Lyriost – Madentiraden

28.07.2014 um 15:51 Uhr

„F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 9

von: Lyriost   Stichwörter: Family, Affairs

F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 9

Auf Seite 9 lesen wir von „schleimigen Schmeichlern … die außer einem muskelgestählten Körper und einem Gehirn von Einzellerniveau nichts zu bieten“ haben.

Gehört denn die schleimige Sorte Mann, wenn man mal auf diese klischeehafte Betrachtungsweise eingehen mag, nicht eher zum Club der charmanten Untersetzten, die linkisch palavernd auch von ihrer körperlichen Mittelmäßigkeit abzulenken versuchen? Und ist es nicht tatsächlich so, daß gerade zum schleimigen Schmeicheln mehr Grips gehört als zum Präsentieren aufgepumpter Körperteile?

Das pejorative „Gehirn auf Einzellerniveau“ paßt da nicht so recht, zumal das Bild auch anderweitig mißlungen ist, denn Einzeller besitzen gar kein Gehirn. Folglich kann es – betrachtet mit einem normalen Menschenhirn – gar kein Gehirn auf Einzellerniveau geben. Auch ein Gehirn mit nur einer Zelle, gleich welcher Farbe, ist beim besten Willen nicht möglich, denn wie wir vom PC wissen, braucht es selbst dort neben dem Strom zwei Elemente, damit die Sache überhaupt in Gang kommt.

Der „zivilisierte Umgang“ von Tochter Chloe und Mutter Leanne ist noch schwieriger als das Zustandekommen von wortgestaltenden Hirnfunktionen, wie wir lesen können, denn: „Chloe hätte ohne zu zögern ihre linke Brust hergegeben, wenn dies tatsächlich möglich gewesen wäre.“ Warum nicht gleich beide, und wieso gerade die linke? Ich lasse diese Verücktheit hier mal unkommentiert.

Morgen geht’s weiter mit Seite 10 und „imaginären Schmerzen“.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSweetFreedom schreibt am 28.07.2014 um 16:10 Uhr:Ja, nee, Ly,
    es ist doch einer Frau niemals möglich, sich von einer Brust zu trennen.
    ... sagte die "Schriftstellerin" mit einem zu 99 % unbenutzten Gehirn und marschierte zum Mammographiewagen...
    Dümmer geht's wirklich immer!
    Ich hoffe, Du kriegst genug Erschwerniszulagen, Schlechtwörtergeld etc.
    Liebe Grüße!
    SweetFreedom
  2. zitierenginablum schreibt am 28.07.2014 um 16:15 Uhr:Seit Tagen lese ich diesen herrlichen Zerriss und lach mich schlapp. Manchmal lese ich es einem Freund vor, auf sächsisch. Dabei lach ich noch mehr und bin in der Folge abgeschminkt. Möge das Machwerk noch 1000 Seiten haben!
  3. zitierenginablum schreibt am 28.07.2014 um 16:16 Uhr:Na ja, es heißt wohl Verriss...
  4. zitierenSweetFreedom schreibt am 28.07.2014 um 16:20 Uhr:@Ginablum: Verriß, danach Zerriß ;-)
  5. zitierenZebulon schreibt am 29.07.2014 um 07:46 Uhr:Göttlich! Und das Ganze tatsächlich gedruckt!

    Das kommt dabei raus, wenn sich Minderbegabte in Volkshochschulkursen oder Wochenendseminaren "kreatives Schreiben" aneignen und auf Lektoren mit gleicher Qualifikation treffen.
  6. zitierenZebulon schreibt am 29.07.2014 um 07:49 Uhr:PS
    Neue Rechtschreibung: Verriss / ver­rei­ßen (oder sind wir hier in Österreich?)
  7. zitierenSweetFreedom schreibt am 29.07.2014 um 08:34 Uhr:@Zebulon: Wie, was meinst Du? Hör' auf dem Ohr so schlecht.
    Meinte übrigens, erst lesen, dann am besten ab in die Tonne damit. Weiterverkaufen (hach, zusammengesetzt) wäre grob fahrlässig...
    Liebe Grüße
    SweetFreedom
  8. zitierenLyriost schreibt am 29.07.2014 um 09:08 Uhr:Auf meinem Blog kann jeder schreiben, wie er will. Nur ich selbst möchte mich an Regeln halten, und zwar die traditionellen. Neue Rechtschreibung nur in Zitaten.

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