***Kids rule ... das Leben mit und von 3 Zwergen***

09.07.2007 um 16:54 Uhr

UMZUG

von: malula

Ich ziehe um. Nein, nicht im echten Leben sondern im Internet. Und zwar habe ich das schöne Angebot bekommen, auf der Internetseite der Zeitschrift "Freundin" zu bloggen. Ab heute bin ich dort zu finden und würde mich sehr, sehr freuen, Euch in meinem neuen Blog zu begrüßen.

Vielen Dank fürs eifrige Lesen bis jetzt und die vielen netten Kommentare!

21.06.2007 um 09:11 Uhr

Papas kleiner Mann

von: malula

So sehr mir der Standartsatz „Nur meine Mama kann...“ vor einigen Wochen noch auf die Nerven ging, so sehr sehne ich ihn manchmal wieder herbei. Denn die Mama-Phase wurde inzwischen abgelöst von der Papa-Phase. Papa ist der Allergrößte, der Einzige, der beste Freund vom kleinen Mann.

 

Diese bedingungslose Treue zu seinem Vater zeigt sich schon morgens beim Aufwachen. Der kleine Mann liegt im Bett und ruft lautstark: „Paaapppaaa.... bin fertig mit Schlafen!!!“. Betrete ich unerwünschter Weise als Erste das Zimmer, bekomme ich ein unwirsches „Nein, Mama soll raus, Papa muss kommen!!“ an den Kopf geknallt. Auch bei der Auswahl der Kleidung für den Tag, beim Anziehen und im Bad habe ich nichts zu melden.

 

Nun ist man da beim dritten Kind nicht besonders empfindlich und anstatt diese brüske Zurückweisung zu beweinen, genieße ich die gewonnene Zeit, um in Ruhe zu duschen und eine Tasse Kaffee zu trinken.

 

Anstrengend wird es jedoch spätestens, wenn mein Mann das Haus verlässt und sich auf den Weg zur Arbeit macht. Lautes Gebrüll, tränenreicher Protest. „Will auch mit Papa Arbeit gehen!! Papa nicht weg!“ Zum großen Bedauern sowohl des kleinen Mannes als auch zu meinem eigenen weigert sich Papa bis jetzt beharrlich, den kleinen Mann mit zur Arbeit zu nehmen. Und so habe ich erst mal für eine halbe Stunde ein heulendes Elend, das diesen herben Idolverlust nur schwer verdauen kann. An manchen Tag ist kann ich den kleinen Mann nur dadurch beruhigen, indem ich das Laptop anschmeißen und den heißgeliebten Audi R8 Spot lade.

 

Der kleine Mann hangelt sich durch den Tag, stets im Hinterkopf seinen PAPA. Beim Mittagessen isst er nichts, ohne sich vorher rückzuversichern, dass Papa das auch mag. Beim Einkaufen erzählt er netten alten Damen, dass sein Papa bei der Arbeit ist und Rennautos repariert (was zwar mit dem tatsächlichen Beruf meines Mannes – Chemiker – nichts zu tun hat, aber man will dem kleinen Mann ja seine Heldenillusionen nicht rauben) und beim Bügeln sitzt er neben mir und überwacht, ob ich Papas Hemden auch akkurat bügle.

 

Der schönste Moment des Tages ist die Heimkehr. Der schönste Moment für den kleinen Mann, weil sein Papa wieder da ist. Ein schöner Moment für mich, weil ich mich um den Zwerg nicht mehr kümmern brauche – ja, noch besser, nicht mehr kümmern darf!

 

Mein schönster Moment jedoch ist, wenn der kleine Mann fix und fertig im Bett liegt, seine kleine Miau fest im Arm und mit schläfriger Stimme ruft „Mama Gute-Nacht-Kuscheln!“

14.06.2007 um 20:27 Uhr

Unfreiwilliges Gepickse

von: malula

„Das hat so gepiiiieeeeckst, das hat wehe getan. Das darf die nicht!!“ Beim Abendessen erzählt der kleine Mann Papa von seinem Tag.

 

 Da wir unsere Sommerferien dieses Jahr zum großen Teil bei Oma und Opa in Bayern verbringen und uns somit in einem FSME-Risikogebiet ( FSME = Frühsommer-Meningoencephalitis oder im Volksmund Zecken-Hirnhautentzündung) aufhalten werden, haben wir uns entschlossen, die Zwerge impfen zu lassen. Das Impfschema bei der Zeckenschutzimpfung umfasst drei Impfungen im Abstand von sieben bzw. vierzehn Tagen. Die erste Impfung fand vor einer Woche statt und heute stand die zweite an.

 

Die beiden Mädels sahen der Sache relativ entspannt entgegen. Es herrscht sogar eine gewisse Vorfreude, zum einen, weil sie sich nach der Impfung aus der „Schublade“ bei den Arzthelferinnen etwas aussuchen dürfen, zum anderen weil sich gegenüber der Arztpraxis eine Eisdiele befindet.

