Jaris Büchergebrabbel

14.02.2012 um 22:34 Uhr

[BücherGooddies] Die erleuchtete Eule

von: Jari   Kategorie: Büchergooddies

Jetzt möchte ich euch gern etwas ganz Besonderes zeigen. Meine Büchereule:

Und nun Stecker rein:

Ist die Büchereule nicht toll? Zwar ist ihr Licht fürs Bücherlesen zu schwach, aber sie ist definitiv ein Hingucker auf jedem Bücherregal (siehe vorheriger Eintrag). 

Danke, Mami, für das tolle Geschenk <3 Ich liebe die erleuchtete Eule! 

12.02.2012 um 15:05 Uhr

[BücherRegale] Ein neues zu Hause für deine Bücher

von: Jari   Kategorie: Bücherregale

Es ist mal wieder an der Zeit, einen Blick auf hübsche und kuriose Bücherregale zu werfen. Bald kommt der Frühling und nach dem Frühlingsputz kann man gleich ein paar neue Regale einbauen, nicht wahr?
 
 
"Shelf" aus dem Hause Thirtyfive bennent sich gleich selbst. Sehr stilvoll, muss ich zugeben, jedoch muss man schon aufpassen, dass man sich daran nicht verletzt. Dass die Buchstaben abbrechen muss man jedoch nicht befürchten, das Regal ist aus Stahl gefertigt und sollte zumindest Taschenbücher halten können ;)
http://www.36-1.com/typeshelf
 
 
Dieser süsse Wicht heisst "Read Me" und wurde von Peter Böckel entworfen. Es bietet nicht nur Stauraum für die Lieblingsbücher, sondern ist gleichzeitig auch eine Lampe. Praktisch, praktisch. 
http://peterboeckel.com/index.php?/work3/readme/
 
 
Darf ich vorstellen: "The Motion". Für alle, die Ecken und Kanten nicht unbedingt brauchen. Das Regal lässt sich auch als Leseecke benutzen und ist in jedem Fall ein kleiner Hingucker! 
http://www.kam-kam.org/
 
 
 
"Bikini" ist mein eindeutiger Favorit. Ich mag die Farben und die Möglichkeiten, die dieses Regal bietet. Auf der Homepage kann man sehen, wie man die beiden Regale aufstellen und die angehängten Schnüre benützen kann. Einfach nur top!
http://md-design.ru/en/furniture/bikini-bookcase
 
 
Hier noch ein kleines Extra: "Bathing in Knowledge"
Beatrice von Who cares about that? (http://whocaresaboutthat.blogspot.com) berichtet darüber, wie eine altmodische und wunderhübsche Badewanne umgestaltet wird, sodass man tatsächlich in Wissen baden kann. Wasser sollte man vielleicht keines einlaufen lassen, aber die Idee ist doch einfach nur toll, oder?
http://whocaresaboutthat.blogspot.com/2008/06/bathing-in-knowledge.html

11.02.2012 um 16:46 Uhr

[BücherNews] Aus für den PAN-Verlag

PAN, das Jugendfantasy-Label der Gruppe Droemer-Knaur, wird es ab Herbst 2012 nicht mehr geben. Timothy Sonderhüsken, Lektor und Programmleiter bei PAN, verlässt die Verlagsgruppe Ende März 2012. Danach soll das Label nicht mehr weitergeführt werden.
Berühmte Autoren werden weiterhin bei Droemer-Knaur verlegt. Leider werden nicht alle bei PAN verlegten Schriftsteller übernommen werden. Ab Herbst wird ein neuer Imprint-Verlag von Droemer-Knaur auf den Markt gehen.
 

07.02.2012 um 20:38 Uhr

[BücherNews] Alles Gute zum Geburtstag...

... Herr Charles Dickens! 200 Jahre wäre der Gute heute geworden. Doch in seinen Werken lebt Dickens weiter.
 

