Das Storymailingprojekt mit der Klasse 4 b der GS Feucht+Autorin: Petra Mönter

17.04.2005 um 17:19 Uhr

Das ENDE

von: pmoen

 

Dies ist die Gruppe 1 der Klasse 4 b der Grundschule in Feucht. Die Kinder haben den Geschichtenanfang von Petra Mönter weitergeschrieben und haben sich sehr viel Mühe gegeben.

Das Storymailing Projekt ist nun beendet. Die Geschichte hat selbstverständlich ein gutes Ende bekommen.

Und hier das furiose Ende von Christoph:

 

"..bei ihren dreckigen Geschäften," sprach Florian. Mutlos saßen sie nun eng nebeneinander um sich zu wärmen. Nur einer fehlte: Rudi! Er war jetzt ihre letzte Hoffnung. In der gleichen Zeit rannte die Scheitweiler Bande zum Haus von Florian und Wibke im Rehmskaulweg Nr.3, so schnell sie konnten. Dort angekommen sahen sie Rudi mit einem anderen unbekannten Hund und den besorgten Eltern von den verschwundenen Kindern aus dem Dorf und Hauptwachmeister Schneider. " Was macht ihr den hier," fragte er die Scheitweiler Bande. " Ihr stellt doch nicht schon wieder einen Blödsinn an?" Hotte, vom schnellen Rennen noch immer ganz außer Atem, entgegnete ihm: " Gott sei dank , dass wir sie hier gerade treffen. Wir haben Florian im Wald ein Walkie-Talkie abgenommen. Aber das war nur als Spaß gedacht. Jetzt haben wir aber über das Walkie-Talkie einen Hilferuf, der sich echt angehört hat, von einem Jungen erhalten"." Aber das ist doch das Walkie-Talkie von Thomas, " rief einer der Väter ängstlich dazwischen." Da muss was passiert sein!"" Wo habt ihr denn den Florian zuletzt gesehen?" fragte einer der Mütter bei Hotte nach. "Wir wissen es nicht mehr ganz genau. Aber bestimmt können uns die beiden Hunde an die Stelle führen," antwortete Hotte darauf. Gesagt getan. Und so machte sich die ganze Truppe hinter den beiden Hunden auf den Weg in den Wald. Und tatsächlich brachten Rudi und der andere Hund nach kurzer Zeit alle an die Grube. Hotte rief:" Genau hier war es, hier unten lag Florian, als wir ihn zuletzt sahen." Herr Wachtmeister Schneider stieg sofort den Baumstamm hinunter, den die Kinder zuvor auch schon benutzt hatten.

Sie kamen gerade noch rechtzeitig um zu verhindern, dass die Männer noch weitere Giftfässer in den unterirdischen See kippten. "Oh Mann, das war vielleicht knapp!" Und dann ging alles ganz schnell. Während Wachmeister Schneider die überraschten Männer festnahm, suchten und befreiten die Eltern im Keller des alten Chemiewerkes ihre Kinder. Florian, Thomas, Wibke, Franzi, und die anderen K inder jubelten trotz des Gestanks laut, als sie von ihren Eltern umarmt wurden.

Die Verbrecher wurden abgeführt, und als sie an dem unbekannten Hund vorbeigingen, wurde schnell klar, wem er gehöhrte. Bob brüllte ihn nähmlich an: " Du hast uns das alles eingebrockt. Du doofer Klä ffer! Ich habe dir doch verboten mir hinterher zu laufen" Aus Florian, den anderen Dorfkindern und Hotte mit seiner Bande wurden nach diesem spannenden Erlebnis gut Freunde. Denn gemeinsam macht nicht nur stark, sondern auch Spaß. Rudi und der andere Hund bekamen als Belohnung für ihre Taten ein großes Stück Stadtwurst.

 

ENDE DER GESCHICHTE

 

Ich möchte mich hiermit nocheinmal bei den Kindern der Grundschule Feucht bedanken. Es hat mir sehr viel Spass gemacht.