 

Nur der kleine Mann, der hat überhaupt keine Lust auf die ganze Geschichte. Schon auf der Fahrt zur Arztpraxis erklärt er bestimmt „Schau heut nur zu!“„Dann darfst Du Dir aber auch nichts aus der Schublade aussuchen.“, versucht Zwerg 2 ihren kleinen Bruder zu überzeugen. Das jedoch ist kein triftiges Argument für den kleinen Mann, denn beim letzten Mal fand er trotz intensiver Suche in der Schublade kein Auto, keinen Bagger, keinen Traktor oder sonst irgendein Fahrzeug und somit nichts, was eine Spritze in den Oberschenkel wert wäre.

 

Wir sind im Sprechzimmer, die Zwerge sitzen auf der Untersuchungsliege aufgereiht wie die Hühner auf der Stange. Die Ärztin begrüßt uns, schaut die Zwerge an und stellt freundlich fest „So, ihr drei werdet heut also wieder geimpft.“„Nein, die Mädels nur, ich nicht!“, stellt der kleine Mann klar. „Hab schon Schprrittzze habt!“

 

Die Arzthelferin kommt mit den Spritzen ins Zimmer. Zwerg 1 ist als erste an der Reihe und verzieht keine Miene als es pickst, Zwerg 2 ebenso. Nur noch eine Spritze liegt auf dem Tablette.

 

Der kleine Mann klettert flugs von der Liege.

 

„Tschüüüüüüsss!“ ruft er und ist schon fast an der Tür.

„Kleiner Mann, jetzt bist Du dran!“, ermahne ich ihn.

„Nein, keine Zeit mehr, muss jetzt Eis essen gehen!“, sagt der kleine Mann.

„Ja, aber erst nach der Spritze.“, sagt die Arzthelferin und hebt ihn wieder auf die Liege.

„Hau ab Du Blödi!! Darfst Du nicht!“, brüllt er. (Ich gehe mal davon aus und hoffe, dass man als Arzthelferin in einer Kinderarztpraxis solche Äußerungen gewöhnt ist und sie nicht persönlich nimmt.)

 

Es folgen Geschrei, Gestrampel, Tränen und zu guter letzt die Spritze. Als alles überstanden ist, stapft der kleine Mann stolz zur „Schublade“ und findet dort ganz tief unten ein winziges blaues Plastikauto.

 

„Bin der Allergrößte!!“

 

Ja, der Allerallerallergrößte!!

  

 

07.06.2007 um 08:45 Uhr

STREIK ! STREIK ! STREIK!

von: malula

„Da geh ich nicht mehr hin!“

 

Gestern war Großelternnachmittag im Kindergarten von Zwerg 2. Jedes Kind durfte seine Omas und Opas in den Kindergarten einladen. Der Kindergarten wurde mit bunten Girlanden dekoriert, die niedrigen Kindertische gedeckt, jeder Platz mit selbst gebastelten Namensschildern versehn. In allen Räumen duftete es nach frisch gebackenen Kuchen und die Zwerge schwirrten aufgeregt durcheinander. Einige Mütter hatten schon mittags bei der regulären Abholzeit Omas und Opas im Schlepptau. Stolze Zwerge machten sich auf den Heimweg und verabschiedeten sich fröhlich mit „Bis heute Nachmittag!“ .

 

Eine nette Idee, eine schöne Sache für die Kinder. Zumindest für die Kinder, die für einen solchen Anlass ein oder mehrere

Großelterenteil(e) zur Hand haben. Nun haben die Zwerge zwar auch tolle Omas und Opas, die sich jederzeit gerne für einen Großelternnachmittag im Kindergarten zur Verfügung stellen würden. Nur wohnen alle am anderen Ende von Deutschland und hätten eine Anreise von mehreren Stunden. Da kommt man nicht eben mal vorbei, um sich mit der Enkelin zwei Stunden im Kindergarten zu amüsieren.

 

Nachmittags im Garten, Zwerg 2 hilft mir beim Wäscheaufhängen.

 

„Mama, wann gehen wir denn endlich zum Großelterennachmittag?!“

 

„Aber Schatz, Deine Omas und Opas sind doch leider nicht da.“

 

„Weiß ich doch, die wohnen ja gaaaaannnzz weit weg. Aber das macht nichts, ich geh da auch alleine hin.“

 

„Mäuschen, wenn dann alle Kinder mit Großeltern da sind und Du ganz alleine, ist das doch sehr traurig für dich.“

 

Wir hatten bereits im Vorfeld ausgiebig darüber gesprochen. Und vom Kindergarten die klare Ansage, dass nur Kinder mit Großeltern kommen können.

