Jaris Büchergebrabbel

01.02.2012 um 18:28 Uhr

[Monatsstatistik] Januar 2012

von: Jari   Kategorie: Bücherlisten

Gelesen:

1. N.K. Jemisin - Die Erbin der Welt             
2. Miklós Vámos - The Book of Fathers 
           
3. Fijodor Dostojewski - Weisse Nächte 
        
4. Douglas Adams - The Restaurant at the End of the Universe 
        
5. Hans Magnus Enzensberger - Der Zahlenteufel 
      
6. Sarah Blakley-Cartwright - Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond 
    
7. Christine Schneider - Beeren finden! 
        
8. Douglas Adams - Life, The Universe and Everything 
         
9. Corina Bomann - Sturmsegel 
          

Gesamt gelesen 2012:

01.02.2012 um 16:55 Uhr

[Rezension] Stürmische See

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Stralsund, 1628. Der Dreissigjährige Krieg tobt, trotzdem führen Anneke und ihre Mutter ein schönes, wenn auch bescheidenes Leben. Als jedoch Annekes Mutter stirbt, verändert sich das Leben des jungen Mädchens grundlegend. Ihr reicher Vater nimmt sie zu sich. Anneke trägt nun wunderschöne Kleider und ist eine Dame.
Doch ist auch dieses Leben nicht von Dauer. Der Krieg steht vor der Türe und Annekes Vater sieht nur eine Lösung: Nämlich die, dass Anneke in das entfernte Schweden reisen soll...

Meine Meinung:

Corina Bomann entführt den Leser in "Sturmsegel" in das Deutschland und das Schweden des 17. Jahrhunderts. Mitten hinein in den Dreissigjährigen Krieg.

Die Autorin schafft es auf Anhieb, das damalige Leben und die Atmosphäre in der Stadt Stralsund lebendig zu beschreiben. Anneke ist sich des Krieges bewusst, doch ist er noch in weiter Ferne. Das Leben ist karg, doch sie und ihre Mutter wissen sich zu helfen.
Doch mehr und mehr drängt der Krieg sich in das Leben des Mädchens und ihr Leben verändert sich. Auch hier kann die Autorin punkten, beschreibt sie doch anschaulich, wie aus dem unbedarften Wildfang eine junge Frau wird, die für sich und diejenigen, die sie liebt, eintritt.

Im Buch trifft man auf Personen, die real existiert haben und Geschehnisse, die tatsächlich stattgefunden haben. Bomann hat die fiktiven Charaktere gut in den realen Hintergrund eingearbeitet, die Geschichte ist greifbar und wirkt an keiner Stelle gewollt. Als Leser wird man direkt in die richtige Stimmung versetzt und das Buch liess zumindest mich kaum mehr los.

Ebenfalls positiv fielen mir die eingewobenen schwedischen Sätze auf, die Bomann den Personen in Schweden in den Mund legt. Anfangs fand ich es etwas unrealistisch, dass Anneke überall auf deutschsprachige Menschen trifft, doch wurde dies durch die schwedischen  Sprachfetzen wieder wett gemacht. Die Sätze werden im Glossar am Ende des Buches erklärt, wo man auch die benutzten Ausdrücke aus dem Kriegs- und Volksvokabular nachschlagen kann.

Die Geschichte weist einen für Jugendromane typischen Schreibstil auf, der sich einfach lesen lässt, jedoch trotzdem packend ist. Annekes Gefühle sind greifbar und man kann sich als junger Leser gut mit ihr identifizieren. Man leidet am Tod der Mutter und fühlt Annekes Verliebtheit, als sie in Schweden den Schiffsbauer Ingmar kennenlernt.

Die Liebesgeschichte zwischen Anneke und Ingmar ist zum Glück nicht dramatisiert, sondern wird sehr feinfühlig in die Hintergrundgeschichte über Annekes Leben eingewebt. So lernt man auch einiges über Beziehungen und Eheschliessungen im 17. Jahrhundert.
Zu keiner Zeit drängt die Liebesgeschichte zu sehr in den Vordergrund und sie wird angenehm langsam erzählt. Schritt für Schritt kommen sich die beiden Protagonisten näher und werden durch weitere Schicksalsschläge aneinandergebunden.

