Lyriost – Madentiraden

23.04.2009 um 00:11 Uhr

Hinterherdenken

von: Lyriost

Hinterherdenken

Es ist schon erstaunlich, wie weit unsere Kultur des Hinterherdenkens, des Paraphrasierens und Zitierens entfernt ist von dem, was ich als Ausdruck menschlicher Denkfähigkeit betrachte. Kaum hat man einen eigenen Gedanken, wird nachgefragt, von wem er entliehen sein könnte, so als sei aufmerksames Selbst-Denken etwas Abseitiges, Unnatürliches. Aber wen wundert das, ist doch schon der Begriff "Nachdenken" doppeldeutig. Natürlich darf nicht übersehen werden, daß jede ernsthafte Beschäftigung mit dem Denken anderer ein Nach-Denken ist und unser eigenes Denken durch die Gedanken anderer angeregt und befruchtet wird und unsere Sichtweisen von ihnen beeinflußt werden. Aber ist das nicht von jeher so?
Wir müssen schon weit in die Antike zurückgehen, um auf Denker zu treffen, die bei ihrem Blick auf Welt und Menschen nicht auf den Schultern anderer standen.

     

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 23.04.2009 um 01:45 Uhr:Nachdenken ist wirklich schon sehr doppeldeutig.
    Aber es gibt ja auch noch die "Vordenker" die oftmals auch Nachdenker sind, in beiderlei Hinsicht.
    Es wird ja auch an der Uni gefördert, in dem Nachweise und Quellenangaben in einer bestimmen Zahl erwartet wird..
    Und bei Selbstdenker wird doch meistens gefragt mit welchen Quellen man dieses Denken belegen kann. ;-) Damit es Allgemeingültigkeit haben kann.
    Muss alles Gedachte eine Allgemeingültigkeit haben?
    Dieses würde jede subjektive Sichtweise in Frage stellen.
    Dabei sollte doch jeder ein Recht auch auf subkjetive Sichtweisen haben.
    Dein letzter Satz, bildlich gesehen, gefällt mir ausserordentlich gut;-)
    Wir können dem wohl nur entgehen, wenn wir aufhören zu lesen und anfangen selbst zu denken. Was ich eine Zeitlang versucht habe durchzuziehen. Aber wie man sieht, hat dieses Vorhaben nicht auf Dauer angehalten.
    War aber doch eine interessante Zeit und Phase.
    Nur frei von äusseren Einflüssen können wir wohl niemals sein, es sei denn wir würden abgeschieden von allen anderen Menschen leben.
    Und ist derAustausch sowie das wachsen daran nicht gerade zutiefst menschlich und für das Menschsein notwendig?
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  2. zitierenGretchen schreibt am 23.04.2009 um 09:50 Uhr:Guten Morgen, Lyriost.
    Bin etwas in Eile. Wünsche DIr einen guten Tag und viele Gedankenlichter.

    Liebe Grüße (auch an Herbert)
    Gretchen
  3. zitierenLyriost schreibt am 23.04.2009 um 11:33 Uhr:Guten Morgen, sternenschein und Gretchen. Auch ich wünsche euch einen guten und erfolgreichen Tag, was immer ihr als Erfolg betrachten mögt. Und ich danke für eure Gedanken, deren Abbilder ich stets sorgsam in die Hand nehme, um sie zu wiegen und von allen Seiten zu betrachten.
  4. zitierenGretchen schreibt am 23.04.2009 um 13:10 Uhr:Auch im Wiegen und Richten des Prüfenden schläft der Wurm des Vagen, er erwacht zur frischen Tat, sobald der Wägende und Richtende sein Urteil für sich gefällt hat. Oder nicht, Lyriost. Ich kenne mich in Philosophie überhaupt nicht aus.

