indalo

27.09.2012 um 17:03 Uhr

Da bin ich doch ein wenig stolz

von: indalo

Im Grunde meines Seins bin ich oft noch ein kleines Kind. Vieles steck ich ganz erwachsen weg, aber heute war mal wieder so ein Tag, an dem ich mich wie ein kleines Kind freute. So richtig. Nicht, weil die Äußerung der Freude einem Kind ähnelte, sondern weil ich mich innerlich so fühlte. Da guckte jemand interessiert auf ein Plakat, lobte es und ich stand mit stolz geschwellter Brust daneben und freute mich n Keks. (Nicht Käks!)

Vor ein paar Wochen wurde ich mit einer mir bevorstehenden Aufgabe konfrontiert. Jobtechnisch. Ich kann nicht sagen, dass ich hocherfreut war, ganz im Gegenteil. Kurzseitig überlegte ich, bzw. versuchte ich, diese Aufgabe mit jemandem zu teilen. Mich jemandem zu zuordnen, statt selbst etwas zu leiten. Doch nach halbherzigen, fehlgeschlagenen Versuchen, stellte ich mich der Aufgabe. Ich dachte nicht weiter darüber, auch wenn es mich regelmäßig beschäftigte. Und jetzt, da es geschafft ist, bin ich sogar ein wenig stolz auf mich.

Genau so etwas passiert mir vor vielen Jahren. Es war genau das gleiche in grün. Nur dass ich jünger war. Viel jünger. Und viel mehr Ausreden für den Fall hatte, dass etwas schief laufen würde. Doch damals lief es gut, verdammt gut. Und ich war stolz auf mich und das Feedback, welches ich bekam. Bis heute brüste ich mich auf dezente Art damit. Ich war schon toll damals.
Und womöglich ist diese Erinnerung an damals, die Verbindung zu damals, die Ähnlichkeit, genau das, was mir jetzt dieses kindliche Gefühl verleiht. Denn ich bin nicht anders als damals, ich hab nicht mehr gelernt und ging – wie ich jetzt ziemlich sicher sagen kann – auch nicht anders mit der Situation um. Und doch werde ich von anderen so anders betrachtet, so anders gesehen, das ist schon unheimlich.

Mein Job ist toll, und ich bin dankbar für die Anerkennung meiner Kollegen. Dass sie ebenso erstaunt auf die Ergebnisse starren, die wir zu präsentieren haben, wie wir es bei der Erforschung taten. Auch wenn ich mich nicht unbedingt verbunden fühle mit dem Team, wenn ich mal wieder verpennt habe, zu loben, so glaube ich, dass es etwas gebracht hat. Dass sie etwas gelernt haben, sowohl inhaltlich, als auch sozial. Ich habe Feedback gegeben, viel positives. Und dieses kleine, kurze Feedback im Vorbeigehen, der interessierte Blick, die Nachfrage, das Interesse, das entlohnt mich für die letzten Tage, die durchaus anstrengend waren. Ich bin stolz auf das Produkt, welches am Ende steht, und bin nicht weit entfernt, es in meinem Wohnzimmer auszustellen. Es bedeutet mir etwas. So trivial es auch für andere sein mag, für mich macht es diesen Beruf zu meinem Beruf.

23.09.2012 um 21:36 Uhr

Mein runder Teppich

von: indalo

Mein Bett ist frisch bezogen, mein Schrank ist sortiert und ich bin diverse Kapitel weiter. Ja, ich lese. Und es tut gut, einfach nur zu lesen. In eine andere Welt einzutauchen und meine Gedanken von ihr auf eine Reise nehmen zu lassen. Ich mag Wochenenden. Ich nehme sie mir, auch wenn ich gewiss viel anderes hätte tun können oder sollen. Jetzt geh ich absolut unvorbereitet in die kommende Woche. Ob das so gut ist, werde ich merken. Ich lass mich schlichtweg überraschen. Ich brauche diese Zeit für mich. Mit niemandem reden, nicht aus dem Haus gehen und endlich mal hier drinnen ein wenig Ordnung schaffen. Es kann einfach nicht sein, dass ich das eine Zimmer immer noch ignoriere. Auch nicht, dass ich meine Klamotten nach wie vor nicht finde. Aber solange meine Wohnlandschaft (Couch oder Sofa wäre schlichtweg eine Untertreibung…) nicht da ist, habe ich immer eine Ausrede. Und bis die kommt vergehen noch mindestens drei Wochen… eher vier, fünf oder sechs. Aber zum November hätte ich sie dann ganz gerne. Auch wenn ich mir jetzt angewöhnt habe, auf dem Teppich zu liegen. Oh ja, ich habe einen Teppich. Keine Auslegeware, nein, einen echten Teppich. Faszinierend. Und ich habe den ganzen Tag auf dem Teppich liegend verbracht. Genauso wie den gestrigen.

