Die andere Welt

17.07.2009 um 09:51 Uhr

Schließung

 

Da "die andere Welt" sehr in meinem Leben integriert und alles miteinander verwoben und verknüpft ist, kann ich nicht mehr trennen und schließe diesen leider etwas verwahrlosten Blog - nicht aber schließe ich mit diesem Kapitel im Offline-Modus ab.

So viele Einträge, die hier fehlen und Erfahrungen, die ich bereits gemacht habe. Ich komme mit dem Schreiben nicht mehr nach...

25.06.2008 um 15:43 Uhr

Assistenz

 

Helene bietet mir die Assistenz zur Einweihung in den 1. Grad am Wochenende an. Wow. Gerade mal ein Jahr her, als ich selbst noch Eingeweihte war und jetzt darf ich bei den neuen Schülern mitwirken und unterstützen.

Es kommt wirklich alles zur gleichen Zeit…. Puh…
Erstmal kurz luftholen.

20.06.2008 um 15:29 Uhr

Kleiner Zwischenbericht

von: Tigerschnute   Kategorie: Reiki

 

Ich bin noch inmitten meinem Bericht vom letzten Wochenende, aber der ist so umfangreich und so schwierig die passenden Worte dafür zu finden, das es noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Ein kleiner Zwischenstand muss trotzdem kurz her:
Die Zweifel sind sehr schnell verflogen und spätestens jetzt spüre ich wie bereit ich eigentlich dafür war/bin. Eine ungeheuere Kraft breitet sich in mir aus und berührt mich von Tag zu Tag immer deutlicher. Es bewegt sich überall und mein Weg wird immer sichtbarer. Wenn ich nicht schon so stark gewesen wäre, dann hätte es mich jetzt definitiv umgehauen, ich wäre mit den Konfrontationen, mit dieser ganz besonderen Energie nicht zurecht gekommen. Deshalb kann ich nur jedem raten, der sich diesen Energien öffnen möchte, nehmt euch ausreichend Zeit für Eure Entwicklung! Ich würde nie empfehlen, die beiden Grade zusammen zu bekommen, das kann wirklich fürchterlich nach hinten losgehen, wenn man die nötige Stärke noch nicht dafür besitzt.

Und von neuem bin ich immer wieder dankbar für diesen wunderbaren Weg und diesem Menschen, der ihn mir eröffnet hat. Helene ist ein Mensch, der sich liebevoll um einen kümmert, mit Rat und Tat zur Seite steht und mich auf meinem Weg immerwährend begleitet. Ich weiß um genügend Fälle, wo die Reiki-Schüler, nach der Einweihung auf sich selbst gestellt sind, keine Unterstützung mehr erhalten und auch während des Prozesses keine Erläuterungen bekommen.

Schritt für Schritt. Eine Stufe nach der anderen. Das Leben, meine Umwelt sind mir eine wunderbare Bestätigung dafür!

13.06.2008 um 15:32 Uhr

Der nächste Schritt

von: Tigerschnute   Kategorie: Reiki

Morgen ist es soweit. Ich erklimme die 2. Stufe.
Als Helene verkündete, dass ich dieses Wochenende schon meine zweite Reiki-Einweihung bekomme, war ich ganz aufgewühlt und vorfreudig erregt. Ich wusste, jetzt ist die Zeit dafür reif.

Die letzten Tage war ich mir aber nicht mehr so sicher.

Zu wenig Erde, zu viel da oben.
Das führte mich soweit, dass meine Einweihung gefährdet war und ich auch noch meine Helene unglücklich und missgünstig stimmte.

Irgendwie passte dieser Weg nicht mit meinem in den letzten Wochen zelebrierten Lebensstil zusammen. Ich ließ keine Party aus und achtete wenig auf meinen Körper. Ungesundes Essen, Alkohol, zu wenig Schlaf… Ich gönnte mir kaum einen Quell der Ruhe… Ich bin froh und dankbar, dass mein Körper diese Sorglosigkeit (die eben nicht immer so von Vorteil ist) bisher standhält. Vielleicht ist es die Lebensfreude und die schönen Dinge des Lebens, die ich trotz dessen dabei wahrnehmen kann, die mich davor bewahren. Auch Gelerntes setze ich im Alltag um – stelle mich Unangenehmen Dingen, die in letzter Zeit immer häufiger auftauchen.
Dennoch fühle ich mich gerade, als wäre ich nicht bereit für diesen neuen großen Schritt und hadere mit mir. Ich habe mich kaum auf dieses Ereignis vorbereitet, obwohl es doch eine Sache ist, die man nicht mal eben zwischen Tür und Angel, zwischen der einen und der nächsten Party tut. Es ist als würde ich etwas Höheres hintergehen, als fühle ich mich dem noch nicht würdig genug…
Ich bin neugierig und wirklich gespannt, was auf mich zukommt und wie sich die Welt – meine Welt weiter entblättern und verwandeln, komplettieren wird – ja! Aber reicht das wirklich aus? Reicht das um mich wieder auf den Weg der vor mir liegt zu bringen?

Ich kann wirklich sagen, dass ich diese letzten exzessiven Wochen nicht bereue und sie in vollen Zügen aktiv und bewusst genossen habe. Aber nun ist mal wieder Zeit, sich auf „die andere Welt“ zu konzentrieren, was nicht bedeuten soll alles andere auszublenden – eher etwas vorsichtiger konsumieren.

Muss das Leben in der Gesellschaft und das Leben in der geistigen Welt denn immer ein Widerspruch sein?
Nicht wenn man genügend Ausgleich in beiden Welten schafft…

04.06.2008 um 09:42 Uhr

Zweifel


Und doch gerate ich immer wieder an Grenzen und fühle mich im Erklärungsnotstand…
Mit Zweiflern diskutieren führt manchmal zu nichts…. Ihn ins Leere und mich in Bedrängnis…

Manches kann ich einfach nicht erklären.
Manches kann ich nur fühlen.
Schau mir in die Augen!
„Siehst Du?“
Schau genau hin!
„Spürst Du?“

Wenn nicht, werde ich mit Worten wenig erklären können…

20.05.2008 um 16:46 Uhr

Verwandlung

von: Tigerschnute   Kategorie: Geistliches


Das Vögelchen ist abgestürzt.
Jetzt ist es der Bär, der Mut, Schutz und innere Stärke gibt.

