indalo

30.11.2009 um 19:26 Uhr

Ich habe keine Angst davor, Fehler zu machen.

von: indalo

Ich liebe mein Leben.

Einfach so. Das soll es sein, das soll für sich sprechen. Denn so ist es. Immer und immer wieder. Und ich genieße es, in vollen Zügen. Bei allem drum und dran bewahre ich mir die Ruhe, zu genießen. Ruhe zu genießen. Entspannung zu fühlen. Gelassenheit zu erleben.

Meine Freunde sind mein größter Ruhepol. Einen ganzen Abend lang kann ich mich hinsetzen und sie beobachten. Einfach so. Ich muss nicht teilhaben, ich muss nicht in dem Geschehen mitwuseln. Einfach nur im selben Raum sitzen und lauschen. Das genügt mir. Und das habe ich am Wochenende getan. Und ich liebe es, auch wenn manch einer noch irritiert ist. Sie nehmen es alle hin, sie nehmen mich alle hin. So wie ich bin. Und dafür liebe ich sie noch mehr. Von Herzen. So sehr, dass ich es nicht auszudrücken vermag, auch wenn ich es immer wieder versuche. Sie sind mein Leben.

Und an meinem gedankenreichen Wochenende habe ich eine Feststellung gemacht. Darüber hinaus habe ich es geschafft, sie in Worte zu fassen.

Ich habe keine Angst davor, Fehler zu machen.

Das ist die Feststellung dieses Semesters. Ich sitze in meinen Seminaren und werde ungeduldig, weil sich niemand meldet. Ich allein sitze da und melde mich. Nicht, weil ich streben will. Zwar auch, denn ich will etwas lernen. Aber aus dem einfachen Grund, dass wenn ich mich nicht melde, niemand es tut und wir die Zeit schweigend absitzen. Das kann’s einfach nicht sein. Dazu ist meine Zeit zu wertvoll. Ich will sie nicht absitzen, ich will was lernen. Rumsitzen und schweigen kann ich auch zu Hause.
Und kurz bevor ich genervt werde, versuche ich, mich in meine Kommilitonen rein zu versetzen und begegne auf diesem Weg der Angst vor dem Fehlermachen. Genau diese Angst sitzt in uns allen, tief innen drinnen. Es hat mich jetzt einige Jahre gekostet, dagegen anzugehen. Und das, obwohl ich mir dessen gar nicht bewusst war. Weder der Angst selbst, noch, dass ich dagegen etwas unternehme. Sie ist einfach nicht da. Ich melde mich und gebe meinen Vorschlag zum Besten. Ob er nun richtig ist oder falsch. Gut, das ganze geht auch mit dem Umstand einher, dass ich mir einfach viel sicherer meines Wissens bin. Und doch hat es eben auch mit der nicht (mehr) vorhandenen Angst zu tun.
Denn selbst bei Dingen, bei denen ich unsicher bin, Dingen, bei denen ich wirklich nicht weiß, worum es geht, selbst bei diesen Dingen stell ich mich vor meine Seminargruppe inklusive Professor und sage, dass ich nicht weiß, wie es geht. Ich lebe damit, einfach so. Denn ich habe keine Angst, etwas falsch zu machen. Ich akzeptiere es. Und genau das gibt mir so viel von meiner Gelassenheit, von meiner inneren Ruhe und Zufriedenheit.

26.11.2009 um 18:52 Uhr

Weiterhin gelassen

von: indalo

Wahnsinn. Ich bin so viel ruhiger, so viel gesetzter geworden, dass ich es mir gar nicht vorstellen kann. Und dabei erlebe ich es. So viel, dass es schon übertrieben wirkt. Denn man könnte jetzt meinen, ich wär früher besonders unruhig gewesen... hmm... einerseits war ich das gewiss, aber andererseits auch nicht. Ich war halt. Irgendwie. Keine Ahnung. Aber jetzt, da bin ich ruhig. Ruhig, gelassen, entspannt.

