gedanken vom leben

27.06.2009 um 12:16 Uhr

einfacher

von: inge

es ist einfacher als vor einem jahr. es ist nicht viel zu packen. das meiste schon weg, ich habe in meinem kopf, was ich zurück nach deutschland mitnehmen werde, was hierbleibt, weil es im september mit nach norwegen muss und was ich wegwerfe - man muss sich auch von sachen trennen können... von meinen guten alten sportschuhen... vier jahre haben sie gehalten und das bei eigentlich täglichem gebrauch...

 

25.06.2009 um 09:39 Uhr

weil das leben schön ist

von: inge

weil alles passt, einfach so, und mir sagt, meine entscheidungen waren richtig... weil ich nachricht aus norwegen bekommen habe, und alles so unglaublich schön ist... die zeit passt, das haus passt, alles passt... weil die sonne scheint und es sommer ist, wir nachher baden fahren... so wie gestern auch schon... obwohl ich in einer woche zuhause bin, aber ich lebe im hier und jetzt... klar bin ich traurig, habe dieses ziehen im bauch, werde, irgendwie, immer stiller... aber das gehört dazu... und jetzt muss ich glaub ich erstmal frühstück für die kids machen =)

23.06.2009 um 21:33 Uhr

in einer woche

von: inge

heute in einer woche wird es mein letzter abend hier sein. angst. zittern.

wir schlafen heute im garten, im zelt. die beiden großen und ich. 

22.06.2009 um 23:45 Uhr

sie

von: inge

wir reden wieder miteinander, seit etwas mehr als einem jahr. tranken zusammen kaffee, grillten im garten. wir schrieben briefe, als ich hierher kam, wir telefonierten, als sie in der klinik war. ich besuchte sie dort, zum frühstücken. wir schrieben weitere briefe, ab und zu eine sms. es war nicht DIE bindung zwischen uns. es war eine da, aber sie war nicht besonders tief oder besonders wichtig. auch wenn sie nunmal meine mutter ist und mütter verstehen manches einfach besser.

gestern, ich saß an meinem, ganz allein meinem, lagerfeuer am see, im wald. und genoß es. und dachte an sie. und dass es irgendwie schon toll wäre, wenn sie jetzt hier wäre. schrieb also eine sms.

zurück kam, schade, dass sie nicht dabei ist und sie fragt sich, warum alle möglichen leute mich besucht haben, nur sie nicht. mein bruder wäre pfingsten sogar mitgekommen. ob sie das hätte sagen müssen, sie wäre ja schon gern gefragt worden. 

und wie das schon immer so war bei ihr, und sich nicht geändert hat, kam sie vom regen in die traufe. (es kamen nicht alle möglichen leute, sondern in etwa die wichtigsten in meinem leben - meine beiden schwestern und meine cousine. dass meine schwester pfingsten kam, stand schon seit anfang november fest. wohl hatte ich christi himmelfahrt, als ich alleine hier war, gedacht, meine mum könnte kommen. aber ich bin nicht krösus und den flug kann sie sich nicht leisten.)

sie wäre ja eigentlich gerne dieses wochenende gekommen. gerade dieses. (wegen mittsommer? das wusste ich nicht.... und wir waren eingeladen, ich glaube nicht, dass es dir dort zwischen all den kindern und deutschen so gefallen hätte... abgesehen davon, dass wir dort ja auch EINGELADEN waren....ich kann mich dich hier nicht vorstellen. aber norwegen!)

ach, du weißt also, was mir spaß macht und wo ich hinpasse? na dann muss ich mir schwer überlegen, ob ich mir dich hier vorstellen kann. normalerweise lad ich leute nach anderen kriterien ein, und nach norwegen passe ich also besser? das kann ich mir dann auch sparen! (holla. das alte schema. meine antwort, und ich musste mich sehr zusammennehmen, nicht so zu reagieren wie es sich eigentlich gerade anfühlte (heftigst) - ich habe lernen müssen, ohne dich auszukommen&ich habe mich damit arrangiert. klar wäre es schön gewesen, dich hier zu haben. aber es ging nicht und ich wollte nicht. - heftig? ich weiß es nicht. ist die wahrheit. ob sies verstanden hat, weiß ich nicht - antwort hab ich jedenfalls keine mehr bekommen. 

