöne Sprache.
Es mag naiv klingen, aber es war auch für mich ein langer schwerer kopflastiger Weg, bis ich wirklich verstanden habe,daß man sich hüten muß, die Welt zu zerdenken (G.Benn, Verlorenes Ich ).
Du hast übrigens eine schöne Sprache.
sweetgirl14 (Gast) schreibt am 21.06.2005 um 18:30 Uhr:
ich finde die idee mit den buchstaben (F wie...)cool haste dir was tolles ausgedacht
