EEG: Umverteilung von unten nach oben
In einem Artikel im Handelsblatt argumentiert Charles Blankart, Finanzwissenschaftler an der Humboldtuniversität zu Berlin, dass die Förderung erneuerbarer Energieträger durch das EEG im Kontekt des europäischen Treibhausgashandels ökologisch sinnlos ist. Schließlich reduzieren die Subventionen, die jeder Stromkunde in Form staatlich fixierter Mindestpreise zahlt, durch die Förderung kohlendioxidfreier (ohne indirekte Emissionen bei derAnlagenherstellung) Energieerzeugung die Knappheit der Emissionszertifikate im Energiesektor und damit deren Preis, wodurch der Verbrauch von Kohlendioxid im Energiesektor steigt. Kein Gewinn für die Umwelt und bei teilweise mehr als zehnfachen Vermeidungskosten bezogen auf eine Kilowattstunde Strom bestimmt auch kein Gewinn für die Stromverbraucher und Steuerzahler. Wer aber profitiert von dieser Subvention? Anlagenproduzenten, Bauern, Umweltlobbyisten, die Reihe der Nutznießer im Politikrummel der Energie- und Klimapolitik ist lang. Passend hierzu zitiert Pete Geddes von der amerikanischen Foundation for Research on Economics and the Environment in dem Artikel The Perils of Energy Subsidies den politischen Kolummnisten Georg Will:
“The world is divided between those who do and do not understand that
activist, interventionist, regulating, subsidizing government is
generally a servant of the strong and entrenched against the weak and
aspiring.”