auf mich wirkt es ziemlich genauso wie vor zwei jahren. von veränderung nichts zu sehen. was irgendwie traurig ist, aber ich weiß auch, dass es ihr nicht gutgeht, gar nicht. ich verstehe auch, dass es sie wohl verletzt, nicht hier gewesen zu sein. aber ein teil der schuld liegt einfach bei ihr, sie kann nicht alles auf ihre eltern abschieben. und sie kann nicht erwarten, dass sie wieder eine rolle einnehmen kann, von der ich das (sicherlich subjektive) gefühl habe, dass sie sie mir gegenüber nie eingenommen hat - die mutterrolle. 

es ist so und ich kann und will es nicht ändern.

22.06.2009 um 23:10 Uhr

von der relativität

von: inge

es spielt keine rolle, ob sich jemand ein mal die woche meldet, oder ob wir ein halbes jahr nichts voneinander hören außer einem brief. wichtig ist, dass es wieder klappt, wieder ist, ganz normal, wenn wir uns dann wieder sehen... wir haben alle unser eigenes leben angefangen, wie sollte es auch anders sein! und es freut mich, dass ich sie noch habe, eine handvoll freunde, die auch nach einem jahr noch meine freunde sind. am 27.6.2008 hatten wir abiball. es ist mehr als unfassbar, dass es gerade ein jahr her sein soll.

21.06.2009 um 19:17 Uhr

perfektes timing

von: inge

um drei, spät, ich weiß, bin ich heute aufgestanden... war aber auch nachts bis halb vier wach. genoss das einschlafen, wieder aufwachen, den halbschlaf, das entspannen. regen prasselte auf das dach, mein fenster war offen. tat gut, hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. und dann, gegen halb fünf, hörte es das regnen auf... seitdem ist es schön, die sonne scheint, es ist warm... einen spaziergang hab ich gemacht, briefe geschrieben. meine familie ist nicht da, der mittlere feiert heute seinen geburtstag, mit seinen freunden im schwimmbad...

ich hab also meine ruhe.... (naja.... nachbar hört musik, metal, ein bisschen lauter als laut...) also, meine ruhe. ja, die, vor dem sturm.

21.06.2009 um 01:33 Uhr

midsommar

von: inge

Musik: per gessle - kung av sand, dido - sand in my shoes

heute, am mittsommertag, einem schönen tag, schönen tag, wie gestern, obwohl völlig anderes, aber das ist völlig egal, spielt keine rolle, ich hab ihn beobachtet, den himmel, den nachthimmel durch das fenster meiner kleinen hütte. die morgendämmerung beginnt bald. wird fast nahtlos übergehen, der abend in den morgen. ich genieße es. ich bin jung, halte viel aus, ich weiß es. ich lebe, habe nichts zu verlieren, alles zu gewinnen, so blöd das klingt. wir waren dort, in dem verzauberten haus, mit großen kastanien, auf weiter flur und haben mittsommer gefeiert. zwar mit jacke, aber ohne regen.... erst abends, mit wundervollem gewitter, einem wundervollen regenbogen. heute, das besondere etwas, für mich, das, was ich liebe, ein spaziergang am meer... dem meer, das ich liebe, rauh und wild, grau, windig. ich hab es noch nicht begriffen, es ist noch nicht in meinem kopf, dass ich meine norwegerin, ihre söhne, vor allem c., lange nicht wiedersehen werde. fast drei monate. aber immerhin weiß ich es, weiß ich jetzt schon, dass ich kommen werde, und, wenn alles klappt, wird sie mich nach norwegen bringen, meine norwegerin....

tausendmal, sicherlich, schon gehört, gelesen, immer wieder kreuzt es meinen weg, stolpere ich darüber, begegne ich diesen zeilen. hab es einfach mal gesucht, bei youtube. und gefunden. umso schöner, dass es ulrich mühe ist, der liest. einer der menschen, die mir sehr ehrlich sehr sympatisch waren. 

hermann hesse - stufen.

