Lyriost – Madentiraden

24.11.2005 um 12:44 Uhr

Über Erwartungen

von: Lyriost

Über Erwartungen

Es ist ganz einfach, dem Gefühl der Zufriedenheit zu entgehen. Man muß nur seine Erwartungen hochschrauben.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenGreenman schreibt am 25.11.2005 um 12:37 Uhr:Schlecht nur wenn man die erwartung nicht mehr niedriger schrauben kann und dennoch nicht zufrieden sein kann...
  2. zitierenLyriost schreibt am 25.11.2005 um 12:50 Uhr:... wie zum Beispiel die Straßenkinder in Brasilien oder Peru ...
  3. zitierenGreenman schreibt am 25.11.2005 um 15:13 Uhr:Die allerdings nicht wissen das man trotz materiellen Reichtums

    unendlich arm sein kann.
  4. zitierenLyriost schreibt am 26.11.2005 um 10:58 Uhr:Lieber Greenman, das Tragische bei diesen Kindern ist, daß sie, ungeachtet ihrer materiellen Not, fern von aller Aufmerksamkeit und Zuwendung sind. Die hier bei uns so klagen, haben meistens nicht nur vergleichsweise reichlich materielle Mittel, sondern auch Freunde und Bekannte, eine warme Wohnung, Anspruch auf Gesundheits- und psychosoziale Versorgung und so weiter. Und ich habe gerade in den Nachrichten gehört, die Ärzte in Ostdeutschland müßten \"ums Überleben kämpfen\", weil manche von ihnen nicht mehr als 2500 Euro netto im Monat verdienten. Da kann man nun wirklich nicht zufrieden sein.
  5. zitierenGreenman schreibt am 26.11.2005 um 20:59 Uhr:Ich spreche nicht von dieser Art Menschen. Es ist wohl richtig das diese Menschen sich dieser Sachlage bewusst werden sollten, doch gibt es auch hier in diesen Land Menschen die vielleicht jeden Tag satt werden doch innerlich ebenso wie manche Kinder in Afrika keinerlei Hoffnung mehr haben und nichts vom Leben erwarten, damit aber unglücklich sind.
  6. zitierenLyriost schreibt am 26.11.2005 um 21:44 Uhr:Mal abgesehen von Menschen, die schwer krank sind und des Lebens müde, wie kann man unglücklich sein, wenn man nichts vom Leben erwartet? Warum dann Unglück? Ist das Unglück nicht fast immer nur Ausdruck der Meinung, man hätte zuwenig vom Leben abbekommen und eigentlich mehr und Besseres verdient?
  7. zitierenGreenman schreibt am 27.11.2005 um 22:29 Uhr:Nun, es gibt Erwartungen die jeder hat. Ob Kind in Afrika oder Manager in Deutschland um mal bei dieser krassen Ebene zu bleiben. Diese Erwartung werden sicherlich bei Kindern in Afrika auch nicht erfüllt, doch sicher gibt es auch Menschen die in Industriestaaten leben und diese Erwartung nicht erfüllt bekommen, wenn sie die nötigen finanziellen Mittel haben sind grade das die Menschen die ihren Reichtum zur Schau stellen. Eins dieser Bedürfnisse ist liebe, ein anderes geborgenheit ein weiteres das Gefühl angenommen zu sein. Diese Bedürfnisse kann man nicht zurückschrauben. Ob man reich oder arm ist ist in den Fall nicht von bedeutung, die Tränen sind auf der ganzen Welt salzig.



    Mein Ziel ist es hier keineswegs zu kritisieren das du \"nur\" auf Menschen hindeutest die nichts haben und mit deinen Zeilen die Menschen anprangern möchtest die denken das sie zu wenig haben aber eigentlich gut leben (so erkenne ich es zumindest), mein Ziel ist viel mehr zu zeigen das es Menschen gibt die keinerlei Ansprüche mehr an das Leben haben, außer diesen Ansprüchen die kein Mensch der Welt zurückschrauben kann. Das es auch hier unter uns \"reichen\" Menschen gibt die bitterarm sind, die nichts mehr erwarten und nur noch leben für die Hoffnung eines Tages doch einen Moment glücklich zu sein.



    Ich selbst war schon in Afrika. Mein Bruder macht grade im Moment ein missionarischen Einsatz in den Slums von Nairobi. Ich weiß was wahre Armut ist und das man das nicht mit den was wir hier haben vergleichen kann. Aber es gibt nunmal Arten von Armut die International sind.
  8. zitierenLyriost schreibt am 28.11.2005 um 13:07 Uhr:Alle Menschen sind bedürfig, da stimme ich dir zu. Was ich jedoch gemeint habe, ist etwas anderes, nämlich die unglaubliche Zunahme der heruntergezogenen Mundwinkel bei körperlich gesunden Besserverdienenden, die nun wirklich alles haben, was zufrieden machen könnte, inklusive liebevoller Zuwendung ihrer Partner bzw. Familien. Und die dennoch Mühe haben, ihre Gesichter zu einem Lächeln zu verbiegen, weil sie glauben, es könnte oder sollte ihnen noch viel besser gehen.
  9. zitierenGreenman schreibt am 28.11.2005 um 13:54 Uhr:Je mehr man hat desto mehr man will, dass stimmt leider auf viele Menschen...

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