dernier regard
Erst im April schien es besser zu werden. Dann kam Amsterdam und die Grachten. Mein Geschenk mit Dir. Der Sommer war angenehmer. Mit Promotionsplänen, viel Arbeit und dem Gefühl, etwas zu schaffen. Im Herbst trat ich den neuen Job an, sammelte Erfahrungen. Im August flogen wir endlich nach Helsinki. Es war der Urlaub meines Lebens und die schönste Stadt der Welt.
Im November bestand ich endlich das erste Staatsexamen und verließ die Universität. Ein einschneidendes Jahr am Anfang des Wendepunkts. Ende November haben wir die Zusage für unsere traumhafte Bochumer Wohnung bekommen. Ich ziehe am ersten Februar ein, Du am ersten März und die Fernbeziehung wird nach fünf Jahren endlich der Vergangenheit angehören. In einem Monat bin ich Referendarin. Freude und Angst mischen sich. Freude auf unsere Zukunft. Angst vor dem Verlassen der cité de la victoire und meiner Freunde, ohne die das Jahr bestimmt viel schlimmer gewesen wäre. Freundschaften wurden intensiviert und gefestigt. Dafür danke ich Euch.
Ein letzter Blick auf ein durchwachsenes und doch verdammt wichtiges Jahr, das Schmerzbaby und alles, was passiert ist. Mit Angst und Hoffnung. Mohn in den Pupillen und neuem Selbstbewußtsein.
Je veux partir dans les champs du coquelicot rouge, avec ma vie dans les paupieres sauvages... Je veux être la princesse pavot avec des défis nouveaux, pour cultiver mes labours.
