Schräge Töne aus Frankreich
Die französische Regierung plant Apple zur Öffnung des von iTunes verwendeten Kopierschutzes zu zwingen. Damit soll es den Käufern von iTunes-Files möglich sein, ihre gekauften Musik-Files auch auf anderen Playern als dem iPod abzuspielen. Auf diesem Weg will man ein angenommenes Monopol des Online-Musik-Händlers knacken.
Doch haben sich Frankreichs Wettbewerbshüter hier den richtigen Feind gesucht? Fraglich ist nämlich, ob der Kunde hiervon profitiert. Apple macht mit dem Verkauf der Musikstücke bei iTunes nur geringe Gewinne. Nach Abzug von 65 Cents für die Musikverlage und 23 Cents für die Kreditkartenfirmen bleibt bei einem Verkaufspreis von 99 Cents nur eine geringe Gewinnmarge. Der Online-Shop wird trotzdem betrieben, ausgebaut und ständig verbessert, um den Absatz des komplementären iPods zu fördern. Geht diese Bindung von iTunes und iPod für Apple verloren, weil auch mit anderen tragbaren Playern die iTunes-AAC-Files abgespielt werden können, dann geht der Absatz von iPods zurück und Apple ist gezwungen die Absatzverluste durch Preissteigerungen bei den Musikfiles zu erhöhen. Zwar wird Apple dann wegen sinkender Nachfrage möglicherweise den Preis für seinen iPod senken müssen, Käufer von Musiktiteln werden wohl zukünftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Zudem macht die Freigabe des Kopierschutzes es Hackern leichter, die iTunes Fair-Play-Software zu knacken, so dass Musik-Labels weniger Anreize haben Musik über iTunes zu vertreiben. Apple wird weniger verdienen, wohl aber auch weniger zukünftige Innovationsanreize haben.
Es mag wenig Sinn machen offensichtliche Geschäftsideen mit einem patentrechtlichen Schutz zu versehen, da hier Monopolgewinne mit Entwicklungen verdient werden können, die nur wenig Kosten erfordert haben. Aber mit staatlicher Gewalt die Preisgabe wertvoller technischer Details mit hohen Entwicklungskosten zu forcieren, hat langfristig einen wenig wünschenswerten, innovationsmindernden Effekt.
PS: Eigentlich ist die Open-Source-Community schneller als die französische Regierung. So läuft mein iRiver iHP 140 mit der freien Open-Source-Firmware Rockbox, die es inzwischen auch für andere Festplatten-Audioplayer u.a. für den iPod gibt. Rockbox soll in der aktuellen Version auch AAC-Files abspielen. Probiert hab ichs als MP3-Nutzer allerdings noch nicht.
Doch haben sich Frankreichs Wettbewerbshüter hier den richtigen Feind gesucht? Fraglich ist nämlich, ob der Kunde hiervon profitiert. Apple macht mit dem Verkauf der Musikstücke bei iTunes nur geringe Gewinne. Nach Abzug von 65 Cents für die Musikverlage und 23 Cents für die Kreditkartenfirmen bleibt bei einem Verkaufspreis von 99 Cents nur eine geringe Gewinnmarge. Der Online-Shop wird trotzdem betrieben, ausgebaut und ständig verbessert, um den Absatz des komplementären iPods zu fördern. Geht diese Bindung von iTunes und iPod für Apple verloren, weil auch mit anderen tragbaren Playern die iTunes-AAC-Files abgespielt werden können, dann geht der Absatz von iPods zurück und Apple ist gezwungen die Absatzverluste durch Preissteigerungen bei den Musikfiles zu erhöhen. Zwar wird Apple dann wegen sinkender Nachfrage möglicherweise den Preis für seinen iPod senken müssen, Käufer von Musiktiteln werden wohl zukünftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Zudem macht die Freigabe des Kopierschutzes es Hackern leichter, die iTunes Fair-Play-Software zu knacken, so dass Musik-Labels weniger Anreize haben Musik über iTunes zu vertreiben. Apple wird weniger verdienen, wohl aber auch weniger zukünftige Innovationsanreize haben.
Es mag wenig Sinn machen offensichtliche Geschäftsideen mit einem patentrechtlichen Schutz zu versehen, da hier Monopolgewinne mit Entwicklungen verdient werden können, die nur wenig Kosten erfordert haben. Aber mit staatlicher Gewalt die Preisgabe wertvoller technischer Details mit hohen Entwicklungskosten zu forcieren, hat langfristig einen wenig wünschenswerten, innovationsmindernden Effekt.
PS: Eigentlich ist die Open-Source-Community schneller als die französische Regierung. So läuft mein iRiver iHP 140 mit der freien Open-Source-Firmware Rockbox, die es inzwischen auch für andere Festplatten-Audioplayer u.a. für den iPod gibt. Rockbox soll in der aktuellen Version auch AAC-Files abspielen. Probiert hab ichs als MP3-Nutzer allerdings noch nicht.
