Lyriost – Madentiraden

20.05.2005 um 10:15 Uhr

Unterwegs

von: Lyriost

Unterwegs

Der grüne Fluß
unter Wolken wie Pech
Geruch von Ruß
aus fliegendem Blech.

Ein gelbliches Schimmern
stetiges Summen
im Glühbirnenflimmern
ein holpriges Brummen.

Im Innern ein Schwarm
von grauen Gefühlen
und Blut, feucht und warm
lebendige Mühlen.

Die Lungen vibrieren
im Rhythmus der Nächte
Gedanken verzieren
das Dunkel der Mächte.

Und hell glühen Farben
im Traum meiner Sagen
verdecken die Narben
vertreiben die Fragen.

Wohin weht der Wind
woher kommt das Licht
warum bin ich blind
wozu dies Gedicht?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenenne schreibt am 20.05.2005 um 11:52 Uhr:ist es unpassend, zu sagen, dass ich Sie/dich nicht für blind halte, selbst wenn ich es aus nichts als texten ziehe?

    und...

    ich spüre seit geraumer zeit 1 wandel.

  2. zitierenLyriost schreibt am 20.05.2005 um 12:25 Uhr:So gerne würde ich dir zustimmen, _N_, aber ich leide sehr darunter, im Dunkeln zu tappen, nicht zu verstehen, was um mich herum vorgeht, und versuche ... etwas wiederzufinden in all dem Wandel. Vielleicht mich. Ein Gefühl. Wie ein Griff nach dem Rettungsring.
  3. zitierenenne schreibt am 20.05.2005 um 12:33 Uhr:ich habe meist sorge,zu sehr zu spekulieren. aber ich wollte das schon vor einiger zeit sagen. es mag falsch sein,d as ist mir bewusst,dennoch ist da etwas anderes. ich wage es nur nicht,es hier zu genau zu benennen.

    nur soviel vielelicht:1 wandel in der wortwahl, aber mehr noch 1 wandel im \"auftreten\". ich habe dich zuvor als fast \"aggressiv\" und desperatfordernd wahrgenommen. hm, ehrgeizig 1 richtugn verfolgend träfe es noch mehr womöglich. aggressiv meint es nicht im wortwörtlichen sinne,eher von der wirkweise dessen,was transportiert wurde.das ist nicht mehr. mir ist das angenehm aufgefallen...
  4. zitierenenne schreibt am 20.05.2005 um 12:35 Uhr:entschuldigung, vielleicht darf man sowas gar nicht sagen.
  5. zitierenLyriost schreibt am 20.05.2005 um 13:30 Uhr:Doch, mir ist es sehr angenehm, was du sagst. Aber ich glaube, meine Texte täuschen, ohne es zu wollen. Sie zeigen nicht die ganze Person, sondern nur einen Teil, meist Reaktion auf andere. Ein großer Teil meiner Texte ist ein Versuch, Verletztheit zu kompensieren und ganz zu bleiben oder wieder zu werden. Sie sind vielleicht wie ein Zaun, an dem ich mich festhalte, um nicht fortgeweht zu werden.
  6. zitierenenne schreibt am 20.05.2005 um 13:41 Uhr:ja,das glaube ich wohl.worte sind 1 teil des schreibers zu 1 bestimmten zeitpunkt. sie ziehen ihre gültigkeit auch aus dem moment udn auch aus geschehenem,worauf wir reagieren. ich bin sicher,dass es nur 1 teil des ganzen sein kann. es kann gar nicht anders sein. nur 1 teil des ganzen menschen und nur 1 teil des ganzen geschehens.

    der verletztheit und der zaun sind spürbar, die räume zwischen den holzlatten indes auch,finde ich.

    mein gefühl ist,dass dein griff weicher wird. deine knöchel sind nicht mehr so weiss.
  7. zitierenLyriost schreibt am 20.05.2005 um 13:48 Uhr:Dein letzter Satz ist sehr schön, ich danke dir dafür. Hoffentlich ist es nicht nur Kraftschöpfungspause oder gar Resignation.
  8. zitierenenne schreibt am 20.05.2005 um 15:50 Uhr:gerne.

    ich neige zu der ansicht,wo blutigglutiges brennt - und in deinen texten hab ich es schon gelesen -,hat es die resignation nicht allzu leicht. nicht für alle zeit zumindest.



    kraftschöpfungspause hingegen ist vielleicht nichts,was du fürchten musst. manches kann sich pausierend etwas regenerieren, über aufgebrochenem neue häute wachsen lassen. sie macht nicht einfach gut,das weiss ich wohl. sie kann aber ein bisschen mehr an kraft schaffen. das glaube ich schon.

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