Männer und andere Katastrophen...

11.05.2007 um 21:04 Uhr

Ich bin wieder hier...

von: sheyla

...in meinem Revier! Es wird wieder allerhöchste Zeit für einen Eintrag und was könnte ein besserer Anlass sein, als der, dass Mr. Big heute plötzlich wieder aufgetaucht ist. Er war gegangen und wir hatten keinen Kontakt mehr, weil er sich für seine Ex entschieden hatte und gegen mich. Damit musste ich einfach erst einmal klar kommen und ich muss wirklich zugeben, meine Welt brach zusammen. Da war es eine Erleichterung für mich, dass er ging, nicht wegen mir, sondern weil er mit seiner Band auf Tour gehen sollte. Heute kam ich gerade von einer Besprechung saß fröhlich, mit den Gedanken an das bevorstehende Wochenende, in meinem neuen, verglasten Büro als ich einen Schatten an der Scheibe vorbeihuschen sah. Ich dachte mir "Den kenne ich doch!" bis es mich dann riss "Auweia, das ist Mr. Big!!!" Shit, also erst auf Toilette, sehen, dass die Haare sitzen und vorausahnend gerade heute die hohen Schuhe angeschnallt, Gott sei Dank! Innerlich tat ich aber so, als hätte ich ihn noch gar nicht bemerkt, auf meine Arbeit konnte ich mich nicht im Entferntesten konzentrieren. Was wollte der bloß hier? Also rief ich gleich einen Kollegen an, um mit ihm einen Termin für die Pause auszumachen, ein bisschen Spazieren und quatschen, das würde mich ablenken und vielleicht würden wir IHN ja sehen. Ich merkte als erstes, dass ich nicht die Bohen über ihn hinweg war, kein bisschen, ich war nervös und völlig überdreht. Mein Kollege holte mich in der Pause wieder auf den Boden und wir unterhielten uns nett, jedoch kurz bevor wir wieder in die Agentur gingen, saß um die Ecke auf einer Bank - Mr. Big und er sah so verdammt gut aus. "Was machst du denn hier?" Daraufhin erzählte er mir, dass er nur aushelfen würde, weil so viel Arbeit da wäre, das hätte er ja versprochen. Natürlich rutschte mir sofort heraus "Tja, man sollte nicht so viel versprechen!", so ein blöder Kommentar und gleich so zickig. Mist, mist, mist. Das Ende der Geschichte, ich habe ihm keine E-Mail geschrieben und bis jetzt auch noch keine SMS, ich halte mich also gut; aber als er mich so ansah, wenn er an meinem Büro vorbeispazierte, wäre ich ihm am Liebsten um den Hals gefallen und hätte ihn nie mehr losglassen. Mal sehen, ob er am Montag auch wieder da ist, ich hoffe es und hoffe es nicht. Mr. Big ist also auch wieder hier - in seinem (und meinem) Revier...