Ab und zu war es beinahe zu viel der Schicksalsschläge, doch wenn man bedenkt, zu welchen Zeiten die Geschichte spielt, kann man dies gut akzeptieren.

Fazit: 

"Sturmsegel" ist ein Buch für jugendliche und auch erwachsene Leser, die historische Hintergründe schätzen und es mögen, wenn auch Personen auftreten, die real existiert haben. "Sturmsegel" weist definitv einen gewissen Lerneffekt auf und ist trotzdem angenehm zu lesen. Wer ein Buch zum Thema Dreissigjähriger Krieg sucht, sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen.

Corina Bomanns "Sturmsegel" ist definitiv eines der besten Jugendbücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Geschichte ist packend und ich fühlte mich auch im historischen Setting zu Hause. Anneke war mir mit ihren Ecken und Kanten sympathisch und ich wollte wirklich wissen, wie es mit ihr weitergeht. Deshalb konnte ich kaum aufhören zu lesen.

Corina Bomann
Sturmsegel
HC, 2010
Ueberreuter

978-3-8000-5532-6 

27.01.2012 um 20:20 Uhr

[Challenges] TopTenThursday #46 - 48

von: Jari   Kategorie: TopTenTuesday

 
Eure 10 Most-Wanted-Bücher im Jahr 2012
 
Gail Carriger - Brennende Finsternis
N.K. Jemisin - Gefährtin des Lichts
Kai Meyer - Das steinerne Licht
Derek Landy - Das Groteskerium kehrt zurück
Yasmine Galenorn - Hexenküsse
John Connolly - Hell's Bells
Eoin Colfer - Die verlorene Kolonie
Michelle Raven - Pfad der Träume
Kathryn Lasky - Die Wanderschaft
Nalini Singh - Sengende Nähe
 
10 Bücher, deren Cover eurer Meinung nach nicht zum Thema passen
   
         
        
 
10 Bücher zum Thema Musik/Tanz
 
David Nicholls - Zwei an einem Tag
(die Musik zum Buch ist dem Autoren sehr wichtig)
Nick Hornby - Juliet, naked
Steve Galloway - Der Cellist von Sarajevo
Donna Milner - River
(River mit seiner Gitarre)
Relient K - The unknown infrastructure also known as the female mind
(geschrieben von der Band Relient K)
Hollow Skai - In A Da Da Da Vida
Urs Augstburger - Gatto Dileo
Eva Baronsky - Herr Mozart wacht auf (Wunschliste)
John Beagle - Die Sonate des Einhorns
 
Das Thema der nächsten Woche: 10 Bücher, bei denen ihr euch ein anderes Ende gewünscht hättet 

26.01.2012 um 18:32 Uhr

[Rezension] Jäger & Sammler

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Beeren schmecken lecker und sind gesund. Wer kann schon einer saftigen roten Erdbeere wiederstehen? Doch noch besser schmeckt es, wenn man die Beeren selbst gefunden, gepflückt und verarbeitet hat.
Wie man ganz einfach und ohne weit zu reisen die schmackhaftesten Beeren findet und wie man sie am besten zubereitet, zeigt das Büchlein "Beeren finden!".

Meine Meinung:

Christine Schneider hat mit "Beeren finden!" einen sehr handlichen Begleiter für Ausflüge in die Natur geschrieben. Das Buch ist dünn, lässt sich gut in der Tasche tragen und ist mit einer Schutzhülle versehen, sodass sich auch gelegentliche Drecksspritzer leicht abwaschen lassen.

Das Büchlein selbst ist übersichtlich aufgebaut. Vor allem Anfänger bezüglich der Beerensuche werden so Schritt für Schritt an die Materie herangeführt.
Man erhält einen allgemeinen Überblick über die Welt der Beeren, die besten Hilfsmittel werden erklärt und natürlich werden auch die unterschiedlichsten Beeren und Nüsse auf je einer Doppelseite vorgestellt. Die Vorstellung umfasst alles, was man als Sammler wissen muss. Wie, wo, wann und worauf man achten sollte.

