~* + And so it shall be + *~

10.11.2006 um 13:16 Uhr

Mando Diao - oder "It feels so good to be an outlaw in your perfect world!"

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

Kurz und knapp: Energiegeladen! Begonnen mit "Welcome home, Luc Robitaille" legten sich die Jungs bereits zu Anfang so ins Zeug, dass ich am Ende des Songs den Schweiß an meinem Rücken spürte. Ich habe getanzt (so gut es ging), ich habe gepogt (so gut ich es konnte), ich habe gesungen (so laut ich konnte).

Ich habe die Jungs von Mando Diao nicht unterschätzt. Carl-Johan sprang mit seinem Bass über die Bühne, als hätte er nie etwas anderes getan. Gustaf rockte an der Gitarre und sang sich die Seele aus dem Leib, auch wenn er sehr angeschlagen klang. Björn... also, diese Stimme - sie ist in der Tat engelsgleich und einfach unvergleichlich. Sie schmeichelt sich in jedermanns Gehörgang und als er (zusammen mit der Menge) "Ochrasy" gesungen hat, lief es mir eiskalt den Rücken runter (und das lag *nicht* an der Belüftung).

Vor dem Gig durften wir uns eine Meinung zu den Vorbands Johnossi und Razorlight bilden.

Johnossi rockten zu zweit mit Schlagzeug und einer Gitarre die Halle und ich war vom ersten bis letzten Song wie gefesselt. Wunderbare Jungs, die wunderbare Musik machen. Die Platte wird gekauft! :-) Geht mal auf ihre Seite (einfach auf "Johnossi" am Absatzanfang klicken) und hört/schaut euch "Execution song" an. Wirklich hörenswert.

Razorlight, oder "weichgespült", wie Irish gerne sagt, waren live ein echter hinhörer. Hingucker nicht wirklich, denn der Sänger sah in seiner weißen "Eier-quetsch-Hose" und weißem Hemd eher aus wie ein Geist, den man zwangsernähren sollte. Aber gute Musik haben sie gemacht. Vor allem, als die ersten Takte von "Golden Touch" zu hören waren, flippte ich aus und freute mich!

Wenn blogigo nicht ganz so scheiße ist, werdet ihr hier jetzt ein Video zum opener sehen können, den ich gerade auf youtube.com online gesetzt habe. Es ist nicht gerade die beste Qualität, und dadurch, dass wir uns für Sitzplätze (in der letzten Reihe oben) entschieden hatten, sieht man auch nicht wirklich viel, aber ich finde, alleine das Flair und selbstverständlich diese unglaubliche Musik war es wert, dass wir uns das Konzert gegeben haben.

Ich bin noch immer hin und weg - die Jungs live: Jederzeit wieder! Aber auf jeden Fall! Der Muskelkater zwischen den Schulterblättern und dem Nacken ist es das wirklich wert gewesen. Alleine schon, um "Good Morning, Herr Horst" live zu hören und zu singen (ich sage nur:"laaa laaa lallallallallaaa lalala lala la lalala lala lalalalalaa lalalalalalaaa...") war's das wert. Und natürlich "White Wall" ("I sing ma la la teacher, my la la teacher for you! ... and watch my little baby from the seaside!").

Rockige Grüße
ich

Der Opener:

EDIT: Wer hätte *das* gedacht? Es funktioniert natürlich nicht. Hier also der LINK. Viel Spaß damit.

10.11.2006 um 13:15 Uhr

Farin Urlaub Racing Team - oder: "Könnt ihr noch länger??"

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

up to come: Der Bericht über das gestrige Farin Urlaub Racing Team Konzert in der Frankfurter Jahrhunderthalle!!

09.10.2006 um 00:41 Uhr

Mitschnitt

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

Ich habe mich an youtube.com versucht. Vielleicht interessiert es ja Wayne...? ;-)

Das erste Video hier finde ich so klasse, weil Victor sagt: "Take it easy, Ladies!" und ich das wirklich toll fand. Teilweise war's echt lauter als bei nem take that Konzert...


Das nächste Video ist ein kurzer Mitschnitt von "Sail beyond doubt". Ein wundervolles Lied, wie ich finde.