 

20.05.2008 um 13:39 Uhr

Nachwirkungen

von: Tigerschnute   Kategorie: Psi-Kurs

Das ging alles gar nicht so spurlos vorüber, wie ich dachte.

Der Tag gestern hatte etwas Schweres an sich.
Ich war offen und leicht verletzlich. Eine kleine Bemerkung und ich kam ins Wanken. Fühlte mich gestresst und energielos und das obwohl ich einen so schönen energiereichen Sonntag hatte, der mich hätte wochenlang tragen können, so dachte ich. Aber eine Gewissheit war doch unterschwellig da. Ein Abschied ist auch immer noch ein Abschied. Egal wie viel man sich vorbereitet, sich schützt, übt, meditiert, wasauchimmer. Ein Abschied ist nie weniger schmerzvoll. Und gehört zu den Ritualen des Lebens. Zur Vorbereitung aufs Neue. Erst wenn man diesen durchlebt, anstatt sich daran vorbeizudrängen, kann ein neues Fundament fußen.

Komisch.
Ich konnte das den ganzen Tag nicht richtig einordnen. Erst als ich abends beim Essen mit meiner Löwin Dinge in den Fluss brachte und sich kleinere Staudämme lösten, kam zum Vorschein, was wirklich in mir schlummerte.

Und jetzt ist wieder alles gut.

18.05.2008 um 23:16 Uhr

Der letzte Tag

von: Tigerschnute   Kategorie: Psi-Kurs


Das war er, unser letzter Arbeitsgruppentermin in dieser Konstellation. Ja, wir sehen uns wieder, denn unser gemeinsamer Weg ist noch lange nicht zuende. Aber es wird anders. Neu.
Der Tag färbte sich dunkel, aber unser Licht brachte alles um uns zum Leuchten. Wir dankten einander innig und tauschten wehmütige Blicke voller Liebe. Wir waren ausgelassen und voller Freude. Wir reflektierten die letzten sieben Monate und resümierten die Veränderungen. Wow, wie viel weiter wir doch kamen, als wir alle anfangs dachten. Und wie viele Themen heute nicht mehr von Bedeutung sind, die uns damals noch Furchen in die Seelen brannten. Wirklich spannend, wohin sich alles doch entwickelt und welchen eigenen Fluss sich das Leben bewegt.

Wir pflanzten symbolisch eine Knospe für des nächste Thema der Veränderung. Was möchte ich in nächster Zeit umsetzen? Natürlich, da ich den Hals nie voll genug bekomme, pflanzte ich gleich zwei Blütenknospen, die für wichtige, anstehende Ereignisse stehen sollen. Ich hoffe sie gedeihen prächtig!

Außerdem gab es nach langer Zeit endlich wieder Termine für Seminare und Weiterentwicklungen. Reiki-Abende, Chakra-Abende, Reiki-Einweihung, Traumaarbeiten, Kristall- und Heilertreffen. Gott, wie hat mir das gefehlt. Aber da es auch in meiner Helene’s Leben Veränderungen und Neuorientierungen gab, ist es nur allzu verständlich, ihr die Zeit für sich, ihrer Erholung und Entwicklung zu gewähren.

Nun bin ich mit vollem Herzen bereit frisch in die zweite Runde zu starten!
Yiiipiiiieh!

18.05.2008 um 10:42 Uhr

Die Essenz

von: Tigerschnute   Kategorie: Psi-Kurs


Heute ist unser letztes Zusammentreffen unserer Psi-Gruppe, mit meinen Jaties, wie ich uns mal liebevoll getauft habe.

Meine Einträge für meine bisher gesammelten Psi-Erfahrungen hielten sich sehr in Grenzen. Vielleicht, weil ich mit dem Thema in der Öffentlichkeit noch ein bisschen vorsichtig bin. Nicht, weil ich zu dem nicht stehe oder mich damit nicht identifizieren kann. Nein, vielmehr, weil dieses Thema in der Gesellschaft immer noch als etwas Abstruses betrachtet wird. Was wir nicht sehen, existiert auch nicht. Leider ist dieses Denken allzusehr verbreitet. Und je mehr man sich mit diesen Spiritualität auseinandersetzt, desto mehr entfernt man sich von dieser Welt. Und ja, es gibt viele Fälle in denen das wirklich so ist. Je mehr sich manche Menschen dem Geistlichen widmen, desto mehr erschaffen sie ihre eigene Welt, die nicht konform ist mit dieser, unserer Realität in der wir leben. Genau diese Dinge sind es, die den schlechten Ruf der Esoterik geschaffen hat. Ich gehe nicht barfuß und mit zusammengefalteten Händen durch die Straßen und versuche amensingend Menschen zu bekehren oder tanze nackt ums Feuer und rufe Geister herbei (wobei ich letzteres auch nicht generell ausschließen möchte ;). Ich möchte mich nicht von den irdischen Dingen distanzieren. Ich gehe auf Partys, auf denen sogar geraucht und getrunken wird - oho und tue Dinge, über die ich vielleicht nicht meditieren kann. Ich kann mich auch wunderbar stundenlang über Oberflächlichkeiten unterhalten, solange es nicht immer dabei bleibt. Ich möchte einen Mittelweg, eine gesunde Balance für mich erhalten in der beides vereint wird. Denn schließlich lebe ich inmitten unserer Welt und möchte nicht die Augen vor dem Hier und Jetzt, vor meinen Mitmenschen, meiner Umwelt verschließen. Auf der anderen Seite ist mir der "unsichtbare" Teil (der nicht so unsichtbar ist, wie wir denken), die Weite zwischen Himmel und Erde, ein wichtiger Bestandteil geworden, der nicht mehr wegzudenken ist, ist er erstmal da.

