Nachtexpress - Hibous Erfahrungen in Alltagsarchäologie

24.01.2012 um 08:37 Uhr

Seltsame Begebenheiten

von: hibou

Taubstummer fuhr als Blinder Passagier

Vermisste nach Schiffbruch tauchte erst in Deutschland wieder auf

04.01.2012 um 13:59 Uhr

Sprichwörtliches

von: hibou

Harry Korn wirft mit Flinte

Ziehharmonikaspieler ass ausschliesslich Hechtsuppe

Kirche wollte im Dorf bleiben

Vorspiel dauerte 90 Minuten

Zugführer hatte Nerven wie seine Drahtseilbahn

Robbespierre lobte den Tag vor dem Abend

Nachbar fand Anarchie machbar

Katze vögelte früh

Römer spinnen am Abend

Trommlergruppe mietete mein pfeifendes Schwein

Rekordpils dauerte nur sechs Minuten

Steter Tropfstein höhlte

Dreikönige trafen nach Kräutertee in Bad Kreuth

Hüttenkäse hinter Holz versteckt

Sünde fand die Alm nicht

04.01.2012 um 10:20 Uhr

Geographische Zibeben zwei

von: hibou

Wӓschemangel in Miedersachsen und auf den Tangainseln (wir schweign von der Poebene).

Salomonische Urteile auf den Salomonen

Rohkost auf den Cook-Inseln

Pest an Algeriens Strӓnden

Keine Ellen auf den Seychellen

Nichtstuer in Tunesien

Pariser ohne Pariser

BAP fiel ins Kölnisch Wasser

Hier Arsch – Dortmund

Sie treibens Arg in entinien

Wash mich in Washington

Fusstritt im World-Tret-Center

Mister Sippi trifft Missis sippi

Wir lagerten am Azonas

Nur Olga war anner Wolga

Die Meine liegt an der Seine

Kiel liegt nicht am Niel

Macdonald ziehts nach Hamburg

Flurschaden am Ganges

Anner Elbe ists dasselbe

Kathaif schmeckt lekka in Mekka

Hol mir mal den Tehe ran!

Wasch Berlin

04.01.2012 um 09:37 Uhr

Geographische Zibeben

von: hibou

Hermann in Hessen

Löscharbeiten in Brandenburg

Stuttgart und Hanoi Partnerstӓdte

Anhalter trampen nach Sachsen

Steigende Atonalitӓt in Liedersachsen

Fenster in Thüringen stehn offen

Duschen in Baden

Schubladen in Schrankreich

Weite in England

Biste noch ganz dicht in Schottland?

Keine Kohle mehr in Russland

Kühe geniessen Bullgarien

Fornier beten Kali an

Pa in Marokko

Jordaniens Lieblingssport: Basketball

Eiapopeia in Iowa

Tony Blair hat Blaihungen (nach dem Genuss von zu viel Falafel)

Wulff im Schafsfell

Fluss war zu breit für Steinbrück

Vergesslichkeit bei Merkel

Westerwelle fegt über Sylt hinweg

Kraeutersammler treffen sich in Bad Kreuth

Olav, Abdelasis und Juan Carlos verabreden Dreikönigstreffen (Hanoi)

Neinsager in Japan

Altstoffe in Neuseeland

Gibt es Wasser in Feuerland?

28.12.2011 um 15:39 Uhr

herausstellen

von: hibou

zum sperrmülltermin stellte ich die alten möbel heraus.

beim tischler stellte es sich heraus, dass es ein stuhl war.

