zimt
und mit einem mal, sagt er, beginnen ganz viele filme, er kurbelt mit dem zeigefinger vor seiner stirn herum, beginnen ganz viele kleine filme sich in meinem kopf zu drehen. so wunderschön ist panama, und ich weiß nicht, zu wem ich gehöre, wie konfetti, das vom wind der strassen aufwärts gewirbelt wird, ich lass sie spielen, sagt er, ich glaube , ich gehöre nicht einem allein. die unzähligen requisiten. alles wie von selbst zur stelle, und wo eines fehlt, kann ich immer noch selbst einen rosenstrauß, der in der vase vertrocknet ist, hinstellen. schau, die blütenblätter sind zu bräunlichem weiß verblasst, was unter der hitze der spots nicht verwunderlich ist. er gleitet lautlos, wie auf schienen, durch die schauplätze, und er nimmt die dunkelheiten und unausgeleuchteten bereiche in sich auf. die pianisten kann er leicht auswechseln, immer aber nehmen sie nach kurzer zeit die züge von charles aznavour oder isabelle huppert an. der schnee vom kilimanjaro blutbefleckt in der wanne, schmilzt weg. die kugeln aber kehren zischend in den lauf zurück, die messer fahren aus dem fleisch, die schwänze aus der scheide, ohne dass er den geringsten impuls fasst. die detektivin schwitzt unter ihrem schulterhalfter und riecht ein wenig nach zimt. aber ansprechen, sagt er, kann ich sie nicht. von den toten auferstehen lassen, das ja, und manchmal vertauscht er ihnen wäsche und drehbücher. das macht den regisseur rasend, da jedes mal auch titel und abspann geändert werden müssen. er kurbelt noch mit dem finger, er lächelt mich an, er mustert mich, ob ich ihm glaube. ich fange ganz sachte an, nach nelken zu riechen.
