Stimmung: möööörrrrh
Musik: Horrorpops - You vs. Me
Can’t get away …
Wenn sich unsereiner irgendwann einmal unter Menschen begibt, dann muss dies natürlich gewissenhaft dokumentiert werden, falls der Fall des Vergessens eintreten sollte.
Hier also der Bericht: „Wie ich meinen 20.ten Geburtstag beging“
Es wurmte mich dermaßen zu meinem eigenen Geburtstag Chauffiert werden zu müssen, dass ich beschloss den Führerschein nun endlich doch in Angriff zu nehmen, was unter anderem den Vorteil haben könnte, dass ich dieses Etablissement einige male mehr besuchen könnte. Ob dies allerdings einen ähnlichen Effekt haben wird, wenn ich mich denn alleine dorthin begebe sei dahingestellt. Was wäre das auch? Ich würde viel weniger über mich lernen können, als ich das mit-Menschen tue. Ich bin nämlich mittlerweile der Überzeugung, dass man sich tatsächlich in Beziehungen zu anderen Menschen kennenlernt. Ja, genau, sich selbst, und nicht die andere Person … was will man damit, wenn man sie kennt?
Nundenn … jetzt zu der einzigartigen Begebenheit … Ich hatte nicht bedacht, dass dieses Etablissement nahezu nur von einem Klientel besucht wird, nämlich dem dunklen ;). Was bedeutet, von den überzeugt schwarz tragenden, den überzeugt anders seihenden, ob dies nun nur hinsichtlich der aktuellen Mode getan wird, oder doch nicht, bin ich nicht imstande zu beurteilen. Leider aber sind 2 von 3 meiner Freunde dieser Art Menschen nicht angetan, und die erste Hälfte des Abends war weniger amüsant … nicht nur für mich. Glücklicherweise gibt es Menschen, die mich zum Tanzen bewegen können, und Alkohol. Shame on me, aber ich benötigte eine Flasche Cherry Mix um in Fahrt zu kommen. Glückwunsch, der erste Schritt in die Sucht sei getan. Immerhin hielt die Wirkung bis spät in die Nacht an (meine 2 nicht sehr begeisterten Gäste hatten den „Club“ bereits verlassen) … oder wurde von der Wirkung der Grande Chaleur, welche durch die fortgeschrittene Uhrzeit ausgelöst wird, abgelöst, denn ich tanzte … und tanzte … testete Schritte aus, welche meine Mutter auszuüben bevorzugt (die passen wirklich gut zu dieser Art von Musik, die hauptsächlich lief), in wechselnder Modifikation, versteht sich *harr*.
Jedenfalls war das schöööhn … um es mal zu erwähnen.
Was mich aber enttäuscht hat, waren erstens diese Personen, welche ich mitnahm, andererseits ich und die Gewohnheit stetig gleich bleibend zu reagieren.
Beschäftigen wir uns also mit den Wesen, welche auf meinen Geheiß diesen „Laden“ betraten.
Ich merkte früh: Die sind gar nicht tolerant. Ein Wesen mit Spitzenkleid (natürlich durchsichtig), darunter nichts als eine hintern-bedeckende Unterhose und Overknee-Lack-Plateaustiefeln und Glatze mit einer außergewöhnlichen Art und Weise sich zu bewegen wurde sofort beäugt. Ich hatte sie schon einmal gesehen, deshalb wunderte ich mich nicht. Ehrlich gesagt bewundere ich diese Frau eher. Sie ist was sie sein will, traut sich auszusehen wie sie will, egal was gewisse Menschen denken, und das verdient meinen Respekt, mehr nicht, auch wenn ich mich selbst nie auf diese Art und Weise kleiden würde.
Nun also, Geläster … unangenehm, fand ich und versuchte mich so wenig wie möglich daran zu beteiligen.
Von der 2-Menschen, die mit dem „schwarzen“ Wesen der Menschen nichts am Hut hatten kam wenigstens Verständnis. Man sagte mir, man hätte generell nichts gegen diese Art Menschen, fühle sich, verständlicherweise nicht wohl unter ihnen, denn man sei anders … Ich wurde gefragt, ob ich mich denn unter lauter Hip-Hoppern wohl fühlen würde, was ich mit: „Wenn sie nett sind“ beantwortete (auch wenn ich zugeben muss gewisse Vorurteile gegenüber dieser Menschengruppe zu haben … man erkennt sich also in anderen Menschen wieder, wie gesagt).