 

„Nein, ich bin bestimmt nicht traurig. Außerdem hat Marie gesagt, sie hat ihr beiden Omas dabei. Eine davon kann ich abhaben.“

 

Obwohl ich dieses großzügige Angebot von Marie sehr zu schätzen weiß, bin ich mir nicht sicher, ob dieses Arrangement im Sinne der Erzieherinnen ist.

 

„Nein meine Süße, das ist zwar lieb von Marie, aber das geht nicht. Man darf da nur mit seinen eigenen Großeltern hin gehen. Tut mir leid. Aber dafür können wir ja was schönes machen!“

 

Zwerg 2 ist verärgert. Sehr verärgert. Sie erklärt mir mit bestimmter Stimme.

 

„Gut, wenn die mich heute Nachmittag nicht haben wollen, dann geh ich da gar nicht mehr hin. Nie wieder!!!! Ich bleibe nur noch bei Dir zuhause und wir haben viel Zeit was schönes zu machen!“

 

Ja, wie schon im Altertum ist es somit auch diesmal der Bote der schlechten Nachricht, der die ganze Sache ausbaden darf.

Heute ist ein neuer Tag und im Kindergarten steht Waldtag auf dem Programm. Mal sehen, wie schnell es uns gelingt den unwilligen Zwerg in den Kindergarten zu schleifen.

04.06.2007 um 21:19 Uhr

Liebeserklärung

von: malula

Zwerg 1 erklärt ihre Liebe.

 

„Mama, das ist doch so. Wenn ich mit meinen Freundinnen zusammen bin und eine Tüte Süßigkeiten habe, dann teil ich die ja ganz gerecht. So dass am Ende jede von uns genau gleich viele Süßigkeiten hat. Das ist doch fair, oder?! Ja und so ist es auch mit unseren Omas. Die bekommen auch alle gleich viel. Ich verteil meine Liebe ganz gerecht und habe alle furchtbar lieb.“

04.06.2007 um 18:09 Uhr

Trockenwerden auf Eis gelegt

von: malula

Ein leidliches Thema, mit dem sich alle Eltern irgendwann auseinandersetzen müssen, ist das trocken bzw. sauber werden, also der möglichst problemlose Übergang von mit-Windel zu ohne-Windel. Die Bezeichnung „Trockenwerden“ rührt vermutlich daher, dass die Kleinen, die ja mit Windeln trocken waren, es sei denn man hat das Aufnahmevolumen der Windel überschätzt und verpasst selbige rechtzeitig zu wechseln, anfangs ohne Windel häufig nass sind, um dann wieder in den eher trockenen Zustand überzugehen, wenn sie gelernt haben, rechtzeitig die Toilette aufzusuchen.

 

Neben „Wie stille ich richtig?“ und „Wie lernt mein Kind durchzuschlafen?“ ist das Topthema der frühkindlichen Erziehungsliteratur „Wie wird man Kind trocken?“. In unzählige Ratgeber mit  vielversprechenden Titeln wie „So wird Ihr Kind trocken. Das 20-Stufen-Programm zur Problemlösung“,  „Praktische Sauberkeitserziehung. Wie Kinder sauber und trocken werden“  oder „SOS Kinderzimmer! Von der Windel auf den Topf. 99 Tipps, wenn Sie mit Ihrem Latein am Ende sind“ werden diverse Strategien, Tipps und Vorgehensweisen erläutert, wie man seinen Nachwuchs dazu bewegt sein Geschäft auf dem Töpfchen bzw. auf der Toilette zu verrichten.

 

Neben diesen sachlichen Publikationen findet sich auch eine große Anzahl an Bilderbüchern mit lustigen Geschichten, die den Kleinen zeigen sollen, wie toll es ist, wenn man keine Windel mehr braucht. Angefangen beim Klassiker „Der kleine Zauberer Windelfutsch. Oder Wie man die Windel loswird“ (mit kleiner Stabpuppe), dann das etwas animalischere „Willie ganz ohne Windel“ mit Willie Wildschwein in der Hauptrolle bis hin zu einer Reihe von „Lola, Leonie, Julchen.... geht aufs Töpfchen“ Büchern.

 

Ich muss zugeben selber keinen dieser Ratgeber (wie auch sonst keinen Erziehungsratgeber) jemals gelesen zu haben. Und obwohl wir Kinder- und Bilderbücher in bibliothekarischen Ausmaß besitzen, findet sich in unserer Sammlung keines zum Thema Töpfchen, Windel, Pipisee.