    Liebe Grüße
    Gretchen
  5. zitierenGretchen schreibt am 23.04.2009 um 18:46 Uhr:Bist Du noch im Urlaub, Lyriost? Hier bei mir zu Hause ist es wieder etwas kälter geworden.
    Wünsche einen angenehmen Abend und eine ruhige Nacht.

    Liebe Grüße
    Gretchen
  6. zitierenGretchen schreibt am 25.04.2009 um 16:30 Uhr:Hallo, Lyriost.
    Gartenarbeit beendet, jetzt gehe ich zurück ins Atelier, um dort weiter zu arbeiten.
    Wünsche Dir eine angenehme kreative Zeit; schaue bald wieder bei Dir rein. Es ist schön bei Dir, und ich wünschte, daß Du daran keinen Anstoß nimmst, wenn ich das so formuliere, weil darin keine progessive Kritik flammt.

    Liebe Grüße und mache Dir ein schönes Wochenende

    Gretchen
  7. zitierenGretchen schreibt am 27.04.2009 um 11:14 Uhr:Guten Morgen, Lyriost.
    Bist Du unterwegs? Wünsche Dir einen milden, freundlichen und kreativen Tag.

    Grüße
    von Gretchen
  8. zitierenGretchen schreibt am 27.04.2009 um 19:40 Uhr:Scheinbar machst Du mal Pause. Komme wieder, wenn Du da bist. Bis bald.
    Mit lieben und guten Wünschen
    Gretchen
  9. zitierenDieRoteZora schreibt am 27.04.2009 um 20:46 Uhr:jede zeit lässt platz für neue wege auch gedanklich ... hoffe ich immer noch
  10. zitierenGretchen schreibt am 30.04.2009 um 18:01 Uhr:Mögen Herzen Worte formen und Worte Herzen, geschätzter Lyriost (es möge Dir gut gehen, lieber)

    Dein
    Grechen
  11. zitierenGretchen schreibt am 07.05.2009 um 20:29 Uhr:Um ehrlich zu sein, Lyriost: Ich vermisse Dich.

    Laß es Dir gut gehen
    Gretchen
  12. zitierenLyriost schreibt am 08.05.2009 um 11:00 Uhr:Liebe Gretchen, mir geht es gut. Dir auch? Im Sommer bin ich meist anderweitig aktiv und lasse mich hier nur unregelmäßig blicken. Meine E-Mail aber schaue ich regelmäßig nach. Wenn du willst ... Lyriost bei AOL. Liebe Grüße
  13. zitierenGretchen schreibt am 22.05.2009 um 20:35 Uhr:Lieber Lyriost, ich werde gern auf Deine E-mail-Adresse zurückkommen, aber wie sehr vermisse ich Deine Gedichte.
    Ich freue mich, daß es Dir gut geht.
    Mir geht es soweit auch ganz gut. Habe gestern Amadeo's Bilder gesehen, wunderbar. Ich mag seine Arbeiten sehr.

    Ganz liebe Grüße
    Deine Gretchen
  14. zitierenGretchen schreibt am 25.06.2009 um 20:59 Uhr:Mit Sehnsucht erwarte ich deine Rückkehr hier in deinem Zuhause.

    Liebe, ganz liebe Grüße
    Gretchen
  15. zitierenGretchen schreibt am 03.07.2009 um 23:17 Uhr:Hier ist es heimisch, lieber Lyriost.

    Bis bald
    Deine Gretchen
  16. zitierenGretchen schreibt am 12.07.2009 um 16:09 Uhr:Lieber Lyriost,
    jetzt mache ich ein bißchen Ferien. Kalt und regnerisch bislang, aber vielleicht bessert sich die Wetterlage.
    Wünsche Dir viele schöne Tage und reichliche Inspiration zum Schreiben.
    Bis bald.
    Deine Gretchen
  17. zitierenLyriost schreibt am 18.07.2009 um 14:13 Uhr:Liebe Gretchen,

    ich wünsche dir erholsame Tage und freu mich darauf, demnächst wieder mal Gedanken mit dir auszutauschen.

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