07.10.2006 um 16:50 Uhr

Emo-Tower und Nuschelcontest - oder: Sugarplum Fairy im Colos-Saal

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

Musik: Sugarplum Fairy - Sail beyond doubt

Kurz und knapp: Das Konzert war "Woooooooooow", die Emos grausig und der Gitarrist... wer mich kennt, vervollständigt diesen Satz eh von selbst. ;-)

Nach dem Gig, und nachdem wir *alle* das Colos-Saal verlassen mussten, um es anschließend wieder betreten zu dürfen, brachte Möwe ihren Rucksack und ihre Jacke zur Garderobe, die sich in der ersten "Halbetage" befindet (wer noch nicht da war, versteht eh nicht, was ich damit meine). Ich stehe im Flur am Treppenansatz und warte, dass sie endlich fertig wird, als ich bemerke, dass jemand aus der ersten Etage die Treppe herunter kommt. Dazu muss man sagen: Ich habe NOCH NIE jemanden gesehen, der die Treppe höher geht als zur Garderobe! Ich schaue mir diese zwei Herren also an und denke noch: "Och, der eine hat aber ne nette Frisur", als ich bemerke, wer da gerade die Treppe herunterkommt. Ich stehe da und schaue ihm hinterher, während er an mir vorbeiläuft und sich dann doch kurz umdreht, um mich kurz anzulächeln (*Habe ich das geträumt?*). Als Möwe dann endlich runterkam, habe ich leicht aufgeregt gesagt: "Der ist einfach so hier durch gelaufen und keinen hat's gejuckt!" Wobei... "so what?" ;-)

Wieder im "Saal" fiel Irish's Schwester auf, dass an unserem (ich sage mal ganz dreist) "Stammplatz" die Band stand.

Irish's Schwester *ganz aufgeregt*: "Die stehen da hinten!" worauf sie mit Irish schnurstracks drauflos steuert. Ich schaute ihnen fragend hinterher. "Wo gehen die denn hin?" fragte meine Möwe (ja, genau! MEINE!) und ich sagte: "Die lassen sich die Titten unterschreiben" ;-)

Möwe: "Und du?"
ich: "Ne, ich nicht. Obwohl ich dem Gitarristen ja schon gerne sagen würde, dass mir die Show gefallen hat"
Möwe: "Dann mach doch"
ich: "Ach nein. Das ist doch albern!"
Möwe: "Nein. Ein Musiker hört gerne, dass es jemandem gefallen hat."
ich: "Wirklich?"
*Möwe ist Musikerin, sie MUSS es also wissen!*
ich: "Aber die hören das doch bestimmt voll oft"
*und jetzt weiß ich nicht mehr, wer das gesagt hat - Möwe, warst Du das noch oder war das später die Irish?*: "Die Sänger hören das bestimmt voll oft, aber der Gitarrist doch nicht!"
ich: "Mal schauen"

Als Irish und ihre Schwester zurück kamen und tatsächlich Autogramme mit sich trugen um kurz darauf wieder zu verschwinden, wandte ich mich Möwe zu und sagte: "Ich MUSS da hin!". Also hat klein picca all ihren Mut zusammengenommen und ist schnurstracks zum Gitarristen.

Vor mir war jedoch jemand anderes an der Reihe, somit stellte ich mich hinter diese Person (war's ein Junge? ein Mädchen? Ich weiß es nicht) und wartete. Während ich wartete, wurden Kristian und David "frei" und stellten mit ihren Eddingen eine Star-Wars-Schlacht nach. Als sie mich sahen, grinsten sie und in dem Moment wurde der Gitarrist (Jonas) frei! *freude*

Ein Kumpel von Jonas stand mit dem Rücken zu mir und beugte sich hinab, um etwas aufzuheben, da blitzte hinten ein Stück der Boxershort heraus. Jonas packt die Gelegenheit beim Schopf und zückt seinen Edding um auf der Unterhose zu unterschreiben. Sein Kumpel merkt eine ihm fremde Hand an seinem Gesäß und streckt hoch, wobei er sich umdreht und mir in die "in amazement" aufgerissenen Augen schaut. Jonas lacht sich einen ab und der Kumpel lächelt.

ich *zeige grinsend mit dem Finger auf den Po des Kumpels*: "That's more than I paid for, but thank you!"
Jonas grinst.
ich: "I just wanted to say 'great show'!"
Jonas: "Thank you"
ich: "Keep on with the good work"
Jonas *beugt sich weiter vor*: "Sorry?"
habe ich erwähnt, dass es *sehr* laut war? ;-)
ich *ganz nah an seinem Ohr*: "Keep on... with the good... work"
Jonas: "Of course!"
ich: "Yeah, I hope so. Bye"
Jonas: "Bye"

Sodann habe ich mich umgedreht und bin zurück zu Möwe, Irish und ihrer Schwester.

