indalo

27.03.2009 um 09:20 Uhr

Über manche Dinge sollte man nicht (mehr) reden

von: indalo

Es gibt eigentlich nichts, über das ich nicht reden würde. Jedes Thema ist mir recht. Manches regt mich auf, anderes bringt mich zum Nachdenken. Einiges freut mich, anderes ist einfach nur zum Erzählen da. Reden ist was tolles. Und man sollte immer reden, ständig und über alles. Nein, so nun auch nicht, denn Schweigen kann auch sehr angenehm und schön sein, aber reden tut eben auch gut. Und so sehr ich auch der Meinung bin, dass man über alles reden kann und auch sollte, so sehr bin ich auch davon überzeugt, dass es Dinge gibt, über die man eben nicht reden sollte, oder nicht mehr. Und so ist es bei dieser Sache. Es dreht sich im Kreis. Ja, es passieren immer wieder neue Dinge, aber nichts neues. Es ist das gleiche. Wir können uns täglich über die neuesten Sorgen unterhalten, doch ändern tut es auch nichts. Die beiden sind wie sie sind. Sie behaupten glücklich zu sein. Sie fühlen sich glücklich. Warum also sollten wir sie vom Gegenteil überzeugen? Es macht keinen Sinn, dass ich mich zum abertausendsten Mal darüber ärgere, dass die beiden es nicht zustande bringen, miteinander zu reden. Ob ich nun sehe, dass sie vollkommen verschiedene Ansichten haben, oder ich es eben nicht sehe – all das ändert nichts. Ich habe sie oft genug bombardiert und ihr aufgezeigt, was nicht alles schief läuft. Wenn sie weitermachen möchte, kann ich daran nichts ändern. Jeder bestimmt sein Leben selbst, und wenn sie eines Tages aufwachen sollte und merkt, welchen Weg sie in der ganzen letzten Zeit gegangen ist, dann weiß sie, wo sie mich findet. Also lass uns aufhören, darüber zu reden. Es bereitet nur unnötig Sorgen.

25.03.2009 um 10:54 Uhr

Langsam reicht's

von: indalo

Meine Damen und Herren, die Franzosen. Es reicht. Wirklich! Ich habe gerade keinen Bock mehr. Es ist schön, es ist toll, aber meine Güte, macht klare Ansagen. Ja, ich bin gerade frustriert. Mehr oder minder offiziell. Doch deswegen werde ich mich nicht davon abhalten lassen, das Leben weiter zu genießen. Mich nervt dieses Hin und Her. Doch für mich gilt einfach, dass ich’s nicht besser wissen kann. Eine weitere Woche in der Gegend rumhängen. Habt ihr denn wirklich gar kein Erbarmen?

Und dann bekomm ich nicht einmal meine Post. Es nervt. Ich brauche das Geld. Sowohl die einen weigern sich seit über zwei Monaten zu zahlen, als auch die anderen, die sich einfach mal gar nicht melden. Meine dritte Geldquelle schickt mir ne Beschwerde. Na herrlich. Es wird nicht mehr allzu lange dauern und ich werde auf dem Trockenen sitzen. Seit zwei Monaten ist mir das klar, und doch genieße ich mein Leben – es erstaunt mich immer wieder. Manchmal hab ich eben doch die Ruhe weg.