05.02.2012 um 08:49 Uhr

[Rezension] Together Forever

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Zusammen leben ist nicht einfach. Obwohl man den Partner über alles liebt, gibt es immer wieder Reibereien. Da ist die benutzte Teetasse oder die Zahnpastatube, die offen herumliegt. Oder der Prinz wird plötzlich zum Pantoffelhelden. Wie sollen sich Paare im Alltagsstress verhalten, damit die Beziehung nicht ausleiert?

Meine Meinung:

Guy Bodenmann und Caroline Brändli haben mit "Was Paare stark macht" einen übersichtlichen und realitätsnahen Ratgeber für Paare geschrieben.

In mehreren Kapiteln wird erläutert, was die Liebe ist und wie man sie lebendig halten kann. Es wird auf unterschiedliche psychologische Vorgänge eingegangen und erklärt, wie man die Situationen am besten lösen kann. Die beiden Autoren legen das Augenmerk vor allem auf eines: Kommunikation.

Bodenmann und Brändli bieten viele Übungen und Tipps, um die Kommunikation unter Paaren zu fördern. Darunter findet man Hinweise, die tatsächlich hilfreich sind und man als Paar gut im Alltag anwenden kann. Dies hat, meiner Ansicht nach, seltenheitswert. Einige der vorgeschlagenen Ideen wurden von uns bereits umgesetzt.

Ebenfalls sehr positiv finde ich die Vielfalt des Duos. Im Gegensatz zu anderen Autoren legen sie sich nicht auf einen Grundsatz fest und ziehen diesen dann durch alle Themen des Paarlebens durch, sondern sie vermögen es, auf jedes Thema einzeln einzugehen und dort die besten Hilfestellungen zu bieten. Auf diese Weise kann man sich zehn Bücher sparen und stattdessen nur dieses eine kaufen.

Der Aufbau des Titels ist zwar übersichlich und das Buch lässt sich gut lesen, jedoch fiel auf, dass man als Leser bloss die separaten Informationsboxen lesen muss, um zu verstehen, worum es geht. Es ist also eigentlich gar nicht nötig, den ganzen Ratgeber zu lesen. Dies kann man als positiv oder negativ empfinden. 

Fazit: 

Ein empfehlenswerter Ratgeber für Paare, die Wert darauf legen, ihre Liebe frisch zu halten. Die Vorschläge des Schweizer Autorenteams sind alltagstauglich und setzen auf unterschiedliche Arten der Kommunikation.

Guy Bodenmann, Caroline Brändli
Was Paare stark macht
Das Geheimnis glücklicher Beziehungen
TB, 2010
Beobachter

978-3-85569-438-9 

04.02.2012 um 23:08 Uhr

[BücherFilme] Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond

von: Jari   Kategorie: BücherFilme

Das Buch:

Zuerst gab es das Drehbuch zum Fillm, danach wurde daraus noch ein Jugendbuch erarbeitet. Die Rezension zur Buchversion findet ihr hier: http://www.blogigo.de/jaris_buechergebrabbel/Rezension-Blutroter-Mond/805/

Der Film: 

Normalerweise existiert zuerst ein Buch, danach wird es von Hollywood und Co. in einen Kinofilm umgewandelt. Bei "Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond" verhält es sich jedoch ein wenig anders. Hier wurde zuerst das Drehbuch verfasst. Dann stellten die Produzenten jedoch fest, dass sich die Charaktere verselbstständigten und etnschieden sich dazu, das gleichnamige Jugendbuch zu veröffentlichen.

Gleich zu Beginn stellt man fest, dass einem die Stimmung und die Bilder irgendwie bekannt vorkommen und man fühlt sich direkt in die Twilight-Filme hineinversetzt. So falsch ist dies nicht, denn die beiden Filme stammen von derselben Regisseurin. Das heisst, es wird grossen Wert auf stimmungsvolle und atmosphärische Bilder gelegt. Auch bei "Red Riding Hood" spürt man das. Die mittelalterliche Dorfwelt wird mit denselben tristen Farben dargestellt, die man kennt. Valerie sticht dabei aus der Eintönigkeit heraus. Ein interessanter Effekt, um die Hauptperson noch mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu lenken.