Ein schönes Konzert. Ich verstehe nur die Aufregung mancher Mädels nicht - das sind doch ganz normale Jungs. Schreien die etwa auch, wenn Dan Abnormal von nebenan supergut aussieht und oben ohne im Garten rumrennt? oO

Um es wie "Bernard Black" zu sagen: "What a strange man" bzw. in diesem Falle: "What a strange crowd of girls".

 

Zum ersten Bild möchte ich der Möwe winken mit einem freundlichen: "Nuschel nuschel nuschel!"

Sugarplum I

Sugarplum II

Sugarplum III

Sugarplum IV

19.09.2006 um 12:50 Uhr

Up to come: Bela's Bingo Show - oder: "Deutsche! Kauft NICHT bei Nazis!"

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

Bericht über das gestrige Konzert in der Frankfurter Batschkapp folgt in Kürze...

14.08.2006 um 13:35 Uhr

"Entertain me!" - oder: Jonathan Wilkes, ich hab Dich gern!

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

Wie einige von euch ja bereits wissen, war ich am Samstag am heiligen Ort "Hockenheim-Ring". Nicht nur, um zu sehen und zu staunen, wo meine heimlichen Helden aufs Gaspedal drücken (Go Kimi!), nein, auch um meinen kleinen Helden und seinen besten Freund (*schmacht*) anzufeuern. "Anzufeuern" ist gar nicht mal so falsch ausgedrückt, da es wirklich eine "feurige" Show war.

Angefangen damit, dass die Vorbands SAUGEIL waren! Also, wenn ihr die Möglichkeit habt "Orson" oder "Basement Jaxx" life zu erleben: TUT ES! Orson hat auf ihre eigene sanfte Art und Weis tierisch gut abgerockt mit Melodien, die das Herz aufgehen lassen. Baseman Jaxx hingegen legten mit ihrem Elektro-Samba-Dance gleich richtig los; mit pompösen Kostümen der stimm- und brustgewaltigen Damen und einer total durchgeknallten Show haben sie unser Herz erfreut und unseren Arsch zum wackeln gebracht ;-) Manch ein Becks-"Rucksack"-tragender Biermensch wurde von uns fast von den Beinen gehauen, weil wir nun wirklich nicht überall hinschauen können, wenn wir die Hüften schwingen (also wirklich, Jungs... *g*).

Nach einigen Stunden war es dann endlich soweit: Die Menge fing an, unruhig zu werden. Während "Mary" und ich uns überlegten, woran es denn hänge, dass sich Rob so feiern lasse, hängte sich eine junge Dame ein und teilte uns mit, sie habe das Gefühl, er habe sich gerade eine Pizza bestellt, die er noch esse müsse. "Der macht sich bestimmt gerade voll in die Hose vor Angst. Schau dich doch mal hier um!" sagte ich uns zeigte über den Hockenheim-Ring. "Hm..." mehr hat Mary nicht rausgekriegt. "Ich glaub, ich würde Durchfall kriegen vor Angst" teilte mir Mary schließlich mit.

Keine fünf Minuten nach diesem Gespräch, hörten wir plötzlich ein Dröhnen und Mary wollte schon wieder ihren Regencape auspacken, bis uns auffiel, das das Dröhnen aus den Boxen kam. "Himmel!" rief Mary und in dem Moment ging das Feuerwerk los. "Wooooow" ging es durch die Reihen und "woooooooow" blieb es bis zum Ende der Show.

Abgelenkt durch das Feuerwerk und den ganzen Feuerbällen haben wir gar nicht bemerkt, dass sich Robbie bereits auf der Bühne befand. "Da! Aus dem Nebel kam er! Da war ein Loch in der Bühne!" rief Mary recht begeistert. Man muss dazu sagen, dass Mary ca. 1,80m groß ist, während ich mit meinen 1,65m ziemlich benachteiligt war. "Nimmst Du mich auf die Schultern?" habe ich irgendwann gefragt, in der Hoffnung, sie wäre verrückt genug, es zu tun; war sie nicht. Wütend

Stimmungsgeladen fing er an, uns mit meinem absoluten Lieblingslied "Radio" die Stimmung noch ein wenig mehr einzuheitzen. Das konnte ich sehr gut gebrauchen, denn meine Regenjacke stellte sich nach ca. zehn Minuten im Regen als "nicht-regenfest" heraus, was zur Folge hatte, dass meine Arme nass wurden (weiß der Geier, warum das Innenfutter nur bei den Armen schlapp gemacht hat...). Anyway: Während Radio habe ich geschüttelt, "what my Momma gave me" und erfreute mich darüber, auf diesem schönsten Platz der ganzen Welt zu sein mit einem der hübschesten Männer der Welt. Wie gesagt: mit "EINEM" der hübschesten Männer Fröhlich.

