hereinafter

13.10.2006 um 09:09 Uhr

Traum

Nachfolgend ein Teil meines Traums von letzter Nacht; kein Wunschdenken und keine Tatsachen, einfach nur ein paar verwirrende Dinge hintereinandergereiht.

~ * + * ~

Es ist ein Samstag, mein Bruder hat Geburtstag und er feiert in seinem Laden. Sein Laden ist in meinem Traum allerdings noch der "alte" Laden meines Vaters.

Ich stehe an einem bestimmten Tisch, an dem Junior mit ein paar anderen Leuten, die ich kenne, sitzt, und will die Bestellung aufnehmen (?!). Als ich mich Junior zuwende, zieht er mich auf die Bank und küsst mich. Als ich mich von ihm losreißen kann schaue ich in die Runde und sage: "Also, wie war das? Was kann ich euch bringen?" - den Rest des Abends habe ich Junior nicht mehr beachtet.

Irgendwann geht die Tür auf und ein junger Herr mit Locken betritt den Laden. Er sei meines Bruders wegen hier, sagte er und als mein Bruder ihm entgegen läuft und "LUKE!" ruft, weiß ich auch wieder, warum er mir so bekannt vorkommt...

Luke gratuliert meinem Bruder und schielt ständig zu mir rüber, bis mein Bruder uns vorstellt. Luke und ich unterhalten uns und auf die Frage, ob ich denn nicht wüsste, wer er sei, bejahte ich mit der Erklärung, wir müssten das ja nicht an die große Glocke hängen.

Kurz bevor Luke den Laden verlässt, zieht er mich an sich und küsst mich (lange). Später dann allerdings verschwindet er mit einer recht dicken, hässlichen Frau im Arm. Ich tue etwas, was ich *nie* tun würde, nämlich: Ich renne ihm hinterher und als ich ihn eingeholt habe, rufe ich mit Tränen in den Augen: "Why did you do this to me??" und er dreht sich lachend um. Er schaut mich an und sagt: "Not 'why'! 'Who' did this to you??". Daraufhin dreht er sich wieder um und steigt in einen schwarzen Wagen. "Dani and Tanka" sagt er noch, bevor er die Tür zuschlägt und ich gehe zum Telefon.

Plötzlich stehe ich in einer Wohnung, die C, das Püppchen gehört. Im Realen sieht ihre Wohnung aber ganz anders aus (ihr wisst, wie ich's meine). C, das Püppchen hat mittlerweile geheiratet und wir sitzen in ihrer geräumigen Küche. An ihrer Küchentür hängen Bilder und Postkarten, die ich mir genauer ansehe, als sie ans Telefon geht, dass angefangen hatte zu klingeln. Als sie in die Küche zurück kommt, zeige ich auf eine Postkarte, die ihren Ex am Strand in Badehose abbildet und sage: "Du, wenn deine Mutter zu Besuch kommt, würde ich die aber abhängen" - "Warum?" fragt sie und bemerkt erst jetzt, dass etwas aus der Badehose "schaut", was hätte bedeckt bleiben sollen. Wir hängen das Bild ab und lachen uns tot.

Schnitt!

Wir stehen Backstage zu einer "Modenschau" und ich unterhalte mich mit dem Designer, während wir zum "VIP-Zelt" gehen. Dort stehen auf weißen Säulen jeweils einzeln die Bandmitglieder von "Panic! at the disco" und lächeln in weißen Anzügen und weißen Zylindern sowie Handschuhen durch die Gegend. In dem Moment fällt mir ein, dass ich Dani anrufen wollte um sie nach Luke zu fragen.

Ich rufe sie an.
ich: "Hey! Sag mal, klingelt da was, wenn ich 'Luke' sage?"
Dani: "Klar! Hat's dir gefallen?"
ich: "Du findest das lustig??"
Dani: "Ja! Wer schenkt denn schon dem Bruder der besten Freundin "The Kooks" und "Panic! at the disco" als live-act zum Geburtstag?"
ich: "Warte. Soll das heißen, du hast die Bands angeheuert, um zu spielen?"
Dani: "Ja klar! Wieso denn sonst? Was haben sie denn sonst gemacht??"
ich: "Ach... lass gut sein"

Ich lege auf und stelle mich mit einem Glas Champagner (!) vor eine der Säulen und wundere mich nicht weiter, dass C, das Püppchen in einem rosa BonBon-Kleid auf mich zugelaufen kommt.

Daraufhin bin ich aufgewacht... 

11.10.2006 um 22:42 Uhr

Stalker andersrum...