Ich sehe, wie viele Dinge schief gehen. Ich beobachte kritische Zustände und nehme sie hin. Ich leb einfach damit, wenn jemand der Meinung ist, mich härter rannehmen zu müssen als andere. Was soll’s. Ich leb damit. Gut sogar. Es ist kein Aufgeben, kein Wehrlosfühlen. Nein, es ist einfach die Erkenntnis, dass es in manchen Dingen einfacher ist, sie hinzunehmen als gegen sie anzukämpfen. Insbesondere dann, wenn es sinnlos ist. Und deswegen lass ich ihre Sonderbehandlung soweit über mich ergehen, wie ich es für richtig halte. Wenn sie das braucht, wenn sie es regelmäßig erleben muss, mir vollkommen grundlos zu widersprechen, dann soll sie das tun. Sie macht es womöglich glücklich und mich macht es stärker. Soll sie da sitzen, meine Aussage für völlig daneben halten und nach ihrer Predigt an genau dem Punkt angelangen, der das war, was ich aussagte. ICH durchschaue diese Taktik. Ob sie es tut, sei dahingestellt.

Das ist die eine Sache. Die andere hängt mit wichtigen Ereignissen zusammen. Vorträgen, Klausuren, Arbeiten. Irgendwie so was. Ich bin entspannt. Auch zwei Tage vorher, wenn ich noch immer keinen Schimmer habe, was genau ich vortragen soll und worum es überhaupt geht, ja, auch dann bin ich noch völlig ruhig. Am Tag selbst, wenn ich immer noch weiß, dass mir die Erklärung mancher Dinge einfach nicht einleuchtet, wenn ich das Gefühl habe, keine Struktur zu haben, auch dann bin ich total gelassen. Ich nehme meine Schwächen an wie sie sind. Ich stell mich dann hin und sage, dass etwas so ist und ich es nicht erklären kann. Einfach so. Denn was soll ich auch anderes machen? Wenn der Professor deswegen der Meinung ist, ich würde nicht bestehen, dann ist das so. Dann habe ich den Schein womöglich nicht verdient, denn ich habe es nicht verstanden. Und das akzeptiere ich. Einfach so.

Damit erstaune ich mich von Zeit zu Zeit mehr. Je länger diese Gelassenheit anhält, desto länger bin ich erstaunt. Sie scheint nicht zu gehen, an ihr scheint nicht gerüttelt werden zu können. Erstaunlich, wahrlich erstaunlich.

25.11.2009 um 23:46 Uhr

geschafft und gesund

von: indalo

So, die nächste Aufgabe wäre soweit vorbereitet. Gucken wir mal, wie’s morgen läuft. Ich bin ganz zuversichtlich und grundsätzlich optimistisch. Es wär ein Schlag in Magen, wenn es morgen nicht zufriedenstellend laufen würde. Doch darüber denke ich dann morgen nach. Jetzt bin ich müde.

Doch bevor ich gar nicht mehr dazu komme, möchte ich etwas festhalten. Nicht nur festhalten, auch gewisse Menschen über gewisse Dinge informieren. Denn letzte Woche war es soweit, ich habe endlich das getan, was ich mir im Sommer vorgenommen hatte. Ich wollte mal zu nem Arzt gehen, irgendwer erinnert sich bestimmt. Nunja, ich war auch im Sommer bei nem Arzt, oberflächlich. Doch letzte Woche wurde ich mal grundüberprüft. Nicht grundüberprüft weil ich sagte, dass ich das Gefühl hätte, es wäre etwas nicht in Ordnung, sondern einfach so grundüberprüft. (Nicht ganz einfach so, aber so wollen wir das hier mal hinstellen.) Jedenfalls lautet die Diagnose kerngesund. Ja, vom Kern (oder auch Herzen) auf gesund. Was will man mehr?

23.11.2009 um 17:11 Uhr

Jetzt heißt es Daumen drücken.

von: indalo

Heute habe ich den Briefumschlag eingesteckt. Viel zu viele Zettel sind enthalten, ich hoffe das Porto reicht. Jetzt gerade wird der Briefkasten geleert. Ich sende meine ganzen positiven Energien mit diesem Brief. Es ist mir wichtig, es ist mir wirklich wichtig.

Noch nie standen meine Chancen so schlecht, oder zumindest war ich mir dessen nie bewusst. Ich habe das Gefühl, immer nur Dinge gemacht zu haben, bei denen ich davon ausgehen konnte, dass es klappt. Zum ersten Mal sitze ich da und wage nicht zu sagen, dass es so ist. Sondern dass man abwarten muss, gucken muss, was passiert. Deswegen äußere ich meine Pläne auch nicht. Deswegen weiß kaum jemand von dieser Bewerbung. Ich glaube heute habe ich der dritten Person überhaupt davon erzählt. Also der dritten Person meines privaten Umfeldes. Wobei ich die erste Person bin, also genau zwei Personen davon erfahren haben.
Ja, so bin ich.