17.06.2009 um 00:09 Uhr

two weeks

von: inge

gestern sagte ich zu meiner norwegerin, some days ago, maybe two or three, I left. it feels like I'm already gone.

eben waren wir joggen, meine aupairmama und ich. im wald. einmal halb um den see herum, in wundervoller dämmerung. und... er hat sich verabschiedet. der könig der schwedischen wälder.... das richtig typische bild... dämmerung, see, wald. und majestätisch ein elch. wir haben ihn wohl aufgescheucht, als er sich ein schlückchen genehmigen wollte.....

ich hab nie so wert auf diese ganzen elchgeschichten gelegt. und das letzte und erste mal, als ich einen elch gesehen habe, war ende oktober, mama und kind, vom auto aus. aber das hier, das hat mich echt verzaubert.

heute, jetzt, ist mittwoch. two weeks left.

14.06.2009 um 13:47 Uhr

anfang und ende

von: inge

weil man am ende immer wieder an den anfang zurückkehrt.

kreise schließt.

14.06.2009 um 06:17 Uhr

sonnenschein

von: inge

und jetzt... scheint die sonne. in mein zimmer. trotz vorhang. hell. wie kann man denn an einem solchen schönen tag schlafen???

14.06.2009 um 05:28 Uhr

nicht schlafen

von: inge

seit zwei stunden bin ich wach. seit zwei stunden ist es hell. vor zwei stunden musste ich dringend auf die toilette. und dachte, wie schön es draußen ist. dachte, vielleicht könnte ich runter zum see gehen. gucken, wie es da ist, morgens, um halb vier, bei klarem himmel. gestern war alles bedeckt. dachte aber, will lieber schlafen, bin so müde. aber. gedanken. viel zu viele. die, was ich noch alles machen muss. machen will. vergessen habe. und, irgendwie durstig. ausgetrocknet. zu heiß und zu kalt. nicht schlafen. ich hätte doch gehen sollen - dann würde ich vermutlich seit einer stunde schlafen.

13.06.2009 um 13:42 Uhr

der letzte freitagabend

von: inge

gestern, bei meiner norwegerin. ich kann nicht beschreiben, wie ich wohl ich mich dort fühle, wie aufgenommen. familie. meine familie. irgendwie. wie immer film gesehen (mr and mrs smith), eis gegessen und milchreis (risgrynsgröt) ich liebe es... tee getrunken, wie immer.... karten gespielt, bis um halb drei, dann fing es an zu dämmern.... um drei bin ich nach hause, gelaufen, geschlichen. es war so hell wie an einem regnerischen wintertag um drei. stand an meinem see. dachte, nein. warum muss das leben weitergehen... klar weiß ich warum. dass es eben so ist. aber... das aber eben. und ich mag e. so gern, den jüngsten. und c., den nächsten. irgendwie so wie mein großer bruder, dabei ist er zwei jahre jünger, aber trotzdem. oh mann.

und auch hier, in meiner aupairfamilie. papa war jetzt ein paar tage weg, auf einem kongress, von mittwoch nachmittag, heut abend kommt er wieder. das waren superschöne tage, sehr entspannt einfach... aupairmama und ich haben uns schöne abende gemacht, mit rotwein und film gucken, richtig, nicht einfach glotze an.... meine kids hier sind die allermeiste zeit superlieb, gestern, im regen dann, spazieren gewesen, zu meiner norwegerin, lustig, wir alle in gummistiefeln und regenjacken, sogar der kleinste zu fuß, lieder gesungen, im sommerregen... ich werds vermissen.

12.06.2009 um 18:40 Uhr

durch.

von: inge

gestern abend, mal wieder mit ihr telefoniert. der schwester von ihm. von b. eine freundin ist sie für mich, auch nachdem ich jetzt fast ein jahr weg war. gut tut es, mit ihr zu reden. und..... nein, ich denk wirklich nicht mehr an ihn. nicht mit diesem schmerz. ich bin durch. ich bin durch. während unseres gespräches klingelte ihr handy. ihr freund war dran. ich kenn ihn, drei jahre sind sie schon zusammen. er ist in oberstdorf, das lange wochenende. mit b. und dessen vater. ganz kurz waren wir, ganz ungewöhnlich, irgendwie verbunden. ich hier, er dort. dort, wo wir zusammen waren. unglaubliche tage verbrachten. aber ich bin durch.