Eure Petra Mönter

 

16.02.2005 um 10:22 Uhr

Das Storymailing-Projekt mit der GS Feucht

von: pmoen

Im Rahmen der Infantastika (Näheres unter : http://www.kibuli.de) schreiben Kinder der Klasse 4b der Grundschule in Feucht Geschichtenanfänge namenhafter Autoren weiter. Die Geschichte wird via Email zurück an die Autoren geschickt, die die Geschichte dann wieder weiterspinnen... So entstehen Geschichten, bei denen keiner weiß, wie sie enden werden. Eine spannende Sache. Hier wird der Geschichtenanfang von Petra Mönter, einer Autorin aus Pulheim bei Köln vorgestellt. Sobald die Kinder weitergeschrieben haben, wird das Ganze hier abgelegt werden.

Die Geschichte von Petra Mönter wurde von Team1 ausgewählt:

Oliver, Eva, Silvia, Andreas und Christoph

Und hier nun der Geschichtenanfang von Petra Mönter:

RUDI

Florian und Wibke hatten schon immer einen Hund gewollt. Einen kleinen flauschigen - einen, den man überall hin mitnehmen konnte, einen, der mit einem durch dick und dünn gehen sollte. Papa meinte, dass käme gar nicht in Frage - aber an Weihnachten bekamen sie ihn dann doch. Rudi nannten sie ihn und Rudi war genauso, wie sie ihn sich vorgestellt hatten. Rudi war klein, Rudi war superflauschig und Rudi war schlau. Schon bald konnte er die ersten Kunststückchen. Er konnte auf Kommando ganz still liegen bleiben, er konnte Männchen machen und Dinge zurückholen, die man vor ihm versteckte. Rudi war immer dabei.

Florian und Wibke lebten in einem Dorf . Hier kannte jeder jeden und die beiden konnten gefahrlos auf der Strasse spielen, weil hier kaum Verkehr herrschte. Das war natürlich auch etwas für Rudi, der brauchte nie an die Leine genommen werden. An einem Donnerstag verabredeten sich die Kinder im nahe gelegenen Wald. Hier konnte man wundervoll spielen. Sie hatten einen kleinen Pfad , abseits des Wanderweges, entdeckt und hier waren sie wirklich für sich. Sie wollten mit Rudi verstecken spielen. Sie hatten sich am Nachmittag an ihrem Geheimplatz verabredet. Den kannte wirklich niemand. Nicht einmal die Eltern wußten davon - sonst wäre es ja auch kein Geheimplatz mehr. Langsam trudelten die  Kinder ein. Lisa, Wibkes beste Freundin, hatte Rudi einige Stücke Fleischwurst mitgebracht. "Die andere Hälfte habe auf dem Weg leider selbst gegessen", sagte sie lachend. "Ich hatte ziemlichen Hunger." Den hatte sie oft. Lisa war ziemlich dick. Aber das machte ihr nicht viel aus. Hier im Dorf wurde man wegen soetwas nicht geärgert. "He , Leute". Thomas kam den kleinen Hügel heraufgelaufen. "Ich habe was ganz tolles dabei. Das hat mir mein Papa aus Belgien mitgebracht. Guckt mal." Er winkte aufgeregt mit zwei schwarzen Geräten. Die sahen von weitem aus, wie zwei Handys. "Was ist das denn?" fragte Florian neugierig. Thomas grinste. " Etwas was Detektive unbedingt brauchen. Das sind Walkie-Talkies. Stellt euch vor: Die funktionieren sogar auf eine Entfernung von drei Kilometern. Echte Profi-Teile!" Florian war beeindruckt. Die Mädchen nicht. Sie warfen Rudi kleine Fleischwurststückchen vor die Nase. "Süß. Guck mal," rief Wibke laut. Rudi hatte sich in einen kleinen Baumstamm gezwängt und versuchte wieder herauszukommen. Florian verdrehte die Augen. "Mit denen ist echt nichts anzufangen," stöhnte er. "Komm , wir probieren die Teile aus. Wir gehen ein Stückchen weiter in den Wald. Du rechts rum und ich links rum. Komm schnell, bevor die Mädchen etwas merken". Die beachteten die beiden Jungen gar nicht. Thomas gab Florian ein Walkie-Talkie , und schon verschwanden die beiden unbemerkt im Wald. ...