Unsere letzte Aufgabe für unseren Kurs war, zusammen zu fassen, was wir aus der Zeit mitgenommen haben - die Essenz.
Das war anfangs keine leichte Aufgabe für mich. Nicht, weil mir nichts einfiel, sondern weil ich es einfach noch nicht zu einem Ende zusammenfügen kann. Ich möchte, dass es weitergeht und ich weiß, dass es das wird.

Als ich damit begann, fragte man mich, was ich mir von diesem Kurs, in dem es darum gehen sollte seine Psi-Fähigkeiten auszubilden, erhoffte. Ich antwortete, dass ich mich und mein Umfeld besser verstehen und noch bewusster wahrnehmen möchte. Ich wollte wissen, wie ich welche Eigenarten einordnen kann. Welche Charaktereigenschaften angeboren, welche angezogen sind, welche aus früheren Leben mitgenommen wurden oder welche vielleicht der Sternenkonstellation entspringen. Ich wollte wissen, welche Knoten ich lösen kann und mit welchen ich lernen muss umzugehen und akzeptieren muss. Nun gut, das ist nichts was man mal eben mit ein paar Hausaufgaben und Übung errätselt. Da bedarf es ein tiefes In-sich-Gehens und die Bereitschaft sich mit den Schattenseiten auseinanderzusetzen. Ich denke, ich bin ein ganzes Stück weiter, als ich jemals vermutet hattet. Eigentlich hatte ich mir gar nichts so richtig erwartet, ich war einfach nur offen und neugierig und ein bisschen aufgeregt auf die Zeit des Ergründens und Aufbauens. Was ich als großen Erfolg sehe ist, dass ich mein größtes Steckenpferd erkannt habe, die Eigenschaft, die mich am meisten am Leben behindert (wenn man das überhaupt sagen kann) betiteln konnte. Jedes mal, wenn ich jetzt in so eine Situation komme, bin ich damit konfrontiert und arbeite mich ein Stück voran. Manchmal ist es um einiges härter, wenn man plötzlich „sehen“ kann, wo man vorher blind war, und doch erstmal wie gefangen ist. Das tut mehr weh, als wenn es uns nicht bewusst ist das immer wieder die gleichen Musterfallen zuschnappen.

Was mir aber auch klar geworden ist, dass ich oft schon sehr intuitiv war, ohne dass ich es wusste. Das ist auch eine Erkenntnis, die mich darin bestätigt, dass ich auf dem für mich richtigen Weg bin.

Dann ist etwas passiert, was ich mir kaum hätte vorstellen können. Eine Möglichkeit, die ich nicht gewagt hätte mir vorzustellen und anzupeilen. Ich habe es mir gewünscht, aber dass es sich jetzt so herauskristallisiert, hätte ich nicht gedacht. Ich beginne Konturen der Aura wahrzunehmen. Bisher ist es noch das goldene Licht um uns welches ich sehen kann. Und bei mir selbst habe ich sogar schon Farben erkannt. Dieses Erfolgserlebnis erfüllt so sehr mein Herz, wie ich es kaum beschreiben kann. Mir macht das Spaß, weil es etwas ist, was nun nicht mehr nur unsichtbar ist und ein bisschen greifbarer. Ich kann damit wunderbar arbeiten, es weiter ausbilden um immer deutlicher zu sehen. Ich weiß, dass es hier Steigerungen gibt. Auch weil ich dahingehend einen wunderschönen Traum hatte. Es ist wie ein Muskel, den man trainiert, und der dann immer stärker wird.

Auch bin ich sehr sehr dankbar dafür, dass ich so bunte, lebhafte, aufschlussreiche Träume geschenkt bekomme. In ihnen stecken so viel Hinweise, dass ich einfach nicht drumherum komme mich damit zu befassen. Wenn man erstmal weiß, wie man gewisse Träume einordnen kann, dann ist der nächste Schritt näher, als man glaubt.
Das Hellsehen liegt mir also schon ganz gut und darauf kann ich aufbauen. Auch mein Gehör ist deutlich klarer geworden. Wenn man sich erstmal mit seinen fünf Sinnen einzeln beschäftigt und diese trainiert ist es zum sechsten auch nicht mehr weit. Vieles ist abgestumpft mit der Zeit, weil unser am meisten ablenkungsgefährdetes Sinnesorgan mit so viel Eindrücken von außen bombadiert wird und man sich weniger mit seinen anderen genauso wichtigen Sinnen beschäftigt. Aber all das kann wieder trainiert werden.

Etwas was hier unbedingt noch erwähnt werden muss, weil es ohne so nie funktioniert hätte, ist die Gruppe mit der ich all die Monate zusammengearbeitet habe und von der ich so viel gelernt habe. In jedem Einzelnen erkannt ich mich ein Stück wieder. Wenn wir auch anfangs noch nicht ideal aufeinander abgestimmt waren, so sind wir heute eine kleine große Einheit geworden. Wir teilen so viel Tiefe gemeinsam und kennen unsere Schwächen besser, als unsere nahestehenden Personen um uns. Das habe ich noch nie so intensiv erfahren dürfen und bin mehr als dankbar für dieses Geschenk.

Wenn ich mich jetzt noch zu mehr Übung hinreißen lassen könnte und meinen Schweinehund öfter mal überwinden würde, dann könnte ich mich noch besser auf meine innere Stimme verlassen und manchen Dingen noch besser auf den Grund gehen.

Aber ich lerne… Lerne und verstehe…

 

01.04.2008 um 10:17 Uhr

Für meine Jaties

von: Tigerschnute   Kategorie: Psi-Kurs

 

 

Tiefe Berührung für die Geschichte des Anderen

Teilen von Tränen der Verbundenheit

Fühlen, was der Andere fühlt

Sehen, was der Andere sieht

Für einen klaren Moment, er SEIN


Ein bisschen Ich im Euch,

Ein bisschen Euch im Ich


Das Einssein habe ich nie so stark empfunden, wie mit Euch!
Bildquelle: adpic.de


04.02.2008 um 11:40 Uhr

Ermahnung!

von: Tigerschnute   Kategorie: Träume

Ich habe nicht nur meinen Blog vernachlässigt, sondern auch die Entwicklung meiner geistigen Fähigkeiten behindert. Was nicht bedeutet, es habe sich nichts getan. Es tut sich immer was, allerdings bleibt es bei der willkürlichen Variante. Es kommt und geht und zeigt sich, wie ich gerade empfänglich bin.