22.09.2012 um 15:55 Uhr

Ich liebe dieses Dorf

von: indalo

Gestern, auf dem Weg von einer kleineren Stadt zu einer Großstadt. Einer wirklichen Großstadt. Nicht nur auf Grund der Anzahl der Bewohner, sondern einfach weil sie in vielen anderen Ländern bekannt ist. Eine Weltstadt sozusagen. Wir saßen als im Auto auf dem Heimweg und hinter mir ertönten die lachenden Worte „Ich liebe dieses Dorf.“ Ja, es ist ein Dorf. Auch eine Weltstadt ist ein Dorf.

Vor einigen Jahren war ich in Madrid und hörte die schon weltbekannte Aussage, dass Madrid ein Dorf ist. Ich konnte dem nur zustimmen. So groß diese Hauptstadt auch ist, sie wirkt wie ein Dorf. Doch dabei es geht immer nur um einen Stadtteil. Denn jeder Stadtteil wirkt wie ein Dorf. Genauso ist es mit dem Stadtteil in dem ich lebe. Es ist ein Dorf. Und nicht nur, weil Leute es sagen, sondern weil ich es immer wieder erlebe.

Es sind nur eine handvoll Paare, die ich kenne, doch wer da mit dem Arbeitskollegen von wem nun ein Date hat, das ist schon verwirrend. Im Grunde kennen sich doch alle untereinander. Die Welt ist klein und auch diese Weltstadt ist ein Dorf. Immer wieder. Doch nichtsdestotrotz unterschreibe ich die Aussage, es hier zu lieben. Ich fühle mich wohl, ich bin zu Hause. Denn mein Zuhause ist dort, wo meine Freunde sind. Und jetzt sind sie wieder ganz nah.

20.09.2012 um 11:42 Uhr

Laufen für dumme Menschen?

von: indalo

Es gibt so viel zu schreiben, zu erzählen, und so wenig Zeit, so wenig Ordnung.
Ich bin so sehr in meinem Leben, dass ich gar nicht mitkriege, was sich alles verändert. Ich merke kaum, wie ich immer mehr ich selber werde. Wie ich kämpfe und rotiere. Wie ich mich einsetze für mich und meine Interessen, für meine Prioritäten und das, was ich allgemein für wichtig erachte. Dabei kommt sich vieles in die Quere.

Heute war ich joggen. Eine Runde. Die zweite ließ ich sein, weil ich auf ein Paket warte und es nicht verpassen wollte. Ich warte immer noch.
Ich war joggen, weil ich laufen möchte. Nächste Woche. Es gibt eine große Aktion und ich möchte Vorbild sein. Bzw. vorbildlich. Ich möchte hinter dem stehen, was ich anderen verkaufen soll. Doch kaum dass ich mich dahingehend äußere, weist man mich auf die Gefahren hin. „Du weißt, dass die mit ihren Handys alles aufnehmen und online stellen, nicht wahr?“ Ja, weiß ich. Aber auch ja, verdränge ich. Ich möchte nicht gefilmt werden, ich möchte auch nicht online gestellt werden. Weder in einem Video, noch auf einem Foto. Aber ich möchte auch nicht, dass diese Gefahr mich davon abhält, zu tun, was ich für richtig halte.