Olivers Fortsetzung:

Thomas ging nach links, wo die Bäume nicht so dicht standen, während Florian nach rechts ging. Dort standen die Bäume so dicht, dass sich Florian richtig durchkämpfen musste. Der Wald wurde immer dichter und schon bald hatte er sich total verirrt. Da hatte er eine Idee. "Ich funke Thomas an." Gesagt , getan!" "Thomas, Thomas, hörst du mich?" rief er verzweifelt. "Ja, wo bist du?" fragte Thomas. "Ich weiß es nicht, ich habe mich verirrt!" antwortete Florian. "Bleib da, ich und die anderen suchen dich." sagte Thomas. Florian war etwas beruhigt. Doch plätzlich winselte etwas im Gebüsch. War es Rudi? Nein, es konnte nicht Rudi sein." Sie haben doch eben erst begonnen mich zu suchen"; überlegte er sich. Er schaute nach, stolperte unf fiel in eine tiefe Grube. Plätzlich hörte er wieder das Winseln und spürte etwas Feuchtes durch seine Haare fahren. Es war die Zunge eines kleinen flauschigen Hundes. "Rudi?" fragte er wieder. Doch bald wurde ihm klar, dass der Hund nicht Rudi war. Er streichelte ihne und der Hund beruhigte sich. Florian versuchte aus der Grube zu klettern. Doch sie war zu tief. Dann hörte er Stimmen: "Hilfe, ich bin in der Grube, helft mir raus!" rief er laut. Doch über den Rand der Grube schauten nicht seine Freunde, sondern...

Fortsetzung Petra Mönter:

...die Jungs vom Nachbardorf. "Na, Florian?" sagte Hotte, der Anführer der Scheitweiler-Bande - vor denen hatten alle mächtig Angst. Sie lauerten manchmal den Kindern nach der Schule auf und versuchten sie zu ärgern. Einmal hatte Hotte sogar Geld von Florian verlangt. Zum Glück hatte er damals keins dabei gehabt- da ließen sie ihn laufen. Jetzt saß Florian in der Grube und Hotte grinste ihm entgegen. "Guckt mal Männer. Da ist die Memme vom Nachbardorf." Nacheinander erschienen die Köpfe der Scheitweiler-Bande . "Mist", dachte Florian, "da sind alle versammelt. Da habe ich keine Chance". Vorsichtig drückte er den Knopf des Walkie Talkies. "Hallo Hotte, " rief er laut, er hatte die Hoffnung, dass Thomas ihn über das Walkie Talkie hören konnte. "Was macht ihr denn hier? Helft ihr mir raus?" Hotte lachte hämisch. "Wir dich rausholen? Da träumst du von. Aber was hast du denn da interessantes in der Hand? Zeig doch mal her!" Florian hatte Angst von den älteren Jungs verhauen zu werden und reichte wortlos das Walkie-Talkie nach oben. "Sieh mal einer an. Wolltest wohl um Hilfe betteln, wie?" Die anderen lachten laut. "Nun, das wirst du nicht können," sprach Hotte weiter. "Wir werden des Wegs ziehen und dich einfach da lassen. Ist das eine gute Idee, Männer?" Die klatschten vergnügt Applaus und so schnell wie die Scheitweiler -Bande gekommen war zog sie auch wieder ab - mit dem Walkie Talkie!

"Lasst mich hier raus", rief Florian wütend, aber ...