Giftige Beeren werden ebenfalls genannt. Doch fehlte mir dort eine genauere Angabe darüber, was die Einnahme der Pflanze bewirken würde. Dafür gibt es im Schlussteil einen umfassenden Part mit Notfallnummern, falls wirklich einmal etwas schief gehen sollte.
Abgerundet wird "Beeren finden!" mit einigen Rezepten. Manche lassen sich rasch zubereite, andere sind ausgefallen, manche klassisch. Jedoch lief mir bei praktisch jedem das Wasser im Mund zusammen.

Die Gestaltung des Führers ist sympathisch und jung. Man sieht alles Wichtige auf einen Blick, durch die Fotos kann man sofort erkennen, um welche Beerensorte es sich handelt. Die Illustrationen von Daniel Stieglitz passen ins Ambiente und unterstreichen den lockeren Ton dieses Buches. 

Fazit: 

Ein Buch, das sich vor allem für jene eignet, die gerne einmal selbst Beeren sammeln wollen, sich aber noch nicht sicher sind, wie sie das anstellen sollen. Das Buch "Beeren finden!" bietet Antwort auf die wichtigsten Fragen und lässt sich einfach einpacken.
Aufgrund seines schlanken Umfanges ist es jedoch kein Universalratgeber! 

Christine Schneider
Beeren finden!
TB, 2011
Ulmer

978-3-8001-7660-1 

Mit Illustraionen von Daniel Stieglitz 

Herlichen Dank an den Ulmer Verlag!
www.ulmer.de 

25.01.2012 um 10:05 Uhr

Jari liest... Corina Bomann

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Als Annekes Mutter stirbt, ist sie im Deutschland des 17. Jahrhunderts auf sich allein gestellt. 
Ein neues Leben beginnt für sie, denn ihr bislang unbekannter Vater nimmt sie bei sich auf. Doch das Familienglück wird nach kurzer Zeit von den Wirren des Krieges zerstört: Anneke muss vor der Belagerung Stralsunds nach Schweden fliehen. 
Dort lernt sie den jungen Schiffsbauer Ingmar kennen und lieben, doch auch diesmal schlägt das Schicksal zu. Nach dem Untergang der Vasa werden die Schiffsbauer verfolgt und Anneke ist mit Ingmar wieder auf der Flucht...

 

24.01.2012 um 21:23 Uhr

[Challenges] 52 Bücher - Woche 11 & 12

von: Jari   Kategorie: 52 Bücher

 
 Die beste und die schlechteste Buchverfilmung
 
Ach herrje! Ich und Buchverfilmungen. Nun gut. Machen wir es einfach, kurz und schmerzlos. Einverstanden?

Gute Buchverfilmungen: "Jakob der Lügner" von 1974 (DDR-Film), "Der Name der Rose" von 1984 (oder so) und die schwedische (!!!) Verfilmung von "Verblendung".
Schlechte Buchverfilmungen: -endlose Liste- oder zumindest sehr viele. Wovon die meisten in Amerika produziert wurden. 
 
Ein Buch mit einem Tier im Titel
 
 
Jiang Rong - Der Zorn der Wölfe
 
Ein faszinierender Bericht über das Leben in der Wildnis und die Bedrohung durch die Zivilisation. Ein Buch über Liebe und Hass und ein Buch über Wölfe (nein, keine Werwölfe). Es ist ein Buch über Mutter Natur und unseren Umgang mit ihr, aber ohne gleich mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen.
Jedoch ist es nichts für schwache Nerven, denn es zeigt die brutale Realität der Natur und des Menschen. Aber auch die Schönheit der Welt und des Lebens in ihr.

24.01.2012 um 16:30 Uhr

[BücherNews] Buchpreisbindung als Konsumentenschutz

 Heute wurde auf konsumentenschutz.ch ein interessanter Artikel zum Thema "Buchpreisbindung" veröffentlicht. Sara Stalder berichtet über die hohen Buchpreise in der Schweiz und macht darauf aufmerksam, dass mit der Buchpreisbindung zwar die hohen Aktions-Rabatte auf Bestseller zurückgehen würden, aber auf Dauer sind tiefe Bücherpreise auf das gesamte Buchsortiment der Schweiz mehr im Sinne des Konsumentenschutzes.