Die Playlist kann ich euch leider nicht mehr "aufsagen", nur soviel: Es ging so geladen weiter, wie es anfing. Er säuselte uns "Make me pure" und "Advertising Space" ins Ohr, brüllte uns "Monsoon" entgegen und zauberte als Zugabe in meinem Lieblingslabel (adidas, falls es jemanden interessiert, jedoch wurde das Wort "adidas" durch "RPW" ersetzt, wobei meine Begleitungen nicht wussten, wofür das "P" stehen sollte - also wirklich! *g*) mein neuestes Lieblings-Rap-Lied "Rudebox", welches mich an Italien erinnerte, da ich es dort zum ersten Mal gehört hatte.

Doch zwischendurch erfreute Robbie mich persönlich mit einem ganz bestimmten "special guest": Jonathan "Johnny" Wilkes. Ja, ich weiß, er ist verheiratet und vor kurzem erst Vater geworden, aber mal ehrlich: WIE kann man Johnny wiederstehen? Würde mich nicht wundern, wenn Robbie tatsächlich schwul wäre, bei DEM Kumpel! Verrückt

Das Ende des Konzerts kam ziemlich abruppt, obwohl ich wirklich dachte, nach "Angels" wäre schluss. Als die letzten Takte liefen, konnte man Rob wirklich ansehen, dass er mehr als gerührt war (von der Atmosphäre?), also drehte er sich zur Band und "befahl": "Some more!" oder so ähnlich. Woraufhin er "Rottbox" gebracht hat und "Millenium", ein Lied, welches ich bestimmt schon ein Jahr nicht mehr gehört hatte, weil es einfach zuuuuu oft im Radio lief - ihr kennt das bestimmt.

Nach Ende des Konzerts sind wir die Start- und Zielgerade entlanggelaufen, um den Hockenheim-Ring zu verlassen, als wir kurz vor der "ersten" Kurve ein Geräusch vernahmen, welches *ich* persönlich in dieser Lautstärke nur bei höchster Lautstärke aus dem Fernseher kannte. Nach einigen Sekunden (und der Gewissheit, dass es sich doch TATSÄCHLICH um einen Hubschrauber handelt) war das Gekreische groß, als sich neben der Boxengasse ein Hubschrauber in die Lüfte hob. Ich glaube, ich bin jetzt noch ein wenig schwerhörig von den Schreien der Mädels um mich herum. "Ai, lass uns halt auch mal winge'!" sprach Mary und wir lächelten nett und winkten gerade mal 1x hin und 1x her, während sich andere in die Haare griffen und sprangen und sich die Arme auskugelten vor lauter Winkerei.

Nachdem wir dann zum Auto gelaufen sind (Parkplatz C6 ist nicht -wie uns vorher gesagt wurde- 30 Minuten-Fußweg weg!) habe ich mich erstmal im Auto umgezogen (Gott segne Familienbusse mit getönten Scheiben!) und mit Mary zusammen meine Gummibärchen leer gefressen. Dann hieß es: Raus aus dem Parkplatz. Tja, leichter gesagt, als getan, denn eine Stunde später waren wir gerade mal fünf Meter weitergekommen; wir standen also noch in unserer Parkreihe. Zwischendurch hat Mary ein bißchen geschlafen und ich habe mich in den Matsch gestellt und habe eine geraucht, während ich mich mit einer anderen jungen Dame ein wenig unterhalten habe (sie -total euphorisch-:"Fandest du es auch soooooooo geil!", ich: "Joa, war toll. Ich fand die Feuerbälle und Johnny ziemlich geil!").

Nach gefühlten 24 und in Wirklichkeit 4 Stunden war ich dann endlich zu Hause. "Endlich?" wohl kaum, denn von mir aus hätte Robbie ewig weitersingen können... Bleiben zum Schluss nur noch zwei Fragen:

Warum hat er "Please don't die" nicht gespielt?
Warum ist meine Regenjacke undicht???