12.06.2009 um 11:47 Uhr

1. ferientag

von: inge

schlimmer könnte er wohl kaum sein, für die kinder. es ist der erste tag der sommerferien und es regnet. in strömen. grau, schrecklich grau ist es. vor der tür ist es laut, die straße wird aufgeschnitten, aufgegraben, für die neue kanalisation. es ist dauerlaut. so gut wie. die ersten tränen hatten wir schon, und, *hüstel* ein etwas größeres geschäft des kleinsten in der badewanne, ohje. dafür bin ich eigentlich recht ruhig, abwasch gemacht, küche aufgeräumt, wäsche wäscht. die kinder bauen gerade an ihrer höhle, das einzig sinnvolle, was man an einem solchen tag machen kann.... wir gehen nachher trotz allem raus in den regen, nur den kurzen weg zu meiner norwegerin, was anderes sehen, die kleinen haben die anderen tageskinder bei ihr, bewegung in das ganze bringen.....

einen schönen tag euch....

11.06.2009 um 23:26 Uhr

bald

von: inge

heute in drei wochen. bin ich "zuhause". zurück, da, wo ich mal gelebt habe. nicht für lange werde ich bleiben.

und hier. viele abschiede. mal wieder. viele "letzte male". gewöhnt man sich irgendwann daran? ich mich jedenfalls noch nicht, aber ich erinnere mich sehr gut, wie es letztes jahr war. und erinnere mich immer wieder daran, alles mitzunehmen. zu fühlen. zu leben. spüre den regen auf meiner haut, freue mich am lachen des kleinsten, wenn ich ihn von oben bis unten durchkitzele. freue mich am "hej!" der anderen kids, der kinder bei der tagesmutter. an ihren umarmungen zum abschied. ich fange schon an, abschied zu nehmen. innerlich. dinge verändern sich. mein leben auch. und ich.

die schildkröte meiner großeltern ist gestorben. 29 jahre hatte meine oma sich um sie gekümmert. diesen winter hat sie nicht überlebt.

11.06.2009 um 18:14 Uhr

gedicht 11.6.09

von: inge

denke gedanken
längst vergessene
seite um seite
eine schaukel im wald

09.06.2009 um 11:21 Uhr

lebenszeichen

von: inge

lang ists her, ich weiß. erst funktionierte internet nicht (blödes modem), dann ist seit dem 1. meine schwester zu besuch und da hatte ich auch nicht die zeit und ruhe, da mal rumzuprobieren.... aber jetzt klappts aus unerfindlichen gründen, meine schwester ist grad im bad und das dauert *lach*

ja, wir hatten superschöne tage, viel hab ich nochmal gesehen von göteborg, am meer waren wir, auf der "älvsborg", im "liseberg", "universeum", das komplette touri-programm eben *smile* gestern waren wir noch shoppen (es ist mir unbegreiflich wie man mal eben 100 euro für dinge ausgeben kann, die man gar nicht braucht!! dabei hat sie keine festen schuhe und ist die ganze zeit in ballerinas und flipflops rumgelaufen - ich verstehs nicht...) zu meiner norwegerin hab ich sie mitgenommen, und sie fühlt sich genauso wohl wie ich *smile* allerdings beim vierhändig klavierspielen... uff. sie spielt besser als ich, weiß ich, sie hat früher auch länger gelernt als ich. aber wenn ich spielen soll, brauche ich meine zeit und meine ruhe, da hilft es nix, wenn sie mir tausendmal die griffe ZEIGT und schrecklich ungeduldig wird, wenn ich sie nicht finde... aufgefallen ist mir auch diese extreme "negative sichtweise", weiß nicht, wie ichs besser beschreiben soll. ich merke, dass ich viel offener, ruhiger, toleranter geworden bin - manche dinge sind eben so und haben das recht, so zu sein... auch, der weg ist das ziel.... freude an bewegung und laufen.... zehn minuten zu meiner norwegerin sind nun wirklich nicht lang, und man kann sie genießen, ist eh halb wald, und auch ohne sonnenschein schön... strange. 

schön ist es trotzdem, das sie da ist. morgen vormittag fliegt sie nach hause. und ich gehe endgültig meinen letzten tagen hier entgegen. life goes on...