Doch stellt man gleichzeitig fest, dass bereits von Anfang an grosse Unterschiede zwischen Buch und Film auftauchen. So ist zum Beispiel Valeries Schwester im Buch ein wunderschönes Mädchen, das von allen geliebt und verehrt wird. Im Film dagegen taucht sie nur auf, um zu sterben und schien dazu noch ein etwas dicklicheres Mädchen gewesen zu sein. Wohl um Valerie als die Hübschere der Schwestern zu verkörpern? Auch andere Dinge wurden für die gedruckte Version verändert, sind jedoch nicht weiter erwähnenswert.

Die Mitte des Filmes verläuft dann tatsächlich wie im Buch, sodass man sich gut am Gelesenen orientieren kann. Pater Solomon hätte meiner Ansicht nach noch etwas autoritärer auftreten können, aber ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Wie in den Twilight-Filmen scheint die Stimmung eher kalt und distanziert zu sein, während im Buch die Feierlichkeiten toll und wild wirken, lässt einen im Film die Szene eher die Haare sträuben.

Doch scheint die Regisseurin genau daruf aus zu sein: Wie im Buch kommt die Geheimniskrämerei im Dorf auch im Buch gut rüber. Man merkt, dass die Dorfbewohner beginnen, sich gegenseitig zu misstrauen. Dass man sich fragt, wer wohl der Wolf sein könnte. Auch hier werden Schuldzuweisungen gemacht und der Zuschauer rätselt mit, wer nun tatsächlich der Wolf sein könnte.

Das Ende wiederum... Tja, das Ende gab es im Buch nicht. Die gedruckte Version endet offen, während der Film noch weiter geht. Und das ein gutes Stück. Da fragte ich mich, weshalb die Autoren sich entschieden hatten, einfach mittendrin sozusagen mit dem Schreiben aufzuhören. Um die Leser in den Film zu locken? Um nicht zu viel zu verraten? Damit das Buch nicht zu umfangreich wird? Fragen über Fragen...

Zum Ende noch ein Kommentar als Spoiler, um das Ende nicht zu verraten. Spoiler: Ich kann Valeries Verhalten am Schluss überhaupt nicht nachvollziehen. Sie tötet ihren eigenen Vater, weil er der Wolf ist, bleibt aber bei Peter, obwohl auch er sich in einen Werwolf verwandeln wird? Ehrlich?! Was für ein undankbares Gör! Spoiler Ende.

Fazit: 

Ein netter Film, der vor allem Fans von Twilight gutes Futter bietet, da "Red Riding Hood" oftmals sehr an die Vampirgeschichte erinnert. Man sollte von diesem Film nicht zu viel erwarten, aber für einen netten Kinoabend reicht es allemal.

Ich persönlich bin nicht überzeugt, finde den Film einfach "ganz nett". Aber der Wolf, der hat es mir angetan, da sehr gut animiert. 

04.02.2012 um 22:50 Uhr

[Rezension] Schicksalskarten

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Tarotkarten werden schon seit hunderten von Jahren befragt, wenn man im Leben einen guten Rat braucht. Die Karten geben Hinweise über das Verborgene, zeigen uns aber auch Dinge auf, die direkt vor unseren Augen liegen, wir aber nicht in der Lage sind zu sehen. 
Ist man verliebt oder in einer Beziehungskrise ist guter Rat oftmals teuer. Die altbekannten Ratschläge trösten nicht mehr. Da hilft es, einen Blick auf die Karten zu riskieren.

Meine Meinung:

Eleonore Jacobis "Tarot für Liebe und Partnerschaft" ist ein für Anfänger geeignetes Buch, das den Leser Schritt für Schritt in die Welt des Kartenlegens einführt.