Silvias Fortsetzung:

... die Bande tat so, als würde sie nichts hören und alle liefen pfeifend davon. Florian liess sich auf den Boden plumpsen und schniefte traurig. :"Was soll ich nur machen, so komme ich ja nie hier raus.!" Mittlerweile bildete sich Florian ein, Stimmen zu hören. Er rappelte sich hoch und schrie um Hilfe:"Kann mich jemand hören ? Hilfe, oh so helft mir doch, Hilfe!" Stille , niemand konnte ihn hören. Er guckte bedrückt auf den Boden. Der kleinen Hündin, die mit ihm in der Grube saß, stieg ein ekelhafter Geruch in die Nase. Sie schnupperte und fing in der Mitte an zu graben. "Na, was machst du denn da?" fragte Florian. Als er sah, dass ein kleines rotes Teil aus dem Loch herausschaute, dachte er, dass das vielleicht seine Retuung sein könnte. Er half der Hündin alles frei zu buddeln. Als sie es geschafft hatten, zog Florian an dem zum Vorschein gekommenen roten Griff und öffnete eine Falltür. Ein ekelhafter Geruch kam ihm entgegen . Verängstigt guckte er in das riesige Loch, in das eine Treppe hinunterführte. Florian schaute unsicher die kleine Hündin an. "Sollen wir, oder sollen wir nicht?" Aber schon purzelte der Hund die Treppe hinunter und Florian hinterher. Unten angekommen sagte er: "Hier unten ist es ja stockdunkel." Er krabbelte zusammen mit dem Hund auf allen Vieren vorwärts. Viele Meter waren sie schon gerobbt als vor ihnen ein grelles grünes Licht auftauchte. Als sie dort waren , staunte Florian vor Begeisterung. Ein riesiger unterirdischer , aber ekelhaft riechender See lag vor ihnen, dessen Wasser giftgrün leuchtete. Plötzlich fasste jemand FLorians Schulter und zerrte ihn in das stinkende Wasser.

Fortsetzung von Petra Mönter:

Von all dem ahnten die anderen nichts. Sie wähnten Florian in einer Grube und sie hatten Rudi ein T-Shirt von Florian besorgt, dass er die Fährte aufnehmen konnte. Thomas, Lisa und Wibke hatten einigen im Dorf bescheid gesagt, dass sich alle im Wald einfinden sollten, weil Florian von der Scheitweiler - Bande festgehalten würde. Innerhalb von einer halben Stunde waren zehn Kinder gekommen und plapperten aufgeregt durcheinander. "Halt", schrie Wibke laut, " wir müssen leiser sein, sonst bekommt Rudi Angst und er muss uns doch führen." Die anderen wurden sofort leise. "Meine letzte Information ist", begann Thomas" dass die Scheitweiler-Bande den Florian gefunden haben muss. Das konnten wir durch das Walkie Talkie gut hören. "Dumm ist nur, dass sie ihm das wohl abgenommen haben, denn plötzlich hatten wir keine Verbindung mehr zu Florian. Ich weiß nur, dass er hier rechts rum gegangen ist. Der Wald ist aber so dicht, dass man keine Spuren erkennen kann." "Ich schlage vor, wir lassen Rudi vorlaufen und wir laufen hinterher. Rudi ist doch so schlau", rief Wibke. Die anderen stimmten zu. "Los, such Florian", rief Wibke und sofort setzte sich Rudi in Bewegung. Florian suchen! Das Spiel kannte er. Das spielten sie oft im Wald. Einer versteckte sich hinter den Bäumen und Rudi musste ihn suchen. Am besten war noch immer das leckere Stück Fleischwurst, dass Rudi danach immer bekam. Rudi begann zu schnuppern. Es störte ihn nicht, dass dreizehn Kinder hinter ihm herliefen. Sofort hatte er Florians Fährte gefunden. Sie war zwar nicht mehr ganz so frisch, aber wie eine Schnur schlängelte sie sich über den Waldboden. Rudi lief so schnell, dass die anderen Kinder kaum mitkamen...