Es zeichnete sich in den letzten Tagen ab, des etwas in mir grollt – ganz sanft, ganz fein waren die Botschaften, die ich empfing. Aber ich verdrängte. Warum? Kann ich nicht sagen. Ich denke, weil ich Angst habe etwas zu verpassen. So war das schon als kleines Mädchen mit brav gemachten Zöpfen. Ich tobte mit meinen Freunden bis die braven Zöpfchen zu einer wilden Zottelmähne wurden und mein Kopf sich hochrot färbte. Ich vergaß alles um mich herum, leicht übermütig. Völlig übermütig. Selbst das auf die Toilette gehen empfand ich als Zeitverschwendung. Notwendige Dinge, die einfach danach drängten auf mich zu achten, wurden überhört. Und am Ende gab es häufig kartoffeldicke Tränen. „Übermut tut selten gut!“ Ja, ja, die meistgehörte Floskel, die sich vielleicht deshalb immer bewahrheitete, weil es vorher so angedroht wurde.

Ja. Ich denke ich habe es übertrieben in letzter Zeit. Ich war zu sehr im Außen beschäftigt und habe meine Aufgaben vernachlässigt. Ich hab’s schön geredet. Mir geht’s gut, das Leben findet draußen statt. Ich brauch’s gerade nicht.

Letzte Nacht bekam ich dafür einen fetten Arschtritt (Pardon!). Weil ich die kleinen Zeichen missachtete, mussten härtere Geschütze aufgefahren werden. In Form von üblen Alpträumen. Irgendwie hab ich vor dem Schlafengehen gewusst, dass das passieren würde. Vielleicht konnte ich deshalb nicht schlafen. Halb vier fielen dann doch die schweren Lider herab. Und dann ging es ans Eingemachte. Ich wurde angebrüllt von allen Seiten. Hörte Stimmen, die ich zuvor noch in der Flimmerkiste wahrnahm. Sie formten schreckliche Wörter, die immer lauter wurden und ich wusste nicht, ob ich schlief oder wach war. Es war grauenvoll. Es fühlte sich an, als wäre etwas Höheres sauer auf mich und enttäuscht von mir. Oder formte ich diese Worte? Ich hatte das Gefühl, genau das wovor ich Angst hatte, trat ein. Ich bekam Ohrensausen und wurde wach. Atemnot. Herzrhythmus außer Kontrolle. Angst. Panik. Zitternder Körper. Todmüde, aber die präsente Angst ich könnte wieder einschlafen. Der Griff nach meinem Kuschelbaron beruhigte mich. Er schmiegte sich schnurrend an mich und öffnete mir wieder das Herz zum Vertrauen. Aber ich kämpfte noch immer mit diesen Stimmen und flimmernden Bildern. Schreckliche Unruhe in mir. Eine Hand griff nach Bailey, die andere legte ich mir auf und sagte mir immer wieder die Wörter Liebe und Vertrauen auf. Wie ein Refrain. Es gibt nur Liebe, wenn Du daran glaubst und vertraust. Das sickerte in mein Unterbewusstsein und plötzlich fiel etwas ab und ich konnte wieder friedlich einschlafen.

Mir schoss sofort Meditation in den Kopf. Ich hatte mich zu sehr ablenken lassen, anstatt in die Stille zu gehen. Das war ein eindeutiger Hinweis und ich möchte diesen nicht noch einmal so hören müssen.

Ab sofort muss dieser Blog voller werden!
Heute fang ich damit an.

23.12.2007 um 14:17 Uhr

Weih-Nacht!

Die Bedeutung dieses Festes wird leider schon lange verfehlt. Man denkt nur noch an Tannenbaum und roten Weihnachtsmann. Vielen ist nicht mehr bewusst, was Weihnacht überhaupt bedeutet. Auch die Kirche hat es zu einem Dogma gemacht: Glaube! Friss oder Stirb. Aber die Antworten der Kirche sind, wenn man sie einmal genauer beleuchtet, auch recht unbefriedigend.

Was bedeutet also Weihnachten?
In der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember ist die längste Nacht des Jahres und die Sonne hat den niedrigsten Stand am Himmel erreicht.
Es beginnt die Wintersonnenwende. Die Weihnacht wurde bewusst um diese Zeit gelegt. Zu diesem dunkelsten Moment des Jahres, ist die beste Gelegenheit für die Geburt des inneren Lichtes! Es ist etwas, das jedes Jahr wieder in uns stattfinden muss. Es ist eine Aufforderung zur Wiedergeburt des Geistes. Gemeint ist das Aböden aller äußeren Werte, das Ablegen der Außenwelt. Und das kann erst stattfinden, wenn die kraftvoll erblühte Natur in den Sterbeprozess hinüber geht. Im übertragenden Sinne auf den Menschen bedeutet das, solange er in seiner vollen Blüte, in seiner Mitte steht und sich mit seinem Ego identifiziert, solange ist noch Sommer - solange ist noch zuviel Außenlicht.

Erst wenn der Mensch bereit geworden ist in das tiefste Dunkel hinabzusteigen, in das Dunkel seiner eigenen Seele. Wenn er bereit ist wirklich seinen Schatten im vollen Umfang zu konfrontieren, zu durchwandern, erst der und erst dann kann das Licht gefunden werden. Im Jahreslauf entspricht es dem Herbst, dem Absterben der äußeren Formen. Das Außen verliert an Glanz und Leuchten. Dass, was einem immer soviel gegeben hat -das äußere Glitzern- verliert nun seinen Reiz, hat keine Bedeutung mehr. Und so sehr man auch versucht: Ein Zurück gibt es nicht!

Dieses Farbloswerden der Welt ist Bedingung für Weihnachten, ist Voraussetzung für die Geburt des Lichtes, für die Geburt des eigenen Selbst in uns.
Denn das Licht wird in der Dunkelheit gefunden und nur dort. Wer auf der hellen Seite sucht, wird es niemals finden.

