Mit dem Kopf voran

17.12.2007 um 13:24 Uhr

Zivilisation im Zeitraffer

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

35 Jahre in zehn Sekunden. Ein Fotograf hat über mehr als drei Jahrzehnte jeden Monat eine Aufnahme der Downtown von Tokio gemacht und diese in einer Videosequenz zusammengeschnitten.

Via 26econ.com

14.12.2007 um 15:04 Uhr

Klimaprognosen für kühle Köpfe

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Ralf Martin vom Centre for Economic Performance an der London School of Economics (LSE) erläutert auf Vox-Europe die Funktionsweise von Wettmärkten zum Klimawandel und zur Klimapolitik. Jenseits der üblichen Expertenprognosen erlauben derartige Wettmärkte die Aggregation der Informationen vieler tausender Marktteilnehmer, die anders als die Macher von Klimamodellen und -politik ihr eigenes Geld für ihre Prognosen aufs Spiel setzen. Gewinn- und Verlustrisiken vereinigen sich so in einer Hand und geben der Prognose damit nicht nur eine extrem breite Informationsbasis, sondern machen sie auch weniger anfällig gegenüber weltanschaulichen Modellannahmen.

13.12.2007 um 18:49 Uhr

Fußtritt für chinesische Schuhindustrie

von: steffenh   Kategorie: Globalisierung

Die chinesische Schuhindustrie schüttelt eine Pleitewelle. Auch ein Ergebnis der im vergangenen Jahr verschärften EU-Anti-Dumping-Zölle.

12.12.2007 um 13:15 Uhr

Du sollst keine anderen Götter neben mir haben

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

Der Papst fürchtet offenbar Konkurrenz für die Kirche durch die Ersatzreligion Ökologismus und fordert die Protagonisten der immer mehr zum Glaubensbekenntnis mutierenden These vom menschenverursachten Klimawandel auf, ihre Aussagen endlich mit Fakten anstatt mit dubioser Ideologie zu untermauern:

Pope Benedict XVI has launched a surprise attack on climate change prophets of doom, warning them that any solutions to global warming must be based on firm evidence and not on dubious ideology.

The leader of more than a billion Roman Catholics suggested that fears over man-made emissions melting the ice caps and causing a wave of unprecedented disasters were nothing more than scare-mongering.

The German-born Pontiff said that while some concerns may be valid it was vital that the international community based its policies on science rather than the dogma of the environmentalist movement.

Der Mann merkt recht spät, dass die Menschheit sehr leichtgläubig ist und der Markt für das Übernatürliche nicht leicht zu verteidigen ist.

11.12.2007 um 18:14 Uhr

Kleine Klimasünder?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Eben noch freue ich mich riesig, dass mein kleiner Bruder und seine Freundin mich mal wieder zum Onkel von einem kleinen Buben gemacht haben, da muss ich in einer australischen Zeitung lesen, dass ein Mediziner in einer Fachzeitschrift eine Babysteuer gegen den Klimawandel fordert. Eltern von mehr als zwei Kindern sollen die Kleinigkeit von 5000 AUS$ und jährlich noch einmal bis zu 800 AUS$ pro Baby als Kompensation für den Klimarucksack der kleinen Racker zahlen. Des weiteren wird empfohlen das Kindergeld abzuschaffen und eine schärfere Geburtenkontrolle einzuführen:

Professor Walters said the average annual carbon dioxide emission by an Australian individual was about 17 metric tons, including energy use.

"Every newborn baby in Australia represents a potent source of greenhouse gas emissions for an average of 80 years, not simply by breathing but by the profligate consumption of resources typical of our society," he wrote.

"Far from showering financial booty on new mothers and rewarding greenhouse-unfriendly behaviour, a 'baby levy' in the form of a carbon tax should apply, in line with the 'polluter pays' principle."

Für wen soll denn das Klima gerettet werden, wenn keine Kinder mehr zur Welt kommen sollen?