Fortsetzung von Andreas:

...Sie liefen weiter und weiter bis sie an der Grube halt machten, in die Florian hineingefallen war. Thomas meinte: "Das ist doch der Keller der alten Chemiefabrik! Wie kommen wir da bloß runter? Seht doch, da vorne liegt ein Baumstamm. Wenn wir ihn in die Grube lehnen, kommen wir sicher runter."  Da geht es ganz schön runter," flüsterte ein Junge aus dem Dorf. Alle packten mit an. Es war sehr schwer den Baumstamm die paar Meter zu schieben.

Nach 10 Minuten war der Baumstamm in der Grube. Alle waren sehr erschöpft. Also beschlossen sie eine kurze Pause zu machen. Nach ein paar Minuten balancierten sie den Baumstamm hinunter. Jetzt entdeckten sie die offene Falltür. Sie gingen näher und plötzlich drang ein Gestank durch ihre Nasen.

Doch Rudi ging einfach weiter und verschwand durch die Falltür. " Ich muss hinter Rudi her!" rief Thomas. "Ich komme auch mit!", sagte Wiebke. " Lisa du gehst auch mit!", " Und ihr," warnte Lisa " bleibt ja hier oben und ruft uns, falls ihr Florian seht!" Dann folgten die drei Kinder Rudi in die Grube. Sie tasteten sich mit Mühe durch die Dunkelheit.

Fortsetzung von Petra Mönter:

"Ihh", rief Lisa. "Das ist ja ekelhaft". Der Gestank war kaum auszuhalten. Sie folgten Rudi bis zu dem grünen See.  Rudi bellte aufgeregt. Er hatte die Fährte verloren. "Hier muss Florian irgendwie ins Wasser gegangen sein.  Guckt mal , wie aufgeregt Rudi ist. " Rudi rannte hin und her und bellte das stinkende Wasser an.  "Schon wieder Kinder, das darf doch nicht wahr sein. Wie kommen die denn hierher? Schnappt sie Euch." Zwei große Männer in langen Gummistiefeln rannten zu den drei Kindern hin und noch ehe sie begriffen, was vor sich ging, wurden sie gepackt und in den hinteren Teil des Kellers geschleppt.  "Lassen sie mich los", schrie Lisa und versuchte den Mann, der sie gepackt hatte, zu treten. Aber der Mann hielt sie so fest, dass sie keine Chance hatte. Rudi verschwand winselnd im Dunkeln. "Was war das denn?" Die Kinder die oben warten sollten, hatten Lisas Rufen gehört. "Mensch da ist was, wir müssen denen helfen." Aufgeregt kletterte einer nach dem anderen die Grube hinunter. ..

Fortsetzung von EVA:

Als sie unten ankamen drehte es vielen schon den Magen um , weil es so stank. Was würde sie dort vorne erwarten?

Franzi, ein kluges Mädchen aus dem Dorf, sprach aus was alle dachten : " Da vorne wartet nichts Gutes. Ihr geht sofort wieder hoch! Ich werde mich nach vorne schleichen und nachschauen." Mit angehaltenem Atem und ganz leise schlich sie den Gang entlang.

Da hörte sie eine Stimme knurren : " Hey Bob , pass auf die Kinder auf. Ich muss mal hoch, telefonieren !" Der Satz war noch nicht beendet, als Franzi so schnell und leise sie konnte den Gang zurück rannte und die anderen Kinder warnte: " Versteckt euch, los! Gleich kommt einer!"

Die Kinder versteckten sich. Durch einen Busch sahen sie einen großen, hageren Mann , völlig schwarz gekleidet und mit hohen Gummistiefeln. Er gestikulierte wild und schrie aufgeregt in sein Telefon : " Verdammt! Im Keller sitzen ein paar Kinder. Sie durchkreuzen unseren Plan. Wie sollen wir es jetzt schaffen die gottverdammte Giftbrühe verschwinden zu lassen? Wenn wir hier fertig sind, was sollen wir dann mit Kindern machen? Ja?....okay, das machen wir. Tschüß!"

