Mit dem Kopf voran

01.12.2005 um 10:12 Uhr

Die Grenzen grüner Phantasie...

...zeigt die jüngste Kritik von Grünen-Vorsitzendem Reinhard Bütikofer an der Energiepolitik der neuen Bundesregierung, in der er der Koalitionsregierung  vorwirft keinen Kurs weg vom Öl aufgezeigt zu haben. Schließlich ist es auch der Rot-Grünen-Regierung mit ihrer recht einseitigen Orientierung auf die Förderung Erneuerbarer Energien nicht gelungen das Land weniger abhängig von der Entwicklung internationaler Energiepreise zu machen. Und das ist kein Wunder, denn es ist in einem international durch Güter- Und Dienstleistungshandel verflochtenen globalen Wirtschaftssystem, in dem sich Änderungen der Weltmarktpreise für Produktionsfaktoren sehr bald in den Produktpreisen niederschlagen auch nicht möglich. Die Einseitigkeit der grünen Energiepolitik verteuert vielmehr den Übergang in eine Energieversorgung jenseits des Erdöls, weil sie die Innovationsanreize aufgrund der Förderimpulse auf ein vergleichsweise kleines Technologiespektrum konzentriert. So werden für lange Jahre wertvolle Ressourcen auf eine Handvoll auch nach Jahren noch sehr teure  Energieerzeugungstechniken konzentriert. Eine sinnvollere Politik würde ausschließlich an den Umweltschäden der Energieerzeugung ansetzten und Schadstoffemissionen verteuern, da dadurch alle Energieerzeuger und -verbraucher gleichermaßen genötigten wären jeweils nach den billigsten Emissionsminderungs- bzw. Verbrauchsreduktionen zu suchen. Und vor allem würde eine sinnvolle Energiepolitik vorständig auf Subventionen verzichten, denn diese reduzieren die Kosten der Energieerzeugung und erhöhen die Abhängigkeit vom Energieverbrauch.