Lyriost – Madentiraden

26.10.2016 um 10:18 Uhr

Alterssicherungsbericht

von: Lyriost

Alterssicherungsbericht

Die Verrücktheit des Tages: Die Bundesregierung warnt vor Altersarmut, statt etwas dagen zu tun. Es heißt, besonders Geringverdiener müßten zusätzlich vorsorgen. Sollen die schon einmal prophylaktisch vorhungern? Oder besser ihre SUVs verkaufen und nicht mehr dreimal im Jahr in die Karibik fliegen? Das ist so, als würde man einem Zuckerkranken empfehlen, sparsam mit Insulin umzugehen, damit er morgen auch noch was hat. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 26.10.2016 um 12:53 Uhr:Ich kenne mich da zwar nicht aus, aber war es nicht so, dass ein Hartz-IV-Empfänger ca.120€ pro Monat schadlos in eine Altersvorsorge stecken darf? Woher dieses Geld kommen soll, sagt niemand. Vorsorgliches Hungern wäre vermutlich die einzige Lösung.
    Doch abgesehen davon: Da hierbei nur Riesterversträge oder vergleichbare anerkannt werden und diese bekanntlich einzig der Gewinnmaximierung der Versicherungsgesellschaften dienen, dürfte es sehr wahrscheinlich sein, dass dann im Alter die resultierende Zusatzrente unter diesen 120€ liegt.
    Irre ich mich, oder haben wir es hier mit einer staatlich subventionierten Ausbeutung der Ärmsten der Armen zu tun?
    Die Versicherungen klatschen da nur in die Hände. :(
  2. zitierenLyriost schreibt am 26.10.2016 um 15:53 Uhr:... und für so manche Politiker wird bei den Versicherungen für alle Fälle schon mal ein Plätzchen freigehalten, wenn man sich nicht ohnehin bereits in den Aufsichtsräten tummelt.
  3. zitierenSweetFreedom schreibt am 26.10.2016 um 21:48 Uhr:Genau das denke ich auch immer, wenn ich sowas höre.
    Die Bodenhaftung fehlt ein wenig!
    Es gäbe Möglichkeiten. Man könnte entweder alle (!) in die Pflichtversicherung einbeziehen oder alternativ eben auch allen die Möglichkeit lassen, privat anzulegen - und nicht nur die Cents, die übrigbleiben, sondern den Teil vom Kuchen, den "der Staat" sonst ungefragt einsackt (und von dem man dann irgendwann nur noch Krümel, sprich Lebensmittelmarken sehen wird).
    Na ja, mit solchen Dingen, daß Multimilliardäre ein paar Milliönchen abgeben könnten, fange ich gar nicht erst an.
    Wenn man wollte, wäre Armut in D längst Geschichte. Es ist aber nicht gewollt...
    S.F.
  4. zitierenLyriost schreibt am 27.10.2016 um 09:21 Uhr:Ja, wenn ... Aber die Entscheidungsträger sind allesamt gut versorgt. Warum sollten sie?
  5. zitierenGrafKroete schreibt am 04.11.2016 um 08:39 Uhr:Altersvorsorge?? Das einzige was da helfen könnte ist Gesundheitsvorsorge, wer nicht arbeitet bis zum Umfallen wird einfach verhungern, es sei denn man gehört zu den Wohlhabenden, aber selbst die dürfen sich fürchten.

    Man konnte das schon vor 30 Jahren erkennen, s hat sich nichts verändert.

    Es ist nicht das Geld was dieses Problem verursacht, es sind die Resourcen.

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