Natürlich hatte sie den Wagen im Rückspiegel bemerkt, aber was hieß das schon? Sie lebte schließlich nicht weit von der Stadt entfernt und so wunderte sie sich auch nicht, dass ihr der Wagen folgte, bis sie vor ihrem Haus parkte. Der Wagen hinter ihr hielt an und jemand stieg aus, lehnte sich an sein Auto und beobachtete sie. Sie stieg aus dem Auto und hörte eine vertraute Stimme, die sie in diesem Ort schon lange nicht mehr gehört hatte.

„Was soll das?“ fragte diese Stimme.
„Wie bitte?“ erwiderte sie und schloss ihren Wagen ab.
„Wieso? Wieso lässt du dich neun Jahre nicht blicken, lässt nichts von dir hören und auf einmal, als sei nichts gewesen, meldest du dich wieder!“
„Entschuldige bitte, aber wenn dir so viel an unserer Freundschaft gelegen hätte, hättest du dich ruhig auch mal melden können“ sagte sie schon fast vorwurfsvoll. Sie stellte sich vor ihn und schaute ihn böse an. „Was willst du?“ fragte sie ihn.
„Ich will, dass das aufhört!“
„Das WAS aufhört?“
„Ich will dich endlich vergessen können!“

Schweißgebadet wacht sie auf und schaut durch ihr verdunkeltes Zimmer. Sie wischt sich den Schweiß von der Stirn und setzt sich auf. Sie schaltet die Nachttischlampe ein und steht auf, geht ans Fenster und will es öffnen, als sie bemerkt, dass jemand davor steht. Sie starrt diese Person erschrocken an und merkt erst nach ein paar Sekunden, dass ER es ist. Das Fenster bleibt verschlossen, doch schauen sie sich weiterhin an; bis er seine Hand an ihr Fenster hält. Sie tut es ihm gleich und merkt viel zu spät, dass ihr eine Träne die Wange hinab fließt; zu spät, um sich abzuwenden.

Sie öffnet das Fenster und schaut ihn weiter an. „Hi“ sagt er und lächelt unmerklich. In seiner Stimme liegt noch immer dieser sanfte Klang; der Klang der Vertrautheit, als würde er ihr sagen wollen: „Ich bin da! Rede mit mir“. „Warum bist du weg gegangen?“ fragt sie ihn leise und eine weitere Träne kullert ihre Wange hinab. Sie merkt, dass sie bald anfangen wird zu weinen. Sie möchte nicht, dass er sie weinen sieht. „Ich hatte keine andere Wahl. Du weißt doch – für meinen Traum hätte ich alles getan“ sagt er fast als Entschuldigung, während er mit einem Taschentuch ihre nächste Träne auffängt. Sie hält seine Hand und streichelt seinen Handrücken. Wie lange hatte sie das nicht mehr getan? Viel zu lange ist es her und doch fühlt sie sich so vertraut an. „Ich vermisse dich“ sagt er leise und unwillkürlich hört sie auf zu weinen. „Wie denn? Menschen ändern sich und ich bin nicht mehr so wie früher“ sagt sie und lässt seine Hand los. „Ich habe es vermisst, dich zu sehen, mit dir zu reden, deine Hand auf meiner zu spüren“ sagt er ohne sie anzuschauen. Sie schaut über ihn hinweg, rüber zu seinem Haus. In seinem ehemaligen Zimmer brennt Licht. „Also hatte ich Recht?“ fragt sie und ohne eine Antwort abzuwarten fährt sie fort: „Wenn oben Licht brennt, heißt das, du bist da?“ Er nickt leicht. „Ja. Es ist nach wie vor noch mein Zimmer“ antwortet er und vergräbt seine Hände in den Taschen seiner Jeans. „Darf ich rein kommen?“ ohne zu antworten geht sie einen Schritt zurück und hält das Fenster weiter auf. „Spring rein“ sagt sie schließlich und er tut es.

Drei Stunden später liegen sie auf ihrem Bett und schauen sich schweigend an. „Das haben wir nie gemacht“ sagt er. „Nein. Wir haben uns nur immer gegenseitig geärgert. Warum haben wir nie vorher miteinander geredet, wie wir es jetzt tun?“ – „Wir sind erwachsen geworden“ sagt er und streichelt lächelnd ihre Hand. Sie nickt. „Woher weißt du, dass ich jetzt hier wohne?“ will sie wissen und kuschelt sich tiefer in die Decke. „Ich habe meine geheimen Quellen, weißt du? Ich weiß mittlerweile genauso viel über dich, wie du über mich weißt“ – „Also nichts. Außer Beruf, ungefährer aktueller Wohnort, Geburtsdaten – die sowieso mittlerweile auch jeder kennt – … Warum bist Du zurückgekommen?“ fragt sie ihn fast verzweifelt. „Ich wollte dich sehen“ sagt er und das erste Mal in ihrem Leben ist sie gewillt, ihm zu 100 % zu glauben.