Nun denn. Keine weiteren Gedanken machen, nicht sorgen, nicht warten. Einfach nur Daumen drücken. Und positiv denken. Das ist fortan mein Job. Denn es wird klappen. Ich will es von Herzen, und es ist richtig. Daraus folgt, dass es klappen wird. Einfache Gleichung, schwierig aufrecht zu erhalten. Also helft mir, wenn ihr Zeit zum Daumen drücken habt :-)

22.11.2009 um 14:13 Uhr

Mein Vater hat ne Freundin, mein Vater hat ne Freundin *gg*

von: indalo

Mein Vater hat ne Freundin, mein Vater hat ne Freundin *gg*

Ha, es ist soweit. Nach all den Jahren, nach all den Monaten, nach all der Zeit. Er hat gestanden. Yessa. Er hat ne Freundin und ist ja so süß. Jetzt gräbt er Erinnerungen von meiner Mutter aus, ich fass es nicht. Die Welt wird runder, die Welt macht mehr Sinn. Nach all der Zeit. Unglaublich.

Er ist wie meine Mutter. Auch ihr Partner wollte mit mir reden, ohne sie. Das behagte ihr gar nicht. Ich glaub die Zeit, die ich mit ihm unterwegs war, gehört zu den schlimmsten Zeit ihrer letzten Jahre. Sie muss wie’n aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung gelaufen sein. Selten hab ich sie so nervös erlebt. Selten, oder gar nie. Eher nie.
Und er macht sich jetzt Gedanken darüber, ob er ihr meine Email gibt. Wie putzig. Und wie knuffig, dass sie sie haben will. Ich find alles gerade rosarot und süß und knuffig und putzig und knuddlig. Die Welt ist rosarot. Einfach faszinierend.

“Das ist jetzt doch etwas näher.“ Ach, sach bloß? *gg* Ob man das gemerkt hat? Hallo, ich kann mich genauso blind wie taub stellen. Keine Sorge. Also nein, zu merken war nix, ich hab nur darauf gewartet, dass er endlich mal damit rausrückt, dass mit „wir“ nicht ständig sein alter Ego gemeint ist, sondern wirklich eine Frau. Hat ja jetzt lange genug gedauert. Und sie hat wohl immer wieder gefragt, ob ich es denn jetzt wisse. Aha, aha? Was mich da wohl für eine Email erwartet. Spannend.

Mein Vater hat ne Freundin, mein Vater hat ne Freundin *umherhüpf*

22.11.2009 um 11:04 Uhr

Schade

von: indalo

„Gilt das nach wie vor?“ – „Was?“ – „Dass du das trennen willst?“ – „Ich denke schon, wenn ich es denn richtig verstehe.“ – „Tust du“ – „Ja...“ – „Es richtig verstehen.“ – „Ich nehme es an.“ – „Das war keine Frage.“ – „Achso, okay.“ *schweigen* „Schade.“

Diese wenigen Worte springen immer noch durch meinen Kopf. Letzte Nacht. Nicht die letzten Worte, aber womöglich die letzten Worte zu diesem Thema. Zumindest vorerst.
Mitten in der Nacht wachte ich auf, schreckte hoch und mir gingen diese Worte durch den Kopf. Heute morgen, als ich aufwachte, nur diese Worte in meinem Kopf. Schade. Schade, ich weiß? Schade, es tut mir Leid? Nein, Schade, Schweigen. Ein Blick. Was für ein Blick?

Und ich fühlte ihr Herz an meinem schlagen. Wie es schneller wurde, wie sie schwerer atmete. Ich konnte es fühlen, jede Veränderung. Ich wusste, was geschehen sollte, nur nicht wie. Es kostete Mut. Doch es tat nicht weh. Es war okay. Und dann fiel sie zusammen, in meinem Armen. Sie sackte in sich zusammen. Ich merkte wie einzelne Muskeln nachließen. Stück für Stück.

Irgendwie war es unheimlich.