Es ist eigentlich paradox, wenn man bedenkt wieviel zu diesem Fest im Außen verführt wird, wie hell der Konsum boomt.

Umso mehr wünsche ich allen ein leuchtendes Weih-Nachtsfest und den Blick nach innen wiederzufinden bzw. nicht zu verlieren!

21.12.2007 um 12:40 Uhr

Kleine Schritte, große Wirkung

von: Tigerschnute   Kategorie: Geistliches

 

Ich mache Fortschritte. Unglaubliche.
Sie entwickeln sich. Meine geistigen Fähigkeiten.
Ich kann sie sehen, hören und fühlen.
Meine Träume verändern sich. Ich bekomme Botschaften und übe mich in Entschlüsselungen.
Ja, es ist viel Arbeit. Aber mit jedem neuen Schritt, bekomm ich mehr und mehr Lust darauf. Die Lust noch ein kleines bisschen weiter zu gehen. Stück für Stück. Ein breiteres Blickfeld hinter den Kulissen zu ergattern - fernab des Tellerrandes. Und manche Dinge sind einfacher, als man glaubt. Wir denken nur zu kompliziert. Und wir werten zu viel. Und andere Dinge haben mir auch schon Angst gemacht. Die Sache mit dem Licht und dem Schatten. Aber dann hab ich sie gepackt und geschüttelt und mit hellem Licht angeleuchtet. Plötzlich sah sie ganz klein aus, die Angst.

Manches trau ich mich gar nicht aufzuschreiben. Ich hör mich manchmal reden - dann höre ich meinen Verstand, der versucht mich auszutricksen. Ist doch alles Einbildung, mach Dir doch nichts vor. Dann kommt man schon kurz ins Wanken. Aber ich finde wieder zurück. Und ich schaffe es mehr und mehr nicht abzudriften und mein Gedankentraining wirken zu lassen.

Manche können sogar verrückt werden, je mehr sie sich der geistigen Welt widmen. Weil sie überfordert sind. Weil sie nicht mittig im Selbst sind. Weil sie sich abgrenzen.
Meine Lehrerin, meine Meisterin, meine Helene gibt uns jedes Mal die perfekte Dosis. Es ist intensiv, aber auch ein langsames und sicheres Laufenlernen.

Ich bin ihr so dankbar, dass ich manchmal gar nicht weiß wohin mit all der Euphorie in mir.
Da hilft es mir oft laut zu seufzen. Kennt das jemand? Der innere Überschwang drückt gegen die Halsmuskulatur und will befreit werden. Dann quietsch ich manchmal vor mich hin.

Dieses Jahr, ist das schönste und ereignisreichste, welches ich erleben durfte!
Ich habe die Türen geöffnet. Ganz bewusst. Die Türen zu einer ~anderen Welt~

 

19.12.2007 um 17:38 Uhr

Wahrscheinlichkeit!?

von: Tigerschnute   Kategorie: Geistliches

 

Du sprachst von einem Song, der Dich verzauberte und wiegtest Deinen Kopf dazu.
Du wusstest weder Titel, noch Interpret, noch die Melodie.
Du sprachst nur von einem Song, den Du hörtest.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit diesen Titel zu erraten?
Ist sie höher als am anderen Ende der Welt zufällig seinen besten Freund zu begegnen?

Es schoss aus mir, wie eine Pistole und ich war mir so sicher. Es war für eine Sekunde so glasklar. Solange bis der Verstand einsetzte.

Einen Tag später - Du hast das Lied beschafft.
Und ja – es war genau das!

http://de.youtube.com/watch?v=nxpblnsJEWM


Und das hat nichts mehr mit Wahrscheinlichkeit zu tun…

You are so fucking special!

 

 

01.11.2007 um 15:02 Uhr

Geistheilung

von: Tigerschnute   Kategorie: Geistliches

Ich spürte noch einen Tag danach seine Hände in meinem Bauch.
Unfassbar und kaum realisierbar, dieser Gedanke und doch wissend darüber was geschehen ist. Der letzte Tropfen getrockneten Blutes klebte noch in meinem Bauchnabel… als Beweis, wenn man denn einen brauchte. Blut, verbunden mit negativen Gefühlen. Schmerz, Angst und Tod – dahin werden die Gedanken gelenkt. Aber, dass es hier um die gegenteilige Wirkung - der Heilung geht, muss einem immer wieder vorgesagt werden.

Seine heißen Hände, glitten wie eine magnetische Heizdecke über meinen Körper und brachten meine Haut und mein Innerstes zum Glühen. Konzentriert, sendete er seinen Geist in Schüben in seine Hände.

Ich habe davon gehört, ich habe es gesehen… Aber dass es mir tatsächlich so schnell selbst widerfährt, hätte ich nie gedacht.

Ich danke dem philippinischem Geistheiler Ricardo für seinen überraschenden Besuch in unserem Reikiland.

Danke für Deine Heilung!


26.10.2007 um 23:26 Uhr

Indianisches Sternzeichen

von: Tigerschnute   Kategorie: Psi-Kurs

Durch Glenn habe ich heute mein indianisches Sternzeichen entdeckt.

Als hätte ich das geahnt und trotzdem war ich wahnsinnig überrascht.

Es ist natürlich und komischerweise der Wolf. Und mein Partner ist der Specht - wenn das mal kein Wink ist...


Wolf (19.02. - 20.03.)
Element: Wasser
Libido: sanft
Wind: Nordwind
Pflanze: Wegerich
Tiertotem: Wolf
Partner: Specht, Braunbär, Schlange
Stärken:
Sensibilität, Einfühlsamkeit, Anteilnahme und Hilfsbereitschaft, ausgeprägte Intuition, Anpassungsfähigkeit
Schwächen:
Trägheit, Beeinflussbarkeit, mangelnde Standhaftigkeit
Wesensart:
kraftvoll, vorsichtig, gesellig, treu, mitfühlend, aufopfernd, gefühlsstark, romantisch, hingebungsvoll, feinfühlig, verletzlich, bemerkenswerte Menschenkenntnis, brauchen manchmal den Rückzug in Stille und Einsamkeit
Ziel:
Zeit der Auferstehung, Reinheit und Erneuerung, Vorahnung des Erwachens, Reifung, Freiheit und Liebe

Für mich passt das alles, wie Arsch auf Eimer.
Bin immer noch verblüfft... aber eigentlich doch nicht...