19.03.2009 um 01:38 Uhr

Hyper

von: indalo

Hyper. Einfach nur hyper. Urlaub. Ich bin im schönsten Urlaub. Das Leben ist toll. Dieser Tag, die letzten Tage. Ich liebe es! Ich bin glücklich. So glücklich, dass ich es nicht fassen kann. So sehr glücklich, dass ich nicht weiß, wohin damit. Danke. Danke an die Menschen, die dafür verantwortlich sind. Danke für die kleinen Streicheleinheiten meines Egos, für die größeren über meinen Rücken. Danke für das aufspringen und Treppen runterfliegen. Danke für diese wunderbare Offenheit, danke für diese Mail. Tausend Dank für das Lachen, das Tränenlachen. Für die Erheiterung anderer Menschen, und sowieso für die Nähe. Danke für das Vertrauen und die Vertrautheit. Ich liebe es. Ihr, die Menschen, die mein Leben gerade so sehr bereichern. Danke. Einfach nur Danke. Denn ich liege hier in meinem Bett und kann nicht schlafen. Es ist schon sehr spät. Ich sollte schlafen. Sollte, weil es der Biorhythmus ist, doch ich kann nicht, denn meine Gedanken drehen Kreise. Sie strahlen, so wie ich das Grinsen nicht sein lassen kann. Danke für diese viele Ebenen, auf denen es funktioniert. Danke für das Grinsen, für das Glühen in den Augen. Danke für diese innige Umarmung und danke für diese Worte. Es ist schön, geliebt zu werden.

18.03.2009 um 11:43 Uhr

Ungewollte und doch begrüßte Planänderungen

von: indalo

Es läuft gerade gewiss nicht so, wie ich es mir vorstellte. Es läuft auch absolut nicht so, wie es sein sollte. Nichts. Kein Strang meines Lebens folgt gerade dem Üblichen, Gewohnten oder Erwarteten. Doch das macht nichts. Rein gar nichts. Auch wenn ich es wirklich liebe, wenn Pläne aufgehen und manchmal echt wahnsinnig werde, wenn sie es nicht tun. Auch wenn das eigentlich so ist, so ist es diesmal doch so, dass es mich nicht stört. Es ist wahr, ich nehme das, was kommt und bastele es zu dem, was ich haben will. Und obendrein wird mir ab und an noch was geschenkt. Eine Entschädigung hier für den verpassten Termin, eine Entschädigung da für das geplatzte Treffen. Das ist toll. Und überhaupt geht es mir einfach gut. Es wirkt als gäbe es nicht, was mich aus der Ruhe bringen kann. Ganz im Gegenteil, ich bin so auf mich und mein Inneres eingestellt, dass die einfachsten Geräusche tolle Gefühle und Sehnsüchte bei mir auslösen. Das simple Springen eines Balls bringt mein Herz dazu höher zu hüpfen. Einfach so.

16.03.2009 um 10:41 Uhr

Du in meinem Herzen

von: indalo

Mein Herz. Voll von leeren Räumen, die gefüllt werden wollen, voll von Zimmern gefüllt mit zu verschenkender Liebe, voll von Orten, die Liebe ausstrahlen und Menschen beherbergen. Die Räume bieten Platz für alles, was noch kommt, die Zimmer verteilen ihre Energie an andere und die Orte, die wärmen. Und gestern wurde so ein Ort wiederbelebt, einfach so. Ich bekam eine Mail, nicht aus heiterem Himmel, und doch irgendwie überraschend. Überraschend lang, überraschend herzerwärmend. Du in meinem Herzen. Ja du. Das warst du schon damals, du erinnerst dich? Als du gingst? Als das Ende kam und ich trotz all dem Glück im Leben um dich weinte. Damals. Das ist schon einige Monate her, dieser grauenvolle Tag. Ich erinnerte mich dieses Jahr an ihn, auch wenn er nicht wiederkam. Und bald kommt der nächste Jahrestag... wie auch immer, damals war’s ein Ende, ein Ende das nicht absehen ließ, wie es weitergeht. Ich hatte keine Erwartungen, und genau deswegen hast du sie gesprengt. Total übertroffen hast du sie. Gerade gestern. Diese Mail... der Wunsch, uns besuchen zu wollen, der Wunsch, Zeit mit uns zu verbringen, der Wunsch, mit uns reisen zu wollen. Du bist in meinem Herzen und hast Feuer entfacht. Und es ist unglaublich schön, dass es heute noch für dich brennt. Es zeigt mir, dass es noch Jahre brennen wird und du auch in Jahren noch Holz dazu packen kannst!

