Lyriost – Madentiraden

28.11.2012 um 11:15 Uhr

Starke Frauen

von: Lyriost

Starke Frauen

Was zeichnet die moderne "starke Frau" im neueren deutschen Emanzipationsersatzroman aus? Sie wirft den Kopf in den Nacken und rollt mit den Augen, wenn jemand etwas zu ihr sagt, was ihr nicht gefällt.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenKieselstein schreibt am 28.11.2012 um 12:03 Uhr:Zumindest sagt sie, DASS ihr etwas nicht gefällt ;)
    Anstatt wie früher vielleicht das Gesagte lediglich hinzunehmen, hinunterzuschlucken und möglicherweise nur inneren Groll zu hegen.
    Ich persönlich empfinde diese Entwicklung als ausgesprochen positiv.
    Innerer Groll kann sich auch auf den Magen legen - erlebe ich aktuell. Dabei rede ich und rede ;)
  2. zitierenZebulon schreibt am 28.11.2012 um 12:41 Uhr:Augenrollen verändert die Welt!
  3. zitierenLyriost schreibt am 28.11.2012 um 14:52 Uhr:Liebe Kieselstein,

    ist es aber nicht tatsächlich so, daß sich ein gewisser, nicht ausgesprochener Groll nicht selten gerade bei Männern, denen mit den faulen Mäulern, auf die internen Organe legt? Es ist ja auch aus der Vergangenheit nicht überliefert, daß sich die überwiegend stillen Frauen von ständig redenden, augenrollenden Männern umgeben sahen. Jeder soll – auch im Roman – sagen, was nötig ist oder was er oder sie für nötig hält, meinetwegen auch in Verbindung mit ausgeprägter Augengymnastik. Aber mir scheint das Augenrollen eher ein Ausdruck von Intoleranz und Überheblichkeit als von irgendwas Positivem. Besonders im hoffentlich nicht stilbildenden Roman.
  4. zitierenPhil_Sophie schreibt am 28.11.2012 um 14:58 Uhr:Ich empfinde diese Geste als eine typisch feminine, arrogante Verhaltensweise, ein "ist doch mir egal ob du recht hast", also eher ein Zeichen der Schwäche.
  5. zitierenKieselstein schreibt am 28.11.2012 um 15:07 Uhr:Lieber Lyriost,
    in diesem Punkt stimme ich Dir völlig zu: Das Augenrollen würde auch ich in diesem Fall als Zeichen einer gewissen Überheblichkeit empfinden. Mein Kommentar bezog sich auch nicht auf das Augenrollen, sondern das Reden an sich. Und stelle wiederum jetzt fest, dass ich an der Kernaussage Deines Posts komplett vorbeigeschossen bin.
    In der Schule würden sie jetzt zu mir sagen: "Thema verfehlt, Frau Kieselstein!" :)
    Augenrollen als solches kann vielleicht aber auch als Zeichen einer Gereiztheit/ Genervtheit angesehen werden, insbesondere bei Aussagen, die sich (stur) wiederholen und auf die Worte/ Ansichten des anderen gar nicht eingehen? Ist es dann auch noch Arroganz? Ich weiß das grad gar nicht so genau.

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