Freunde sind wichtig.
Wenn Freunde Hilfe brauchen, ist man für sie da.
Auch wenn man kurzfristig gebeten wird mit einen Transporter einfach mal von Berlin nach Hamburg zu fahren, lässt sich das alles einrichten.
Tom hat einen Mercedes Sprinter bei Robby & Wienty ausgeliehen, 100 Euro Kaution hinterlegt und die beiden Mitfahrer eingesammelt.
Als erstes tanken. Wer tankt muss auch bezahlen und die Autovermietungsfirma will die Tankbelege sehen. Daher ist es günstig bar zu bezahlen. Schließlich stehen auf den Tankrechnungen die Konto- oder Kartennummern drauf und die muss man ja nicht unbedingt an Fremde weitergeben. Also fragt Tom den Lutze, ob er denn mal die Tankrechnung begleichen würde. "ähmmm, naja" Lutze hatte kein Bargeld dabei.
Endlich angekommen soll es frisch ans Werk gehen und da ist dem Lutze erst mal schlecht. Es geht ihm gar nicht gut und somit kann er auch nicht tragen.
Hä? Wie jetzt? Lutz ist krank und lässt sich von Tom nach Hamburg fahren um dort Kisten, Möbel und Geräte einzupacken? Lutz sieht wirklich nicht gut aus. Also lässt sich Tom darauf ein, doch etwas zu tragen, obwohl er das ja nicht darf. In Hamburg wartet Lutzes Cousin - der auch nicht tragen kann. Er hat die Kisten gepackt, die alle sehr schwer sind. Ihm kann es ja egal sein, denn er kann ja nicht schwer heben. Tom eigentlich auch nicht. *hmpf*
So packen Tom und Lutzes Schwester die Sachen ins Auto. Beim Waschautomaten streikt Tom. Er sagt, es tut ihm Leid, aber das geht nun wirklich nicht, weil das Ding ja sicher seine 70-80 Kilo wiegt. Wie schon gesagt, darf Tom nicht schwer heben, der Cousin auch nicht, Lutze ist noch immer daneben und die Schwester kann so ein Teil nicht alleine tragen. Der Waschautomat bleibt also in Hamburg stehen.
Die Rückreise ist anstrengend - nicht nur wegen dem Stau.
Wieder in Berlin fragt Tom nach Geld zum Bezahlen des Autos. Da erfährt er, dass der Cousin in Hamburg doch das Geld hat. *na toll*
Lutze geht es noch immer schlecht. Er geht nach oben in seine Wohnung und sagt vorher zu Tom, dass er heute nicht mehr anrufen soll, er geht jetzt ins Bett. Ach? Und wie stellt sich der Herr die Abrechnung des Autos vor und was ist mit den Sachen, die noch im Auto sind?
So steht Tom mit der Schwester alleine da. Sie fahren zur Wohnung der Schwester und tragen die Sachen in den Keller. Tom ist froh, dass die Schwester dabei war, denn die war sehr nett.
Tom verabschiedet sich und bringt das Auto allein zum Vermieter zurück. Natürlich muss er vorher noch den Sprinter volltanken!
Ziemlich angesäuert (und das will bei Tom was heißen!) kommt er nach Hause und erzählt mir die Geschichte. Ich kann es kaum glauben. Da erklärt man sich bereit einem Freund zu helfen und dann muss man alles allein machen? Wenn man krank ist, dann kann man doch den Mund aufmachen und dann muss man sehen, wie man die Situation löst. Man lässt sich ein Auto leihen und dann hat man nicht mal Geld in der Tasche?
Wenn Lutze das nächste Mal Hifle braucht, dann werden wir wohl überlegen, ob wir bereit dafür sind.
Am nächsten Tag ruft Tom den Luzte an. Er geht nicht ans Telefon. Also spricht Tom ihm auf den AB. Wir warten.