01.01.2007 um 23:06 Uhr

Wie ein Mann

von: sheyla

Um das Blatt zu wenden wäre es für das kommende Jahr eine Möglichkeit einen Ratgeber zu veröffentlichen "Wie werde ich ihn los - so schnell wie möglich". Warum einen Mann an sich binden wollen, warum ihn nicht nach "getaner Arbeit" wieder loswerden wollen. Keine gemütlichen Jogginghosen mehr vor dem TV am Abend, um die Würde nicht ganz zu verlieren, die durch das gemeinsame Bad mit Faltencremes und Cellulitecreme ohnehin schon ziemlich strapaziert ist. Keine stundenlangen Telefonate mit den Mädels, ohne dass jemand die Augen verdeht. Keine Lästerrunden mehr über die hässlichen und hübschen Männer in der Bar am Abend. Männer bestehen auf ihre Männerabende mit Bier und Poker, während wir zu Hause sitzen, das Nest putzen und das Essen in den Ofen schieben. Lass es weiblicher Instinkt sein, lass es anerzogen sein. Und ich schreibe auch nicht über Emanzipation. Das Thema ist durch. Aber warum sollten wir uns nicht verhalten wie die Männer? Ich bin überzeugt davon, dass sich die Männer durch nichts so aus der Ruhe gebracht fühlen, wie eine Frau, die sich wie ein Mann verhält. Warum rufen wir Frauen die Männer nach dem ersten Sex an, am nächsten Tag, der nächsten Stunde, am liebsten gleich, wenn er mit einem Bein die Wohnung verlassen hat an? Warum wollen wir so schnell als möglich mit unserer neuen Eroberung ein Nest bauen? Warum machen wir uns Gedanken, wenn er sich einen Tag, zwei Tage nicht bei uns meldet? Wir vermuten eine Andere, zwei Andere, eine Ehefrau und eine Familie. Stattdessen macht er Überstunden in der Firma und geht danach zum Sport. Während wir am Telefon sitzen und auf seinen Anruf warten, nutzt er seine Zeit sinnvoll und geht zum Sport und in die Bar um die Ecke. Essen muss ja nun jeder mal. Die Frau dagegen nimmt sich in diesem Moment vor nie mehr etwas zu essen, weil sie vermutet, er würde sich nicht melden, aus dem Grund, sie wäre zu fett. Das Leben einer frisch verliebten Frau dreht sich rund um die Uhr um den potenziellen Kandidaten. Ich möchte keine Hochrechnung riskieren, denn einige Frauen, einschließlich ich, wären wahrscheinlich zutiefst schockiert, wenn sie schwarz auf weiß sehen würden wieviel Zeit ihres Lebens sie schon neben dem Telefon verschwendet haben oder damit zu mutmaßen warum er sich seit 26 Stunden und 2 Minuten nicht gemeldet haben könnte. Freundinnen, das muss aufhören und das wird mein Vorsatz für das neue Jahr werden. Ich werde Sex haben wie ein Mann und auf mich zu kommen lassen, ob daraus etwas ernsteres werden könnte oder nicht. Dabei lasse ich den Mann entscheiden und überlasse ihm das Grübeln, wieviel ich ihm wert bin und warum. Sex habe ich ohnehin nur mit tageslicht tauglichen Wesen, die nicht die Intelligenz eines Einzellers an den Tag legen. Und wenn ich dann nach dem Training im Fitnessstudio in der Umkleide auf mein Handy sehe, finde ich eine Nachricht und einen Anruf von ihm mit dem Inhalt, er würde mich gern sehen. Lächelnd werde ich nochmal auf das Laufband steigen - mit dem Gedanken "Ich melde mich dann später. Vielleicht." 

31.12.2006 um 10:18 Uhr

Die besten Wünsche für 2007

von: sheyla

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr 2007! Treibt es nicht zu wild und seid nicht traurig, wenn ihr vielleicht nicht mit dem Menschen feiern könnt, mit dem ihr von Herzen feiern wollt. Macht das Beste aus euerer Situation, gebt den Menschen, mit denen ihr feiert einfach eine Chance und geniesst den Augenblick! Wenn Mr. Big mit mir feiern wollte, soll er doch mit wehenden Fahnen ankommen, er weiß, dass ich in Berlin bin. Wenn er sich nicht traut, ist er selbst Schuld und wenn er nicht will auch. In diesem Sinne. Euere Sheyla

31.12.2006 um 10:12 Uhr

Beim Friseur

von: sheyla

Mr. Big in Gedanken begab ich mich am vergangenen Donnerstag zum Friseur, um eine Generalüberholung über mich ergehen zu lassen. "Hallo Darling!" begrüsste mich mein Friseur in seiner Friseurensprache, auch mit dem Wissen, dass er nicht schwul ist. "Du siehst ja schrecklich aus!" Hm Danke, das weiß ich auch so. Mein blondes Haar hatte schon bessere Tage gesehen und ein leichter Ansatz von meinem eigentlich braunen Haar war auch schon zu erkennen. An diesem Tage war ich bereit - für braun. Ich wollte mich so richtig verändern, ein Einschnitt in mein Leben, ein neuer Lebensabschnitt - ohne Mr. Big, vielleicht wäre eine komplett neue Frisur eine Möglichkeit diesem Vorhaben Ausdruck zu verleihen. Einen Versuch war es wert. "Was hälst du von einem Pony?" "Das steht dir!" und gleich werden die Haare über den Kopf gekämmt, um mir zu zeigen, wie gut mir mein Pony stehen würde. Ja, ist wirklich nicht übel und wenn ich einem Mann vertraue, dann meinem Lieblingsfriseur Olli. Der Olli ist verheiratet, sehr jung geblieben, richtig vernarrt in mich, dabei kann man seine Frau schon einmal vergessen. Also Augen zu und durch. Freundinnen, mehr kann man sich an einem Tag Frisurentechnisch gar nicht verändern. Die angesagte schokobraune Farbe und der fransige lange Pony, der mir bis in die Augen hängt sehen wunderbar aus. Ich muss die eine oder andere Träne verdrücken, während die gesamte Friseur-Sippschaft um mich herum steht und jubelt. Nicht, dass sie gleich noch eine Laola starten, das wäre zu viel des Guten, obwohl ich mich geschmeichelt fühle. Der Pony hebt mein Gesicht und somit das Kindchenschema, das in meinem Gesicht wohl vorhanden ist hervor und so hoffe ich, dass jeder Mann bei meinem Anblick in die Knie gehen muss. Vielleicht auch Mr. Big. Aber den habe ich dann ja vergessen und kann ihm mit einem Lächeln dier kalte Schulter zeigen. "Hast du eigentlich zur Zeit wieder einen Freund?" "Och, Olli, ähm, so genau kann man das nicht sagen. Nein." "Hm, das kann ich gar nicht verstehen." "Ich auch nicht." "Wie wäre es denn mit mir?" "Olli, du bist verheiratet!" "Stimmt, hatte ich wieder kurz vergessen. Ich wäre das perfekte Paket, ein Papi, eine Hure, ein liebevoller Ehemann und ein Arschloch in einem!" Und da hatte er weise Worte gesprochen. Denn Frauen suchen einfach immer das perfekte Paket, denn diese Eigenschaften vereinen sich äußerst selten in einem Mann. Mein ganzes Leben schon bin ich auf der Suche nach diesem perfekten Paket, habe aber immer nur einzelne Bestandteile davon getroffen, meistens das Arschloch oder die Hure. Wie beim Lose ziehen auf dem Jahrmarkt. Das Schweinchen und das Kleeblatt gibt es haufenweise, aber das Hufeisen zu finden ist praktisch unmöglich. Du kannst 200 Lose ziehen, 500 Lose ziehen, dieses Hufeisen ist einfach nicht dabei. Aber nur das Hufeisen zu besitzen bringt einen auch nicht weiter, denn den Hauptgewinn bekommt man nur mit Schweinchen, Kleeblatt und Hufeisen. Ich war auch noch auf der Suche nach dem Hufeisen und war der Meinung ich hatte es gefunden-in Mr. Big. Einmal gefunden möchte ich es nicht mehr verlieren, mein Hufeisen. Olli jedenfalls ist selig, da ich jetzt alle zwei Wochen zum Pony nachschneiden kommen muss, wenn ich noch etwas sehen möchte. Mein Selbstbewusstsein hatter er jedenfalls schon wieder aufgemotzt, genau wie meine Frisur. Danke Olli!