18.11.2009 um 21:48 Uhr

Blume auf nicht vorhandener Fußmatte

von: indalo

Heute fand ich eine Blume vor meiner Tür. Und eine Karte. Es klingelte des nachts an meiner Türe und niemand antwortete. Auf Grund diverserer negativer Erfahrungen bei unerwartetem Klingeln öffnete ich nicht die Tür. Manche Erfahrungen können noch so belanglos sein, man möchte sie doch kein zweites Mal machen. Eine Blume und eine Karte für mich. Eine eher kitschige Karte, aber eine unkitschige Blume. Eine schöne Blume. Jetzt steht sie nur einen Meter entfernt von mir. Orange mit grüner Vase und blauem Hintergrund. Schön.

Heute war bisher kein guter Tag. Ich hab kaum geschlafen, schlecht noch dazu, und dann beschäftigte mich das Gezeter von gestern. Dass ich es eigentlich heute ansprechen wöllte, doch auf Grund von Umständen auf morgen warte. Morgen Nachmittag, wenn ich eigentlich keine Zeit habe. Nunja, so viel zu meiner Nacht. Dann begann der Tag echt grausig. Ich saß in diesem Raum und kochte innerlich. Nicht so richtig, ich bemühte mich noch um geistigen Durchzug, doch wenn ich mich weniger auf die Arbeit und mehr auf mein Gefühl konzentriert hätte, wäre ich am Kochen gewesen. Wütend. Denn das ging echt nicht mit rechten Dingen zu. Ich bin der Arsch vom Dienst, und das wurde heute mal so richtig gezeigt. Er das Naturtalent, sie diejenige von der man ohnehin nicht anderes erwarten würde als eine gute Leistung. Und ich? Ich der Depp. Ich muss erst überzeugen, erbringe eine wunderbare und fast makellose Leistung und bekomme gerade Mal so Lob. Nichts überschwängliches, einfach nur ein „in Ordnung“. Und die mit ihren nicht fertig ausgeführten Planungen? Da redet man von Naturtalent? Es reicht. Wirklich, heute hat’s gereicht. Ich bin am Ende meiner Weisheit und bemühe mich darum, es nicht persönlich werden zu lassen. Nun gut, was soll’s.

Auf dem weiteren Weg grübelte ich nur. Wusste gar nicht genau, worüber. Aber ich grübelte. Dann ging ich nach Hause und heiterte mich auf. Erst aß ich etwas und sobald der Teller leer war, setzte der richtige Hunger ein. Richtiger, magenknurrender Hunger. Und das bei zwei vollen Tellern Nudeln? Mein Körper spinnt, welch Neuigkeit. Also auch hier keine Befriedigung. Aber meine neueste Suchtserie konnte mich auf neutralen Boden zurückholen. Ich war ja gar nicht aufgebracht, aber lächeln war anstrengend. Dann lächelte und lachte ich schön. Doch die Gedanken blieben die gleichen. So kann’s nicht weitergehen, da muss geredet werden. Und dann fand ich eine Blume auf meiner Fußmatte und lächelte das erste wahre Lächeln des Tages. Kurz nachdem ich es genossen hatte, verbot ich mir, darüber nachzudenken. Wieso diese Blume? Entschuldigung? Aufheiterung meiner Person, die unangemessen wäre? Nein, nicht darüber nachdenken. Einfach nur genießen. Und genau das tue ich jetzt *smile*

17.11.2009 um 22:50 Uhr

großes Theater

von: indalo

Vielen Dank für mein Selbstbewusstsein. Und danke an mein Selbstbewusstsein, dass ich ihr derzeitiges Verhalten nicht auf mich beziehe.

Sowas zickiges und biestiges hab ich lange nicht mehr erlebt. Ziemlich genau zwei Jahre wenn ich’s recht bedenke. Und jetzt macht die hier nen Terz als wär ich der Feind auf Erden. Na herrlich. So lass ich mich nicht behandeln, wirklich nicht.

...nur anscheinend von ihr. Ausnahmsweise. Weil ich weiß, wie stressig diese Zeit gerade für sie ist. Aber merkt sie das nicht? DAS ist es, wovor ich sie das ganze Semester schon warnen will... denn nein, das ist weder gut für sie noch für mich oder sonst irgendwen in ihrer Umgebung. Merkt sie nicht, dass sie sich damit kaputt macht?

