donnerstag oder so
wieder eine woche um. wieder auch ein wochenende um. was bin ich froh, wenn die wochenenden um sind, denn dann hört die scheiß eisamkeit-zumindest in teilen- auf. dann haben zuindest die läden geöffnet, die familien driften wieder auseinander, zerstreuen sich. es gibt termine, dinge die stattfinden, musikunterricht oder ein arztbesuch oder.... in der apotheke gibt es menschen aus fleisch und blut, mit denen man kommunizieren kann. samstag habe ich gar nicht kommuniziert. es hat mich niemand angerufen und ich hab auch niemanden angerufen. ich bin es so leid die leute anzurufen. Stimmen ohne gesicht, sind fast wie buchstaben ohne gesicht. gespenster.
eine sms welt mit sms-freundschaften, sms- liebschaften.
"laß uns bald telefonieren, hab dich lieb." "ja, laß uns das tun, hab dich auch lieb"
floskeln, leere satzfragmente, schnell runtergeschrieben und verschickt, ebenso schnell wieder vergessen. ich machs ja auch so.denn das leben geht weiter und ist kein ponyhof und es kommt mich niemand retten und ich selbst erst recht nicht. hör endlich auf zu jammern. UND TU WAS.TU WAS !
am donnerstag kam wieder eine sms von oli :"nun gib´du aber auch mal eine statusmeldung-how is life these days, frau li...?!"
ich antworte nach langem überlegen, antworte:
"auf dem dorf wird auch überlebt!ist das nicht erstaunlich?! das salz ist aus, die seele erfriert& trotzdem lebt man einfach weiter..."
es kommt eine mail mit einem bild vom afrikanischen strand bei sonnenuntergang. eine welle bricht (oder kotzt) gold in den feinen sand. dazu zwei sätze, irgendwas, ich versteh die bedeuteung nicht. muß ich auch nicht. ist nicht gedacht dafür. sind bedeutunglos.und waren es immer schon.
eine sms von claud: "wie kann ich dir bloß helfen?"
eine sms von mir:"es geht schon"