Mehrmals täglich stehe ich vor der Frage, was mir wichtig und richtig erscheint. Manches beantworte ich intuitiv, manches beantworte ich gar nicht. Doch bei manchem komm ich auch ins Schleudern. Und so versuche ich immer wieder, den richtigen Weg zu finden. Meinen Weg. Ich versuche, meinen Ansprüchen gerecht zu werden und meine Sturkopf durchzusetzen. Doch ich muss auch lernen, rücksichts- und verständnisvoller zu werden. Auch andere Menschen werden ihre Gründe dafür haben, so zu handeln, wie sie es tun. Wo also die Grenze ziehen? Und wie mich beruhigen?

Gestern begrüßte ich einen Freund mit den Worten: „Sorry, ich hab grad einfach drei Stunden in einem Raum mit dummen Menschen bracht.“ Er fragte nach und mir war sehr wichtig, klarzustellen, dass es hierbei um Erwachsene geht. Teils meine Kollegen, teils Vorgesetzte. Und ich mag dumme Menschen nicht. Ich hasse es, simple Fragen zu stellen und darauf keine Antwort zu erhalten. Ich bin mir sicher, dass die Fragen simpel sind und auch klar und deutlich gestellt wurden. Und trotzdem erhalte ich keine Antwort. Da verlier ich die Geduld. Und wenn so jemand auch noch mein Vorgesetzter ist, komm ich echt ins Rudern. Warum in aller Welt gibt es so viele dumme Menschen in so wichtigen Positionen?!

19.09.2012 um 07:36 Uhr

Die Handwerker sind durch

von: indalo

Auf der Arbeit angekommen habe ich Zeit für eine kurze Verschnaufspause. Das ist nicht immer so und ich überlege kurzzeitig, ob ich mir vielleicht doch einen Bürojob hätte suchen sollen. Überhaupt gibt es allerlei Kriterien, weshalb ich mir andere Jobs hätte aussuchen sollen. Aber nein, es gibt eben noch mehr (und vor allem wichtigere) Argumente, warum es dieser Job sein muss.

Heute morgen komme ich aus dem Haus und merke, dass ich auf mir entgegenkommende Passanten wohl schlecht gelaunt wirken muss, dabei bin ich nur müde. Doch eh dieser Gedanke zu Ende gedacht ist, guck ich in Himmel und sehe den sich in einer Wolke spiegelnden Sonnenaufgang. Dahinter blauer Himmel. Ja, es ist schon hell, wenn ich das Haus verlasse. Andere arbeiten um dieser Uhrzeit schon - insbesondere die Handwerker. Aprospos Handwerker: Nach nunmehr sieben Wochen sind sie mit meiner Wohnung fertig. Ja, mit der Wohnung in der ich schon seit einigen Wochen wohne. Gestern wurden die Heizkörper wieder angebaut. Jetzt bin ich durch. Endlich.
Und wie ich gerade so auf meinen Kalender gucke um die Wochen zu zählen, stelle ich abermals fest, dass ich die Tage  im Kalender nicht mehr wegstreiche. Es ist nicht mehr von Bedeutung, dass die Zeit vergeht. Ich zähle nicht mehr rückwärts, ich arbeite auf nichts mehr hin. Ich bin einfach. Ich lebe.

12.09.2012 um 21:19 Uhr

Guter Gast gleich guter Gastgeber?

