Die Grenzen grüner Phantasie...
...zeigt die jüngste Kritik
von Grünen-Vorsitzendem Reinhard Bütikofer an der Energiepolitik der
neuen Bundesregierung, in der er der Koalitionsregierung vorwirft
keinen Kurs weg vom Öl
aufgezeigt zu haben. Schließlich ist es auch der Rot-Grünen-Regierung
mit ihrer recht einseitigen Orientierung auf die Förderung Erneuerbarer
Energien nicht gelungen das Land weniger abhängig von der Entwicklung
internationaler Energiepreise zu machen. Und das ist kein Wunder, denn
es ist in einem international durch Güter- Und Dienstleistungshandel
verflochtenen globalen Wirtschaftssystem, in dem sich Änderungen der
Weltmarktpreise für Produktionsfaktoren sehr bald in den Produktpreisen
niederschlagen auch nicht möglich. Die Einseitigkeit der grünen
Energiepolitik verteuert vielmehr den Übergang in eine
Energieversorgung jenseits des Erdöls, weil sie die Innovationsanreize
aufgrund der Förderimpulse auf ein vergleichsweise kleines
Technologiespektrum konzentriert. So werden für lange Jahre wertvolle
Ressourcen auf eine Handvoll auch nach Jahren noch sehr teure
Energieerzeugungstechniken konzentriert. Eine sinnvollere Politik würde
ausschließlich an den Umweltschäden der Energieerzeugung ansetzten und
Schadstoffemissionen verteuern, da dadurch alle Energieerzeuger und
-verbraucher gleichermaßen genötigten wären jeweils nach den billigsten
Emissionsminderungs- bzw. Verbrauchsreduktionen zu suchen. Und vor
allem würde eine sinnvolle Energiepolitik vorständig auf Subventionen
verzichten, denn diese reduzieren die Kosten der Energieerzeugung und
erhöhen die Abhängigkeit vom Energieverbrauch.