 

Zwerg 1 und 2 sind trotzdem schnell und problemlos trocken geworden als sie soweit waren. (Denn darin liegt meines Erachtens der Schlüssel – alles funktioniert nur dann, wenn die Kinder selber soweit sind.) Natürlich ist man froh, wenn sie gelernt haben auf Toilette zu gehen und man nicht mehr bergeweise Windeln nach Hause schleppen muss, die sich nach Verwendung zu noch größeren Bergen auftürmen, die die Kapazität der Hausmülltonne bei weitem übersteigen. Und natürlich ist es unangenehm, wenn sich in einem vollbesetzten Bus der niedliche Zwerg auf dem Schoß plötzlich in ein übelriechendes Bömbchen verwandelt und man noch 6 Stationen zu fahren hat. Aber irgendwann hört es auf, irgendwann werden sie größer und finden es peinlich mit einem gepolsterten Babypopo durch die Gegend zu laufen. Die einen stört das früher, die anderen später und die ganz pragmatischen sehen einfach den Nutzen, den so eine zusätzliche Polsterung mit sich bringt – so auch der kleine Mann.

 

„Mama, kann nicht mit ohne Windeln gehen. Dann rutscht die Hose runter!“

 

Na und wer will das schon?!

03.06.2007 um 14:37 Uhr

Sinnige Sinnlosigkeit

von: malula

„Ich hab gar nicht dran gedacht!“

„Ich wusste ja nicht....“

„Das hab ich gar nicht gewollt!“

 

So die Standartausreden von Zwerg 1. Sätze, die ich unzählige Male gehört habe. Sätze, die mich manchmal zur Verzweiflung bringen.

 

Unsere Große ist ein cleveres Kind, ein aufgewecktes Kind, ein motorisch – sowohl fein als auch grob – sehr geschicktes Kind, aber ein unglaublich (und das ist nun wirklich wörtlich gemeint), also ein u n g l a u b l i c h  gedankenloses Kind. Woran das liegt, hat sich mir bisher noch nicht erschlossen. Ich kann nur Vermutungen anstellen. Liegt es an ihrem verträumten Wesen, an ihrer Impulsivität, an ihrem Hang zu kreativem Chaos?

 

Ihr Gedankenlosigkeit ist oft rätselhaft, oft ärgerlich, aber manchmal auch amüsant. So zum Beispiel in der Weihnachtsnacht des kirastischen Haarschnittes.

 

Kira war das neue allerliebste Kuschelpferd, das schwere Zeiten hinter sich hatte, bevor es zu Zwergens Weihnachtsgeschenk wurde. Kira kam nämlich, wie Zwerg 1 uns erklärte, nicht vom Christkind, sondern wurde von einem für uns unsichtbaren, mit Zwerg 1 gut befreundetem, Kobold gebracht. Der Kobold, dessen Name mir leider entfallen ist, hatte Kira in einem dunklen Sumpf gefunden, wo das Pferdchen einsam und vergessen, fast verhungert und total verlodert hauste. Er fand also Kira, nahm sie mit, badete sie, fütterte sie, umsorgte sie. Als dann schließlich aus der Sumpf-Kira eine strahlend schöne Kira geworden war, schenkte er sie seiner besten Freundin, die zufällig unsere Tochter ist, zu Weihnachten. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen, welche Dispute es mit sich brachte, dass dieser Kobold nur Zwerg 1 und nicht auch Nummer 2 mit Geschenken bedacht hatte. („Du kannst ihn ja gar nicht sehen – deswegen!“ – „Natürlich kann ich ihn sehen, ich sehe ihn jeden Tag und jede Nacht. Auch im Dunkeln!“).

 

Am Morgen des erste Weihnachtstages entdeckte ich also ein selig schlummerndes Lockenköpfchen, Kira fest an sich gekuschelt. Aber nicht nur das. Überall um und in den blonden Locken von Zwerg1 verteilt fand sich seidiges Kira-Haar. Und Kiras wunderschöner, vom Kobold sicher mit viel Mühe gepflegter, Schweif war verstümmelt zu einem kümmerlichen Haarpinsel.

 

„Ich weiß auch nicht, wieso die Haare alle ausgefallen sind!“

„Denkst Du, dieser mysteriöse Haarausfall könnte eventuell in irgendeinem Zusammenhang stehen mit Deiner Bastelschere, die da vor Deinem Bett liegt?!!“

„Ich wusste ja nicht, dass die Haar von Kira nicht mehr nachwachsen!“

„ZWERG – Du bist 6 Jahre alt. Da weiß man sehr wohl, dass die Haar von einem leblosen Kuscheltier nicht mehr nachwachsen!“

 

So schön Kinderphantasien sind, man muss genau aufpassen, wann es echte Phantasien sind oder wann die vermeintlich phantastischen Ideen von den Zwergen zu Entschuldigungszwecken instrumentalisiert werden.