Letzte Woche ging es mir so, vorletzte Woche auch. Ich drehte am Rad, Kreis um Kreis wie ein Wirbelwind. Doch der Unterschied zwischen mir in stressigen Zeiten und ihr in stressigen Zeiten ist immer noch der, dass ich das nicht an anderen auslasse. Nein, ich habe sie nicht angezickt und wenn es doch mal dazu kam, dann zog ich mich zurück. Und was macht sie? Auf Angriff gehen, maulen, zicken und rumstänkern. „Ein einfaches Ja wär die richtige Antwort gewesen.“ Nein verdammt, denn die richtige Antwort wäre Nein gewesen, doch die Erklärung führte dazu, dass es eben doch ein Ja werden wird, in nur wenigen Minuten. Doch diese Zeit musste vergehen eh ich wirklich sagen konnte, dass das Programm läuft, in dem Moment installierte es sich. Und da werde ich auch immer bei der Wahrheit bleiben. Denn nein, dort einknicken und einen auf „Ja und Amen“ machen, das kommt nicht in Frage.

Oh bitte sag mir, dass sie sich dessen wenigstens bewusst ist und dieses Theater gerade keine weiteren Konsequenzen hat. Bitte sag mir, dass es nichts mit... neulich zu tun hat, nichts mit den Emails, mit der Offenbarung und der Einseitigkeit. Bitte.

14.11.2009 um 23:25 Uhr

In ihren Armen

von: indalo

Es ist so schön, in ihren Armen einzuschlafen. Einfach so dazuliegen und wegzunicken. Ohne irgendwas. Nicht einmal Gute Nacht haben wir gesagt, ich hab einfach geschlafen. Das passiert nicht oft, eher selten. Und bei ihr erlebe ich es immer wieder.

Es ist ein großes Wohlgefühl vorhanden. Ich vertraue ihr, sie vertraut mir. Ich fühle mich unglaublich wohl in ihrer Gegenwart. Nicht immer sind wir einer Meinung, sogar öfter vertreten wir verschiedene Standpunkte. Und doch bilden wir eine Einheit, sind eins miteinander. Und es fühlt sich sehr schön an, sehr angenehm.

Ich schlafe sehr gerne in ihren Armen ein.

10.11.2009 um 20:52 Uhr

Glaubst du an das Gute im Menschen?

von: indalo

Glaubst du an das Gute im Menschen?

Das habe ich mich heute gefragt. Gerade eben, genau genommen. Und ich weiß nicht genau, was ich darauf antworten soll. Ja, nein, vielleicht.

Ich bin definitiv einer der positivsten Menschen, die ich kenne. Wenn nicht sogar der positivste Mensch. Heute geschah ein perfektes Beispiel. Vor zwei Wochen schlug ich vor, in einiger Zeit einen Brunch zu veranstalten. Daraufhin kam keine Reaktion, nunja. Soll vorkommen. Durch Zufall erfuhr ich heute, dass an jenem Datum, das in meinem Vorschlag enthalten war, ein Brunch stattfindet. Mit eben jenen Leuten, an die ich dabei dachte. Nur ohne mich. Ich wusste von nichts, und neu sind die Pläne auch nicht. So. Jetzt hatte ich die Wahl:
1. Ich finde diese Welt hundsgemein und glaube an eine Verschwörung. Die mögen mich nicht mehr, die haben was gegen mich und nutzen meine guten Ideen um sich hinter meinem Rücken zu treffen. Die ganze Welt ist gegen mich.
2. Es wird irgendwo ein Missverständnis gegeben haben, des Rätsels Lösung muss gefunden werden.

Ich entschied mich zwar nicht so bewusst für die zweite Variante, wie man jetzt meinen könnte, aber ich folgte ganz offensichtlich diesem Weg. Statt bockig und beleidigt zu sein, stellte ich lediglich die Frage, wieso ich davon nichts wisse. (Ich warf es nicht vor, ich fragte.) Dank der heutigen Technik bekam ich schnell eine Antwort. Keine wirklich aufschlussreiche, aber nun gut. Da das Leben nicht immer nur auf einer Ebene läuft, hängt an diesem Brunch weitaus mehr als ein einfaches Frühstück. So schrieb ich parallel mit drei Leuten um möglichst schnell und einfach zu klären, was es zu klären gab. Doch wichtig dabei ist: Jeder Kontakt beruhte auf anderen Gründen. Ich habe nicht dreimal das gleiche Anliegen bequatscht, auch wenn es alles auf dasselbe hinausläuft. Wie auch immer, genau zwei Stunden später war die Sache geklärt. Einfach so. Ich könnte toben, könnte beleidigt sein, könnte deprimiert werden, weil mich einfach niemand mehr mag. Das würden wohl sehr viele Menschen tun, und ganz besonders zwei von denen, mit denen ich schrieb. So sind sie, ich kenne sie lange genug um das mit Gewissheit zu sagen. Doch ich bin anders, das ist mir wohl bewusst. Ich nehme das mit Humor, glaube an Zufall und Missverständnisse. Nichts böses steckt dahinter. Und falls doch, dann ignorier ich das gekonnt.

