frozen

31.10.2006 um 23:55 Uhr

Erste Prüfung im neuen Semester

Stimmung: gemischt, aufgewühlt, müde, erschöpft
Musik: irgendwas mediatives

Heute war nicht so toll. Hab mich eigtl richtig gefreut auf bissl Party heute abend, hat aber nicht funktioniert. Ich hab - wider Erwarten - meine Vorprobenprüfung bestanden. Allerdings unverdient. N Kumpel hat mehr drauf als ich und ist durchgefallen. Ich hab seine Prüfung und auch ein paar andere mitgehört und bei quasi jeder Frage hätte ich nichts gewusst. Wir wurden einfach nur den Trennungsgang nachgefragt. Zwar mit Einzelnachweisen, auch mit Gleichungen, Farben, etc. Aber die anderen wurden teils richtig schwere Dinge gefragt, die überhaupt nichts mit dem aktuellen Kapitel zu tun haben. Mit dem Vermerk, fürs Kolloqium am 13. 11. wäre das wohl viel zu wenig, was sie wüssten... Ich hätte nichtmal zögernd und mit Tips darauf antworten können.

Mir wurd dann ganz blümerant und schwummrig, als ich dann stundenlang durch das Ding getingelt bin und voller Angst noch ein paar Versuche angeguckt hab. Den praktischen Prüfungsteil - ich hatte gehofft, man würde mich in meinem übermüdeten Zustand nach Hause schicken - bestand ich trotz meiner offensichtlichen Unfähigkeit (Blindprobe, zweimal versucht, beide male verkackt), aufgrund meines theoretischen Wissens. Was aber auch keine große Leistung war: Sie hatte mir gesagt, welche Proben ich vorzuführen hatte, ich ging nach oben um meine Gerätschaften zu holen, las die Nachweise währenddessen kurz nach und konnte sie dann unten natürlich theoretisch vorlabern. Aber mit zittrigen Händen und Kopfschmerzen, wenn man sich kaum auf den Beinen halten kann - das is keine gute Verfassung für derartige Versuche.

Andere Leute mussten im praktischen Teil sofort ihre entsprechenden Versuche aufsagen können. Ich glaub bei mir wurd es einfach nur vergessen und darum erst gefragt, nachdem ich die Sachen geholt hatte. Ich fühl mich mies, weil ich das Gefühl habe, es nicht verdient zu haben, anzufangen und das spätestens beim Kolloq am 13. auffallen wird. Muss also noch einiges Lernen bis dahin und habe keine Ahnung wie ich das schaffen soll.

Party war natürlich gelaufen, im Endeffekt wär ich auch wenn ich besserer Laune gewesen wäre wohl nicht hingegangen. Wie sollte ich auch rumtanzen? Meine Beine fühlen sich an als müssten sie amputiert werden. Ich werd mir demnächst Franzbranntwein oder sowas mitnehmen. Und versuchen, meine Ernährung umzustellen oder so; ich glaube mein Kreislauf hält das lange Stehen nicht aus. Hoffentlich gehts mir morgen besser. Da hab ich nämlich noch einiges vor: Seminarzettel für die "Nebenfächer" Mathe II und Thermodynamik vorzubereiten, was schätzungsweise mindestens 6 Stunden in Anspruch nehmen wird und noch den ganzen Mist den Leuten aus meiner Übungsgruppe erklären, wird auch nochmal was dauern. Und noch das Lernen, was ich eigentlich heute hätte draufhaben müssen.

Sollte mich eigentlich nicht beklagen. Weiß und wusste ja, dass das nur der Anfang ist. Wird später noch wesentlich härter, das Studium. Dieser ganze Stress mit dem "ich bin weiter" und "ich bin draußen" und so erinnert mich irgendwie an die billigen Castingshows im Fernsehen. Bin müde. Gehe nun pennen.