 

„Ich hab das gar nicht gewollt. Das ist einfach so passiert!“

„Einfach so aus Versehen hast Du also nachts die Schere vom Schreibtisch geholt, hast damit die wunderschönen Haare von Deinem nagelneuen (und, um nicht jeglichen Weihnachtsmythos zu zerstören, füge ich nicht hinzu „sündhaftteuren“) Kuschelpferd abgeschnitten und hast dann die Haare im ganzen Bett verteilt?!“

„Ja, ich habe das alles ganz aus Versehen im Schlaf getan. Ich war wohl nicht ganz bei Sinnen!“

 

Tja, so wie unsere Große auch nicht ganz bei Sinnen war, als sie alle Seiten in ihrem Mathebuch lochte oder als sie im Garten sämtliche blühenden Tulpen ausgrub. Und dieser Sinnesmangel war wohl auch gestern dafür verantwortlich, dass sie mit Bleistift Herzen und Blumen auf unsere Wohnzimmerwand malte.

 

Ach hätte dieses Kind doch manchmal nur ein bisschen mehr Sinn.

 

Doch wer weiß, ob es dann immer noch so wunderbar, so fantastisch, so liebenswert , so einzigartig, so sehr unser Kind wäre!

  

31.05.2007 um 15:52 Uhr

Die Zeit ändert die Zeiten

von: malula

Seit ziemlich genau 6 Jahren, 7 Monaten und 7 Tagen hat sich ein sehr alltäglicher Vorgang grundlegend verändert. Das „Aus-dem-Haus-gehen“.

 

In der Pre-Kinderzeit war man, wollte man das Haus verlassen, meist schnell fertig. Schuhe, je nach Witterung Jacke, Handschuhe, Schal, Mütze, Sonnenbrille. Schlüssel, Tasche, Handy.  Regenschirm nie – nur unnötige Schlepperei. That’s it. Bei guter Vorbereitung und stets etwas unter Zeitdruck ging das Ruck-Zuck, da wurde im persönlichen Zeitmanagement selten extra Zeit für das „Aus-dem-Haus-gehen“ eingerechnet.

 

Dann kamen die Zwerge. Und damit wurde alles anders.

Man kam aus dem Krankenhaus mit so einem kleinen Würmchen. Herbst, Regen, Wind, Mistwetter. Kann man überhaupt das Haus verlassen?! Nun, andere laufen ja auch mit ihren Babys draußen rum. Muss wohl gehen. Also Baby gewickelt, angezogen, Body, Strampler, Söckchen. Wie kalt ist es denn nun draußen? Doch lieber noch ein Jäckchen drüber, Mützchen, natürlich Mützchen. Und jetzt den Zwerg in den Daunensack packen. Schweißperlen auf der Stirn.

 Ist es doch zu warm für ein extra Jäckchen?

Zwerg wieder raus, Daunensack aus, Jäckchen aus, Daunensack an. Baby mit Daunensack in den Wagen. Windeln und Feuchttücher einpacken, Creme, Wechselsachen – man weiß ja nie, wie das so ist mit einem Baby unterwegs, lieber für alle Eventualitäten gewappnet sein.

 

Gott, ist das eine Aktion. Jetzt noch selber fertig werden, geht schon so, irgendwo muss man Einschnitte machen.

 

Baby fängt an zu weinen. Was jetzt? Baby raus aus dem Wagen, aus dem Daunensack geholt. Es riecht.

 

Es riecht nicht nur, es stinkt! Das Spielchen beginnt von vorne und die 2-3 Minuten die man früher brauchte, werden jetzt zu einem ernst zu nehmenden Zeitfaktor in der Tagesplanung. Eine halbe Stunde ist da gar nichts.

 

Das war am Anfang. Mit der Zeit wird man routinierter, jeder Handgriff sitzt, die Abläufe sind geplanter. Und außerdem werden die Zwerge älter, man selber entspannter.

 

Als es jedoch immer mehr Zwerge in unterschiedlichsten Altersstufen wurden, gewann das Ganze an Komplexität.

Heute gehören zum „Aus-dem-Haus-gehen“ Jacken, Schuhe, Kappies, Toilettengang, Getränke (denn eines der Kind hat immer unterwegs Durst!), Essen (und ein anderes hat immer Hunger!) - das ganze mal drei. Dann je nach Ausgehziel Turnbeutel, Musiktasche, Schulranzen, Kindergartentasche in den unterschiedlichsten Kombinationen. Heimlich geschmuggelte Spielsachen. Und jetzt reden wir mal nicht vom Winter!

 

D  a  s         d   a    u    e   r   t  .   .     .  

   

In einer Viertelstunde müssen wir los. Ich sitze hier und schreibe. Und es ist sicher. Wir werden mal wieder zu spät sein.

30.05.2007 um 00:38 Uhr

Philosophische Abendkost

von: malula

Gezanke unter Schwestern beim Abendessen. Heute eindeutig mit Zwerg 1 in der Rolle des Aggressors. Zwerg 2 lässt einige bösartigen Stichelein über sich ergehen und sitzt nun nach elterlicher Intervention mit zufriedenem Siegerlächeln am Tisch. Zwerg 1 kocht innerlich, muss sich aber zurück halten, da die imaginäre rote Karte schon über ihrem Lockenköpfchen schwebt. Zwerg 2 grinst vor sich hin und knabbert an ihrem Brot.