11.12.2007 um 15:49 Uhr

Klimakollaps

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

Das Bekenntnis der deutschen Wirtschaft zur Klimapolitik nimmt langsam groteske Züge an. Vor allem was den Eifer der Unternehmen betrifft, den Klimawandel als Marketingstrategie zu verwenden. Nur an der notwendigen Phantasie der Kommunikation dieses Themas hapert es noch etwas. Oder kann mir jemand den Zusammenhang zwischen einer Blondine und Energiesparmaßnahmen erklären? Ich denke da jedenfalls nicht ans Energiesparen.

 

 

11.12.2007 um 11:41 Uhr

Emissionsexport

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Klimapolitikenthusiasten werden nicht müde den Klimawandel und dessen Bekämpfung als globales Umweltproblem zu formulieren. Noch viel weniger müde werden sie aber, auf inländische klimapolitische Erfolge und weitere Potentiale der Kohlendioxidreduktionen in Deutschland hinzuweisen. Ein Blick in die Umweltökonomische Gesamtrechnung lässt zunächst auch den Eindruck aufkommen, dass alles im Butter wäre und die deutsche Klimapolitik eine glatte Erfolgsstory sei. Immerhin sind die in Deutschland emittierten Kohlendioxidmengen zwischen 1995 und 2004 von 912 Mill. t auf 850 Mill. t gefallen.

Doch halt, wir leben in einer globalisierten Wirtschaft, in der die Emissionen des Verbrauchs nicht nur im Inland anfallen. Nimmt man alle Emissionen bei der Herstellung von Konsum-, Investitions- und Exportgütern zusammen, dann sind die Kohlendioxidemissionen im selben Zeitraum von 1028 Mill. t auf 1037 Mill. t gestiegen. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass wir einen steigenden Teil unserer Emissionen ins Ausland verlagern (Abbildung). Falls in Zukunft mal wieder jemand die Erfolge der deutschen Klimapolitik feiern will, kann man ihn oder sie getrost auf die Kraft der Globalisierung verweisen. Denn dann erkennt man auch sehr schnell, was nationale Klimaschutzpolitik vor allem bewirkt. Einen Fluchtreflex.

10.12.2007 um 16:36 Uhr

Das macht Sinn

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Hans-Werner Sinn fragt: Nahrungsmittel oder Kraftstoff?

10.12.2007 um 11:33 Uhr

Was kümmert das Geschwätz von gestern?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Noch vor wenigen Monaten rechnete uns das in Dessau residierende Umweltbundesamt vor (hier ebenfalls), dass gering ausgelastete Züge alles andere als klimaschonend sind. Jetzt, da die Bahn beschlossen hat die chronisch unterausgelasteten Bahnverbindungen nach Dessau zu kappen und den Klimafrevel zu beenden, sind alte Kalkulationen vergessen und der Katzenjammer bricht los. Offenbar ist konsequenter Klimaschutz nur dann gut, wenn man selbst nicht davon betroffen ist.

07.12.2007 um 18:21 Uhr

Hochgerechnet

von: steffenh   Kategorie: Klimawandel

Der schwedische Geophysiker Nils-Axel Mörner stellt in einem Interview fest, dass sich der vom IPCC berechnete Aufwärtstrend des Meeresspiegels in der Realität nicht beobachten lässt und lüftet das Geheimnis, wie der IPCC dennoch zu solchen Erkenntnissen gelangt:

You have to look at that in a lot of different ways. That is what I have done in a lot of different papers, so we can confine ourselves to the short story here. One way is to look at the global picture, to try to find the essence of what is going on. And then we can see that the sea level was indeed rising, from, let us say, 1850 to 1930-40. And that rise had a rate in the order of 1 millimeter per year. Not more. 1.1 is the exact figure. And we can check that, because Holland is a subsiding area; it has been subsiding for many millions of years; and Sweden, after the last Ice Age, was uplifted. So if you balance those, there is only one solution, and it will be this figure.

That ended in 1940, and there had been no rise until 1970; and then we can come into the debate here on what is going on, and we have to go to satellite altimetry, and I will return to that. But before doing that: There's another way of checking it, because if the radius of the Earth increases, because sea level is rising, then immediately the Earth's rate of rotation would slow down. That is a physical law, right? You have it in figure-skating: when they rotate very fast, the arms are close to the body; and then when they increase the radius, by putting out their arms, they stop by themsel-ves. So you can look at the rotation and the same comes up: Yes, it might be 1.1 mm per year, but absolutely not more. It could be less, because there could be other factors affecting the Earth, but it certainly could not be more. Absolutely not! Again, it's a matter of physics.

