Stimmung: gut, nachdenklich
Es gibt ja betreutes Wohnen für Jugendlich und auch Frauenhäuser.
Ich frage mich aber, weshalb einem Jugendlichen, Mädchen oder Jungen, der zum Jugendamt geht..eine eigene Wohnung haben möchte, betreut wohnen will oder ähnliches, so unendlich viele Hindernisse in den Weg gelegt werden.
Er oder sie, werden schon ihre Gründe haben, wenn sie nicht mehr zu Hause, bei ihren Eltern leben möchten.
Diese Entscheidung ist sicher schon schwer genug. Aber dann wird der Jugendliche hingehalten, vertröstet bis er 18 Jahre alt ist, und somit auf diese Einrichting keinen Anspruch mehr hat.
Danach müssen sie, wenn sie sich nicht selbst finanzieren können, nach der neuen Gesetzeslage bis 25 bei ihren Eltern wohnen bleiben.
Es gibt zwar Ausnahmeregelungen für Jugendliche von 18 bis 25 Jahre, aber die Jugendämter versuchen, wenn möglich diese Fälle abzuweisen.
Wo bleiben hier die Menschenrechte, wo die Aufklärung in der Schule über diese Möglichkeiten?
Der Caritas soll übrigens in diesen Fragen Hilfe leisten, unter Umständen sogar einen Anwalt, der das durchsetzt, beauftragen und bezahlen.
Die Jugendämter haben meistens zu wenig Geld zur Verfügung um befriedigende Lösungen anzubieten.
Nur wenn ein Kind/Jugendlicher leidet, soll da erstmal nach dem Finanziellen gefragt werden?
Was für eine Gesellschaft sind wir, das wir uns so etwas leisten können..über das Leid von Kindern und jungen Menschen hinwegzusehen...nur aus finanziellen Gründen.
Sie einfach ihrem Schicksal zu überlassen.
Und wie teuer wird es der Gesellschaft später kommen, die physischen und psychischen Krankheiten, die daraus resultieren, der dann Erwachsen gewordenen zu lindern bzw. versuchen zu heilen.
Bei den Frauenhäusern ist es genau so. Sie sind teilweise überbelegt, so das eine Frau mit ihren Kindern es sich dadurch eher wieder überlegt zu ihrem prügelnden, gewalttätigen Partner zurückzukehren, als dort zu bleiben.
Auch in diesem Bereich wurden die Mittel gekürzt..
Es ist einfach nur traurig, dieses mit ansehen zu müssen, wie an so elementaren Dingen gespart wird.