Das Buch ist so gestaltet, dass man das Wichtigste gleich auf den ersten Blick erfassen kann. Die Autorin erklärt dem Leser das Prinzip der Karten und gibt einige Tipps und Hinweise zur Benützung der Karten. Vor allem für Einsteiger sind diese nützlich.

Nach der Einführung folgen die Bedeutung der Karten. Diese sind speziell auf das Liebesleben bezogen. Positiv ist mir dabei aufgefallen, dass auch auf die Bedeutung der Karten, die auf dem Kopf stehen, eingegangen wird. Abgeschlosen wird das Buch mit Legesystemen und Beispielen von Leuten, die sich die Karten haben legen lassen.

Auf den ersten Blick wirkt das Werk sehr handlich und sympathisch, eines jener Bücher, die man der besten Freundin leihen möchte. Doch beginnt man sich näher damit zu befassen, stellt sich jedoch rasch Enttäuschung ein. Jede gezogene Karte scheint etwas Negatives zu bedeuten, das eigene Liebesglück ist scheinbar in weiter Ferne.

Die Deutungen der Karte sind leider derart negativ verfasst, dass einem die Freude am Kartenlegen rasch genommen wird. Entweder ist die Beziehung eingeschlafen, man selbst in einer Traumwelt gefangen oder man belügt sich. Zwar hat jede Karte auch eine ungute Bedeutung, doch scheint Jacobi sich in ihrem Werk bloss auf diese Bedeutung zu manifestieren. Dies ist meiner Meinung nach sehr ungünstig, da so jedem Kartenleger die Laune verdorben wird. Über kurz oder lang fragt man sich, ob die Autorin selbst irgendwelche Probleme hat. 

Fazit: 

"Tarot für Liebe und Partnerschaft" ist leider kein so amüsantes Buch wie es auf den ersten Blick scheint. Obwohl es hübsch und übersichtlich aufgebaut ist, sind die Beschreibungen der einzelnen Karten sehr missglückt und verderben einem die Freude sehr rasch. 

Eleonore Jacobi
Tarot für Liebe und Partnerschaft
Die richtige Fragestellung, die wichtigsten Legesysteme, zahlreiche Deutungsbeispiele
HC, 2005
Bassermann

978-3-8094-1799-8 

04.02.2012 um 22:43 Uhr

[Das Buch des Monats] Januar 2012

von: Jari   Kategorie: Das Buch des Monats

Um das Buch des Monats Januar zu ernennen, muss ich gar nicht lange nachdenken. Das Jahr ist leseteschnisch wirklich gut gestartet und ich landete einen Glücksgriff:
 
 
Miklós Vámos - The Book of Fathers
 
Eine wunderschöne und auch leicht phantastische Familiengeschichte aus Ungarn. Liebe, Tragödien und zeitgeschichtliche Ereignisse vereint mit einer besonderen Gabe - ein herrlich zu lesendes Buch vor allem für Ungarnfreunde. 

04.02.2012 um 21:33 Uhr

[Rezension] Sport ist Mord

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Fünf Jahre in einer Höhle auf der prähistorischen Erde tun niemandem gut - schon gar nicht Arthur Dent. Eines schönen Morgens jedoch taucht Arthurs alter Freund Ford wieder auf und er hat Neuigkeiten mitgebracht. Ihre Aufgabe ist keine geringere als die, das Leben, das Universum und den ganzen Rest zu retten...

Meine Meinung:

Mit "Life, the Universe & Everything" (dt. das Leben, das Universum und der ganze Rest) legt Douglas Adams den dritten Teil seiner "Hitchhiker's"-Reihe vor. 

Sprachlich begiebt man sich auf bekanntes Terrain. Der Autor hat sich nicht gross weiterentwickelt, hält jedoch das Niveau der vorigen Bände. Dies jedoch nur, wenn es um die Sprache geht. Leider ist der dritte Band weitaus weniger lustig geraten als die vorherigen Bände.

