Lyriost – Madentiraden

20.03.2012 um 11:11 Uhr

Tirade 177 – Im Sinne Epiktets

von: Lyriost

Tirade 177 – Im Sinne Epiktets

Glücklos glücklich sein
das Leid im Larmoyanten
mit Pech begießen

statt im Unglück ergrauen
glückvoll Pechsträhnen färben

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 21.03.2012 um 13:08 Uhr:Genau so, ja Lyriost;
    ich könnte ein Lied davon singen …

    Schon alleine deine drei Worte:
    „Glücklos glücklich sein“,
    kommen direkt bei mir an,
    kann ich sehr gut nachempfinden.

    Heilsame Worte sind das;
    sie zaubern mir ein Lächeln ;-)

  2. zitierenLyriost schreibt am 22.03.2012 um 08:35 Uhr:Dennoch wünsche ich dir nicht nur, daß du glücklich bist, sondern auch viel Glück und wenig Pech ... ;-)
  3. zitierenPhil_Sophie schreibt am 22.03.2012 um 09:53 Uhr:Warum soll ich meine Pechsträhnen einfärben und damit versuchen sie zu vertuschen, unsichtbar zu machen? Sie zeigen mir doch Mißlungenes und Fehler, die Teil meines Lebens sind, Dinge aus denen ich gelernt habe, Dinge, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.
    Ich denke oft an meine Pechsträhnen und kann heute herzlich darüber lachen. Ich bin glücklich weil ich Glück hatte und auch Fehler gemacht habe. Eine ganz besondere Art von Mischung die sich zweifellos ergänzt.
  4. zitierenzartgewebt schreibt am 22.03.2012 um 10:47 Uhr:Danke Lyriost, das GLÜCK ist doch stets
    an meiner Seite, ist mir immer gut Freund.
    Es hält alle Farben für mich bereit,
    um das Pech zu färben, nur das Eintunken
    und das Malen überlässt es mir selber ;-)

    Du hast doch mit deinem Kommentar jetzt …
    sehr tief in den Farbtopf gelangt Phil Sophie ;-)

  5. zitierenLyriost schreibt am 22.03.2012 um 10:47 Uhr:Pechsträhnen einfärben heißt hier nicht sie vertuschen, sondern sie aus einer andern Perspektive betrachten, sie nicht so wichtig nehmen; auch zeigen sie nicht ohne weiteres "Mißlungenes und Fehler", viel öfter sind sie Folge von zur falschen Zeit am falschen Ort sein oder Mißgunst anderer etc. Auch wenn ich etwa wegen einer genetischen Disposition von einer Krankheit in die nächste schlittere, dann hat das wenig mit Mißlingen und Fehlern zu tun.

    Man kann die Umstände, am besten bitter, beklagen, aber das macht sie nicht besser, nur wenn wir unsere Meinung über die Dinge weniger wichtig nehmen, gewinnen wir Unabhängigkeit. Das ist im Kern die Lehre Epiktets.
  6. zitierenPhil_Sophie schreibt am 22.03.2012 um 19:50 Uhr:Ja @zartgewebt, so kann man das natürlich auch sehen.

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