Ich bin glücklich. Einfach so. Weil die Sonne scheint. Weil der Himmel blau ist. Weil ich mich auf die Zukunft freue. Weil ich meine Erinnerungen habe. Weil ich tolle Menschen kenne. Weil ich Liebe spüre. Weil mein Herz glüht. Weil ich mich auf einiges verlassen kann. Weil ich auch in schlechten Phasen gutes sehe. Weil ich umarmt werde. Weil ich weiß wie es ist, wenn die Chemie einfach stimmt. Weil ich lebe. Weil ich liebe. Weil es dich gibt.

11.03.2009 um 22:34 Uhr

Die Hintergründe des Magentreffens

von: indalo

Meine übergroße Vorliebe für Junkfood der letzten Tage lässt sich leicht erklären... Das hat nichts mit einer eventuellen Schwangerschaft zu tun – als ob das mögliche wäre! Nein, es hängt ganz einfach damit zusammen, dass ich mich geistig anstrenge. Jawoll. Nein, nicht so richtig, denn eigentlich entsteht die Vorliebe für das Vertilgen verschiedenster Sachen immer aus dem Bedürfnis, etwas anderes zu tun als meinen Bildschirm und die darauf vorhandene weiße Fläche anzustarren. Es gibt einfach immer wieder den Punkt, an dem ich anfangen oder weitermachen will und mich letztlich dafür entscheide, die nächste Packung Futterkram aufzureißen und zu gucken, ob ich darin nicht den Motivationsschub schlechthin finde. Wenn ich dann auch sorgsam sämtliche Verpackungen geöffnet habe und meinen Magen mit Nahrung aus allen Lebensmittelkategorien vollgestopft habe, bleibt mir irgendwann nicht anderes übrig, als mich doch tatsächlich der mir schon viel zu lange bevorstehenden Arbeit zu widmen.

So, und da gestern ersichtlich war, dass ich auf der Suche nach exotischen Kombinationsmöglichen fündig geworden bin, folgt daraus auch, dass ich mit meiner Arbeit vorangekommen bin. Es ist sogar schon seit gestern früh der Fall, dass ich der Ansicht bin, ausnahmsweise mal fertig zu werden – nicht auf die letzte Minute, sondern immerhin die vorletzte. Ob das nun als Steigerung bzw. Fortschritt zu betrachten ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich weiß nur so viel: Gute Vorsätze sind für die Katz, das nächste Mal fang ich genauso spät an wie gewohnt.

10.03.2009 um 18:11 Uhr

Multikulturelles und internationales Magentreffen

von: indalo

In meinem Magen streiten sich gerade Chips und Wurstscheiben, das Baguette schlägt sich auf die Seite der Wurst und die Lakritzpastillen befürworten wohl eher die Argumente der Chips. Jedoch sind sie nicht so verständlich, denn finnisch spricht mein Magen nun wirklich nicht. Auch die Schokolade aus Finnland hat Kommunikationsschwierigkeiten, macht aber der deutschen Yogurette schöne Augen. Jedoch muss die gute Fazer Schokolade mit Mintstückchen sich ordentlich in Acht nehmen, denn rein sprachlich sind die Smarties wieder mal im Vorteil, denn auch die stammen aus Deutschland. Die französischen Erdnüsse sind eigentlich hinter den genauso einheimischen Chips her, doch die scheinen gerade mit dem Baguette zu liebäugeln. Der Orangen-Bananen-Saft wirbelt alles durcheinander und fragt einfach niemanden nach der Herkunft. So ist es ein munteres Treiben in meinem Magen und das Wasser spült immer mal die schlechte Luft davon, sodass bald noch Salzstangen und typisch amerikanische Kekse folgen können. Der nach mint schmeckende Camembert wurde schließlich schon probiert und für nicht würdig gehalten und die Tortilla nach mexikanischer Art haben es bisher nicht in die Nähe meiner Speiseröhre geschafft. Vielleicht sollte ich mich den süßsalzigen Riegeln aus den Vereinigten Staaten widmen, die haben es bisher doch immer geschafft, für Ruhe zu sorgen. Doch irgendwie mag ich lieber kräutrigen Frischkäse oder Billigschokolade ausm Glas löffeln. Also noch einen großen Schluck Wasser hinterher schütten bevor der Tumult wieder losgeht.