von: indalo

Eins weiß ich: Ich bin ein total entspannter Gast. Auch ein angenehmer, würd ich meinen. Ein guter Gast. Aber bei etwas anderem bin ich mir echt nicht sicher. Was für ein Gastgeber bin ich? Ich würde eigentlich sagen, dass man bei mir nicht viel falsch machen kann. Dachte ich. Doch je mehr Menschen sich bei mir wohl fühlen und sich wie zu Hause benehmen, desto mehr Dinge stelle ich fest, die ich weniger entspannt sehe. Ich habe meine Gewohnheiten aus denen Handlungen resultieren, und wenn andere anders handeln, weil sie anderes gewohnt sind, kommt sich das in die Quere. Da muss ein Beispiel gebracht werden. Okay. Lass es mich mit Saugen probieren. Sagen wir, ich sauge nicht so häufig wie meine Freunde. Diese wiederum haben deswegen die Gewohnheit, Krümel einfach runterzufegen. Ist ja nicht schlimm, spätestens nächsten Tag wird’s weggesaugt. Ich mache es anders. Ich krümel möglichst wenig um weniger saugen zu müssen. Da kommt deren Verhalten meinem in die Quere. Und das ist okay, wenn ich ab und zu Besuch habe. Aber so oft, wie jemand gerade vor der Tür, grenzt das an Dauerbelastung. Doch ich möchte es nicht als Belastung sehen. Ich muss einen Weg finden, damit umzugehen. Und vor allem möchte ich mich nicht fragen, wie es wohl wäre, mit jemandem zusammen zu wohnen. Das wird lustig. Ich bin zwar ein angenehmer Gast, aber ich kann mich nicht dafür empfehlen, mit mir zusammen zu wohnen. Wirklich nicht. Doch eines Tages sollte es jemand mit mir aushalten können. Also suche ich mir jemanden, der mich aushält, oder ändere ich mein Verhalten? Fragen über Fragen…

09.09.2012 um 21:05 Uhr

Wenn du nur noch eine Stunde zu leben hättest

von: indalo

Auf dem Balkon sitzend las ich heute Abend ein Buch. Die zweite Hälfte. Gestern Abend hab ich es angefangen und heute dann bei Sonnenuntergang beendet. Es war schön, auf dem Balkon zu sitzen, die Kinder draußen toben zu hören und dabei in mein Buch vertieft zu sein. Ich mag mein Leben, aber das sagte ich schon.

In diesem Buch stand jemand vor der Entscheidung zwischen zwei Frauen und ein anderer stellte ihm die Frage, was er tun würde, wenn er nur noch eine Stunde zu leben hätte. Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir kein Moment ein, indem ich mir diese Frage gestellt haben könnte. Und wenn doch, dann erinnere ich mich daran nicht. Also was würde ich tun, wenn ich nur noch eine Stunde zu leben hätte? „Ans Meer fahren.“ war meine spontane Antwort. Als nächstes tauchten weitere Szenarien auf, die nicht innerhalb einer Stunde zu realisieren wären. Wobei auch das Meer im Prinzip mehr als eine Stunde entfernt ist. Doch das ändert nichts an meinem Wunsch. Im Buch zielte die Frage eben darauf ab, mit welcher Frau er diese Stunde verbringen würde. Ich stellte wieder einmal fest, dass du nirgends in meinen Gedanken bist, wenn es um solche Themen geht. Du bist in meinen Gedanken, immer wieder. Aber nie bei so was. Es tut mir Leid, aber du bist einfach nicht der Mensch, mit dem ich auf diese Weise mein Leben verbringen möchte. Ich möchte mein Leben mit dir verbringen, ich möchte dich bis an mein Lebensende in meinem Leben habe, ich schätze deine Meinung, ich genieße deine Nähe, dein Vertrauen, ja, sogar deine Berührungen. Aber… das war’s. Mehr nicht. Andere Menschen springen in meinem Kopf herum, wenn es um die letzten Stunden geht. Andere Menschen, wenn es um das Thema Hochzeit geht. Es sind einfach andere Menschen, die mir auf diese eine, ganz besondere Art nahe gekommen sind. Andere Menschen, die einen festen Platz in meinem Herzen haben und in solchen Momenten bedacht werden - ob sie wollen oder nicht.

06.09.2012 um 20:16 Uhr

Der Mann meiner Freundin

von: indalo

Es ist mal wieder an der Zeit, etwas festzuhalten. Oder zu gestehen, falls dies noch nicht bekannt war. Ich stehe total auf den Mann meiner Freundin. Er hat mich schon vor Jahren in seinen Bann gezogen und ich könnte ihn regelmäßig anhimmeln. Manchmal tue ich das auch, insbesondere für mich. Manchmal tue ich das weniger, weil ich Freunde habe, die das gar nicht nachvollziehen können. Überhaupt nicht. Aber was soll ich machen, er ist einfach toll.

