Rohgedanken: können Selbstdarsteller authentisch sein?
eigentlich wollte ich schlafen aber ich bin mit meinen gedanken noch beim letzten post. es war vor allem chouchous kommentar, der etwas in mir angestoßen hat.
stichworte: extrovertiert- energien aus der umgebung saugen
Umgebung als Bühne
Unterschied zwischen Liebe/Freundschaft-Anerkennung/Applaus
Schauspieler
Selbstdarsteller
SELBSTDARSTELLER
Selbstdarstellung ist Summe aller bewussten Handlungen, die das Erscheinungsbild einer Person oder Personengruppe beeinflussen soll. Dabei wird eine möglichst große Kontrolle der öffentlichen Wahrnehmung angestrebt. Die dabei verwendeten Mittel und Verhaltensweisen sollen vorhersehbare Reaktionen bei anderen Personen erzeugen.
Diese „Darstellung seiner selbst“ kann für einen kleinen Personenkreis (privat) bis hin zu einer weltweiten Wahrnehmung zelebriert werden. Die Selbstdarstellung kann auch ohne Öffentlichkeit stattfinden, benötigt aber mindestens in ihrem Kontext den Gedanken an die Öffentlichkeit.[1]
Selbstdarstellung ist ein sich selbst erklärender Begriff, der den Sachverhalt seiner Bedeutung präzise darstellt. Trotzdem findet sich die Verwendung dieses Begriffes erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.[1] Erst zu dieser Zeit war die sachliche und wertfreie Verwendung eines einheitlichen Begriffes möglich. Als Vorläufer dieses Begriffes können „zur Schau stellen“ [2] und „Propaganda“ [3] genannt werden. Der ursächliche Grund für Selbstdarstellung ist die Anpassung an ein bestehendes Rollenbild.[4] Diese Anpassung erleichtert die Einordnung in eine bestehende Sozialstruktur (Familie, Gesellschaft,...) und erfolgt oft unbewusst und intuitiv.
Eine bewusst produzierte Selbstdarstellung möchte diese Anpassung an die Sozialstruktur entweder stärken oder schwächen. In jedem Fall erfolgt eine „Spezialisierung“ in der Darstellung, da die verwendeten Mittel und Verhaltensweisen entweder nicht dem Mainstream entsprechen oder nicht von diesem verstanden werden. Typische Mittel dieser Spezialisierung sind der Dresscode sowie Statussymbole.
Symbolische Selbstergänzung
Die Theorie der Symbolischen Selbstergänzung (Robert A. Wicklund, Peter M. Gollwitzer, 1982) geht von den Problemen aus, welche durch Diskrepanzen zwischen Selbstbild und Selbstideal hervorgerufen werden.
So können selbstbezogene Ziele, die noch nicht erreicht sind, durch geeignete Symbole repräsentiert werden, welche als Ersatzziel dienen.
Beispiele:
Geschäftlicher Erfolg kann durch ein großes Auto zum Ausdruck kommen. Ein großes Auto wäre also ein typisches geeignetes Symbol dafür.
Akademische Titel sind geeignete Symbole, um vorzugeben, ein guter Forscher/ Wissenschaftler zu sein, selbst wenn man in der letzten Zeit wenig Erfolg in seinem Fach hatte.
Symbole der Selbstdarstellung können Selbstbeschreibungen, soziale Beeinflussungen anderer oder dinghafte Symbole sein. Selbstbeschreibungen von symbolisch unvollständigen Personen enthalten in der Regel keine eingestandenen Fehler. Soziale Beeinflussungen gehen von symbolisch unvollständigen Personen aus, die andere hinsichtlich ihrer eigenen nicht erreichten Ziele beeinflussen wollen, also eigene Standards als richtungsweisend ansehen.
Die Theorie der Symbolischen Selbstergänzung besteht aus drei Postulaten:
Symbolisch unvollständige Personen stellen Ersatzsymbole zur Schau
Der Erfolg von Ersatzsymbolen ist an die soziale Kenntnisnahme gebunden, bedarf also der Bestätigung
Symbolisch unvollständige Personen berücksichtigen nicht die Rezipienten der selbstergänzenden Handlungen