26.10.2007 um 19:55 Uhr

Perspektive




Wenn wir aus den gläsernen Hüllen

unseres Egos hinaustreten

und nicht mehr wie ein Eichhörnchen

im Käfig uns ständig um unsere

eigene Persönlichkeit drehen,

werden wir vor Kälte und Furcht zittern.

Doch es werden uns Dinge begegnen, so dass

wir uns selbst nicht mehr kennen.

Kühles, wahres Leben wird uns durchströmen,

Leidenschaft wird unseren Körper mit Kraft erfüllen,

mit neuer Kraft werden wir aufstampfen,

und alles Alte wird von uns abfallen.

Wir werden lachen und Gesetze werden sich

wie verbranntes Papier kräuseln.


D. H. Lawerence
(1885 - 1930, Britischer Schriftsteller)

26.10.2007 um 14:03 Uhr

Beobachtungen

von: Tigerschnute   Kategorie: Psi-Kurs


Nun hatte ich Zeit den Wolf zu beobachten, zu erforschen und kennen zu lernen. Wie viel davon in mir steckt, bzw. ob ich zu diesem werden möchte. Denn nicht nur die Eigenschaften des beeindruckenden Wolfes galt es zu erforschen, sondern auch das Beutetier wollte verdaut werden. Wofür steht das Beutetier? Welche negative Eigenschaft steht mir im Weg?

Gut. Schauen wir mal.
Was beeindruckt mich am Wolf?

Es ist seine Kraft und Stärke, seine Ausdruckskraft und Präsenz. Die scharfe Beobachtungsgabe und der Ausdruck seiner wachen, lebendigen Augen. Seine dominante Ausstrahlung. Aber was mich vor allem fasziniert ist seine unglaubliche Leichtfüßigkeit, neben seiner Kraft und Macht. Er läuft beschwingt, nicht hörbar über den Waldboden und wirkt dabei trotzdem so mächtig.

Letzten Sonntag in dem Wildpark war die Rangordnung ganz klar zu spüren. Die eingeschüchterten niederen Tiere, die ständig auf und ab liefen. Der King, das Alphatier überblickend liegend in der Mitte. Es fühlte sich ein wenig bedrückend an. Vielleicht auch, weil uns ein meterhoher Zaun trennte und diese Art der Beobachtung eher unnatürlich ist.



Nun der Gegensatz. Das Beutetier. Das kleine Vögelchen. Welche Eigenschaften hat dieses in meiner Meditation?

Es flatterte kaum hörbar dicht über dem Waldboden mit seinen kleinen Flügelchen. Es hatte kein Zutrauen, kein Vertrauen in sich höher zu fliegen. Es wirkte ängstlich und unsicher, klein und schwach. Es piepste leise nach dem „Tu-mir-nichts“-Motto.




Zusammenfassend kann man sagen, meine innere Unsicherheit und mein fehlendes Vertrauen in mich müssen jetzt durch die Hilfe meines Raubtieres, des Wolfes, gefasst werden. Erst erkannt, dann gejagt, gefressen und schlussendlich verdaut werden um zu „Erwachen“. Das ist ein wachsender Prozess, der nicht leicht ist. Ich werde mehr und mehr mit Situationen konfrontiert, die dieses Gefühl in mir auslösen, welches ich nicht haben will. Ich möchte mich niemandem mehr beweisen müssen. Ich möchte mich nicht mehr schlechter sehen, als ich bin. Diese Situationen werden gerade stark beleuchtet – ich kann sie sehen und erkennen. Erkennen, wie sie sich wie ein roter Faden durch mein Leben ziehen. Bevor ich meiner Wahrnehmung vertrauen kann muss ich mich davon lösen.

Noch piepst das kleine Vögelchen, aber der Wolf ist mehr und mehr zu spüren!

19.10.2007 um 21:06 Uhr

Krafttiermeditation

von: Tigerschnute   Kategorie: Psi-Kurs





Wenn du mit den Tieren sprichst, werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennen lernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst, dann werdet ihr euch nie kennen lernen.
Was du nicht kennst, wirst du fürchten.
Was du fürchtest, zerstörst du.


Häuptling Dan George


In einer Meditation bin ich meinem Krafttier begegnet. Nicht nur das, ich bin zu diesem geworden. Ich bin zu einem Wolf geworden.


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Zuerst wurde ich auf eine wunderschöne Wiese geführt, so üppig mit farbenprächtigen Blumen. Viel lila, rot und gelb habe ich wahrgenommen. Aber auch das saftige grün um mich herum verleitete mich dazu hineinzulegen und das Gras wachsen zu hören. Dann spürte ich einen Sog, der mich weiterzog. Zu einem Baum, der so viel Kraft und Weisheit ausstrahlte. Der Drang mich mit ihm zu vereinen war unheimlich stark. Ich umarmte ihn und dankte ihm dafür, dass er es zuließ. Ich fühlte seine Stärke und sein Wissen, dass über alles hinausging. Er wusste, wo es mich weiter hinführen würde. Ich spürte eine große Verbundenheit zwischen allen Wesen.

Mein Weg führte mich an einen Bergsee vorbei. Er hatte das tiefste Blau, welches ich je sah. Aus diesem Blau erwuchs ein kräftiges Lila. Es erinnernte mich an eine Märchenumgebung. Ich spürte die Anwesenheit von geistigen Wesen. Ich sog den Geruch des Waldes und des Sees in mir auf, während es mich zu einer Höhle eines Berges zog. Vor dem Eingang verhaarte ich einen Moment, wohlwissend, was dort innen auf mich warten würde. In der Höhle angekommen, erblickte ich einen wundervollen und reinen Wasserfall. Ich wusste was zu tun war. Ich entledigte mich meiner Kleider und wusch mich rein. Ich ließ das Wasser auf mich herab prasseln und reinigte mein Sein. Es war ein herrlich befreiendes Gefühl. Es war, als würde ich meine Gedanken abwaschen. Ich war jetzt nur noch Geist und doch spürte ich meinen Körper mehr denn je.