24.01.2012 um 08:58 Uhr

[Rezension] Blutroter Mond

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Daggorhorn ist ein düsterer Ort, der in ständiger Angst vor dem Wolf lebt.
Die Schwestern Valerie und Lucie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch hängen die Beiden sehr aneinander. Doch dann färbt der Vollmond sich blutrot und Lucie fällt dem Wolf zum Opfer.
War es etwa Peter, Valeries Jugendfreund, der nach zehn Jahren wieder ins Dorf zurückgekehrt ist? Und wieso vermag Valerie mit dem Wolf zu sprechen?

Meine Meinung:

"Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond" von Sarah Blakley-Cartwright basiert auf dem Drehbuch von David Leslie Johnson zum gleichnamigen Film. Es ist eine düstere und freie Erzählung des Rotkäppchen-Märchens.

Der Beginn des Buches ist vielversprechend und richtig spannend. Man lernt das Leben in Daggorhorn kennen, die Bewohner und wie sie sich vor dem Werwolf schützen, der das Dorf jeweils zum Vollmond heimsucht. Ebenfalls treffen wir auf die Schwestern Lucie und Valerie. Lucie scheint ein Überwesen zu sein, jung, hübsch und gutherzig. Valerie dagegen ist wild und kann sich nur schlecht in die Dorfgemeinschaft einfügen.

Als die Ménage à troi zwischen Peter, Valerie und Henry beginnt, verlor das Buch für mich etwas an Spannung. Valerie weiss nicht, für wen sie sich entscheiden soll und wem sie trauen kann. Zwar trauert sie um ihre Schwester, aber seltsamerweise griffen ihre Gefühle nicht auf mich über. Es geht mehr darum, wer jetzt das Mädchen bekommt. Die Zielgruppe des Buches mag dies interessieren, für mich persönlich war es aber eher belanglos.

Faszinierend fand ich jedoch das Thema des religiösen Fanatismus, der im Buch zum Vorschein kommt. Vater Solomon wird gerufen, um dem Werwolf den Garaus zum machen. Solomon ist, wie Valerie rasch erkennt, ein Mensch, der nur in Schubladen denkt: gut oder böse. Böses wird gnadenlos zerstört.
Dabei fragte ich mich allerdings, ob dieses Gemetzel und Blutvergiessen in einem Jugendbuch wirklich nötig ist oder ob man jugendliche Leser nicht auch auf andere Arten faszinieren und packen kann. Zwar störten mich die blutigen Szenen nicht, aber ab und an fand ich sie etwas übertrieben.

An einigen Stellen merkt man, dass das Buch auf einem Drehbuch basiert. Manche Bilder, die aufgezeigt werden, sind definitiv leinwandreif: Die weissen Blüten, das schwarze Pferd, das durch die Flammen rennt etc. 
Auf diese Weise werden von der Autorin Bilder beschrieben, die im Kopf bleiben. Leider fehlte mir trotzdem etwas in der Geschichte. Ich kann nicht genau sagen was, aber wirklich gepackt hat es mich nicht. Bis zum Schluss blieb ich relativ teilnahmslos und betrachtete Valerie bloss, wie sie dies tut und jenes geschieht.

Fazit: 

"Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond" ist eine flüssig erzählte Geschichte, die sich gut für Zwischendurch eignet. Das Buch liest sich flott, ist aber teilweise sehr blutig.

Wer Neuerzählungen von Märchen mag, kann sich das Buch sicherlich mal ansehen. Jedoch reicht es meiner Ansicht nach nicht an Broms "Der Kinderdieb" o.ä. heran. Es ist eine Geschichte vor allem für jugendliche Leser, die eine düstere Liebesgeschichte mit Fantasy-Elementen zu schätzen wissen.

Ich meinerseits wurde zwar gut unterhalten, jedoch lässt mich die Geschichte bloss mit einem Schulterzucken zurück. 