Sicherlich ist er auch mein Freund. Doch in erster Linie ist sie meine Freundin. Seine Frau. Jemand, den ich schon seit vielen Jahren kennen. Sehr vielen. Und ohne sie wäre er mir nie begegnet. Nehme ich an. Dazu sind wir dann doch zu unterschiedlich. Aber es hindert mich nicht daran, von ihm zu schwärmen. Das Gesamtpaket passt einfach. Seine liebenswerte Art, der ruhige Charakter – aufbrausend wird er nur bei seiner Frau *gg* - und seine Rücksichtnahme auf andere. Seine willkommene Art, seine Hilfsbereitschaft, sein Kümmern. Einfach alles. Ich steh auf ihn. Und ich habe kein schlechtes Gewissen dabei. Keine Berührungsängste. Nichts.

Und das Allerschönste? Ich weiß, dass die drei wichtigsten Personen in dieser Konstellation, also er, seine Frau und ich, wir uns alle pudelwohl damit fühlen. Da gibt es keine bösen Blicken, keine unangenehmen Momente. Eben auch keine Berührungsängste. So anzüglich er auch sein kann, so sehr ist er auch ein Gentleman, wie er im Buche steht. Rundum ein toller Mann.

05.09.2012 um 20:51 Uhr

Auch Vergangenes gehört zur Gegenwart

von: indalo

Mein Leben ist so voll, so gefüllt und auch gefüllt mit Liebe. Es gibt Zeiten, da vergesse ich das. Ich glaube vor etwas weniger als einem Jahr war ich mir dessen nicht bewusst. Ich habe es auch nicht angezweifelt, es war mir schlichtweg egal. Ja, da war mir vieles egal. Schwach erinnere ich mich an diese dunkle Zeit. Ich möchte sie auch nicht erinnern, das letzt Jahr ist aus meinem Leben gestrichen. Immer wieder, wie ich merke. Nicht die Erfahrungen, jedenfalls nicht guten. Aber viele schlechte. Ich vergesse, ganz schnell. Und es wird mir so leicht gemacht mit all den positiven Erfahrungen der Gegenwart.

Neulich lag im Bett und wollte etwas negatives schreiben. Ich weiß nicht mehr was, ich weiß nur noch, dass ich hinzufügen wollte, dass trotzdem alles gut und wundervoll ist. Trotz des Aufregens oder was auch immer da schreiben wollte. Ich schlief ein. Nicht alle Nächte sind ruhig, es bewegt mich noch viel. Auch wenn mein Job toll ist und auch ein Großteil meines Privatlebens läuft, so bin ich noch nicht in Gänze angekommen. Stück für Stück arbeite ich mich vor. Heute gab es zum Beispiel endlich Gardinen und ich kann nun im Wohnzimmer sitzen ohne von meinen Nachbarn angestarrt zu werden. Das tat Not, das tut gut.

Ich komme voran. Jeden Tag ein bisschen mehr, jeden Tag was anderes. Und doch ist meine zu-erledigen-Liste noch unglaublich lang. Es gibt unsinnige Dinge um die ich mich kümmern. So viele Vertragspartner, die Mist bauen und mir dann ne Mahnung bis hin zu ner Kündigung schicken. Obwohl es bei weitem nicht meine Schuld ist. Unglaublich, einfach unglaublich.

Und dann gibt es Momente wie eben, in denen die Aktualität nicht zählt. In denen ich eine alte Datei finde, die mich zurück in die Vergangenheit befördert, nur um mir mitzuteilen, dass die Gegenwart nicht anders aussieht. Manches passiert vielleicht in der Vergangenheit, manches hat dort begonnen oder kam dort ans Licht, doch die Zeit macht nicht, dass es weggeht. Womöglich wird es nie weggehen. Und alle Jubeljahre steh ich vor der Frage, ob ich damit leben kann. Wie ich damit umgehen soll oder was ich daraus machen kann. Und dann denke ich mir wieder, dass ich einfach weiter das machen sollte, womit es mir gut geht. Alle anderen müssen sich schon äußern, wenn ihnen etwas nicht passt. Ich wollte nie, dass jemand die Verantwortung für mich übernimmt, warum sollte ich es nun für andere tun?