Noch immer hat Douglas wundersame Ideen und gute Einfälle, jedoch will es dieses Mal mit den Witzen einfach nicht so gut klappen wie auch schon. Unterhalten tut das Buch natürlich immer noch gut, aber wenn man sich von zwei Bänden mehr gewöhnt ist, fällt es leider auf, wenn die Qualität etwas abnimmt.

Trotzdem hat mir "Life, the Universe & Everything" noch lange nicht die Lust auf die nächsten Bände zerstört, eher bin ich neugierig geworden, ob der Autor es schafft, das Steuer noch einmal herumzureissen. 

Fazit: 

Eine Fortsetzung, die leider nicht ganz das hält, was die ersten Bände der Reihe versprechen. Dennoch bleiben die Abenteuer von Arthur und Ford unterhaltsam und kurzweilig. Fans sollten sich jedoch vor der Lektüre nicht zu viel davon versprechen und das Buch als das akzeptieren, was es ist: Ein typisches Douglas-Buch, mit etwas weniger Witz, aber einigen guten Ideen.

Douglas Adams
Life, the Universe & Everything
TB, 2010
MacMillan

978-0-330-50882-7

Deutsche Ausgabe

Douglas Adams
Das Leben, das Universum und der ganze Rest
TB, 1999
Heyne

978-3-453-14605-1 

04.02.2012 um 11:40 Uhr

Jari liest... Leo Tolstoi

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bocary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern... 

01.02.2012 um 18:28 Uhr

[Monatsstatistik] Januar 2012

von: Jari   Kategorie: Bücherlisten

Gelesen:

1. N.K. Jemisin - Die Erbin der Welt             
2. Miklós Vámos - The Book of Fathers 
           
3. Fijodor Dostojewski - Weisse Nächte 
        
4. Douglas Adams - The Restaurant at the End of the Universe 
        
5. Hans Magnus Enzensberger - Der Zahlenteufel 
      
6. Sarah Blakley-Cartwright - Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond 
    
7. Christine Schneider - Beeren finden! 
        
8. Douglas Adams - Life, The Universe and Everything 
         
9. Corina Bomann - Sturmsegel 
          

Gesamt gelesen 2012:

01.02.2012 um 16:55 Uhr

[Rezension] Stürmische See

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Stralsund, 1628. Der Dreissigjährige Krieg tobt, trotzdem führen Anneke und ihre Mutter ein schönes, wenn auch bescheidenes Leben. Als jedoch Annekes Mutter stirbt, verändert sich das Leben des jungen Mädchens grundlegend. Ihr reicher Vater nimmt sie zu sich. Anneke trägt nun wunderschöne Kleider und ist eine Dame.
Doch ist auch dieses Leben nicht von Dauer. Der Krieg steht vor der Türe und Annekes Vater sieht nur eine Lösung: Nämlich die, dass Anneke in das entfernte Schweden reisen soll...

Meine Meinung:

Corina Bomann entführt den Leser in "Sturmsegel" in das Deutschland und das Schweden des 17. Jahrhunderts. Mitten hinein in den Dreissigjährigen Krieg.

Die Autorin schafft es auf Anhieb, das damalige Leben und die Atmosphäre in der Stadt Stralsund lebendig zu beschreiben. Anneke ist sich des Krieges bewusst, doch ist er noch in weiter Ferne. Das Leben ist karg, doch sie und ihre Mutter wissen sich zu helfen.
Doch mehr und mehr drängt der Krieg sich in das Leben des Mädchens und ihr Leben verändert sich. Auch hier kann die Autorin punkten, beschreibt sie doch anschaulich, wie aus dem unbedarften Wildfang eine junge Frau wird, die für sich und diejenigen, die sie liebt, eintritt.

Im Buch trifft man auf Personen, die real existiert haben und Geschehnisse, die tatsächlich stattgefunden haben. Bomann hat die fiktiven Charaktere gut in den realen Hintergrund eingearbeitet, die Geschichte ist greifbar und wirkt an keiner Stelle gewollt. Als Leser wird man direkt in die richtige Stimmung versetzt und das Buch liess zumindest mich kaum mehr los.