01.06.2012 um 06:20 Uhr

Tag der Männer

von: sheyla

Ein Hoch auf die Männerparade, die heute mit ihren Wägen durch die Straßen zieht. An solchen Tagen bin ich einfach forh, dass ich als überzeugter, mit Ausnahme von Mr. Big, Single meine Sporttasche an der Seite baumlend fröhlich pfeifend ins Fitnessstudio abwanderte und dort meinen ganzen Frust abstrampelte. Am Fenster taumelte eine Gruppe gröhlender Männer vorbei - wenn deren Frauen hätten hören können, was sie mir da so zugerufen hatten, würden die sich glatt scheiden lassen - und das meine ich ernst. Sind alle Männer so? Ich würde mich wirklich aufrichtig für meinen Mann schämen, wenn er am Männertag mit einem Wägelchen, hinter sich herziehend und taumelnd in der Stadt trinken würde. Ich meine, was soll das? Könnte mir einer den Sinn erklären? Wasted time, zu wichtigeren Sachen: Mr. Big. Am daurauffolgenden Montag war er jedenfalls auch wieder in der Agentur und mein Herz schlug mir bis zum Hals, so viel zum überzeugten Single. Nach außen war ich natürlich wieder das zurückhaltende, dennoch humorvolle und anständige Ding. Während eines kurzen Gesprächs mit meiner Kollegin lief er an meinem Büro vorbei und ich konnte durch die Scheiben sehen, dass er mich angestrengt fixierte - und ich tat dasselbt. Toll, ich wollte doch nicht, dass er sieht, dass ich ihn sehe, shit. "Ok, also machen wir das so?" Was blieb mir anderes übrig, als zu meiner Kollegin zu sagen "ok", ich würde sie später nochmal fragen, was ich da gerade abgesegnet hatte, hoffentlich kein Budget über 100.000 Euro für die anstehende Kampagne *bet*. Natürlich schlugen die Gedanken in meinem Kopf wieder Purzelbäume, war er wohl nicht mehr mit seiner (Ex-)Freundin zusammen und warum schaut der mich so komisch an? Seit Montag kämpfe ich natürlich auch gegen den Gedanken ihm mal so ganz lässig ne SMS rüberzuschicken. Bis jetzt konnte ich dagegen ankämpfen und war ganz stark, bis zu dem Moment wo ich ganz schwach war - und schon mein Handy in der Hand hatte. Ein Wink des Himmels, denn gerade als ich anfangen wollte zu tippen ging mein Handy aus, Akku leer und aufladen war in dem Moment nicht möglich. Ich weiß nicht, ist so eine kleine, unschuldige SMS so schlimm? Aber warum kann er sich nicht melden? Fragen über Fragen, mal wieder.