Sarah Blakley-Cartwright & David Leslie Johnson
Red Riding Hood
Unter dem Wolfsmond
TB, 1. Auflage 2011
CBT

978-3-570-16124-1

Originalausgabe: Red Riding Hood
Poppy, New York 2011 

23.01.2012 um 16:04 Uhr

[BücherNews] Meinungsfreiheit oder Internetkriminalität

Apres hat auf ihrem Blog bereits davon berichtet ( http://www.blogigo.de/apres_kunstundmehr/Nieder-mit-der-Meinungsfreiheit/747/), das Bücherforum diskutiert heiss und vor allem die Buchblogger sind alamiert.
 
Alles beginnt mit einer Rezension zum Buch "Twin-Pryx" von John Asht aus dem Roder Verlag. Myriel (http://buecherzeit.wordpress.com) begann das Buch, musste es aber abbrechen und schrieb eine negative Rezension darüber. Etwas, das ich auch schon einige Male getan habe. Hier findet ihr die Rezension: http://buecherzeit.wordpress.com/2011/11/16/john-asht-twin-pryx-zwillingsbrut/
Weder beschimpft Myriel den Autoren oder den Verlag, sie meint bloss, dass es zu viele Dinge gibt, die sie am Buch stören, sodass sie nicht weiterlesen möchte.
 
Zitat von Myriel:
Denn auf diesen Seiten sind mir schon so viele Dinge aufgefallen und haben mir quer im Magen gelegen, so dass ich gar nicht erst wissen möchte, wie es weiter geht. 
 
Damit geht der Spass aber erst richtig los, denn Asht stösst auf die Rezension. Selbstverständlich ist es für einen Schriftsteller nicht erfreulich, wenn ein Leser sein Buch nicht mag. Aber was Asht bietet ist unfassbar. Er beschimpft Myriel und meint, dass sie eine "Pseudo-Rezensentin" sei.
Doch Asht hat noch nicht genug, in einem zweiten Kommentar meint er, dass er rechtliche Schritte gegen Myriel einleiten wird, da sie angeblich versuche, einen Autoren zu "vernichten".
 
Antje Roder, ihres Zeichens Verlegerin, schliesst sich Asht an und hinterlässt ebenfalls einen Kommentar auf Myriels Blog "Bücherzeit". Sie meint, Myriel sei unprofessionell und verstecke sich hinter ihrem Pseudonym. Ironisch finde ich persönlich folgende Zeile Roders:
 
Zitat Roder:
Jeder Leser nimmt ein Buch unterschiedlich wahr.  
 
Unterdessen hat Asht mehrere Einträge auf seinem Blog (http://john-asht.blogspot.com/) veröffentlicht. Darin geht er gegen die Internetblogger vor und natürlich vor allem gegen Myriel selbst. Mein Lieblingspart:
 
Zitat Asht: 
Es ist dies aber ihre 90. Rezension allein im Jahre 2011 - was ja bedeutet, dass sie bei dem Tempo wohl alle drei Tage ein neues Buch fertig gelesen haben müsste und in eben dieser Zeit auch noch rezensieren. Da kann man beim besten Willen nicht mehr von Seriosität sprechen, denn diese Frau muss ja auch noch essen und schlafen, neben ihrem Dauerstudium - selbst wenn sie nicht jobben geht. 
 
Nebenher nennt er sie auch "pseudo-erpresserische Rezensentin", nur weil Myriel nicht klein beigibt und kuscht.

Da frage ich mich wirklich, ob der Autor und der Verlag unter Verfolgungswahn leiden. Vor allem sind unterdessen weitere negative Rezensionen zum erwähnten Buch erschienen. Normalerweise heisst es ja, besser negative Kritik, als gar keine. Aber hier hat der Verlag und auch der Autor daneben gegriffen, Asht und der Roder-Verlag sind auf vielen schwarzen Listen von Lesern gelandet, unter anderem auch auf meiner.
Der Autor ist definitv nicht kritikfährig und dieses ganze Getue erinnert mich sehr an den Kindergarten. Ich hoffe für Myriel, dass sich das Ganze bald wieder beruhigt. Immerhin hat sie wohl alle Online-Rezensenten auf ihrer Seite.
 
Denn - wer hat nicht auch schon einen Verriss geschrieben? 