 

Z1 „Ich weiß es genau. Wenn Du so guckst, dann denkst Du immer, Du bist was besseres als ich!!“

 

Z2 „Ich denke überhaupt nicht an Dich!“

 

Z1 „Doch, jetzt denkst Du an mich!“

 

Z2 „Nein! Du weißt nämlich gar nicht an was ich denke. Du kannst ja nicht in mich reinschauen! Und jetzt gerade denk ich an gar nichts. Ich esse!“

 

Z1 „An irgendwas denkt man immer! Man kann nicht an nichts denken!“

 

Z2 „ Wenn ich nicht an dich denken will, dann denke ich immer an den lieben Gott!"

21.05.2007 um 22:35 Uhr

Rennfieber

von: malula

Samstag. Momente des Glücks für den kleinen Mann. Papa tut es. Das inbrünstig ersehnte, das lang erhoffte, das immer wieder erfragte, erbettelte. Ein großer Traum wird wahr für Zwerg 3. Papa baut die große Carrera Bahn auf. Carrera Evolution Pro X mit Steilkurve und digitaler Zeitmessung. Es gibt den „schnellsten roten Ferrabi“ und den „coolsten Silbermercedes“.

 

Alle sind im Rennfieber, die Autos rasen eine Runde nach der anderen, sie fliegen aus der Kurve – „Booohhm!“ Der kleine Mann strahlt, der kleine Hund jagt Schwanz wedelten hinter den Autos her, die Mädels werden zu halsbrecherischen Rasern. Es werden Mann-gegen-Mann- Rennen gefahren, Zeiten notiert, Rundenrekorde bejubelt. Es wird gefiebert, angefeuert, getunet, geflucht.

 

Mitternacht – die Zwerge schlafen längst, träumen von der Siegesfeier mit Popcornregen. Wir rasen weiter Mann-gegen-Frau. Ehemann-gegen-Ehefrau. Arbeiten verbissen an unseren Bestzeiten, es geht um Sekundenbruchteile.

 

Doch am Ende kann es nur einen geben. Einen wahren Sieger, einen da ganz oben auf dem Siegerpodest.

 Ja, Papa kann vieles toll, besser und schneller. Aber nicht Carrerbahnfahren!

S T R I K E

18.05.2007 um 22:03 Uhr

Ist Celebrity das bessere Elternmagazin?

von: malula

Ich bekenne, ich lese leidenschaftlich Glamourmagazine wie „Celebrity“, „Gala“ oder „Instyle“. Das war vor den Zwergen so, das ist immer noch so. Ich bin mir bewusst, dass diese Zeitschriften nicht der Inbegriff von  Intellektualität sind und darin ein Weltbild vermittelt wird, das wenig mit der Realität zu tun hat. Mir ist auch klar, dass man sich mit dem Kauf dieser  Illustrierten in moralisch gefährliches Fahrwasser begibt, da man eine Industrie unterstützt, die krankhafte Auswüchse wie Paparazzi, magersüchtige Jungstars und Schönheitsoperationen am Fließband mit sich bringt.

 

Aber es unterhält mich, es entspannt mich und, auch wenn es auf den ersten Blick abwegig erscheint, diese Magazine enthalten durchaus wertvolle Tipps und Ratschläge für jede Mutter.

 

Man nehme die aktuelle Ausgabe der „Celebrity“.

 

Da ist zum einen der Artikel „Hollywoods verkaufte Jugend – Das Los der einstigen Kinderstars“. Darin ist zu lesen, wie Mama Spears ihr Tochter schon in frühster Kindheit von einem Casting zum nächsten schleppte und versuchte, die Kleine an die Werbung, das Fernsehen, die Unterhaltungsindustrie zu verkaufen, was letztendlich dazu führte, dass das Mädel zwar weltberühmt und eine Cash-Cow für die Spearsche Familienkasse wurde, es aber in jüngster Zeit zu etlichen ungeplanten Eskapaden des einstigen Kinderstars kam, die in der wohl prominentesten Glatzenrasur aller Zeiten gipfelten. Neben Spears werden Lohan, Culkin und (der wohl tragischste Fall) Michael Jackson als Beispiel für von ihren Eltern zum Erfolg - im wahrsten Sinne des Wortes - geprügelten Jungstars aufgeführt, die aufgrund ihrer verlorenen Jugend mit massiven Problemen wie Magersucht, Drogensucht oder Depressionen zu kämpfen haben. In dem Artikel ging es im Grunde einzig und allein um Kindererziehung. Er war eine eindringliche Warnung an alle überehrgeizigen Elteren. Und ob sie nun eine Hollywoodkarriere oder ein Oxfordstudium für ihre Kinder anstreben, es finden sich einige Parallelitäten.