So, we have this 1 mm per year up to 1930, by observation, and we have it by rotation recording. So we go with those two. They go up and down, but there's no trend in it; it was up until 1930, and then down again. There's no trend, absolutely no trend...

06.12.2007 um 17:49 Uhr

Arnolds Bücherkiste

von: steffenh   Kategorie: Blogosphäre

Arnold Kling, vom stets lesenswerten Econlog, präsentiert die seiner Sicht nach bemerkenswertesten Wirtschaftsbücher und Podcasts dieses Jahres.

06.12.2007 um 17:33 Uhr

Klimakonjunktur?

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Ich habe keine Ahnung, welches ökonomische Modell genau hinter den jüngsten Verlautbarungen der DIW-Klimaexpertin steckt. Energiesparinvestitionen kurbeln die Konjunktur an und die damit erreichbaren Energieverbrauchsminderungen entlasten die privaten Haushalte. So einfach macht man aus einem teuren klimapolitischen Kramladen ein Düsenantrieb für die deutsche Wirtschaft.

Kein Wort über das unwichtige Detail, dass niemand allein wegen der steigenden Energiepreise die von der Bundesregierung erzwungenen Energiesparmaßnahmen von sich aus in Angriff nehmen würde. Da werfen mehrere Millionen Menschen und tausende Unternehmen Geld zum Fenster raus und nur die Bundesregierung kann sie davon abhalten und obendrein noch das Klima schützen. Allein ein Blick auf die Details des Klimaschutzprogramms, ein Konglomerat von Subventionen und Zwangsmaßnahmen, machen klar, das Kostenminimierung ganz unten auf der Liste der Urheber steht. Auch wird nicht ein Gedanke an die Möglichkeit des alternativen Einsatzes der von diesen Maßnahmen blockierten Ressourcen verschwendet. Dabei lernt jeder Ökonomiestudent bereits im Grundstudium, dass Umweltschutzmaßnahmen nur insoweit vorzunehmen sind, wie ihre Kosten durch vermiedene Umweltschäden zu rechtfertigen sind. Offenbar reichen ein paar Jahre umweltökonomische Wasserträgerei für die Bundesregierung aus, um auch noch die letzten ökonomischen Einsichten der Wohlfahrtstheorie und der Bestimmungsgründen von Produktivität und Wirtschaftswachstum über Bord zu werfen. Stattdessen munitioniert man lieber mit pseudowissenschaftlichen Floskeln einen wirtschaftpolitischen Granatwerfer auf, ohne Rücksicht auf die Erkenntnis, dass eigentlich nur Rohrkrepierer zu erwarten sind. Nun die Energieexpertin vom DIW steht damit nicht allein da. Auch das HWWA versuchte sich vor ein paar Tagen mit ähnlichen Statements das Wohlwollen und wohl auch zukünftige Aufträge der Bundesregierung zu sichern.

05.12.2007 um 17:37 Uhr

Die d... Bauern bekommen die breitesten Kabel

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

Die Bundesregierung plant mit öffentlichen Mitteln private Internetverbindungen zu subventionieren. Folgende Presseerklärung des Niedersächsischen Umweltministeriums bedarf eigentlich keines weiteren Kommentars:

HANNOVER. "Das Bundeskabinett hat endlich eingesehen, dass durch die DSL-Versorgung der Ländliche Raum gestärkt werden muss und dies ein Beitrag zum Erhalt der Niedersächsischen Kulturlandschaft ist,"  erklärte heute (Mittwoch) Umweltminister Hans-Heinrich Sander.