Das war Fall Eins heute. Fall Zwei war eine etwas unschöne Begegnung mit einem Professor. Daraufhin schickte ich einer Kommilitonin eine Email mit einem Hilfegesuch. Ich erwartete mehr als ich dachte, denn ich erwartete überhaupt irgendwas. Auch wenn ich es nur innerlich erwartete, äußerlich fürchtete ich, es käme keine Antwort, zumindest nicht rechtzeitig. Dies zeigte sich bei meinem zweiten Hilferuf auf gleicher Ebene. Dort kam nichts und ich wage zu bezweifeln, dass da überhaupt irgendwas kommt. Nunja. Jedenfalls wurde mein Hilferuf beantwortet. Mehr als das. Es kam so viel mehr als ich erwartet hätte, so viel mehr als ich erhofft hatte. Und ich sitze hier und... ja, ich gestehe, mein amüsierter Gedanke fragte: „Schuldet sie mir irgendwas? Macht sie das so ausführlich und perfekt, weil sie in meiner Schuld steht? Oder ist sie einfach so?“. Gar nicht meine Art, eigentlich. Wobei es sehr naheliegend ist, dass es der Wahrheit entspricht. Doch das mindert ihre Mühe keineswegs, denn was ich womöglich für sie getan habe, habe ich nicht mit dem Gedanken getan, irgendwann mal dafür etwas zurück zu bekommen. Demnach bin ich trotz allem sehr positiv überrascht. Sie gefällt mir und steht jetzt definitiv hoch im Kurs. Und ich bin ihr sehr dankbar.

Doch all das bringt mich zurück zur Eingangsfrage. Glaube ich an das Gute im Menschen?

08.11.2009 um 16:55 Uhr

Genau wie vor einem Jahr

von: indalo

Als ich heute früh erwachte, war es neblig. Genau wie vor einem Jahr. Nicht genauso in der Intensität, aber es war neblig. Und es fiel mir auf.

Doch ich fühle mich nicht wie vor einem Jahr. Ich fühle mich ganz anders. Ich habe mich entwickelt, bin älter und reifer geworden. Ich betrachte viele Dinge von einem anderen Standpunkt, ich vertraue noch ein Stück mehr auf das, was ich tue. Darauf, dass es richtig ist, das zu tun.

Vor einem Jahr, da fragte ich mich, wie in aller Welt ich diese große Aufgabe erledigen soll. Vor einem Jahr, da hatte ich viele Sorgen, die jetzt keine mehr sind. Dafür habe ich andere. Sorgen, über die ich vor einem Jahr noch nicht nachdachte. Dinge verändern sich.

So frage ich mich zur Zeit nicht nur, wie ich dieses Semester überstehen soll, wie ich die ganzen zusätzlichen Dinge erledigen soll, wie ich die Prüfungen bestehen soll und gleichzeitig Herr meiner selbst bleiben kann. Das ist die eine Sorge. Diese hatte ich vor einem Jahr auch. Zwar mit anderen Gesichtspunkten, aber dennoch sehr gut vergleichbar.
Die andere große Frage ist nun das Danach. Was kommt danach? Was passiert, wenn ich dieses Semester und das darauffolgende überstanden habe? Was kommt als nächstes? Fragen, die ich mir vor einem Jahr nicht stellen wollte, nicht gestellt habe. Damals waren sie noch nicht so wichtig. Doch jetzt sind sie es. Und in einem Jahr, da werde ich wissen, wofür ich mich entschieden habe, ob andere sich für mich entschieden haben. In einem Jahr werde ich wieder so viel weiter sein in meinem Leben, so viel älter und reifer.