28.12.2011 um 12:09 Uhr

Jan Hofer liest Nachrichten

von: hibou

Folgendes war heut wirklich zu hören:

"Immer mehr Rentner nehmen deswegen Einkaufen in Buss"

Wir haetten da noch mehr Vorschlaege:

"Praesident Wahlin verweigert Neuputen"

"Beobachter der Arabischen Homsa in Lig"

"Bizarre Trauerbejangungen in  Pjöng-Kund"

14.10.2011 um 18:25 Uhr

Geographie XII.: Minibaren

von: hibou

Die Minibaren sind eine Inselgruppe im Kindischen Ozean. Auf der Hauptinsel befindet sich die zentrale Ausbildungsstätte für Wetterfrösche. Die Mehrzahl der Einwohnerinnen des Archipels sind Frauen. Sie können mit Wetterfühligkeit ja auch weit besser umgehen, als ihre männlichen Pendants. Allerdings sind sie wegen des Gesetzes, das Minirock obligatorisch macht, stark in ihrer Entfaltung behindert. Viele Frauen mit dicken Beinen bleiben konsequenterweise zu Hause. In allen Hotels des Archipels hat es sich eingebürgert, einen kleinen Kühlschrank mit dem Nötigsten in die Zimmer zu stellen. Man gab diesem Ding den Namen “Minibar”, und der Brauch hat sich nach und nach über die ganze Welt ausgebreitet. Auf den Minibaren herrscht der Nullpegel. Zudem droht zusätzlich die Agentur Fitch mit Herabstufung des Landes. Wegen dieses Fakts und des Klimawandels werden wir sie deshalb bald nur noch mit Sauerstoffflaschen besuchen können. Da die Bewegungen unter Wasser weit langsamer sind, bitten wir na logo um eine Verlängerung unserer Sendezeit!

14.10.2011 um 18:21 Uhr

Stimmhaft III (trei)

von: hibou

manches wird net weicher, sonden haerter (sagte das ei im siedenden wasser)

eine weitere veraenderung der sprache haben wir in der verhaertung des "d":

"schulden griechenlands werden getrittelt"

"trum schaute er betrömmelt"

"geh toch nach trüben!"

11.10.2011 um 17:32 Uhr

beim wort genommen

von: hibou

der streit um die treppe eskalierte

zu seiner verwunderung bekam der tiger den löwenanteil

er badete im toten meer cum grano salis

die drachenfamilie verhaengte drakonische strafen

mathematikprofessor ging dem gericht zu berechnend vor

maulwurf ging in den untergrund

viele berliner bahnangestellte blieben auf der strecke

zeitung feiert berichtfest

betonbauer mischt werkstoff auf

ofen leidet jeden sommer an burnout-syndrom

auch raketenstufe fühlt sich ausgebrannt und antriebslos....

weit mehr maenner als frauen werden durch erhaengen hingerichtet. kein trost für ihre weiblichen pendants...

pornodarsteller wird berufsunfaehigkeit wegen sandsacks attestiert.

30.09.2011 um 14:08 Uhr

Geographie VII.: Tunesien

von: hibou

Logischerweise ist in Tunesien Nichtstun nicht erwünscht. Und doch ziehn sie das meiste Geld aus Nixtuern. Denn die Wüste lebt. Sie ist voller All-Inclusive Resorts mit deutschen Touristen. Die Kammerfrauen tun viel, damit es die Nixtunisten gut haben. Draussen heult der Wüstenfuchs, drinnen grünt der Rasen und blaut der Pool.  Als Reiselektüre hat man Karl May, Band 1, Durch die Wüste, mitgenommen. Die Einheimischen können das nicht lesen, denn sie würden von hinten nach vorn vorgehen. Sogar gehustet wird von rechts nach links. Unfassbar! Das Kamel steht nur noch für geführte Touren im Umkreis von einem Kilometer ums Hotel zur Verfügung. Damit es auf den Fotos gut aussieht, werden den ältlichen Reiterinnen und Reitern Kopftücher umgebunden. Abends gibt es Couscous. Danach Schnackselschnacksel.