Der Schutz der niedersächsischen Kulturlandschaft lebt von der Landschaftspflege der Landwirte und der Bewohner. Doch viele Menschen auf dem Land leben derzeit in rund 1400 niedersächsischen Gemeinden, die regelrecht digital brachliegen und verfügen über keine schnellen Internetverbindungen. Das wird gerade für Handwerksbetriebe zur Existenzbedrohung. Und DSL wird überall gebraucht. Die dadurch befürchtete Landflucht müsse unbedingt verhindert werden, da die Kulturlandschaft Pflege braucht. Das habe jetzt auch die Bundesregierung erkannt. "Denn diese digitale Wüste ist weder für Privatleute als auch für Handwerksbetriebe länger hinnehmbar und es müssen schnellstmöglich die Voraussetzungen geschaffen werden. Deshalb begrüße ich den jüngsten Vorstoß des Bundeskabinetts um diesen unbefriedigenden Zustand für die ländliche Bevölkerung endlich zu beenden und hoffe dass eine Mittelaufstockung um 10 Prozent ausreichend ist," fügte Umweltminister Hans-Heinrich Sander abschließend hinzu.

 

04.12.2007 um 20:28 Uhr

Nicht genehmigte Erwärmung

von: steffenh   Kategorie: Klimawandel

Ross McKitrick und Patrick Michaels berechnen in einem neuen Paper, dass industrielle und urbane Einflüsse auf weltweite Bodentemperaturmesspunkte sowie der Wegfall vieler Messstellen seit 1980 fast die Hälfte der jüngsten globalen Erwärmung in Bodennähe erklären. Der Aufsatz ist darüber hinaus ein anschauliches Zeugnis der unglaublichen Ignoranz des IPCC gegenüber dem Mainstream widersprechende Forschungsergebnisse.

04.12.2007 um 09:51 Uhr

Mindestlohn wirkt

von: steffenh   Kategorie: Wirtschaftspolitik

Soeben kündigen die potentiellen Post-Konkurrenten im Briefdienst das Ende ihrer Aktivitäten an. Das Ziel des Mindestlohns, der Post ihr Quasi-Briefmonopol zu erhalten, ist zunächst erreicht worden.

03.12.2007 um 15:35 Uhr

Licht und Schatten in der Landwirtschaft

von: steffenh   Kategorie: Umweltschutz

Aufmerksamen Konsumenten wird sicherlich nicht entgangen sein, dass Informationen über die Qualität und Umweltwirkung verschiedener landwirtschaftlicher Produktionssysteme jenseits bunter Werbebroschüren rar gesät sind. Diese Lücke füllt die aktuelle Studie des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung an der Uni Kiel "Wissen wo man steht - Landwirtschaftliche Produktionssysteme in Schleswig-Holstein: Leistungen und ökologische Effekte". Dort werden konventionelle Landwirtschaft und Ökolandbau im Bezug auf Stickstoffmanagement, Pflanzenschutz, Tiergesundheit und Artenschutz miteinander verglichen, wobei eine integrierte Betrachtung von Produktivität, Qualität der Erzeugnisse und ökologischen Effekten erfolgt.

Abweichend von landläufigen "Schwarz-Weiss"-Auffassungen kann in keinem der Bereiche eine klare Trennlinie zwischen konventionellem und ökologischem Landbau gezogen werden. Beide Produktionssysteme weisen Stärken und Schwächen auf. So liegen die durchschnittlichen Stickstoffbelastungen der konventionellen Landwirtschaft tatsächlich höher als im Ökolandbau, doch reicht der Verzicht auf Kunstdünger allein nicht aus um dem Ökobauernhof den Freifahrtsschein auszustellen. Auch bietet der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, einmal ganz abgesehen von den damit verbundenen Produktivitätseinbußen, keine Garantie für eine geringere Schadstoffbelastung der Erzeugnisse. So kann etwa der Verzicht auf den Einsatz von Fungiziden zu einer höheren Belastung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse mit pilzeignen Giften führen. Auch kann die Qualität der Erzeugnisse im Hinblick auf die Weiterverarbeitung und die ernährungsphysiologische Qualität leiden. Was die Tiergesundheit betrifft konnten die Wissenschaftler keine systematischen Unterschiede zwischen konventionellen und ökologischen Betrieben ausmachen. Bezüglich der Artenvielfalt der Ackervegetation hat der Ökolandbau aufgrund des verminderten Herbizideinsatzes die Nase vorn, die Artenvielfalt bei Vögeln unterscheidet sich jedoch zwischen den beiden Produktionssystemen nicht.

03.12.2007 um 15:01 Uhr

Ho, ho, ho...

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

Santa Claus im Amerika der Political Correctness.