 

Neben derartigen erziehungsnahen Essays liebe ich besonders die Rubrik „Stars & Styles“, die einen über Neuigkeiten vom internationalen Catwalk und die Trends der Stars auf dem Laufenden hält. Nicht dass ich selber diese Klamotten tragen könnte. Davon trennen mich sowohl drei Kinder und ein bis zwei Kleidergrößen, als auch ein paar Nullen auf dem Konto. Nein, für mich kommt das meiste leider nicht in Frage. Die Looks inspirieren mich aber beim Nähen von winzigen Glamourfetzen für die Barbiepuppen von Zwerg 1. Und so trage ich zwar H&M Jeans aus der Kollektion 2005, dafür hat Zwergens Puppe nun eine mondäne Robe frei nach einer aktuellen Prêt-à-porter-Kreation von John Galliano für Dior.

 

Und zu guter letzt, wieso der Shopping-Guide „50 Luxus-Sonnenbrillen – Von retor bis cool – für jedes Budget“, für mich von besonderer Relevanz ist, war ja bereits Thema in "Mamas schöne Brille"

16.05.2007 um 11:04 Uhr

Von Fingerspuren und lendlischer Lebenseinstellung

von: malula

Unsere Küche hat dunkelgraue Fronten mit Griffen aus gebürstetem Edelstahl. Das sieht sehr schlicht, sehr edel aus. Dieser schlichte, edle Eindruck ist jedoch zunichte, wenn darauf Fingertapser zu sehen sind. Die Oberfläche ist anfällig für Tapser, die Türen sind übersäht mit kleinen, meist in Vierer-Gruppen angeordneten Fingertapsern. Und diese Fingertapser nerven. Sie nerven und sind symptomatisch. Denn genaugenommen sind es nicht die Fingertapser, die nerven, sondern die Tatsache, dass der aussichtlose Kampf gegen sie zum festen Bestandteil meines Alltags geworden ist.

 

Eine typische Begleiterscheinung des Hausfrauen- und Mutter-Daseins. Auf einmal werden Dinge, die man vorher „nebenbei“ am Wochenende oder Feierabend erledigt hat, zur Hauptbeschäftigung. Und da man die Sache ja nun „hauptberuflich“ angeht, stellt man wesentlich höhere Ansprüche an die Durchführung als zu den Zeiten, in denen man den Haushalt als Nebenjob betrieben hat. Nun kann man argumentieren, der Hauptjob ist das Mutterdasein, die Kindererziehung. Nur läßt sich das eine vom anderen nicht trennen, die Bereiche gehen fließend ineinander über, daher ja auch die Bezeichnung „Hausfrau und Mutter“.

 

Die  Fingertapser habe ich inzwischen so halbwegs im Griff. Man muss immer dran bleiben, darf es nicht schleifen lassen. Was aber, sollte ich, wie es geplant ist, wieder berufstätig werden? Kann ich dann meine Ansprüche bezüglich der Reinheit des Küchendekors zurückschrauben?! Kann ich problemlos den Haushalt vom Hauptjob wieder zum Nebenjob degradieren? Oder geht es mir wie Ivan Lendl, der kürzlich in einem Interview sagte, er spiele inzwischen überhaupt nicht mehr Tennis, weil er nicht mehr so spielen kann, wie er spielen möchte? Wenn er etwas anpackt, dann will er es zu 100 Prozent machen. So wie ich mit meinen Tapsern, die ich auch zu 100 Prozent entfernt haben will. Ein unscheinbares, aber handfestes Dilemma.

 

Und wie schon Konfuzius sagte: „Menschen stolpern nicht über Berge sondern über Maulwurfshügel.“

 

13.05.2007 um 20:30 Uhr

Künstlerisches

von: malula

Zwerg 1 überlegt mit ihrer Freundin, wie sie sich die Zeit vertreiben. Zwerge 1 hat eine Idee. „Wir spielen Künstler. Wir malen Bilder und verkaufen sie dann!“

Die beiden verschwinden im Kinderzimmer.

 

10 Minuten später sind sie wieder zurück. Bepackt mit einem Stapel Blätter. Auf der einen Seite, um es mal euphemistisch zu formulieren, skizzenhafte Zeichnungen, auf der Rückseite große umrundete Zahlen 10 znt, 20 znt. Die Preise der Bilder, wie mir erklärt wird.

