grundsicherung politik

03.05.2009 um 16:48 Uhr

Kann man Maikrawalle mit Vergewaligungen vergleichen?

Stimmung: gut

Maikrawalle und Vergewaltigungen, kann und darf man sie  vergleichen?

Berlins Innensenator Körting tat es, er sagte:

"Das ist wie bei Sexualdelikten. Ist die Frau erst mal ausgezogen und vergewaltigt, dann fällt es den anderen leichter mit zumachen."

Zitat: Innensenator Körting ( Berlin )

anlässlich der Krawalle zum 1. Mai in der Stadt Berlin.
bei denen sich etwa 2500 Menschen wahre Strassenschlachten mit der Polizei lieferten und 273 Beamte verletzt wurden.

Ist so ein Vergleich, wie Körting ihn anstellt zulässig, oder bagatellisiert er damit das Leid der Frauen, die unter einer Vergewaltigung leiden mussten?

Körting selbst sieht seinen Vergleich als unglücklich gewählt an, andere Politiker sind empört, fordern gar seinen Rücktritt als Innensenator.

Was ist mit dem Kern seiner Aussage?
Sind die Menschen so, wie er sie beschreibt.
Machen sie mit bei Unrechtstaten? Wenn einer den ersten Stein wirft, werfem sie dann mit weil es leichter fällt?
Treten sie mit, wenn schon einige male zugetreten wurde?
Bei einigen scheint es zuzutreffen, dass sie dann, im Angesicht der schon vorhandenen Gewalt, wie entfesselt sind.
Beispiele gibt es zur Genüge.
Auf allen Seiten, sowohl bei den Randalierern als auch bei der Polizei.

Es gibt aber auch andere Beispiele, bei denen sich Menschen der Masse, dem Mob verweigern. Nicht mitmachen, ja sogar den Opfern zur Hilfe kommen.
Selten? Vielleicht zu selten, aber dennoch, es gibt sie.

Hat Körting sich mit seinem unglücklichen Vergleich disqualifiziert,sollte sich entschuldigen, wie der CDU Generalsekretär Pofalla es verlangt, oder gar zurücktreten?
Obwohl Pofalla selbst wohl auch allen Grund hat, sich für einige seiner Aussagen zu entschuldigen.
Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.

 

Quelle Netzeitung