 

30.09.2011 um 13:19 Uhr

Geopgraphie VI.: Italien

von: hibou

Goethe musste lange warten, bevor seine Freunde Genitalien zeigten. Aber einmal geschafft, gab es kein Ansichhalten mehr. Schon immer hatten die Nordvölker einen Zug gen Italien. Dort zeigen die Horizonte klare Kante. Der Schinken glänzt und die Caprisonne scheint fast immer. Alle Strassen führen nach Rom, man kann sich also kaum verirren. Deshalb kommen auch noch immer Schweizergarden in Rom an. Auf Sizilien essen sie Silizium, auf Sardinien Sardinen. Dort herrscht Bunga Bunga der Erste. Maf schon! ruft er, werd endlich korrupt! Na klar, das mafia! antwortet ein jeder im Hofstaat. Die Schiffe aber fahren net immer nach Rom (Wasser hat keine Balken), sondern zuweilen auch im Dunkeln nach Lampedusa. Ist das Fleisch schon weich? ruft der Kapitän. Garribaldi! antwortet Smutje. Die Leute heissen Aldo Bianco, Aldo Giallo und Aldo Moro. Die weiblichen Filmstars zeigen viel Decolleté und springen voll bekleidet in jeden Brunnen.Auf den Toilettentüren steht: Wer muss, soll ini......

11.09.2011 um 19:26 Uhr

schöne worte II.

von: hibou

Eiertanz

koppheister

Trainerkarussell

drakonisch

Frauenknecht

dreist

Billetdoux

Urstӓnd

09.09.2011 um 11:11 Uhr

Geographie V: Schweiz

von: hibou

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An heissen Tagen heisst es “im Schweize ihres Angesichts”. Das verrät, dass die Schweizer nur im Gesicht schwitzen können, weshalb es dort nur sehr wenige FKK-Gelände gibt. Eines der wenigen heisst Rütli. Dort ist es nur am 1. August erlaubt, sich zu entblössen. Den Rest des Jahres halten die Leute dem Rütli ihr Gesicht hin. Ihre Hosen rutschen dabei, weil sie den starken Franken in der Tasche haben. Müde legen sie sich auf die Dürrenmatt, davon werden sie schnell wieder Frisch. Oder sie trinken ein Walser-Wasser. Diese Glauser!

06.09.2011 um 12:22 Uhr

Geographie IV: Australien

von: hibou

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Irgendwo am Land ist ein Schalter, aber niemand kann ihn finden. Er würde ihn sonst auf “Einstralien” stellen. In den Weiten des verbrannten Landes hüpft der Vogel Strauss Kahn und schaut lüstern nach Zimmervögeln. Wasn Glück, dass ich nicht Zimmermann wurde!

Die Eukalyptusbäume konzentrieren sich auf die Bonbonherstellung. Niemand hustet im ganzen Land, noch nicht einmal die Dornenvögel. Australier sind durchweg gut zu Vögeln. Lieber aber möchten sie selbst fliegen können!

03.09.2011 um 23:19 Uhr

Geographie III: Norwegen

von: hibou

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Sollen wir nach Dänemark rüberschiffen? Ah was, lass uns nach Norwegen lofoten. Das Land ist sehr lang und ebenso weilig. Sie haben einen König. Meist heisst er Olav, manchmal Hakoon, seltener Sven Fischer. Die Trottoirs werden im Winter durch Fussbodenheizung angewärmt. Überall trainieren die Skifahrer, Ole Einar schiesst auch schon mal übers Ziel hinaus. Die Kaffeebohnen werfen sie in den Maehlstrom. Doch bevor sie auch nur die Milch aus dem Kühlschrank nehmen können, ist unsere Sendezeit auch schon um.