Eisige Grüße,

fv

30.10.2006 um 15:01 Uhr

Ablosen - Wie falle ich todsicher durch die Prüfung

Stimmung: sonderbar
Musik: Girèsse - Slapback (gratis ladbar unter http://myspace.com/girresse übrigens, sehr schöne elektronische Musik)

Oh man, morgen habe ich die Voprobenprüfung in meinem Praktikum für Anorganische Chemie (Quali). Ich weiß irgendwie nichts und kann mir nur schlecht was merken. Und dann kommt mein lustiger Freund auch noch an und schickt mir - obwohl ich eh schon so unkonzentriert bin - folgende Links (NICHT ANKLICKEN, WENN IHR EIGENTLICH GRAD LERNEN WOLLT):

Atari-Werbung von 1982: http://www.youtube.com/watch?v=6Ri7sP2rgzU

Text:  "Woll'n wir telespielen, weil das jeder kann,
erst kommt Asteroids, dann Super Breakout dran,
und das Weltall ist nah! Und der PAC-MAN ist daaa!
Wer hat Lust, was neues zu spielen,
wer hat schonmal Pacman gespielt?"

Watn Jingel... Echt mitreißend... Oh man, ich geb zu, ich fand Pacman auch mal supergeil, obwohls als ich in dem Alter war ja schon eigentlich wieder uralt war ^^...

Aus dem Jahre 1983 stammt dann dieser Spot: http://www.youtube.com/watch?v=IjPNeo5cFc0

Text (wenigstens nicht mehr gesungen xD): "Entdecken Sie die fantastische Welt von Atari! Mit so faszinierenden Videospielen wie 'BigDug'... Wo man - unter ständiger Einsturzgefahr - buddelt... und... buddelt... [ähm, nächstes] Oder: Kangaroo! Der Kampf einer Känguruhmutter gegen wildgewordene Affen! Oder: Mickey, den Zauberlehrling, der ständig Sternen (!) und KOMETEN (!!!) hinterherjagt! NUR Atari fasziniert Sie mit diesen Spielen. Atari. Mehr als Spaß!"

Maaaan! Wie kann der das in so nem todernsten Tonfall sagen? "Der Kampf einer Känguruhmutter gegen wildgewordene Affen!" Wie dramatisch xD...

Oh man, sorry, aber ich krieg mich grad nicht mehr ein darüber... Ich sollte wohl lernen... ^^ 

 

Eisige Grüße,

fv 

27.10.2006 um 19:40 Uhr

Dumme Lernerei

von: frozenvirus   Stichwörter: lernen, Prüfung, Stress

Stimmung: leicht genervt
Musik: Ayumi Hamasaki - We Wish

Es ist immer ganz toll, fünf Tage vorher gesagt zu bekommen, dass man über den Stoff von einem viertel Semester geprüft wird. Ich merke schon, wie ich wieder zum paranoiden Stresslerner mutiere. Ich kann nachts nicht mehr schlafen und bin in den Vorlesungen dementsprechend müde, wodurch ich wieder soviel Panik bekomme ("bin ich vll zwischendurch eingepennt und hab was verpasst?") und wieder nachts so schlecht schlafen kann - ein Teufelskreis. Dabei wollte ich es dieses Semester eigentlich was entspannter angehen. Stattdessen verbringe ich die Zeit, die ich eigentlich lernen wollte, damit, Leuten Physik oder Mathe zu erklären. Wobei das eigentlich die Nebenfächer sind, wohlgemerkt.

Heute mach ichs. Jetzt werd ich anfangen, zu lernen und hoffentlich weit kommen. Drückt mir die Daumen, dass es klappt Fröhlich...