Ebenfalls positiv fielen mir die eingewobenen schwedischen Sätze auf, die Bomann den Personen in Schweden in den Mund legt. Anfangs fand ich es etwas unrealistisch, dass Anneke überall auf deutschsprachige Menschen trifft, doch wurde dies durch die schwedischen  Sprachfetzen wieder wett gemacht. Die Sätze werden im Glossar am Ende des Buches erklärt, wo man auch die benutzten Ausdrücke aus dem Kriegs- und Volksvokabular nachschlagen kann.

Die Geschichte weist einen für Jugendromane typischen Schreibstil auf, der sich einfach lesen lässt, jedoch trotzdem packend ist. Annekes Gefühle sind greifbar und man kann sich als junger Leser gut mit ihr identifizieren. Man leidet am Tod der Mutter und fühlt Annekes Verliebtheit, als sie in Schweden den Schiffsbauer Ingmar kennenlernt.

Die Liebesgeschichte zwischen Anneke und Ingmar ist zum Glück nicht dramatisiert, sondern wird sehr feinfühlig in die Hintergrundgeschichte über Annekes Leben eingewebt. So lernt man auch einiges über Beziehungen und Eheschliessungen im 17. Jahrhundert.
Zu keiner Zeit drängt die Liebesgeschichte zu sehr in den Vordergrund und sie wird angenehm langsam erzählt. Schritt für Schritt kommen sich die beiden Protagonisten näher und werden durch weitere Schicksalsschläge aneinandergebunden.

Ab und zu war es beinahe zu viel der Schicksalsschläge, doch wenn man bedenkt, zu welchen Zeiten die Geschichte spielt, kann man dies gut akzeptieren.

Fazit: 

"Sturmsegel" ist ein Buch für jugendliche und auch erwachsene Leser, die historische Hintergründe schätzen und es mögen, wenn auch Personen auftreten, die real existiert haben. "Sturmsegel" weist definitv einen gewissen Lerneffekt auf und ist trotzdem angenehm zu lesen. Wer ein Buch zum Thema Dreissigjähriger Krieg sucht, sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen.

Corina Bomanns "Sturmsegel" ist definitiv eines der besten Jugendbücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Geschichte ist packend und ich fühlte mich auch im historischen Setting zu Hause. Anneke war mir mit ihren Ecken und Kanten sympathisch und ich wollte wirklich wissen, wie es mit ihr weitergeht. Deshalb konnte ich kaum aufhören zu lesen.

Corina Bomann
Sturmsegel
HC, 2010
Ueberreuter

978-3-8000-5532-6 

27.01.2012 um 20:20 Uhr

[Challenges] TopTenThursday #46 - 48

von: Jari   Kategorie: TopTenTuesday

 
Eure 10 Most-Wanted-Bücher im Jahr 2012
 
Gail Carriger - Brennende Finsternis
N.K. Jemisin - Gefährtin des Lichts
Kai Meyer - Das steinerne Licht
Derek Landy - Das Groteskerium kehrt zurück
Yasmine Galenorn - Hexenküsse
John Connolly - Hell's Bells
Eoin Colfer - Die verlorene Kolonie
Michelle Raven - Pfad der Träume
Kathryn Lasky - Die Wanderschaft
Nalini Singh - Sengende Nähe
 
10 Bücher, deren Cover eurer Meinung nach nicht zum Thema passen
   
         
        
 
10 Bücher zum Thema Musik/Tanz
 
David Nicholls - Zwei an einem Tag
(die Musik zum Buch ist dem Autoren sehr wichtig)
Nick Hornby - Juliet, naked
Steve Galloway - Der Cellist von Sarajevo
Donna Milner - River
(River mit seiner Gitarre)
Relient K - The unknown infrastructure also known as the female mind
(geschrieben von der Band Relient K)
Hollow Skai - In A Da Da Da Vida
Urs Augstburger - Gatto Dileo
Eva Baronsky - Herr Mozart wacht auf (Wunschliste)
John Beagle - Die Sonate des Einhorns
 