16.01.2012 um 21:04 Uhr

[Rezension] Ene, mene, muh

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Robert mag weder die Mathematik, noch seinen Mathelehrer. Ebenso wenig mag er seine Albträume, die ihn des nachts heimsuchen. Doch dann bekommt Robert in seinen Träumen besuch vom Zahlenteufel. Dieser nimmt den Jungen in die Lehre, um aus ihm einen Zauberer zu machen - einen Zahlenzauberer...

Meine Meinung:

Hans Magnus Enzensbergers Buch "Der Zahlenteufel" ist ein Buch für jene, die mit der Mathematik nicht viel anfangen können und sich nicht weiter mit ihr beschäftigen wollen. Robert selbst ist auch einer jener Menschen, die die Mathematik nicht mögen und ihr am liebsten aus dem Weg gehen. Doch mit Hilfe des Zahlenteufels ändert sich das.

Zusammen mit Robert erfährt der Leser die Geheimnisse der Mathematik. So wird zum Beispiel erklärt, welche Bedeutung die Null in unserem Zahlensystem hat, die "Bonatschi"-Zahlen werden durchgenommen und gewissen Zahlenreihen werden Farben zugeordnet.

Das Buch ist einfach und verständlich geschrieben, damit auch jüngere Leser verstehen, was hier eigentlich genau erklärt wird. Meistens besteht die Geschichte aus Gesprächen zwischen Robert und dem Zahlenteufel, die den trockenen mathematischen Begriffen oft lustige Übernamen geben. Die mathematischen Beispiele sind mit bunten Bildern untermalt und der Leser wird Schritt für Schritt an den Kern der Sache herangeführt.
In späteren Kapiteln wird immer wieder auf bereits Erwähntes zurückgegriffen, sodass das Gelesene wieder aktiviert wird. So wird verhindert, dass man eine Erklärung liest und sie gleich daraufhin wieder vergisst.

Zwar brachte mir das Buch nichts grundlegend Neues bei, aber altes Wissen aus der Schule wurde wieder in Erinnerungen gerufen. Das meiste kannte ich bereits von anderen Orten, es war jedoch interessant, die Dinge auf eine solch unterhaltsame Weise erklärt zu bekommen.

Jedoch muss ich auch sagen, dass mir manche Schritte, die im Buch unternommen wurden, bereits wieder verwirrten und ich an anderer Stelle noch einmal nachfragen musste, was dies nun zu bedeuten hätte.

Sagen, dass mir "Der Zahlenteufel" die Angst oder die Abscheu von der Mathematik genommen hat, kann ich nicht. Weder ist mir ein grosses Licht aufgegangen, noch fällt mir der Umgang mit Zahlen nun leichter. Für mich war die Lektüre bloss ein weiterer Ausflug in die unendlichen Weiten der Mathematik.

Fazit: 

Ein gutes Buch für jene, die mehr über die Hintergründe der Mathematik erfahren wollen. "Der Zahlenteufel" bietet einige gute Tricks und Kniffe für das Überleben im Matheunterricht. Es lehrt das Verständnis für Zahlen bis zu einem gewissen Grad.

Für mich leider keine Revolution, aber eine nette Kopfkissenlektüre.

 

Hans Magnus Enzensberger
Der Zahlenteufel
Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor der Mathematik haben
HC, 1997
Hanser

3-446-18900-9 

Mit Bildern von Rotraut Susanne Berner 

16.01.2012 um 20:30 Uhr

[Neuerrungenschaften] Gewonnen!

von: Jari   Kategorie: Neuerrungenschaften

Ich habe doch tatsächlich mal etwas gewonnen! Und zwar dieses Buch:

Beeren finden! von Christine Schneider

 Vielen Dank an den Ulmer Verlag 
http://ulmer.de/ 

15.01.2012 um 21:30 Uhr

[Büchergebrabbel] Jaris Büchergebrabbel #1

von: Jari   Kategorie: Jaris Büchergebrabbel

Da die Aktion "Tage vergehen" Ende 2011 ja beendet wurde, habe ich mir eine eigene Laberkiste zugelegt: Jaris Büchergebrabbel. Einfallsreich, nicht wahr?
In dieser Sektion werde ich euch mindestens einmal im Monat, vielleicht auch öfter, darüber informieren, was Jari so tut und was es im Schilde führt.
 
