Lyriost – Madentiraden

11.08.2014 um 10:47 Uhr

„F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 25

von: Lyriost   Stichwörter: Family, Affairs

F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 25

Chloe findet sich „mutterseelenallein“ nicht in einem dunklen Wald wieder, sondern in einem langen Flur. „Der Boden war mit einem weinroten Teppichboden bedeckt ...“ Woraus der Boden unter dem Boden besteht, erfährt man leider nicht. Vielleicht aber ist der Boden unter dem Boden gar kein richtiger Boden, sondern nur ein weiterer Teppichboden, unter Umständen in Grün. Und so weiter bis in Bodenlose.

Eine Ahnengalerie hing auf der rechten Seite [wenn man es genau nimmt, hingen dort mehrere Bilder, die zusammen eine Galerie bildeten, denn eine Galerie hängt nicht] … Chloe war beeindruckt, als sie die in Öl verewigten Adeligen … betrachtete, die mit starren Augen hochnäsig auf sie hinuntersahen, und fühlte eine gewisse Demut …“ Die sonst so vorlaute Chloe zeigt angesichts des versammelten arroganten Adelspacks nicht den Stinkefinger, sondern ist demütig und beeindruckt. Das erstaunt den Leser.

Und so erstaunlich geht es weiter: „Eine verschlossene Tür versperrte den Weg …“ Chloe drückt die Klinke herunter und findet sich in einem dunklen Raum wieder. Er wurde vom einfallenden Licht des Mondes und einer direkt vor dem Fenster stehenden Laterne … ausreichend erhellt.“ Wer kennt das nicht: „Dunkel war's, der Mond schien helle, als ein Wagen blitzeschnelle ...“ Also eine verschlossene Tür, die offen ist, und ein ausreichend erhellter dunkler Raum. Was es nicht alles gibt. „Träge drehte sie sich um die eigene Achse und erkundete die visuellen Eigenheiten ihrer Umgebung.“ Gemeint ist: Vorsichtig sah sie sich um. Es gibt nur nicht allzuviel zu sehen, denn: „Sämtliche Möbel waren mit weißen Tüchern verhängt, um sie gegen den lästigen Staub zu schützen.“ Die Möbel sollen also bei Laune gehalten werden?

Kann sein, aber vermutlich möchte eher der Staubwischer sich vor ständigem lästigem Staubwischen schützen.

Morgen geht’s weiter mit Seite 26 und „bleichen Konturen“.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 11.08.2014 um 14:00 Uhr:Auch wenn ich selbst des Öfteren einen derart hirnlosen Stuss von mir gebe ;-o wie diese ... "F.A. ... " Autorin, mag ich mich köstlich über deine sehr spezielle Sezierung dieses Romans amüsieren.

    *mehralsnurdieaugenverdreh* ;-)
  2. zitierenLyriost schreibt am 12.08.2014 um 11:04 Uhr:Nein, liebe zartgewebt, solchen "hirnlosen Stuß" kriegst du nicht mal mit heißem Bemühen hin. ;-)

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