02.09.2011 um 09:43 Uhr

Geographie II: Schweden

von: hibou

Wir bleiben noch im Baltikum. Is ja ma wieder tüpesch, dass es "Bottnischer Meerbusen" heisst! Immer diese Frauendiskriminierer. Könnte ihnen so passen, überall über Busen zu schiffen!! Wir kommen nach Schweden. Man sieht dort den Wald vor lauter Baeumen net. Die schaerfsten Kritiker der Elche tummeln sich da. In den Ansiedlungen und verstreuten Gehöften sind die Leute alt. Man begrüsst sich mit "Alter Schwede!" Wer es sich leisten kann, ist nach Amerika ausgewandert oder spielt in der Eishockey-Nationalmannschaft. Wo die Waldung gefaellt, wachsen Ikea-Fabriken aus dem Nichts. Wildgaense rauschen durch die Nacht. Kurt Wallander, das Whiskyglas in der Rechten, blickt ihnen melancholisch nach. Seine Tochter aber verfaengt sich mittlerweile in einem Schlafsack. Nee, nicht in ihrem Freund, einem richtigen. Was, unsere Sendezeit ist schon wieder um???

31.08.2011 um 17:02 Uhr

wörtlich genommen

von: hibou

metzger schnitt sich ins eigene fleisch

hochmut kommt vor dem fall! sagte das verb zum akkusativobjekt

ich fragte den ritter. er gab mir ne geharnischte antwort

wollen sie mit der kreditkarte oder in cash bezahlen? scheinbar!

autowaschanlagen arbeiten mit hochdruck an der reinigung ihres wagens!

10.08.2011 um 09:19 Uhr

Schöne Worte

von: hibou

Energiewende

Ermüdungsbecken

Sammeltaxi

Fettauge

Kredittranche

Tschingdarassabum

Grassieren

Rippenbiest

Dunkelziffer

Sansculotte

Konterfei

Descamisados

Weichbild

King of Bongo

07.08.2011 um 11:47 Uhr

Geografie eins: Lettland

von: hibou

Riga ist die einzige Grossstadt im Baltikum. Dort werden zum Frühstück Holzklötze anstatt von Marmeladen aufgetischt. Nun verstehen wir plötzlich die Redensart: Nicht kleckern, sondern klotzen! gell? Ganz entgegen der Wahrscheinlichkeit ist Riga NICHT der Herkunftsort der Nussrigel. Während der Siesta sehen Städte und Dörfer Lettlands etwas verschlafen aus. Dunkle Waldgeister und die Schatten früherer Deutschritter prägen das Landschaftsbild. Trotz üppiger Sandstrände soll die Wasserqualität in Lettland mit Vorsicht betrachtet werden. Auch die Temperatur ist nicht jedermanns Sache. Doch es gibt ja auch noch andere Beschäftigungen als baden, etwa den Hausbau. Selbst Thomas Mann baute in Lettland ein Haus, er wählte dazu den Ort eines heidnischen Tempels. Das Lettische Haff wurde in der Zeit der Tuberkulose in Kurisches Haff umbenannt. Der geläufigste Vorname in Lettland ist Hans. Dies ist wohl der unbewussten Erinnerung an die Zeit der Hanse geschuldet. Da in der Gastronomie Lettlands keinerlei Zucker verwandt wird, entstand der Ausdruck “Salzletten”. Als die Buchstaben sich bei den Behörden melden mussten, kam das “s” zu spät, weshalb es noch heute immer ans Ende der Worte angefügt wird. Lettisch ist so sehr einfach zu lernen: Kannstdas Dus Brasauskas? Aus der ursprünglich Livland genannten Gegend stammt das Lettengeschwätz. Doch die Zeit für unsere geografische Betrachtung ist auch schon wieder um.....

05.08.2011 um 08:11 Uhr

Stimmhaft II

von: hibou

Dem plötzlich weichgewordenen “s” in “grazhieren”, Diskuzhion” und anderen Doppel-s-Worten steht gottseidank eine –zwar ebenso unlogische- Sprachverhärtung gegenüber:

 

Die Tschurnalisten schreiben viel über Steffi Tschones, noch mehr aber über den Tschungel mit dem Camp. Ist ja ihr Tschob, gell? Aber sie haben wohl Aitmatovs “Tschamilia” net gelesen? Von Tschames Tschoyce zu schweign.

 

Insgesamt wird aber die deutsche Sprache durch diese Verweichlichungen und Verhärtungen jeweils am falschen Platz nicht schöner. Oder?