Dynamische Exegese und Hermeneutik
Dynamische Exegese und Hermeneutik
Je älter und bemooster die Überlieferung, die ja nichts anderes ist als eine ergraute Deutung, um so mehr ist sie es wert, durch Umdeutung entwertet zu werden. Doch auch die Umdeutung sollte offen für entwertende Neuinterpretation sein, damit sich nicht erneut der Nebel des Ergrauten über die Betrachtung senkt.
Je älter und bemooster die Überlieferung, die ja nichts anderes ist als eine ergraute Deutung, um so mehr ist sie es wert, durch Umdeutung entwertet zu werden. Doch auch die Umdeutung sollte offen für entwertende Neuinterpretation sein, damit sich nicht erneut der Nebel des Ergrauten über die Betrachtung senkt.



Ganz schön schwierig .. das Ganze ..
Aber ein schönes Andeken von Dir, Lyriost. Danke.
"Andenken" (letzte Zeile).
Gruß
Gretchen
Deuten, was ist das überhaupt? Ein Vorgang des menschlichen Geistes allein oder auch der Natur? Dein wunderbares Foto von den Kastanien, so erinnere ich mich, zeigte ein Verborgenes enthüllt. Das Aufbrechen der Schale einer Kastanie deutete auf einen Inhalt hin: Ein Offenbarwerden dessen, was in einer Hülle geworden ist (vielleicht nur dem Zwecke dienlich). Könnte darum der Einfall halbwegs richtig sein, wenn man "Deutung" oder besser das "Deuten" als ein Hervorbrechen eines bestimmten Inhaltes aus dem Verborgenen begriffe? Deutung könnte so etwas wie ein Aufbrechen einer Hülle zum Sichtbar-Werden sein, unabhängig davon, ob das Werkzeug der menschliche Geist oder die Triebkräfte der mechanischen Natur sind ..
Gretchen
Gretchen
Gruß
Ly