Als ich vollkommen reingewaschen war, lief ich die Höhle entlang, als wüsste und spürte ich ganz genau wohin sie mich führen würde. Ich wusste, dass es am anderen Ende einen Ausgang geben würde, der zu einer anderen Welt führt. Mit diesem Bewusstsein schien sich meine Wahrnehmung mit jedem Schritt mehr und mehr zu verändern. Ich bewegte mich plötzlich viel bewusster, viel langsamer und geschmeidiger. Ich sah mich um und meine Augen begannen beinah gelb zu leuchten, ich sah gestochen scharf und nahm den nassen Geruch wahr. Ich schärfte mein Gehör und vernahm ein Rascheln. Noch bevor ich den Ausgang erreichte sah ich das Bild meines Wolfes. Er gähnte und ich sah seine scharfen Zähne und lange Zunge.
Ich fühlte plötzlich wie mein Rücken brannte und Fell aus ihm erwuchs. Nicht nur das, ich fühlte etwas tief in mir, das auf einmal so präsent war, als ob es ständig unterdrückt worden war. Ich fühlte eine Kraft in mir aufsteigen, ich fühlte eine unglaublich Stärke in mir. Es war als wäre ich irgendwo angekommen.

Und dann sah ich ihn am anderen Ende. Meinen Wolf. Meinen Begleiter. Mein Krafttier. Er führte mich in seine/meine Welt. Es war ein Wald, durch den kein Licht drang, der aber auch nicht dunkel war. Er war wie ein Schutzmantel. Ich hatte den Drang alles erforschen zu wollen mit meinen neuen Sinnen. Gerüche wahrnehmen, die Kraft erkunden, SEHEN. Ich suhlte mich mit dem Rücken auf dem Waldboden und rannte umher. Zwischendrin schien es Winter zu sein und die Erde war mit Schnee bedeckt. Ich biss in den Schnee und sühlte mich in der weißen Kälte, die mir nichts anhaben konnte. Es war herrlich. Ich war so sehr eins mit der Natur.

Doch dann fühlte ich noch etwas anderes in mir. Etwas Tiefes, Intuitives und Instinktives. Etwas, das mir neu war, aber doch vertraut. Ich hatte den Drang zu jagen und wusste, dass das erste Tier, welches mir begegnen wird von mir gefressen werden muss. So begab ich mich auf die aufmerksame Suche und erblickte hinter einem Baum ein kleines Vögelchen. Es hatte ein blaues Federkleid mit weißen Flügeln und flog knapp über den Waldboden. Ohne darüber nachzudenken oder zu zögern pirschte ich mich an. Und schoss auf es zu. Ich schüttelte es durch die Luft und schlang es in mich hinein. Die Federn flatterten durch die Luft. Es war merkwürdig. Ich hatte nicht mal Hunger, es war einzig und allein der Jagdinstinkt, der mich trieb. Zufrieden sank ich ins Gras und genoss die Waldruhe.

Eigentlich wäre ich noch sehr gern länger geblieben, aber es rief mich die Höhle zurück. Mir wurde ein bisschen wehmütig diesen Ort wieder verlassen zu müssen.
Aber ich wusste, ich darf jeder Zeit zurückkehren. Ich blickte mich nocheinmal um, bedankte und verabschiedete mich von dieser Welt.
Auf dem Rückweg spürte ich wie ich mich langsam zurückverwandelte. Meine Sinne entwickelten sich wieder zurück und mein Gang veränderte sich. Ich kam in meiner gewohnten Hülle wieder am Wasserfall an, fühlte mich aber anders als vorher. Die Kraft des Wolfes hüllte mich noch ein und begleitete mich auch auf dem selben Weg zurück. An diesem Weg am Bach entlang und zu dem Baum, der mich fast schon erwartete. Dann auf die bunte Wiese. Ich war wieder da, wo ich startete - aber mit neuem Wissen - mit einem neuen Gefühl.

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Als ich nun wieder im Raum in unserer Gruppe ankam, spürte ich noch immer meinen heißen Rücken, wie er brannte und ich spürte noch immer diese sagenhafte Kraft in mir. Aber erst jetzt konnte ich realisieren, was dort passierte. Ich hatte vorher meine Zweifel und Bedenken, dass es nicht klappen könnte und sich mir kein Tier zeigen wird. Auch in der Meditation spürte ich ein paar mal meine Gedanken, wie sie mich zu kontrollieren versuchten (z. B. "Fressen Wölfe eigentlich Vögel"). Das Beutetier, um dass es bei dieser Meditation ging, steht für eine meiner stärksten schlechten Eigenschaft. Die, die mich am meisten in meinem Leben hindert, die mich am Erwachen hindert. Es gilt diese Eigenschaft zu verdauen – 7 Tage.
Um das zu vertiefen
und um sein Tier genau kennen zu lernen, bekamen wir die Hausaufgabe, diese Krafttiermeditation jeden Tag, sieben Tage lang zu wiederholen. Sozial-, Jagd und Fressverhalten sollen erforscht werden. Wie bewegt sich das Tier, welche Eigenschaften besitzt es? Es geht auch um Leben und Tod, um die Gnade des Lebens und um Wiedergeburt. Es geht um die Verbundenheit mit der Natur, um die Sprache der Tiere, die wir verlernt haben zu verstehen. Wir konnten es mal, damals als wir noch Hand in Hand mit ihnen zusammenlebten, bevor die Zivilisation kam und uns von der Natur mehr und mehr trennte.

