Lyriost – Madentiraden

17.02.2014 um 10:42 Uhr

Virologie des sprachlichen Blödsinns 1

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Virologie des sprachlichen Blödsinns 1

Neuerdings reden viele vom "Durchstechen", wenn es darum geht, daß interne Informationen an die Presse weitergegeben werden, also zu klatschen, zu mauscheln, auszuplaudern, jemanden zu denunzieren, zu verraten, anzuschwärzen, ans Messer zu liefern, zu verpfeifen, hochgehen zu lassen. Einer hat "durchstechen" gesagt, weil ihm nichts Besseres eingefallen ist, und nun plappern es alle nach, deren Wortfindungsgerät im Gehirn ohne Stromversorgung ist. Das gefällt den Leuten; je blöder, desto besser: "Auf Augenhöhe" mit dem journalistischen Schwachsinn.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensynchrono schreibt am 17.02.2014 um 12:29 Uhr:Um so besser, wenn viral auf Augenhöhe durchgestochen wird...
  2. zitierenLyriost schreibt am 17.02.2014 um 12:52 Uhr:Ja, man muß die Redenden abholen und sie mitnehmen, wo sie sind. Man ist immer so dumm, wie man sich fühlt.
  3. zitierenJOblogt schreibt am 18.02.2014 um 21:02 Uhr:Gut, dass das einmal durchgestochen wurde!
  4. zitierenAmanita schreibt am 11.03.2014 um 14:36 Uhr:Durchstechen. Also wirklich, ne? Wenn sie sagen würden "durchsickern lassen", meinetwegen. Aber durchstechen. *kopfschüttel*

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