Lyriost – Madentiraden

24.11.2009 um 09:04 Uhr

Stummfilm

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Stummfilm

Prominente Immigranten, Exilanten werden gern von Interviewern gefragt, in welcher Sprache sie träumen, und ohne lange zu überlegen antworten fast alle, sie träumten in ihrer jeweiligen Muttersprache. Nur die besonders Anpassungswilligen behaupten, das sei unterschiedlich. Tatsächlich jedoch ist gesprochene Sprache in Träumen eine Seltenheit. Bei den meisten Menschen wird des Nachts ausschließlich Stummfilm geboten. Und wenn wir etwas hören, dann handelt es sich fast immer um in den Traum integrierte und umgeformte reale Außengeräusche wie zum Beispiel unser eigenes Husten. Und ein jeder hustet natürlich in seiner eigenen Sprache.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 24.11.2009 um 19:11 Uhr:Jetzt, wo du es sagst, fällt es mir erst auf, dass meine Träume zwar in Farbe aber ohne Worte ablaufen. Ja, und manch störendes Geräusch von außerhalb, integriere auch ich in den Traum. Ein höchst unangenehmes Unterfangen übrigens, da ich im Traum nicht die Möglichkeit habe, es abzustellen. Das bringt mich oft zur Verzweiflung, wenn ich vor einem imaginären Ding stehe das einen Höllenlärm von sich gibt und ich mich nicht in der Lage sehe, ihm den Garaus zu machen. Dabei ist es z.B. nur der harmlose, lärmende Wecker auf meinem Nachttisch, der dann aber im Traum, wenn ich mich dort gerade in der Küche bewege, zu einem übergroßen, furchterregenden, zur Explosion neigenden Druckkochtopf mutiert ist *fürcht*.
  2. zitierenLyriost schreibt am 25.11.2009 um 10:11 Uhr:Liebe zartgewebt, eigentlich hatte ich mir deine Träume und die zugehörigen Geräusche ganz anders vorgestellt ... ;-)
  3. zitierenzartgewebt schreibt am 25.11.2009 um 10:31 Uhr:Noch sehe ich mich nicht in der Lage, meine Nachtträume zu beeinflussen Lyriost, das schaffe ich nur bei meinen Tagträumen, aber ich werde daran arbeiten ;-)
  4. zitierenzartgewebt schreibt am 26.11.2009 um 10:03 Uhr:Kein Stummfilm

    Kein Stummfilm Lyriost, in meinem Traum heute früh wurde gesprochen!
    „Ma, is do scheeen! I mecht hiatzt glei schifoahn!“, so meine Worte zu dem Mann, der mich im Hochsommer mit dem Auto durch eine zauberhafte Schneelandschaft kutschierte. Er ganz erstaunt darauf auf hochdeutsch: „Du kannst Schi fahren? Wie wunderbar! Ich lernte es leider nie …

    Dann bin ich leider aufgewacht :-/
  5. zitierenLyriost schreibt am 26.11.2009 um 22:49 Uhr:Liebe zartgewebt, sicher schon ein halber Tagtraum, und in Wirklichkeit wolltest du – so denke ich –, daß er mit dir ein wenig Schlitten fährt. Hab ich recht? ;-)
  6. zitierenzartgewebt schreibt am 26.11.2009 um 23:33 Uhr:Kein halber Tagtraum Lyriost, da täuscht du dich,
    es war so, wie ich es sagte. An den genauen Wortlaut
    kann ich mich deshalb so gut erinnern, weil ich das
    Gespräch kurz darauf niedergeschrieben habe,
    nachdem mich der Wecker aus dem Schlaf riss
    und es zudem auch die letzten Worte im Traum waren,
    daher noch relativ gut präsent …

    Er … mit mir Schlitten fahren? Nein, dazu bestand kein Anlass.
    Ich war keineswegs scharf auf eine Bestrafung seinerseits ;-)

    Gute Nacht :->
  7. zitierenLyriost schreibt am 26.11.2009 um 23:43 Uhr:Danke, zartgewebt, dir auch eine gute Nacht. Und träum was Schönes ... Nicht soviel reden. ;-)

    PS: Zu zweit Schlitten fahren ist viel aufregender als zu zweit Ski fahren – und aus meiner Sicht schon wegen der größeren Nähe keinesfalls eine Bestrafung. Ganz im Gegenteil.
  8. zitierenzartgewebt schreibt am 27.11.2009 um 09:11 Uhr:Ja weißt du Lyriost,
    das: „Mit jemanden Schlitten fahren“, ist so eine Sache,
    das kann man so sehen und auch SO sehen ;-)))
    Ein Vergnügen ist es nur, wenn man einen Schlitten dabei hat.

    Natürlich kann ich mit jemanden Schlitten fahren auch ganz ohne! Ohne Schnee und ohne Schlitten ;-)

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