Plötzlich bemerkte Franzi, dass etwas die Stufen herauf und zu ihr herüber kam. Es war Rudi und ein anderer Hund!

Petra Mönters Fortsetzung:

Rudi war ganz aufgeregt. Er lief bellend und schwanzwedelnd zu den Kindern, die sich hinter dem Busch versteckten. "Psst", flüsterte Franzi voller Panik, aber es war zu spät. Der Mann mit den hohen Gummistiefeln hatte sie bemerkt. "Verdammt", schrie er laut. "Noch mehr Kinder, ist hier irgendwo ein Nest? Los alle herkommen". Die Kinder waren so verängstigt, dass sie dem Befehl folgten. "Los, rein da." Die Kinder verschwanden eins nach dem anderen wieder in dem dunklen Keller. "He Bob, hier sind noch mehr..."

Kurze Zeit später fanden sich die Kinder in einem kleinen Kellerraum wieder. Hier saßen auch Florian, Wibke und die anderen. "Wo ist Rudi?" fragte Wibke ängstlich. " Ich habe Rudi gesagt, er soll nach Hause laufen. Er ist sofort losgeflitzt. Da war noch so ein anderer Hund bei!" Langsam gewöhnten sich Franzis Augen an die Dunkelheit. "He Florian. Da hast du uns ja etwas schönes eingebrockt. Was machen wir jetzt?" Florian überlegte kurz und dann hellte sich sein Gesicht auf. "Sag mal Thomas, hast du das Walkie Talkie noch dabei?" "Mensch, wie blöd. Klar! Das habe ich hier in der Hosentasche. Was meinst du? Ob die Scheitweiler Bande das Walkie Talkie anhat?" "Einen Versuch ist es wert." Aufgeregt scharrten sich die Kinder um Thomas. Der drückte den Knopf und flüsterte aufgeregt: "Hilfe, wir werden von Männern festgehalten. Im Keller des Chemiewerks. Hilfe." Nichts war zu hören. Enttäuscht legte Thomas das Walkie Talkie zur Seite. "Die haben das wohl ausgemacht" seufzte er enttäuscht. "Wo seid ihr?" hörten sie aufeinmal eine krächzende Stimme. Aufgeregt nahm Florian das Gerät wieder in die Hand. "Rudi läuft gerade nach Hause - lasst euch von Rudi führen. Rehmskaul 3. Hallo?" Jetzt hörten sie gar nichts mehr. Die Batterien waren leer. "Hoffentlich haben sie das noch gehört". Wibke zitterte. In dem Keller war es ganz schön kalt. "Ja, hoffentlich. Und hoffentlich bringen sie noch Hilfe mit. Wo sind wir hier eigentlich genau?" Franzi wusste es. Sie hatte oft die Unterhaltungen ihrer Eltern verfolgt. Die waren sich ganz sicher, dass es Ungereimtheiten im Chemiewerk gab. "Die Entsorgung von Giftfässern ist sehr teuer und meine Elten glauben, dass das Chemiewerk die Fässer einfach im Keller entsorgt. So sparen sie viel Geld. Jetzt haben sie wohl kalte Füsse bekommen, denn es hat sich ein Bürgerverein gegründet, der die Vorfälle aufdecken möchte. Jetzt müssen sie so schnell wie möglich versuchen , das Zeugs loszuwerden. Denn wenn das rauskommt, dann sind sie geliefert. Wahrscheinlich waren sie gerade dabei, das Zeugs irgendwohin zu schaffen..und dann kam Florian...". "Und wir auch!" seufzte Thomas. "Das ist ja eine ganz schön brenzlige Situation. Wenn es um Macht und Geld geht, da kennen viele Erwachsene keinen Spass mehr - und wir sind denen im Weg...