Keine neuen Hüftgelenke mehr für 80-jährige Senioren!
Klasse, finde ich echt gut!
Überhaupt sollte man mit der Gewährung von neuen Körperteilen etwas rationaler umgehen.
Ein runderneuertes Hüftgelenk, mit TÜV Gutachten und Gütesiegel natürlich, sollte es auch tun.
Oder das Hüftgelenk von jemand der es nicht braucht.
Ein jugendlicher Arbeitsloser zum Beispiel, der braucht doch sein Hüftgelenk nur um einmal im Monat zum Arbeitsamt zu gehen und um Abends noch von der Kneipe nach Hause laufen zu können. Mehr tut der doch nicht mehr, selbst wenn er es wollte.
Wenn sich die Generationen jetzt darauf verständigen könnten, die Probleme unserer wiedervereinigten Republik gemeinsam zu lösen, würde wir viel Geld sparen.
So wie die jetzigen Rentner, den Jungs und Mädels der jüngeren Generationen einst den Arsch abgeputzt und sie im Kinderwagen durch die Gegend geschoben haben, könnten jetzt doch diese das jetzt mit den Rentner machen.
So wie die Rentner einst brav jeden Monat ihre Rentenbeiträge, ihre Krankenkassenbeiträge und ihre Steuern bezahlt haben, könnten das doch die jüngeren Generationen jetzt auch machen.
Wenn sie Arbeit hätten! Aber das haben sie ja nicht. Oder nicht mehr. Oder nicht genug. Oder wollen nicht. Oder wollen nicht mehr. Haben keinen Bock. Oder können nicht.
Wie auch immer, das Ergebnis ist in allen Fällen das Gleiche.
Es muss gespart werden.
Da liegt es auch nahe, sich über Recycling und Wiederverwendung von Körperteilen Gedanken zu machen. Wozu hat man denn sonst dieses Körperteil „Gehirn“. Wenn man nicht denken würde, könnte man es ja abgeben.
Also denke ich jetzt mal.
Wir haben zu viele Rentner, sagt man, die dank medizinischer Unterstützung auch noch ziemlich rüstig durch die Lande sausen, sich aber ihre Körperteile mit harter Arbeit kaputtmalocht haben.
Und wir haben zu viele Junge, die nichts tun können, nur herumhängen müssen und ihre Körperteile für die Rente schonen dürfen.
Jetzt könnte sich doch so ein Rentner, der sich seine Hüfte auf dem Bau mit dem Tragen von Steinen und Mörtel kaputtgemacht hat, denn einen Kran auf jeder Baustelle gab es zu seiner Zeit noch nicht, von einem zum Nichtstun verdammten Jugendlichen ein Hüftgelenk ausleihen.
Ganz einfach im Rahmen einer nach dem Solidarprinzip funktionierenden Organtauschgemeinschaft.
Nur Ausleihen, nicht Schenken!
Der Rentner würde bis zu seinem Tod, oder zumindest solange wie er mag, mit dem Hüftgelenk herumhüpfen. Dann bekommt der jugendliche Arbeitslose das Gelenk wieder zurück. So einfach ist das und allen wäre geholfen, denn die Krankenkasse müsste nicht das Gelenk bezahlen, sondern nur das Taxi, das den jugendlichen Arbeitslosen jeden Abend zur Kneipe fährt und wieder abholt. Volkswirtschaftlich kommt uns das sicher viel billiger als das künstliche Gelenk, das dem Rentner heute eingebaut und im Fall des Todes mit ihm auf die Reise zum Herrn geschickt wird.
Nach einer etwa einjährigen Erprobungsphase könnte man das Modell dann auf weitere Organe ausdehnen. Milz, Leber, Magen, Darm, Lunge und Knochen jeder Art.
Geschlechtsteile würde ich allerdings ausschließen. Erstens brauchen die Jungen die Dinger öfter als die Alten. Und Zweitens könnten psychologische Probleme bei der Reimplantation, weil das Teil ja dann eine gewisse Erfahrung mitbringt, nicht ausgeschlossen werden.
Also ich finde die Idee mit den Hüftgelenken gut.
Ich bin ja auch schon über fuffzig, da muss man sich schon langsam drum kümmern, wo man die Ersatzteile her bekommt.
LOL
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