Bevor wir mit unserer Reise begannen, fragte uns Helene, welchem Tier wir in letzter Zeit öfter begegneten. Mir viel nichts so recht ein. Als ich aber in meinen Tagesrhythmus überging, kamen nach und nach Zeichen, die ich zuvor übersehen hatte, auf die ich einfach nicht achtete. Als erstes fiel mir das Buch ein, dass ich seit längerem besitze: „Die Wolfsfrau“, dann kam mir die DVD in den Sinn, die ich mir erst kürzlich gekauft habe: „Kim und die Wölfe“, ein norwegischer Kinderfilm, den ich noch gar nicht kannte, aber trotzdem irgendwie kaufen musste. Es war wie Magie! Dieser Film berührte mich sehr. Das nächste Erlebniss hatte ich mit einem Song, den ich in den drei Wochen zuvor beinah täglich hörte und liebte, aber nie wirklich wahrnahm: „Seven days to the wolves“ von Nightwish. Ich weiß noch ich stand morgens in der Bahn und mich durchflutete ein mächtiger Schauer. Ich lächelte und mir kamen beinah die Tränen. Sieben Tage. Sieben Tage Verdauung…. Auf Arbeit angekommen blickte ich auf meinen Bildschirm und sah dasselbe Bild, welches ich jeden Morgen auf meinem Desktop zu Gesicht bekomme… aber heute war es vollkommen anders, denn… es ist dieses:




Als nächstes bekam ich Post von jemandem, mit dem ich mir schon seit einiger Zeit schreibe und im Begriff war mich am Wochenende zu besuchen. Aber dieses Mal, beim Lesen seines Namens durchfuhr mich wieder ein Blitz. Er unterschreibt mit „Wolf“, schon seit er mich anschrieb.
Dann ein Blick in mein Gästebuch. Ein Eintrag, den ich schon vor ein paar Tagen bekam, sticht mir heute besonders ins Gesicht: .. Berliiiin, Halleluja Berliiin... alle wollen da hin, deshalb will ich das auuuuch! In Berlin kann man so viel Erleben, in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben...

Was passiert hier? Ich wurde langsam darauf vorbereitet, habe es aber nicht mitbekommen. Selektive Wahrnehmung, ok, aber das ist doch schon mehr als auffällig. Spätestens jetzt wusste ich, ich habe nicht phantasiert, alles ist so gekommen, wie es kommen sollte.

Und jedes Mal, wenn ich jetzt an einen Wolf denke, dann fühle ich mich unendlich berührt und verbunden. Ich fühle eine Sehnsucht!
Deshalb fahre ich am Sonntag in einen Wildpark und beobachte die Wölfe und ihr Verhalten. Ich werde versuchen mit ihnen zu kommunizieren!

19.10.2007 um 17:10 Uhr

Zusammenhänge

von: Tigerschnute   Kategorie: Geistliches

Heute Nacht träumte ich von Helene. Ich umarmte sie inniglich und sendete ihr ein lila Herz mitten ins Herz. Ich tat das ausschließlich mit meinem Geist. Sie signalisierte mir sofort, dass es ankam und das sie mir genau dieses Bild vor einiger Zeit schon einmal schickte. Es war unglaublich rührend. Jetzt nach dem Aufwachen ist es noch viel rührender.

Zweimal habe ich das erlebt, dass ich jemandem ein inneres Bild von mir sendete und mir dann bestätigt wurde, dass es ankam. Zweimal war es bewusst. Wer weiß wieviel unbewusst zu mir kommt oder von mir geht.

Die Erkenntnis, dass der Geist in der feinstofflichen Welt soviele Bilder malen kann, die sich im irdischen manifestieren, ist immer noch so unvorstellbar. Meine Gedanken fahren Achterbahn und stellen sich häufig quer dabei. Ich sehe Resultate, die zählen, die mein Kopf aber als beinah unmöglich darstellen. Ich bin überzeugt von dem was ich tue, aber dennoch kämpfe ich täglich mit dem, was einem anerzogen wurde. „Kind, Du phantasierst! Sowas gibt es nicht!“ Und doch waren wir alle mal Kind und sahen. Sahen das, was heute von soviel Außen überdeckt wird.

Die größte Schwierigkeit besteht für mich im Loslassen und der Selbstdisziplin. Im Loslassen von Gedanken und Erwartungen und vom Ich-will-ich-will-ich-will. In der Gruppe steh ich unter Druck, weil alle immer irgendwas zu sehen scheinen und zu Hause habe ich den Druck nicht, aber die nötige Selbstdisziplin fehlt. Meditation als Hausaufgabe. Allerdings, wenn sich mir die Ruhe findet, ich mal zu mir finde, dann bin ich müde und schlaf ein. Trotzdem habe ich das Gefühl meiner Intuition schon viel wacher zu begegnen als vor einem halben Jahr. Irgendwann kann ich sie an- und ausschalten, wie ich möchte. Irgendwann kann ich fühlen, was der andere meint, auch wenn er etwas anderes sagt. Bisher geschah es eher willkürlich, aber mehr und mehr kann ich das steuern lernen. Nur muss das Entkrampfen gelernt sein. Man muss entspannt sein, sonst fließt nix.

Ein kleines Beispiel, welches mir gerade in den Sinn kommt:
Eine Freundin kam an einem Samstag mit der DVD „The Secret“ an. Ein Film, eine Dokumentation über Gedankenkontrolle. Am Montag plauderte ich mit meiner Mutti über dies und das, als sie plötzlich nebenbei erwähnte: „Ach übrigens, ich habe am Wochenende einen ganz tollen Film gesehen“, aus mir schoss sofort: „The Secret“ Sie staunte nicht schlecht darüber, woher ich das wusste. Das war schon wirklich etwas übersinnlich. Wir haben diesen Film jeweils von Dritten bekommen und zur selben Zeit gesehen.

Und man staunt. Man staunt bei jedem Ergebnis, bei jeder scheinbar „zufälligen“ Begegnung. Weil es immer wieder komisch ist, das Leben aus einer höheren Perspektive zu sehen. Hinter die Kulissen zu schauen, einen Zusammenhang zwischen allem was lebt zu spüren. Erkennen, sehen, verstehen. Es kommt und geht und wird immer wieder komisch sein, das zu realisieren.