09.03.2009 um 22:02 Uhr

Genau richtig

von: indalo

Sie macht genau das richtige. Sie schweigt. Komplett. Ganz egal worum es geht, ganz egal was sie interessiert. Sie schweigt. Kein Kommentar, keine Reaktion. Ab und an ein kleiner Fehler, ein Ausrutscher. Vielleicht einfach nur ein Lebenszeichen, eine Bestätigung dafür, dass angekommen ist, was ich verschickte. Mehr nicht.

Vielleicht ist das genau das richtige. Denn würde sie sich immer bruchstückhaft melden, so wäre ich nicht glücklich. Und ich wäre auch nicht frei. Jetzt bin ich es. Ich kann frei durch die Welt laufen, ich brauche mich nicht über sie ärgern und sie kann gar nicht im falschen Moment was falsches sagt. Sie sagt einfach gar nichts. Das ist es. Das ist die Antwort auf die Frage. Ich hab’s. Jetzt in diesem Moment flog der Gedanke durch meinen Kopf. Sie hat einen großen Fehler begangen, das denke ich noch ab und an. Doch vielleicht war auch genau das richtig. Hat sie es gar bewusst getan? Ist sie sich darüber im Klaren? Oder tat sie einfach nur, was ihr in Sinn kam? Bzw. tat sie einfach nichts, weil ihr nichts in den Sinn kam?

Ganz egal wie, ich habe keine Antworten. Der Tag an dem ich Antworten erhalten sollte wird ein Tag an dem ich lächel. Doch gewiss nicht der nächste, denn bis dahin wird es noch viele Gründe zum Lächeln geben. Sie macht genau das richtige!

08.03.2009 um 23:09 Uhr

in den schlafzimmern in denen nicht richtig gelacht wird, wird auch nicht richtig geliebt

von: indalo

Das möchte ich einfach mal in die Welt hinaus schicken. Ohne speziellen Zusammenhang, ohne Hinweis an irgendwen. Einfach nur so. Vielleicht weil heute Weltfrauentag ist, vielleicht aber auch weil heute Sonntag ist. Falls ersteres der Fall ist, eine Aufforderung an alle Frauen: Lacht mehr! Aber auch an die Männer: Lacht um euer Leben! Und die Kinder: Lacht weiterhin so schön!

Ja, das wollte ich sagen. Denn irgendwer hat mal behauptet, man solle im Schlafzimmer, insbesondere im Bett und ganz speziell beim Sex nicht lachen. Wer hat denn so was erfunden? Wer behauptet derartiges? Ich oute mich: Ich lache auch beim Sex. So leid es mir tut für all diejenigen, die bisher leiden mussten, und für all diejenigen, die vielleicht noch leiden müssen. Ihr seid gewarnt. Ich kann auch mal mitten beim Sex einen richtigen Lachkrampf bekommen, sodass ich mich nicht wieder einkriege. Und das ist gut so. Denn das bedeutet, dass ich Spaß habe, und das soll Sex doch sein, oder nicht? Sicherlich passiert das nur, wenn ich Vertrauen habe, und eine Basis, doch auch das gehört nach weitläufigen Meinungen zum Sex dazu. So. Also macht was ihr wollt, lacht oder lacht nicht, aber unterdrückt keine Gefühle. Und fühlt euch um Himmels Willen nicht angegriffen oder ausgelacht, nicht beschämt oder gekränkt.

Lachen gehört auch ins Schlafzimmer!