In diesem Sinne: Gehabt euch wohl, amüsiert euch gut und auf bald!

t.

p.s. er hat sich sichtlich darüber amüsiert, als die menge anfing zu singen: "54, 74, 90, 2010" gesungen haben. Und neben uns stand jemand, die hat irgendwann laut "ITALIA" gebrüllt, und Mary und ihre Schwester haben mich ganz sauer angeschaut. "Waaaas? Ich war das nicht!"

06.03.2006 um 11:00 Uhr

Bilder...

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

Ein paar ausgewählte Bilder zum Hard-Fi-Konzert gibt es hier: Klick me, mate, KLICK ME!
Das letzte Foto habe ich übrigens auf meinem Laptop als Hintergrundbild *seufz schmacht träum*

05.03.2006 um 22:18 Uhr

Hard-Fi in operation - oder: Der Gehörorgasmus

von: piccadilly   Kategorie: Konzert

Meine werten Leserinnen und Leser,

am Mittwoch war es – wie bereits „einige“ Male erwähnt *g* - endlich soweit: Hard-Fi in der Batschkapp! Hier also die Geschichte über meinen ersten Gehörorgasmus!

Nach der Arbeit habe ich mich mit Irish in Frankfurter Hauptbahnhof bei einem Fast-Food-Restaurant unserer Wahl getroffen, um anschließend zu Subway zu fahren und uns ein Sandwich reinzufahren. Meine Subway-Entjungferung haben wir dann gleich mit einem „White-Chocolate-Macadamia-Cookie“ gefeiert – wobei in meinem Mund eine Party ohne gleichen stattfand, denn der Cookie war echt der Hammer! Aber da wusste ich ja noch nicht, was auf mein Gehör wartete…

Nach unserem überaus „üppigen“ Dinner fuhren wir wieder zurück zum Hauptbahnhof, um uns in die S6 Richtung Friedberg zu stürzen, die uns wohlbehütet nach Eschersheim fuhr. Am dortigen „Bahnhof“ standen wir vor der Frage: „Wo müssen wir jetzt hin?“ Da wir beide noch nie in der Batschkapp waren, fragten wir kurzerhand zwei Mädels, die ebenfalls verloren aussahen (ziemlich dumm von uns, wie sich herausstellte). Als wir sie fragten, sagte ich: „Ihr seht aus, als ob ihr auch da hin wollt?“ und sie zückten die Konzertkarten zu einem gemeinsamen „Ja!“. Kurzerhand fragten wir dann auf der Eschersheimer Landstraße einen netten jungen Mann, der uns nach einem „Immer mir nach“ zur Batschkapp führte, die – wie wir später rausfanden – an der S-Bahn-Linie lag und wir einen fünf-minütigen Umweg gelaufen sind.

Vor der Batschkapp stand der Tourbus und Irish und ich wagten einen Blick hinein, wobei wir nur die Schlafkojen sehen konnten und niemanden von der Band. Der Busfahrer zählt ja nicht zur Band… Als wir auf den Einlass warteten, hörten wir ein Gespräch von einer Gruppe junger Damen hinter uns (O-Ton: „Wir haben uns mit dem Busfahrer unterhalten. Also mit Zeichensprache. Ich hab gesagt, er soll die Gardine aufmachen und er hat gezeigt, dass er dann umgebracht wird. Ist mir doch egal, ob sie den umbringen! Ich wollte die halt sehen!“ – „Ja, und dann hat sie den Bus angefasst. Jetzt hat sie englischen Dreck an der Jacke hängen“). Ladies: Wir reden hier von Frankfurt – da ist *jedes* Auto und *jeder* Bus dreckig, wenn er ein einziges Mal durchfährt. Und außerdem: Der Bus hatte ein österreichisches Nummernschild… Soviel zum Thema „englischer Dreck“. *g*

Nach ca. 15 Minuten wurde uns Einlass gewährt und ich traf gleich am Eingang auf der Treppe eine junge Dame aus dem jetzt-Forum, die ich gleich mit ihrem Nickname ansprach. Sie stand leicht verdutzt vor mir und sagte: „Ah, ja?“. Ich reichte ihr meine Hand und sagte: „piccadilly, hi! Ich wünsche Dir einen schönen Abend“. Nach ihrem: „Äh, ja, danke. Ich dir auch“ verschwand ich mit Irish zur Garderobe, um anschließend zur Bühne zu gehen, was nicht wirklich weit war, denn die Batschkapp ist ja doch recht klein. Nach und nach verabschiedeten wir uns aber während des Konzerts immer weiter nach hinten, da Irish es nicht mag, wenn es zu end wird und ich ein wenig tanzen wollte. Vor dem Auftritt der vier Jungs aus dem Londoner Vorort Stains legte ein DJ recht gute Musik auf, bevor er am Ende ziemlich nachließ und Reggea spielte (nichts gegen Reggea, aber wir waren hier immerhin auf einem Rock-Konzert…).