06.11.2009 um 17:40 Uhr

Eine Reisende weniger

von: indalo

Und sie hat es aufgegeben... oder verschoben... aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Doch... das ist etwas anderes. Bei ihr. Sie, der Mensch, der mein Reisefieber teilt, der Mensch, der irgendwo noch ein Lichtblick in dieser Welt der treulosen Tomaten war. Ein Lichtblick, ein schwacher Hauch von Kerzenlicht. Sie wurde ausgepustet, diese Kerze. Sie hat aufgegeben, wofür sie bereit war alles zu geben. Doch sie war nie wirklich bereit, alles zu geben. Sie glaubte es nur. Gut, dass ich nie fest daran geglaubt habe, gut, dass ich mein Seelenheil nicht auch nur ansatzweise auf sie stützte. Sonst wäre ich jetzt wohl am Boden zerstört. Berühren tut es mich dennoch, auf eine Art. Denn es wirft die immer wiederkehrende Frage auf, ob ich genauso bin. Ob wirklich alle Menschen so sind, und ich es demnach eines Tages genauso sehen werde. Eine Frage, die ich mittlerweile kommentarlos bejahen würde. Denn ich räume es ein, schon jetzt. Ich werde mich wohl verändern, dann und wann. Doch bis dahin kämpfe ich für das, woran ich jetzt glaube, was mir jetzt wichtig ist. Und einen letzten Menschen gibt es noch, bei dem ich darauf warte, dass er sich verändert. Ein letzter Mensch dümpelt durch mein Leben. Wenn auch sie eines Tages (oder eher eines Jahres) gegangen sein wird, dann werde wohl auch ich diesen Weg einschlagen.

05.11.2009 um 23:55 Uhr

Danke, dass du da warst.

von: indalo

Sie hat sich gemeldet. SIE hat diesen Schritt gemacht. Und ich bin stolz auf sie. Einfach weil. Sie hat geschrieben, ob und wann sie vorbeikommen könne, und dann hat sie’s einfach gemacht. Weil. Weil da immer noch so viel ist. So viel, das erzählt werden will, so viel, worüber wir noch reden müssen. Erzählt haben wir einiges, doch geredet werden muss noch. Irgendwann. Vielleicht auch im Nachhinein. Das würde mir reichen. Sie bedeutet mir einfach so viel, dass ich jeglichen Ärger, jegliche Wut, jeglichen Schmerz vergessen habe. Ich weiß nur noch, dass da was war. Dass was geklärt werden wollte. Doch vielleicht besteht die Klärung einfach darin, wie wir miteinander umgehen. Dass wir miteinander umgehen.

Da sitzt sie vor mir. Redet, einfach so. Erzählt mir dies, erzählt mir das, erzählt mir jenes. Private Dinge, oberflächliche Dinge. Alles. Und ganz private Dinge. Etwas, worüber sie scheinbar, bzw. offensichtlich ihren Worten nach, mit niemandem zuvor geredet hat. Nach all den Monaten, die wir keinen oder kaum Kontakt hatten, nach all der Zeit, die bei uns so schwierig war, erzählt sie mir das. Fragt mich das. Einfach so. Ohne Angst im Gesicht, ohne Angst in der Stimme. Einfach so nebenbei, als wäre es das normalste der Welt. Und es fühlt sich gut und richtig an. Sie fühlt sich gut und richtig an.

Danke, dass du da warst.

04.11.2009 um 15:54 Uhr

Schneeeeee

von: indalo

Schneeeeee, es liegt Schnee. Heute schneit’s. Jaha. So richtig. Ist das toll *umherhüpf*

Heute morgen hab ich’s dann hinter mir gebracht. Und es war gut. Es tat gut. Ich fühl mich gut. Alles ist gut.

Und dann noch dieser Schnee, was ist das toll. Ein toller Tag. Und die beiden Stunden hinterher waren auch toll. Alles ist toll grad. Ich bin ein hüpfender, freudiger Gummiball *gg*

Nein, nein, die Sorge um all diese Pläne und Bewerbungen ist nicht verschwunden, nur gemindert. Heute konnte ich nicht nur eine weitere Unterschrift mit Stempel bekommen, nein auch ein Gutachten. Sehr schön! Und überhaupt, es geht voran. Das nächste große Kreuz darf gesetzt werden. Ich find’s toll. Ich bin begeistert, merkt man das?

...und wieso wollte ich doch gleich mein Schwedensylvester? Wegen des SCHNEEs!