Eisige Grüße,

fv 

24.10.2006 um 19:45 Uhr

Ebayer = Gehirnamputiert?

von: frozenvirus   Stichwörter: ebay, auktionen, teuer, dummheit, dumm, auktion, geld

Stimmung: erschöpft
Musik: Vangelis - Thinking of Rachael

Manchmal frage ich mich, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die heutzutage noch bei Ebay kaufen... Seit Tagen beobachtet ein gewisses gefrorenes Virus diverse Auktionen über einen bestimmten Gegenstand. Neupreis auf Herstellerseite: 19,80 Euro. Ebaypreis für gebrauchte Versionen: 20,50 - 22,50 Euronen. Nicht das erste Mal, dass mir das passiert in letzter Zeit. Genaugenommen habe ich seit Ewigkeiten nichts mehr dort gekauft, weil die Auktionen schlicht den Ladenpreis überstiegen. Selbst bei gebrauchten Gegenständen.

Liebe Menschen, strengt doch mal euer Gehirn an - was kann dort nicht stimmen? Irgendwie habe ich das Gefühl, im Zuge der Aufklärungskampagnen der Medien, die inzwischen jeden Internetbenutzer davon überzeugt haben, dass es bei Ebay die dicken Schnäppchen gibt; wo der "Geheimtipp", nach Buchstabendrehern und Tippfehlern im Angebotstitel zu suchen (angeblich, weil dort weniger mitbieten würden, da man das Ergebnis mit der Suchmaschine bei richtiger Schreibweise nicht findet) jedem bekannt ist; wo alle zehn Minuten eine Ebaywerbung durch TV oder Radio strahlt... dass im Zuge all dieser Maßnahmen inzwischen nur noch Neandertaler bei Ebay mitbieten.

Dadurch, dass der Gegenstand gebraucht ist, will ich ihn doch GÜNSTIGER erwerben, nicht noch DRAUFZAHLEN... Oh man...

Für mich gibt es kaum Erklärungsmöglichkeiten für das Phänomen, dass bei Ebay inzwischen viele den oberen Satz vergessen. Es muss eine Art urzeitlicher Instinkt sein, dass man unbedingt gewinnen will, egal um welchen Preis. Wahrscheinlich sitzen diese Leute auch den ganzen Tag vorm Kaugummi-Automaten, weil die Glückssträhne ja grad nicht abzubrechen scheint...

Einziges, was man meiner Meinung nach noch guten Gewissens bei Ebay erwerben kann: Seltene Sachen. Die entweder so freakig sind, dass sie sonst keiner haben will, oder aber sonst nirgendwo zu erhalten und darum den Aufpreis wert.

Eisige Grüße,

fv

22.10.2006 um 20:28 Uhr

Der Tod des Stiftes

Stimmung: gemischt
Musik: Kamelot - Until Kingdom Come

Einen Zukunftsroman zu schreiben gestaltet sich als schwieriger als ich dachte. Eine ganze Welt muss ja erdacht werden, da sich alles ändert. Wie beeinflusst ein Dritter Weltkrieg die Flora, die Fauna, die Menschen? Welche neuen Technologien gibt es. Bzw.: Welche Technologien gibt es NOCH, denn vieles Wissen wird auch mit dem Krieg verlorengegangen sein. Wie entwickelt sich eine Population, die komplett vom Kriegsgeschehen abgeschirmt wurde und wie verhalten sich die Fronten, wenn sie aufeinander losgelassen werden? Fragen über Fragen...

Es soll ja letztendes nachvollziehbar bleiben. Und doch hab ich das Gefühl, dass all diese Vorüberlegungen mir den Spaß am Schreiben selbst nehmen. Es geht ja zudem gar nicht um diese mehr oder weniger unrealistische Spielwelt. Es geht um die Charaktere und ihr Verhalten. Und doch bewegt sich dieser kleine schwarze Strich nicht vorwärts wenn ich das Word-Dokument öffne, um den Text weiterzuschreiben. Die ersten Sätze schon gefallen mir nicht. Wenngleich ich die Einstiegsszene durchaus eindrucksvoll finde, so wirkt jeder Versuch, das Geschehen in Worte zu fassen schwülstig. Vielleicht brauche ich mehr Stress in der Uni, damit ich knapper und gestresster formuliere :)

Eisige Grüße

fv