Mit 30-minütiger Verspätung war es endlich soweit. Die Lichter gingen aus und auf der Bühne fingen blaue Strahler an, sich zu der Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu bewegen. Irgendwann standen sie dann auf der Bühne und legten gleich ordentlich los. Die Reihenfolge der Songs krieg ich nicht mehr hin, aber es war einfach genial. Nach dem ersten Song war der Sänger Richard Archer schon recht verschwitzt und brüllte in die Menge: „Hallo Frankfurt! Wie geht es euch?“ und die Menge brüllte ein halbherziges „yeah“ zur Bühne. „I don’t think you understood, what I just said! I said: How are you doin’?” bekamen wir dann aus voller Kehle zugebrüllt und die Menge rastete vollkommen aus. „I heard, that Francfort is a great place to party. So tell me... tonight… are you ready to have a fuckin’ party???” und es ging weiter im Set. Das Wort “geil” beschreibt um längen nicht, wie das Konzert war… „Endgeil“ ist schon nahe dran, aber trifft es nicht wirklich.

Irgendwann war es den Jungs wahrscheinlich zu blöd mit uns, da wir nicht wirklich ausrasteten und er bat uns, doch bitte so richtig laut zu werden. „I want everyone to clap and shout as loud as you can! The ones in the front, the ones on the back, and the ones in the middle! Are you goin’ to be freakin’ loud?“ fragte uns Richard und wir grölten förmlich. „Louder than Amsterdam?“ fragte er und wir schrieen „yeah!“ beim klatschen. „Louder than New York?“ – hallo? Baby, für Deinen Bassisten schreie ich mir die Seele aus dem Leib, wenn Du willst… ;-)

Wenn man sich die Platte der Jungs anhört, könnte man meinen, das Konzert hätte zu einer Art Kaffeekränzchen ausarten können, aber dem war nicht so. Das einzige Mal, wo man wirklich Lust hatte, das Feuerzeug rauszuholen um es in die Höhe zu halten, war, als Richard Archer während der Zugabe allein auf die Bühne kam, sich die Gitarre umschnallte und „Move on now“ zum Besten gab (liebste Möwe, das war, als ich Dich an der Strippe hatte). Der Rest des Konzerts war einfach nur Rock and Roll!

Irgendwann fing eine Gruppe junger Herren aus der Menge an, den bassistischen Anfang von „Seven Nation Army“ von den White Stripes zu grölen, und kurzerhand wurde der Bassist der Hard-Fi vorgestellt mit Kai Stephens (der, ganz nebenbei bemerkt, meinem besten Freund sehr ähnlich sieht – schöne Grüße an ihn auf diesem Weg mit einem „Oy, mate!“) um daraufhin Seven Nation Army zum Besten zu geben.

Während des ganzen Konzerts hätte ich am liebsten die Augen geschlossen, um mich ganz der Musik hinzugeben, um mich einfach von ihr mitreißen zu lassen. Teilweise habe ich das bei einigen Stücken sogar gemacht (bei Middle Eastern Holiday z.B.). Die Jungs haben das komplette Album gespielt – bis auf „Stronger“ und „Sick of it all, wobei ich Sick of it all gerne live gehört hätte… Aber dafür haben sie „Living for the weekend“ gespielt – wobei ich fast ausgerastet bin (O-Ton piccadilly: „Das Lied ist ja soooooooo geil!!!“) und die Augen geschlossen habe. Go with the flow, heißt es doch immer so schön, also habe ich mich von den drei „Grazien“ um mich nicht einschüchtern lassen und habe ein wenig getanzt (so gut es ging, immerhin standen wir recht eng beieinander).

Mein Fazit: Wenn Hard-Fi wieder nach Frankfurt kommen, bin ich auf jeden Fall dabei! Und ganz unter uns gesagt: ich glaube, Richard war entweder total betrunken oder er hatte Drogen genommen – zumindest sah er ziemlich „druffgeschickt“ aus…

Trotzdem: Hut ab für diese Band – die haben’s live echt drauf und rocken einfach nur!

In diesem Sinne: „Hard-Fi in operation“