03.11.2009 um 20:53 Uhr

Chaoskopf

von: indalo

In meinem Kopf herrscht gerade derart Chaos, dass ich nicht einmal weiß, wo ich anfangen soll. Die Bewerbungen zu Plan A, B und C überrennen mich. Wobei das falsch ist. Ich habe mich entschieden, nur Plan A wird verfolgt. Jemand schlaues hinterließ in einem Kommentar die Aussage, dass man sich manchmal verwirren lässt von der Fülle an Möglichkeiten. Ich habe so viele Möglichkeiten gefunden, dass ich nicht mehr weiß, was ich möchte. Denn ich möchte alles davon. Nicht alles, das klingt so gierig. Man sollte wissen, dass es hierbei nur um eine Frage des Ortes geht. Was ich will, das ist klar. Wohin ich will, das ist die Frage. Ich möchte woanders hin, ganz weit weg. Ans andere Ende der Welt, könnte man meinen. Ja, wäre es möglich, würde ich aufn Mond gehen. Doch das steht immerhin noch nicht zur Wahl.
So habe ich mich nun entschieden. Dachte ich. Und heute sehe ich dann wieder, dass noch was ganz anderes möglich ist. Und wieder fühle ich die Versuchung. Möchte ich ihr nachgehen, möchte darüber nachdenken, es sacken lassen, nachfühlen. Doch das gibt es alles nicht. Keine Zeit. Morgen muss die Bewerbung eingesteckt sein. Morgen. Es steht auch fest, wofür ich mich bewerbe. Daran lässt sich nun nichts mehr rütteln. Doch was wäre wenn... was wäre wenn.

Versteife ich mich jetzt auf etwas, weil ich es muss? Oder weil ich es will? Was will ich? Was kann ich erreichen? Ich bin überfragt. Mein Kopf rotiert, ich kann schon wieder einige Nächte nicht richtig schlafen. Morgen steht ein wichtiger Tag bevor und ich habe keine Ahnung, wie er ausgehen wird. Geschweige denn, wie er beginnen wird. Mit einer Dusche, direkt nach dem Weckerklingeln. Und dann werde ich irgendwann an dem Ort sein, an dem ich mich präsentieren soll. Wie ich dahingekommen bin, das werde ich nicht wissen. Doch das wiederum weiß ich schon jetzt. Chaos.

Und nebenbei schreiben mich meine beiden Problemkinder an, dass sie sich mit mir treffen wollen. Nach langer Zeit mal wieder. Unterschiedlich langer Zeit. Was bei denen einen lang ist, ist bei den anderen kurz. Demnach sehr unterschiedlich. Und doch bei beiden ein wichtiges Treffen, vielleicht ein entscheidendes. Ja, auch so was kommt hinzu zu meinem Chaos. Es ist perfekt, könnte man meinen. Es dreht sich wie ein hübsches, buntes Karussell. Und hier noch ein Termin für die Lieferung, da noch im Sekretariat vorbeischauen, im nächsten ja sowieso und gleich übermorgen wieder Wissen überprüfen lassen. Wieder was in meinem Kopf. Da bin ich doch froh, dass ich Anfang der Woche (war das wirklich erst gestern?!) beschlossen habe, mir morgen Nachmittag/Abend was zu gönnen. Einfach so, weil ein ruhigerer Abend mal sein muss. Für mein seelisches Wohl.

Möge es bald Dezember sein.

01.11.2009 um 23:56 Uhr

Schwedensylvester

von: indalo

In genau zwei Monaten werde ich in Schweden sein. Jaha. Das wurde soeben festgelegt. Gebucht genaugenommen. Toll, toll, toll.

Das ganze Wochenende war toll. Hab so ziemlich durchgängig gearbeitet und fast meine komplette kommende Woche vorbereitet. Das nennt man mal vorrausschauend arbeiten. Einfach toll. Die Erklärung für meinen Fleiß ist einfach: Ich hatte eine große Aufgabe, die ich erledigen sollte und habe mich mit Hilfe von anderen Aufgaben davon abgelenkt. So simpel. Doch auch die große Aufgabe konnte ich früher oder später fertig stellen. (Eher später.) Und zur Belohnung wurde der Urlaub gebucht. Tschakka.
(Natürlich hätte ich den Urlaub auch ohne Fertigstellen gebucht, bzw. ist der Urlaub keine direkte Konsequenz meines Fleißes. Aber nunja.)

Manche Aktionen müssen spontan sein. Und diese war es. Kurz überlegt, alles nachgeschaut und nachgeschlagen. Und ab ging die Post. Dabei noch schnell ein wenig schwedisch gelernt und schon bin ich glücklich. Schwedensylvester, ich komme B-)