Das Thema der nächsten Woche: 10 Bücher, bei denen ihr euch ein anderes Ende gewünscht hättet 

26.01.2012 um 18:32 Uhr

[Rezension] Jäger & Sammler

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Beeren schmecken lecker und sind gesund. Wer kann schon einer saftigen roten Erdbeere wiederstehen? Doch noch besser schmeckt es, wenn man die Beeren selbst gefunden, gepflückt und verarbeitet hat.
Wie man ganz einfach und ohne weit zu reisen die schmackhaftesten Beeren findet und wie man sie am besten zubereitet, zeigt das Büchlein "Beeren finden!".

Meine Meinung:

Christine Schneider hat mit "Beeren finden!" einen sehr handlichen Begleiter für Ausflüge in die Natur geschrieben. Das Buch ist dünn, lässt sich gut in der Tasche tragen und ist mit einer Schutzhülle versehen, sodass sich auch gelegentliche Drecksspritzer leicht abwaschen lassen.

Das Büchlein selbst ist übersichtlich aufgebaut. Vor allem Anfänger bezüglich der Beerensuche werden so Schritt für Schritt an die Materie herangeführt.
Man erhält einen allgemeinen Überblick über die Welt der Beeren, die besten Hilfsmittel werden erklärt und natürlich werden auch die unterschiedlichsten Beeren und Nüsse auf je einer Doppelseite vorgestellt. Die Vorstellung umfasst alles, was man als Sammler wissen muss. Wie, wo, wann und worauf man achten sollte.

Giftige Beeren werden ebenfalls genannt. Doch fehlte mir dort eine genauere Angabe darüber, was die Einnahme der Pflanze bewirken würde. Dafür gibt es im Schlussteil einen umfassenden Part mit Notfallnummern, falls wirklich einmal etwas schief gehen sollte.
Abgerundet wird "Beeren finden!" mit einigen Rezepten. Manche lassen sich rasch zubereite, andere sind ausgefallen, manche klassisch. Jedoch lief mir bei praktisch jedem das Wasser im Mund zusammen.

Die Gestaltung des Führers ist sympathisch und jung. Man sieht alles Wichtige auf einen Blick, durch die Fotos kann man sofort erkennen, um welche Beerensorte es sich handelt. Die Illustrationen von Daniel Stieglitz passen ins Ambiente und unterstreichen den lockeren Ton dieses Buches. 

Fazit: 

Ein Buch, das sich vor allem für jene eignet, die gerne einmal selbst Beeren sammeln wollen, sich aber noch nicht sicher sind, wie sie das anstellen sollen. Das Buch "Beeren finden!" bietet Antwort auf die wichtigsten Fragen und lässt sich einfach einpacken.
Aufgrund seines schlanken Umfanges ist es jedoch kein Universalratgeber! 

Christine Schneider
Beeren finden!
TB, 2011
Ulmer

978-3-8001-7660-1 

Mit Illustraionen von Daniel Stieglitz 

Herlichen Dank an den Ulmer Verlag!
www.ulmer.de 

25.01.2012 um 10:05 Uhr

Jari liest... Corina Bomann

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Als Annekes Mutter stirbt, ist sie im Deutschland des 17. Jahrhunderts auf sich allein gestellt. 
Ein neues Leben beginnt für sie, denn ihr bislang unbekannter Vater nimmt sie bei sich auf. Doch das Familienglück wird nach kurzer Zeit von den Wirren des Krieges zerstört: Anneke muss vor der Belagerung Stralsunds nach Schweden fliehen. 
Dort lernt sie den jungen Schiffsbauer Ingmar kennen und lieben, doch auch diesmal schlägt das Schicksal zu. Nach dem Untergang der Vasa werden die Schiffsbauer verfolgt und Anneke ist mit Ingmar wieder auf der Flucht...