Was mir schon auf der Hinfahrt negativ auffiel, …
Moi: „Ich hab die Horrorpops dabei…“
Le Person: „Oh näh, nicht DIE! Die sind schrecklich“
Moi: „Kennst du die überhaupt?“ etc. pp.
Abgesehen davon, dass ich eine tiefe Abneigung dagegen empfinde, wenn Menschen meinen sie wüssten, wie etwas IST, was aber nur auf subjektiver Empfindung beruhen kann, ist es doch ein Angriff meiner Persönlichkeit, wenn dinge als „Schrecklich“ degradiert werden, die ich mag. Und deshalb höre ich gerade diese Band gerade … hahahaah!
Außerdem scheinen diese Menschen, welche eine solch „schreckliche“ Musik hervorbringen diese Person, welche ihrer Musik so gänzlich abgeneigt ist, genau zu kennen, weshalb sie den Titel „Emotional Abuse“ hervorgebracht haben. Habe ich schon einmal erwähnt, dass dies eines Meiner Spezialgebiete ist?! *harr* … immerhin habe ich ein Buch darüber gelesen. Weshalb mir wahrscheinlich solche Dinge jetzt eher auffallen.
Nun zu weiteren nervenden Aspekten:
Moi: „Und das (Geld) ist alles für meine Nähmaschine! *froi*
Le Person: (aufbrausend, fast wütend … herrisch) „Was sparst du dafür und machst doch nichts damit. Du nähst ja eh nicht. Was ist denn mit der Nähmaschine deiner Oma, damit hast du ja auch nicht genäht!“
Moi: (in übertrieben freundlicher Tonlage) „Also letztens hab ich ne Tasche genäht, die hat leider noch keine Träger…“ blabla
In diesen Momenten bin ich dann einfach zu überrascht um irgendwas zu sagen, ich versuche einfach diese Sache zu übergehen, die Person bloßzustellen … jedenfalls ein bisschen.
Was kann einer Person einfallen zu sagen, was ich gedenke zu tun, oder nicht … Ich würde nicht behaupten, dass mich viele Menschen kennen … DIE kennt mich garantiert nicht.
Ich hasse so was, ich hasse es!!
Menschen die sagen, aus welchen Gründen ich irgendwas tue, oder dass ich irgendwas tue oder auch nicht, solche, die von vornherein davon ausgehen, dass eine Person … so ist, wie sie denken, sie sei es … nicht nur in Bezug auf mich. Sowas hasse ich. Und wenn dann noch so was kommt:
„Warum esst ihr Deutschen nur soviel von dem Zeug (Wurstwahren)“ dann kommt mir die Kotze. Solche Menschen sollten von „Uns Deutschen“ eigentlich keine Toleranz erwarten, wenn sie selbst keine besitzen. Danke … das klingt rassistisch, wovon ich mich hiermit eindeutig distanzieren möchte, denn ich behaupte nicht, der gemeine Ausländer bringt uns keinen Respekt entgegen. Ich sage damit nur … Nein, im allgemeinen … in einem Lehrer-Schüler Verhältnis, genauso wie in einer Eltern-Kind Beziehung … ich kann nichts von dem jeweiligen Gegenüber erwarten, was ich ihm nicht selbst bereit bin zu geben.
Das ist mit Respekt, Achtung, Toleranz und sonst was eigentlich immer gleich.
Wer sagt eigentlich, dass ICH nur, weil ich mehr oder weniger Deutsch bin viel Wurst esse? Wer sagt, dass ich Disziplin hätte, Ordnung und sonstige „Deutsche Tugenden“ … nur weil ich als einer geboren bin? Niemand hat das Recht mir irgendwas vorzuwerfen, wovon er/sie/es keine Ahnung hat. Vorurteile sind Kotze! ;) … und das fällt mir darum so auf, weil ich sie selbst habe … Erkenntnis ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung … also, Aufspüren, Erkennen, Eliminieren … bestimmt auch deutsche Tugenden *harrharrharr*.
Enttäuscht bin ich aber vor allem von mir … weil ich nichts dagegen gesagt habe, weil ich nicht darauf hingewiesen habe, dass mich das stört, oder gar kränkt. Damit würde ich der Person ja auch eine zu große Macht über mich attestieren …
Nunjah, eine Möglichkeit wäre es, diese Situation immer und immer wieder zu durchleben und irgendwann das Richtige zu tun … Darauf zugehen, andauernd …