 

Die beiden debattieren leidenschaftlich über die Erfolgsaussichten, als Künstler seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

 

Zwerg 1: „Ich will später Künstler-Malerin werden. Dann male ich schöne Bilder und verkaufe die für viel Geld an Leute, die sie dann aufhängen.“

Zwergensfreundin (ZF) - ein liebes Mädchen mit leichtem Hang zum Altklugen: „Ja, für ein Kind malst Du schon ganz schön. Aber wenn Du als Erwachsener Bilder verkaufen willst, musst Du noch besser werden. Dafür zahlt Dir niemand viel Geld.“

Z1: „Ich hab ja noch Zeit zu üben.“

ZF: „Stimmt. Und man kann nicht früh genug anfangen, zu überlegen, was man später werden will.“

Z1: „Ja, ich verkauf’ auch schon ganz lange Bilder. Schon da wo ich vorher gewohnt habe.“

ZF (offensichtlich schwer beeindruckt von dieser Geschäftsidee): „Und wie verkaufen sich Deine Bilder so?“

Z1 (ganz der abgebrühte Verkaufshase): „Gut, sehr gut. Ich habe sogar schon mal eins für 50 Cent verkauft!“

ZF: „Aber leben kannst Du davon noch nicht!“

Z1: „Nee, aber jetzt wohne ich ja noch bei meinen Eltern, da brauch ich nicht so viel Geld. Die bezahlen ja.“

 

Ich habe die aufstrebenden Künstler gesponsert und jedem ein Bild abgekauft. Aber nur aus der Kategorie für 10 Cent. Lieber sparsam sein und etwas Geld auf die hohe Kante legen, wer weiß, wie ernst es Zwerg 1 mit ihren beruflichen Ambitionen ist.

 

 

 

 

Künstlerleben
    

13.05.2007 um 16:30 Uhr

Kindermund

von: malula

Der kleine Mann: "Können wir die Kaulwaquen Fütter futtern?!"

13.05.2007 um 12:16 Uhr

Wünschen kann man viel

von: malula

Es ist anstrengend nie zur Ruhe zu kommen. Aber noch anstrengender ist es, es zu versuchen und daran zu scheitern.

 

Heute ist Muttertag. Als Mutter von drei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter hat dieser Tag naturgegeben eine gewisse Relevanz für mich.

 

Mein in den letzten Tagen mehrfach geäußerter Wunsch war es, heute ausschlafen zu dürfen, mich nicht um das ganze Anziehprozedere der Zwerge kümmern zu müssen und mich zu einer Zeit, die mir angenehm erscheint, an den fertig gedeckten Frühstückstisch zu setzten, um ein ruhiges, gemütliches Sonntagsfrühstück mit meiner Familie zu genießen. Ein frommer Wunsch, ein Wunsch, der nicht unbedingt realistisch ist, der meinen Lieben einiges abverlangt. Aber – Verzeihung für diese abgedroschene Floskel - Wunder gibt es immer wieder.

 

Selbstkritisch muss ich zugeben, dass ich selbst die Erfüllung meines Wunsches von vorneherein torpedierte, in dem ich Zwerg1 erlaubte, einen Übernachtungsgast einzuladen.

 

Protokoll des Muttertagmorgens:

 

6:50 Uhr            Die Schlafzimmertür öffnet sich leise. Eins – zwei – drei – vier Zwergenköpfe schieben sich durch die Öffnung. Getuschel, Gekicher, Geflüster. „Mama, was sollen wir heute anziehen?“

 

7:05 Uhr            Schlafzimmertür die Zweite, schon nicht mehr sehr zurückhaltend, schließlich wissen sie ja, dass ich schon wach bin, beziehungsweise schon mal wach war. „Können wir jetzt zum Bäcker geben?“ Ich rüttle meinen Mann, der tief schläft oder sich zumindest sehr überzeugend tief schlafend stellt, wach. „Schatz, Muttertage!“ Missbilliges Gegrummel. Er steht auf, murmelt was von „...altmodische Sitten...“ .

 

Endlich etwas Ruhe, ich triefte wieder in einen leichten Schlaf.

 

7:30 Uhr            Schlafzimmertür die Dritte, diesmal schwungvolles Aufreißen. „Mama, bist Du jetzt fertig mit dem Ausschlafen? Wir können frühstücken.“ Auf einmal Zwerge überall im Bett. Zwergenbauch auf meinem Gesicht, kitzelnde Zwergenhände, Zwergenknie im Magen, Zwergenkuss auf der Nasenspitze. Zwergenhaare im Mund. Ich stehe auf.

 

7:45 Uhr            Selbstgebastelte Muttertagsgeschenke auf meinem Platz, Blumen auf dem Tisch, Zwerge auf meinem Schoß, frischer Kaffee, Croissantes, Brötchen. Das Leben kann auch viel zu früh am Sonntagmorgen einfach schön sein.

 

7:50 Uhr            Zwergenvorschlag: „Und nächsten Sonntag feiern wir Kindertag! Am Kindertag dürfen wir uns wünschen wie der Tag sein soll und ihr müsst das so machen! So wie wir heute! Da schlafen wir dann aber nicht so lang!!“