Nun ist 2012 bereits zwei Wochen alt und der Hexenmeister und ich haben unseren eigenen Tagesrythmus. Zum Glück komme ich öfter zum Lesen, als ich anfangs dachte. Meine Rekordwerte von bis zu 15 Bücher im Monat werde ich zwar nicht halten können, aber immerhin habe ich bereits vier Bücher gelesen und habe zwei begonnen. An Rezensionen wird es hier also nicht mangeln ;)
 
Im Februar werde ich dann an der Leserunde zu "Anna Karenina" mitmachen und im März steht Jane Austen auf dem Programm. Da diese Bücher ziemliche Wälzer sind, frage ich mich jedoch, wann ich Zeit finden werde, um "Die Kathedrale des Meeres" zu lesen. Dieses Buch ist ja auch ziemlich umfangreich und diesen Monat werde ich es wohl nicht schaffen. Arme Pelegrina, es wird wohl April werden... Bitte verzeih mir!
 
Jedoch kann ich ankünden, dass das Gewinnspiel, welches ich bereits erwähnt habe, zu meinem 1000sten Eintrag auf "Jaris Büchergebrabbel" gestartet wird. Dies hier ist der 801te, lange wird es also nicht mehr dauern. So viel wird verraten: Es wird eine kleine Aufgabe geben ;)
 
Im Übrigen möchte ich irgendwann mal wieder Einträge zu "Büchernews" und den Bücherregalen schreiben. Da hat sich unterdessen einiges angesammelt.
 
So viel zum Monat Januar. 

15.01.2012 um 15:43 Uhr

[Rezension] Future Semi-Conditionally Modified Subinverted Plagal Past Subjunctive Intentional

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Nach der Zerstörung der Erde stecken Arthur Dent und seine Freunde in ziemlichen Schwierigkeiten. Eigentlich wären die Schwierigkeiten ja gar keine Schwierigkeiten, wäre das Raumschiff "Heart of Gold" nicht gerade damit beschäftigt, eine Tasse Tee herzustellen.
Als Zaphod Beeblebrox, seines Zeichens Präsident der Galaxie, sich auf macht, den Herrscher des Universums zu suchen, geht die Odyssee durchs Weltall in die nächste Runde...

Meine Meinung:

"The Restaurant at the End of the Universe" ist der zweite Teil der Hitchhiker-Reihe von Douglas Adams. Wieder einmal besticht der Autor mit munteren Einfällen und kurzweiligen Jagden durch die unendlichen Weiten des Weltraums.

Jedoch sollte man unbedingt den ersten Teil gelesen haben, bevor man sich ins Restaurant begibt. Zwar werden die Ereignisse des ersten Bandes auf zwei Seiten noch einmal kurz zusammengefasst, doch reicht dies bei Weitem nicht aus, um die Charaktere zu verstehen. Auch ich hatte etwas Mühe, da es schon einige Jahre her ist, seit ich den ersten Band "The Hitchhikers Guide to the Galaxy" gelesen habe.

Wer den ersten Band mochte, wird auch vom zweiten Teil nicht enttäuscht sein. Der Humor wird nicht weniger und Adams bringt wieder viel Schwung in die Geschichte. Es bleibt kaum Zeit, einmal richtig Atem zu schöpfen. Auch nicht, als die Charaktere es endlich ins "Restaurant am Ende des Universums" schaffen. Es gibt viel zu Lachen und vor allem Douglas' Ideen (u.a. von wem die Menschheit eigentlich absteht) sind einfach herrlich. Der Autor schafft es, auf eine feine englische Art, die menschliche Lebensweise zu mokieren. 

Die vielen unterschiedlichen Planeten und Landschaften machen es einem leider ab und zu schwierig, einzuordnen, wo man sich örtlich und bezüglich der Geschichte gerade befindet. Diese Sprünge machen es vor allem jenen schwierig, die das Englische noch nicht so gut beherrschen. Für jene empfiehlt es sich, die deutsche Ausgabe zu lesen. 

