MeinLebenUndIch

10.02.2008 um 19:10 Uhr

Die traurige Traurigkeit


Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl

schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen
Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie
stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im
Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue
Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast
leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die
Stimme stockend und so leise, dass sie kaum Zu hören war. "Ach die Traurigkeit!"
rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich
dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir?
Hast du denn keine Angst?" "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe?
Du weißt doch selbst nur zu gut, das du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich
dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus? "Ich.....ich bin traurig",
antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte
sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und, nickte verständnisvoll mit
dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief.
Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das
schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass
mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu
gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen
komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die
Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen
sie mich bannen wollen.
Sie sagen: "Papperlapapp, das Leben ist heiter." Und ihr falsches Lachen führt

zu Magenkrämpfen und Atemnot.
Sie sagen: "Gelobt sei, was hart macht." Und dann bekommen sie
Herzschmerzen.
Sie sagen: "Man muss sich nur zusammenreißen." Und sie spüren das Reißen
in den Schultern und im Rücken.
Sie sagen: "Nur Schwächlinge weinen." Und die aufgestauten Tränen sprengen
fast ihre Köpfe.
Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen
müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft
begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen
bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen,
um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut.
Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut
sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint,
kann seine Wunden wirklichheilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich
ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre
Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die
Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich
ganz verzweifelt.
Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend

in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte
zärtlich das zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du
wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern.
Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht
gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und
betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber... aber - wer bist eigentlich
du?"
"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so
unbekümmert wie ein kleines Mädchen.
"Ich bin die Hoffnung".

10.02.2008 um 18:53 Uhr

...

 
...hilfe

07.11.2007 um 23:13 Uhr

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07.11.2007 um 23:11 Uhr

Ruhe

 

 

 

 

1. Ruhen Sie sich aus. Halten Sie unbedingt Ihren Schlafrythmus ein. Wenn Ihre individuelle Müdigkeitsschwelle um 22 Uhr eintritt, dann bleiben Sie nicht bis 23 Uhr auf, nur aus Angst etwas zu verpassen.

2. Organisieren Sie Ihren Alltag. Planen Sie Tag für Tag, Woche für Woche voraus und denken Sie daran, welche Herausforderungen jeder Monat mit sich bringt. 

3. Stellen Sie alle Dinge an ihren Platz: Heften Sie Ihre Papiere in die Aktenordner, räumen Sie die Bücher ins Regal. Zu Hause gilt das gleiche Ritual: Wem hilft es, wenn Sie die leere Kaffeetasse in das Spülbecken stellen? Nehmen Sie sich 20 Sekunden mehr Zeit und spülen Sie die Tasse schnell ab!

4. Finden Sie heraus, wer (oder was) Ihnen die Zeit klaut! Das ist ganz einfach: Wenn Sie einem echten Zeitklauer begegnen, dann haben Sie sofort danach das Gefühl, dass Sie Ihre Zeit vergeudet haben... Machen Sie Schluss damit!

5. Bewegen Sie sich. Wenn Sie auf Sport allergisch sind, dann erledigen Sie manche Gänge zu Fuß. Sagen Sie sich dabei, dass es keine verschwendete Zeit ist, sondern dass Sie sich eine kleine Verschnaufpause gönnen.

6. Passen Sie auf, was Sie sagen. Strengen Sie sich an ruhig zu sprechen, Ihren Gesprächspartner zu respektieren und sich dabei gleichzeitig selbst Respekt zu verschaffen. Vermeiden Sie es, Ihren Gegenüber unter Druck zu setzen, wenn Sie nicht wollen, dass man Ihnen im Gegenzug an den Nerven zerrt.

7. Leisten Sie sich eine schöne Freizeitgestaltung, koste es, was es wolle. Wenn Sie sich für Ihre Ziele belohnen (zum Beispiel mit einem Kino- oder Theaterbesuch), dann gelingt es Ihnen viel leichter, den Zeitaufwand zu reduzieren.

 

 

 

 

05.11.2007 um 22:57 Uhr

NichtViel

 

Ich verlange nicht viel.

Nur das ich in gedanken bei dir sein darf

und du in meinem Herzen bleibst.