Fazit: 

"The Restaurant at the End of the Universe" knöpft direkt an den Vorgänger an. Dies nicht nur, was die Handlung betrifft, sondern auch sprachlich. Douglas hat eine gelungene Fortsetzung geschrieben, die Lust macht, sich sofort auf den nächsten Teil zu stürzen.

Douglas Adams
The Restaurant at the End of the Universe
TB, 2010
MacMillan

978-0-330-50881-0

Deutsche Ausgabe

Douglas Adams
Das Restaurant am Ende des Universums
TB, 2009
Heyne

978-3-453-40781-7

Aus dem Englischen von Benjamin Schwarz 

14.01.2012 um 20:31 Uhr

[Rezension] Sommernachtstraum

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

In einer wundervollen Nacht, die auf einen wundervollen Tag folgte, trifft der Erzähler auf das Mädchen Nastenka. Er hilft ihr in einer Notsituation und schon bald merken die Beiden, dass sie ein ganz besonderes Band miteinander verbindet. Doch Nastenka hat ihr Herz bereits verschenkt...

Meine Meinung:

Fjodor Dostojewski entführt den Leser in "Weisse Nächte" in die sommerlichen Nächte St. Petersburg. Die Liebesgeschichte, die auf nur 100 Seiten erzählt wird, vermag trotz der Kürze zu überzeugen und man schlägt das Buch schlussendlich mit einem tiefen Seufzer zu.

Der Erzähler der Geschichte ist ein Träumer, ein einsamer Träumer. Er kennt die Stadt St. Petersburg in- und auswendig, doch mit den Menschen kann er nicht besonders gut umgehen. Doch als er auf Nastenka trifft, ändert sich das. Das Mädchen erobert sein Herz im Sturm und obwohl er weiss, dass sie einen Anderen liebt, treffen sie sich die nächsten vier Nächte und kommen sich immer näher.

Es mag wie eine Geschichte klingen, die bereits hundert Male erzählt wurde, das mag es vielleicht auch sein. Doch Dostojewskis "Weisse Nächte" hat aus seiner kurzen Liebesgeschichte das Maximum herausgeholt. Der Untertitel "Ein empfindsamer Roman" passt perfekt zur Stimmung. Die Sprache im Buch ist sehr gefühlvoll, die Ich-Perspektive lässt uns direkt an den unterschiedlichen Stimmungslagen des Erzählers teilhaben. Ich fieberte mit, hoffte und bangte um das Glück des Paares.

Nur Nastenka ging ab und zu etwas gegen den Strich, da sie immer gleich zu weinen begann, doch dies unterstreicht nur noch mehr, dass "Weisse Nächte" ein sehr russisches Buch ist. 

Fazit: 

"Weisse Nächte" ist eine wunderschöne, tiefgründige und romantische Geschichte, die durch eine besondere und ergreifende Sprache besticht.

Wer gerne in einer schönen Sprache schwelgt, der sollte dieses Büchlein einmal zur Hand nehmen. Es eignet sich hervorragend als Kopfkissen-Lektüre. Wer sich an einen Russen heranwagen möchte, findet hier einen sehr guten Einstieg.

Ich war sofort hin und weg von der wunderschönen Sprache Dostojewskis, die man wirklich als "russisch" bezeichnen kann. Die Geschichte war weder kitschig noch langweilig und hielt mich bis zum Schluss in Atem. 

Fjodor Dostojewski
Weisse Nächte
Ein empfindsamer Roman
(Aus den Erinnerungen eines Träumers)
HC, 2007
Anaconda

978-3-86647-181-8

Aus dem Russischen von Hermann Röhl 

12.01.2012 um 22:16 Uhr

Jari liest... Douglas Adams

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

In a galaxy where absolutely everything (including space, time and alien anatomy) is uncertain, only one thing is guaranteed: at some point, you will need a decent meal.
Feeling a bit peckish following a long, unsettling journey across the universe, Arthur Dent finds himself on a mission that will end in death or dinner - or maybe both. And there's nowhere better for the ultimate meal than Milliways, the Restaurant at the End of the Universe.